Testfazit

Testnote

1,6

gut

Das Pixel 10 Pro überzeugte im Test beim Tempo, trägt ein scharfes, helles Display und macht praktisch immer gute Fotos. Zunächst sah es so aus, als wäre es die in allen Punkten optimierte Version des Pixel 9 Pro. Und dann versemmelt es den Akkutest. Die Laufzeit ist zwar nicht schlecht, liegt aber deutlich hinter den Erwartungen. Hier gehen alle Punkte aus den durchaus vorhandenen Verbesserungen flöten.

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Pro
  • Sehr hohes Tempo
  • Knackiges Display
  • Super Fotos, starker Extrem-KI-Zoom
Kontra
  • Kein umgekehrtes induktives Laden mehr
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Kurzer Rückblick: Im Vergleich zu den 8er-Pixel-Modellen wurden die Gehäuse der 9er-Pixel deutlich kantiger, und Google führte das kompakte Topmodell Pixel 9 Pro ein. Mit Erscheinen von Google Pixel 10, Pixel 10 Pro und Pixel 10 Pro XL sind die Neuner aber nun von gestern – aber sie sehen nicht so aus. Denn äußerlich hat sich praktisch nichts verändert. Die Schutzfolie des Pixel 9 Pro passt auch auf das Pixel 10 Pro. Der Test zeigt, was sich abseits von neuen Farben beim Pixel 10 Pro verändert hat.
Google Pixel 10 vs Pixel 10 Pro Pixel 10 Pro XL
Das Google Pixel 10 (links) und das Pixel 10 Pro (mittig) sind praktisch gleich groß. Das Pixel Pro XL (rechts) ist merklich größer.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Die Rückseite des Pixel-10-Pro-Duos ist mit Gorillas Glass Victus 2 in der haptisch angenehmen satinierten Version beplankt. Am Rand glänzt poliertes Aluminium. Nur das Pixel 10 dreht den Spieß um: Eine glatte Glasrückseite trifft auf einen matten Alurand. Alle Modelle sind nach IP68 vor Staub und Wasser geschützt. Zum Entsperren lässt sich die Gesichtserkennung oder der unsichtbar im Display integrierte Fingerabdrucksensor nutzen, der auch mit feuchten Fingern funktioniert.

Samsung ist beim Prozessor raus

Die Pros sind mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet. Aus Tensor G4 wird Tensor G5. Der 3-Nanometer-Chip kommt jetzt von TSMC und nicht mehr von Samsung. In diversen Benchmarks, die zur Ermittlung der Arbeitsgeschwindigkeit herangezogen wurden, konnte sich der Tensor G5 vom G4 absetzen, aber mit den Ergebnissen von Qualcomms Snapdragon 8 Elite in Samsungs S25-Galaxys oder Honors Magic 7 Pro konnte er (mal wieder) nicht mithalten. Zudem variierten die Ergebnisse stark zwischen verschiedenen Durchgängen. Mit höherer Temperatur drosselt Google offenbar den Takt. Nach den verschärften Testkriterien reicht es nur für die Note 2,1 für das Arbeitstempo. Ja, das ist zwar gut, aber für ein Pro-Modell eher mager. Selbst ein Poco X8 Pro für rund 300 Euro liefert bessere Benchmark-Ergebnisse. Immerhin übertrifft das Pixel 10 Pro seinen Vorgänger (Note Arbeitstempo Pixel 9 Pro: 2,7). Dabei ist das 10 Pro keine Gurke: Es lässt sich nämlich sehr schnell bedienen und bekommt die Note 1,2 für das Bedientempo.

Google Pixel 8, 9, 10 (Pro und XL): Modelle im Vergleich

Google Pixel 8, 9, 10 (Pro und XL): Modelle im Vergleich
Displaydiagonale
Seitenverhältnis
6,3 Zoll (160 mm)
20:9
6,3 Zoll (161 mm)
20:9
6,8 Zoll (171 mm)
6,3 Zoll (160 mm)
20:9
6,3 Zoll (161 mm)
20:9
6,73 Zoll (171 mm)
6,17 Zoll (157 mm)
6,7 Zoll (170 mm)
Auflösung
2424x1080 Pixel; 422 ppi
2856x1280 Pixel; 495 ppi
2992x1344 Pixel; 486 ppi
2424x1080 Pixel; 422 ppi
2856x1280 Pixel; 495 ppi
2992x1344 Pixel; 486 ppi
2400x1080 Pixel; 428 ppi
2992x1344 Pixel; 489 ppi
Wiederholfrequenz
60-120 Hz
1-120 Hz
1-120 Hz
60-120 Hz
1-120 Hz
1-120 Hz
60-120 Hz
1-120 Hz
Maße (L x B x H) / Gewicht
152,8 x 72 x 8,6 mm / 204 g
152,8 x 72 x 8,6 mm / 207 g
162,8 x 76,6 x 8,5 mm / 232 g
152,8 x 72 x 8,5 mm / 198 g
152,8 x 72 x 8,5 mm / 199 g
162,8 x 76,6 x 8,5 mm / 221 g
150,5 x 70,8 x 8,9 mm / 187 g
162,6 x 76,5 x 8,8 mm / 213 g
Rückseite / Rahmen
Glas / Aluminium matt
Glas matt / Aluminium poliert
Glas matt / Aluminium poliert
Glas / Aluminium matt
Glas matt / Aluminium poliert
Glas matt / Aluminium poliert
Victus / Aluminium matt
Victus 2 matt / Aluminium poliert
Wasserdicht
ja (IP 68)
ja (IP 68)
ja (IP 68)
ja (IP 68)
ja (IP 68)
ja (IP 68)
ja (IP 68)
ja (IP 68)
Fingerabdrucksensor/
Gesichtserkennung
ja/ja
ja/ja
ja/ja
ja/ja
ja/ja
ja/ja
ja/ja
ja/ja
Akku
4970 mAh / 30 Watt und Qi2-Laden
4870 mAh / 30 Watt und Qi2-Laden
5200 mAh / 45 Watt und Qi2-Laden
4700 mAh / tba Watt und Qi-Laden
4700 mAh / tba Watt und Qi-Laden
5060 mAh / tba Watt und Qi-Laden
4575 mAh / 27 Watt und Qi-Laden
5050 mAh / 30 Watt und Qi-Laden
CPU
Google Tensor G5, Titan M2
Google Tensor G5, Titan M2
Google Tensor G5, Titan M2
Google Tensor G4, Titan M2
Google Tensor G4, Titan M2
Google Tensor G4, Titan M2
Google Tensor G3, Titan M2
Google Tensor G3, Titan M2
Hauptkamera
48 zu 12 MP, f/1.7, 82º, mit Makro
50 zu 12,5 MP, f/1.68, 82º
50 zu 12,5 MP, f/1.68, 82º
50 zu 12,5 MP, f/1.68
50 zu 12,5 MP, f/1.68
50 zu 12,5 MP, f/1.68
50 zu 12,5 MP, f/1.68
50 zu 12,5 MP, f/1.68
Sensor / Pixelgröße
1/3,1" / -
1/1,3" / -
1/1,3" / -
1/1,31" / 1,2 μm
1/1,31" / 1,2 μm
1/1,31" / 1,2 μm
1/1,31" / 1,2 μm
1/1,31" / 1,2 μm
Stabilisierung
optisch und elektronisch
optisch und elektronisch
optisch und elektronisch
optisch und elektronisch
optisch und elektronisch
optisch und elektronisch
optisch und elektronisch
optisch und elektronisch
Ultraweitwinkel
(13) 12 MP, f/2.2, 120º, 1/3,1"
48 MP, f/1.7, 123º, mit AF und Makro, 1/2,55"
48 MP, f/1.7, 123º, mit AF und Makro, 1/2,55"
48 MP, f/1.7, 123º, mit AF und Makro, 1/2,55"
48 MP, f/1.7, 123º, mit AF und Makro, 1/2,55"
48 MP, f/1.7, 123º, mit AF und Makro, 1/2,55"
12 MP, f/2.2, 126º, 1,25 μm mit AF und Makro
48 MP, f/1.95, 126º, 0,8 μm, OIS, AF und Makro
Tele
(10,8) 12 MP; f/3.0; 23º, 5-fach optisch, 20-fach Super Res Zoom, 1/3,2"
48 MP, f/2.8, 5,0-fach optisch, 50-fach Super Res Zoom, 100-fach Pro Res Zoom, 1/2,55"
48 MP, f/2.8, 5,0-fach optisch, 50-fach Super Res Zoom, 100-fach Pro Res Zoom, 1/2,55"
kein Tele; 8-fach Resolution Zoom
48 MP, f/2.8, 5,0-fach optisch, 30-fach Res. Zoom, 1/2,55"
48 MP, f/2.8, 5,0-fach optisch, 30-fach Res. Zoom, 1/2,55"
kein Tele; 8-fach Resolution Zoom
48 MP, 5,0-fach optisch, 30-fach Res. Zoom
Zusatzsensor
Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor, Spektral und Flimmersensor
Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor, Spektral und Flimmersensor
Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor, Spektral und Flimmersensor
Laser Autofokussensor
Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor, Spektral und Flimmersensor
Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor, Spektral und Flimmersensor
Laser Autofokussensor
Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor und Temperatur
Frontkamera
10,5 MP, AF, f/2.2, 95º, 1,22 μm
42 MP, AF, f/2.2, 103º
42 MP, AF, f/2.2, 103º
10,5 MP, AF, f/2.2, 95º, 1,22 μm
42 MP, AF, f/2.2, 103º
42 MP, AF, f/2.2, 103º
10,5 MP, f/2.2, 95º, 1,22 μm
10,5 MP, f/2.2, 95º, 1,22 μm
Video Aufl. max.
4K @ 24/30/60 fps, FHD (HDR) @ 24/30/60 fps
8K @ 24/30 fps, 4K @ 24/30/60 fps, FHD (HDR) @ 24/30/60 fps
8K @ 24/30 fps, 4K @ 24/30/60 fps, FHD (HDR) @ 24/30/60 fps
4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps
8K @ 30 fps, 4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps
8K @ 30 fps, 4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps
4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps
4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps
Speicher
12 GB RAM, 128/256 GB UFS 4.0
16 GB RAM, 128/256/512/1024 GB UFS 4.0
16 GB RAM, 256/512/1024 GB UFS 4.0
12 GB LPDDR5X RAM, 128/256 GB UFS 3.1
16 GB LPDDR5X RAM, 128/256/512 GB UFS 3.1
16 GB LPDDR5X RAM, 128/256/512/1024 GB UFS 3.1
8 GB LPDDR5X RAM, 128/256 GB UFS 3.1
12 GB LPDDR5X RAM, 128/256/512 GB UFS 3.1
Preis (UVP zum Start)
899/999 Euro
1099/1199/1329/1589 Euro
1299/1429/1689 Euro
899/999 Euro
1099/1199/1329 Euro
1199/1299/1429/1689 Euro
799/859 Euro
1099/1159/1299 Euro
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KI-Funktionen

Google verspricht im Vergleich zum Tensor G4 eine um bis zu 60 Prozent verbesserte Leistung im Bereich KI. Das erlaubt Anwendungen wie den Pro Resolution Zoom, und Gemini Nano lässt sich vollständig auf dem Gerät ausführen. Die 10er-Pixel können Telefonate in Echtzeit übersetzen und dabei sogar noch den Sound des Sprechers nachahmen. Bislang klappt das aber nur, wenn eine der beiden Sprachen Englisch ist. Wer die Kamera freigibt, kann Gespräche mit Gemini über das Gezeigte führen und so etwa Tipps zur Gestaltung der Wohnung oder zur Reparatur eines Fahrrads bekommen. Beim den Pro-Pixeln ist ein Jahr lang das Google-AI-Pro-Abo enthalten, was normalerweise stramme 21,99 Euro im Monat kostet. Damit erhalten Nutzer unter anderem Zugriff auf Veo 3, womit sich per Texteingabe Videos generieren lassen.

Hellstes Pixel-Display

Google Pixel 10 Pro
Das Pixel 10 Pro hat ein knackiges, helles Display.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Pixel 10 und Pixel 10 Pro bieten zwar die gleiche Displaydiagonale, aber unterschiedliche Auflösungen: Mit 2.856x1.280 Pixel ist das 10 Pro etwas schärfer (495 zu 422 ppi). Das XL bringt es bei einer Diagonale von 6,73 Zoll auf 486 ppi. Auch bei der Bildwechselfrequenz unterscheidet sich das Pro vom Standardmodell, das zwischen 60 und 120 Hertz regelt. Die Pros können auf 1 Hertz runtertakten. Das spart noch mehr Energie – zumindest in der Theorie. Im Testlabor kam das Pixel 10 Pro auf eine maximale Helligkeit von 2.928 cd/m² im HDR-Modus und 2.845 cd/m² im Standardmodus. Damit hat es das hellste Pixel-Display, was wir bis dato getestet haben. Zwar kommt das Pixel 10 Pro XL im HDR-Modus bis auf wenige Candela ran, und auch der Vorgänger hält mit 2.757 Candela gut mit, aber Siege muss man feiern, wie sie fallen. Eine hohe maximale Helligkeit erleichtert die Ablesbarkeit in heller Umgebung.
Google Pixel 10er
Pixel 10 (links) und Pixel 10 Pro (mittig) haben die gleiche Diagonale, aber unterschiedliche Displays. Rechts das Pixel 10 Pro XL.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch

Der Knackpunkt: Aua Ausdauer

Mit einem im Vergleich zum Pixel 9 Pro größeren Akku (4.870 statt 4.700 mAh), effizienterem Prozessor und Speicher sollte der COMPUTER BILD-Handy-Akku-Test eigentlich ein Klacks sein. Also alles eingerichtet und den Roboter angestellt, der das Pixel 10 Pro so lange bedient, bis die Lichter ausgehen.
Akkutest Google Pixel 10
Die Pixel werden wie alle Smartphones nach dem gleichen Nutzungsszenario so lange benutzt, bis der Akku leer ist.
Foto: COMPUTER BILD / Luhang Fang
Das Pixel 9 Pro hielt in der gleichen Prozedur 13:49 Stunden durch. Doch das Testprotokoll sorgte für lange Gesichter: Nach nur 10:45 Stunden Dauernutzung war der Ofen beim Pixel 10 Pro aus. Das ist der schwächste Dauernutzungswert aller 9er- und 10er-Pixel-Phones und über 30 Prozent weniger als beim Pixel 9 Pro! Das Pixel 10 kam auf 11:49 Stunden, und nur das 10 Pro XL konnte sich auf 14:10 Stunden verbessern. Alle mühsam erarbeiteten Fortschritte beim Tempo und der Helligkeit sind damit weg. Mit einem kompatiblen Netzteil ist der Akku nach 15 Minuten wieder bei 25 Prozent. Der komplette Ladevorgang dauerte im Test 1:53 Stunden, ebenfalls kein guter Wert. Und obwohl das Pro nur mit maximal 30 Watt lädt, gab Google gegenüber Android Authority zu, dass die Akkuspannung zum Schutz des Akkus nach 200 Ladezyklen gedrosselt wird. Dann wird die Laufzeit also tendenziell noch kürzer.
Zubehör Qi2 Google Pixel 10
Dank Qi2-Standard vertragen die Pixel magnetisches Zubehör. Hier sehen Sie den Pixelsnap Lader mit Ständer und den Pixelsnap Ring.
Foto: Google
Alle Pixel laden kabellos nach dem Qi2-Standard (Pixel 10 und Pixel 10 Pro mit bis zu 15 Watt, Pixel 10 Pro XL mit bis zu 25 Watt). Im Zuge der Umrüstung auf Qi2 verlieren die 10er-Pixel allerdings die Fähigkeit, andere Geräte wie Kopfhörer oder Handys induktiv zu laden. Aber trotzdem hat die Sache einen praktischen Nutzen: "Pixelsnap" nennt Google die neu eingeführte Magnettechnologie, die jetzt in allen 10er-Pixeln steckt. Ja, liebe iPhone-Nutzer: MagSafe hattet ihr nun wirklich zuerst. Damit lassen sich kabellose Ladegeräte, Halterungen oder Kartenetuis nutzen, die einfach per Magnet andocken. Das funktioniert auch mit einer Schutzhülle.

Die besten Google-Pixel-Smartphones

Platz 1
Testsieger
Google
Platz 4
Google
Platz 5
Google
Platz 6
Preis-Leistungs-Sieger
Google
Platz 7
Google
Platz 8
Google
Platz 10
Google
Komplette Liste: Die besten Google-Pixel-Smartphones

Gute Fotos und irrer KI-Zoom

Pixel 10 Pro
Alle 10er-Pixel tragen auf der Rückseite ein Trio aus Ultraweitwinkellinse, Hauptkamera und Telelinse. Aber nur die Pros haben gleiche Spezifikationen und einen Temperatursensor.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Der Name Pixel verpflichtet insbesondere bei der Fotoqualität. Alles unter der besten Bildqualität wäre eigentlich schon eine Enttäuschung. Tatsächlich schafft es Google diesmal nicht, dass die neuen Pixel in den Standard-Fototests noch ein klein wenig besser abschneiden. Nicht falsch verstehen: Die Fotos sind super. Bei Xiaomi, Honor, Motorola, ja sogar Samsung und Apple würden die Korken knallen. Im COMPUTER BILD-Handy-Kamera-Test liegen die Messwerte von Pixel 10 Pro, 9 Pro und Pixel 8 Pro eng zusammen und die Noten für Haupt- und Selfiekameras fallen ähnlich aus: sehr gut bei Tageslicht, sehr gut bei wenig Licht und gut bei vierfacher Vergrößerung. Aber die Tester präferierten im Sichttest Pixel 9 Pro und Pixel 9 Pro XL. Deren Fotos waren im direkten Vergleich etwas schärfer. Dabei hat die Hauptkamera (f/1.68) die gleichen Spezifikationen wie in den Vorgängern: 50 Megapixel werden zu 12,5 Megapixel verrechnet. Das Pixel 10 hat einen anderen Sensor mit 48 Megapixel (12 MP), der nun auch für Makroaufnahmen zuständig ist.
Makrovergleich Pixel 10 Pro und Pixel 10
Mit der Ultraweitwinkellinse der Pixel 10 Pro können Sie sehr nah ans Motiv. Das Pixel 10 realisiert die Makrofunktion per Hauptkamera und benötigt mehr Abstand.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Bei der Ultraweitwinkellinse (f/1.7) setzen die Pros wie gehabt auf 48 Megapixel mit Autofokus und Makrofunktion. Damit können Fotografen wesentlich näher an das Motiv heran, wie beim Pixel 10. Die Ultraweitwinkellinse des Pixel 10 hat 13 Megapixel (f/2.2), von denen zwölf genutzt werden.

Tele-Neuigkeiten

Erstmals hat auch das Standardmodell einen fünffachen optischen Zoom – wie die Pros. Aber die beiden Topmodelle bieten eine wesentlich höhere Auflösung (48 statt 10,8 MP), was sich schon bei mittleren Vergrößerungen bemerkbar macht.

Maximaler Zoom

maximaler Zoom Pixel 9er und Pixel 10er
Wer zoomt maximal wie weit?
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Wie stark ein Handy maximal vergrößert, hat kaum einen Einfluss auf die Testnote, weil nur die praxisnahe vierfache Vergrößerung bewertet wird. Diesbezüglich sind die fünffach Teles von iPhones und Pixeln keine große Hilfe. Darum sind die Telefotos auch "nur" gut. Und dennoch ist es die Telelinse, bei der Google am stärksten und sichtbarsten nachgelegt hat. Die 9er-Pro-Pixel vergrößerten mit Super Resolution Zoom maximal 30-fach.
Vergleich 30-fach Zoom
Ausschnitt aus einem Foto bei 30-facher Vergrößerung. Pixel 9 Pro, Pixel 10 Pro ohne und mit Pro Res Zoom.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Die 10er-Pro-Pixel zoomen nun mit Pro Res Zoom maximal 100-fach! Das können Xiaomi, Honor und Co. zwar schon länger, aber die Ergebnisse waren keineswegs besser als eine flotte Photoshop-Skalierung der 30-fach-Fotos der 9er-Pixel. Aber nun gibt es per KI neue Schärfe. Die Bildverarbeitung errät beziehungsweise antizipiert, was eigentlich zu sehen sein müsste. Im urbanen Umfeld klappte das erstaunlich gut. Schriften zeigen die Grenzen des Systems: Sie scheinen Sinn zu ergeben, aber lesen lassen sich die Fantasiezeichen nicht.
Vergleich Pro Res Zoom Google Pixel 10 Pro
Ausschnitt aus einem Foto bei 100-facher Vergrößerung. Links ohne KI, rechts mit Pro Res Zoom.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch

Pro-Exklusiv

Nur die Pro-Modelle speichern Videos maximal in 8K (mit 24/30 fps; Pixel 10: 4K mit bis zu 60 fps). Die Bezeichnung "Pro-Controls" weist schon darauf hin, dass nur die Pro-Modelle in den Genuss erweiterter Aufnahmeparameter kommen. Dazu zählt auch die Auswahl der vollen Auflösung vor dem Pixel-Binning. Und nur Pixel 10 Pro und 10 Pro XL unterstützen Wifi 7 und haben einen UWB-Chip, der etwa die Funktion eines Autoschlüssels übernimmt. Dazu kommt der Temperatursensor, der in der Thermometer-App recht genaue Oberflächenmessungen erlaubt.

Sieben Jahre Updates

Schon seit dem Erscheinen von Pixel 8 und Pixel 8 Pro garantiert Google eine Support-Dauer von sieben Jahren Android- und Sicherheitsupdates. Die 10er-Pixel starten mit Android 16 und landen so rechnerisch bei Android 23 im Jahr 2032.
Farben Google Pixel 10 Pro
Das Pixel 10 Pro ist in vier Farben erhältlich.
Foto: Google

Teils neue Farben, alte Preise

Das Google Pixel 10 Pro (XL) gibt es in Grau ("Moonstone"), Weiß ("Porzellan"), Schwarz ("Obsidian") und Grün ("Jade"). Aber nicht alle Farben gibt es in allen Speichervarianten. Die Preise sind im Vergleich zu den Vorgängern identisch. Für das Pixel 10 sind mindestens 899 Euro fällig.
Preise gemäß der unverbindlichen Preisempfehlung zum Start:
  • Pixel 10 Pro (16/128 GB): 1.099 Euro
  • Pixel 10 Pro (16/256 GB): 1.199 Euro
  • Pixel 10 Pro (16/512 GB): 1.329 Euro
  • Pixel 10 Pro (16/1000 GB): 1.589 Euro
  • Pixel 10 Pro XL (16/256 GB): 1.299 Euro
  • Pixel 10 Pro XL (16/512 GB): 1.429 Euro
  • Pixel 10 Pro XL (16/1000 GB): 1.689 Euro
Google Pixel 10 Pro XL
Nur eins von drei 10er-Pixeln erfüllte im Test alle Erwartungen.
Foto: COMPUTER BILD / Stefan Beetz

Test-Fazit: Google Pixel 10 Pro

Das Pixel 10 Pro überzeugte im Test beim Tempo, trägt ein scharfes, helles Display und macht praktisch immer gute Fotos. Zunächst sah es so aus, als wäre es die in allen Punkten optimierte Version des Pixel 9 Pro mit neuen KI-Funktionen wie dem beeindruckenden Pro Res Zoom, der 100-fache Vergrößerungen ermöglicht. Aber dann versemmelt das Pixel 10 Pro den Akkutest so dermaßen, dass im direkten Vergleich sogar das billige Pixel 9a vorbeizieht! Die Laufzeit ist zwar nicht schlecht, liegt aber deutlich hinter den Erwartungen. Hier gehen alle Punkte aus den durchaus vorhandenen Verbesserungen flöten. Das Pixel 10 Pro ist trotzdem ein sehr gutes Smartphone, aber es muss sich hinter seinen Vorgänger einreihen: Die Fotos des Pixel 9 Pro gefielen uns etwas besser, es hält wesentlich länger durch, sieht genauso aus und kostet dabei noch weniger.

So testet COMPUTER BILD Smartphones

Foto Michael Huch
Für COMPUTER BILD testet Michael Huch, Stv. Ressortleiter Telekommunikation & Internet

Testmethodik

Unter Laborbedingungen und mit zertifizierten, vergleichbaren Prüfmethoden blicken wir im Smartphone-Test besonders auf Kamera, Akku- und Ladeleistung, Arbeits- und Bedientempo, Ausstattung und den Bildschirm. Geht es etwa um die Kamera, schauen wir uns mehr als 1.000 Messwerte zu Auflösung, Bildschärfe und Farbtreue an. Ein Roboterarm beschäftigt das Testgerät über Stunden hinweg automatisch, um die Akkulaufzeit genau zu messen. Aufwendige 3D-Anwendungen bringen den Prozessor an die Grenzen, und ein Tauchgang in der Wasserröhre zeigt, wie wasserdicht das Gerät wirklich ist.
Wie wir Smartphones im Detail testen, lesen Sie hier