Testfazit

Testnote

1,3

sehr gut

Im Vergleich zum Vorgänger Magic 6 Pro spielt die Ausdauer das Honor Magic 7 Pro in einer viel höheren Liga. Auch die Leistungsfähigkeit des Chipsatzes legt zu. Aber all das gelingt Honor mit dem Nachfolger erneut. Dennoch ist das Magic 7 Pro ein sehr starkes Smartphone.

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Pro
  • Superschnell
  • Klasse Display
  • Tolle Ausdauer
Kontra
  • Enorme Display-Helligkeit nur mit HDR-Inhalten
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Honors Magic-Pro-Serie konnte bisher in jeder Generation im Testlabor punkten und war stets einer der schärfsten Konkurrenten für Samsungs Galaxy-S-Topmodelle. Auch das Honor Magic 7 Pro landete weit vorn in der Smartphone-Bestenliste, aber der Nachfolger Honor Magic 8 Pro konnte die Testnote mittlerweile toppen. Dieser Test zeigt, ob das Magic 7 Pro, was seinerzeit mit einer UVP von 1.299,90 Euro an den Start ging, nach über einem Jahr am Markt noch ein guter Kauf ist.

Gehäuse und Display

Honor Magic 7 Pro
Honor Magic 7 Pro in Lunar Shade Grey.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Das Honor Magic 7 Pro ist nach IP68 und IP69 vor Staub und Wasser geschützt. Es misst 162,7x77,1x8,8 Millimeter (mm) und wiegt 223 Gramm. Damit ist es praktisch ähnlich lang, aber breiter als sein Vorgänger Honor Magic 6 Pro (162,5x75,8x8,9 mm) und auch größer als der Nachfolger Magic 8 Pro (161,2x75x8,4 mm).
Vergleich Honor Magic 6 Pro, Magic 7 Pro, Magic 8 Pro
Von links nach rechts: Honor Magic 6 Pro, Honor Magic 7 Pro und Honor Magic 8 Pro.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Im Gegensatz zu Samsungs ultrakantigem Galaxy S25 Ultra liegt das Magic 7 Pro mit seinen abgerundeten Kanten gut in der Hand. Die Bildschirmdiagonale liegt weiterhin bei 6,8 Zoll bei einer Auflösung von 2800x1280 Pixeln, was zu einer sehr guten Schärfe von 453 ppi führt. Die Bildschirmwechselfrequenz des zum Rand hin dezent abgerundeten Displays wird nach den aktuellen Erfordernissen zwischen 1 und 120 Hertz geregelt. Das verbindet Sparsamkeit mit flüssiger Darstellung.
Honor Magic 7 Pro
Das Display des Honor Magic 7 Pro ist hell und scharf.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Honor verspricht eine maximale punktuelle HDR-Helligkeit von 5.000 Candela pro Quadratmeter. Schon beim Vorgänger haben wir festgestellt, dass die maximale Helligkeit höher ist, je kleiner die beleuchtete Fläche ausfällt. Darum vergleicht COMPUTER BILD nur selbst ermittelte Werte, die immer unter gleichen Voraussetzungen erhoben werden. Im Standardmodus kam das Magic 7 Pro auf ordentliche 1.421 Candela pro Quadratmeter (cd/m²). Bei HDR-Inhalten auf sehr helle 2.859 cd/m². Verglichen mit dem Vorgänger ist das praktisch gleich, aber das Magic 8 Pro strahlt mit überragenden 3.800 cd/m² im SDR- und 4.190 cd/m² im HDR-Modus in einer anderen Liga. Gerade im SDR-Modus wünscht man sich gelegentlich im Sonnenschein noch mehr Power.

Schneller Prozessor

Das Honor Magic 7 Pro kommt mit Qualcomms Snapdragon-8-Extreme-Mobilplattform. Und der Name ist Programm: Zwei der acht Kerne takten mit bis zu 4,32 GHz und sechs takten mit bis zu 3,53 GHz. Als GPU kommt eine Adreno 830 zum Einsatz. Der Chipsatz soll 44 Prozent schneller als sein Vorgänger (8 Gen 3) sein. Und tatsächlich: Während das Magic 6 Pro im Geekbench Multi-Core 6.152 Punkte erreichte, kommt das Honor Magic 7 Pro auf 8.940 – das sind 45 Prozent mehr. Dass der Snapdragon 8 Elite in den aktuellen Topmodellen wie dem Magic 8 Pro noch schneller ist, schmälert die Leistung nicht, zeigt aber, dass es immer weitergeht. Und auch dem neuen Wilden aus Honors Nummern-Reihe, dem Honor 600 Pro kann das Magic 7 Pro noch Paroli bieten. Im 3DMark, Antutu oder Sunspider: Das Magic 7 Pro ist messbar schneller als sein Vorgänger und glänzt auch bei den Messungen der benötigten Zeit für das Öffnen von Apps und Dokumenten.

Benchmark-Vergleich

Benchmark-Vergleich
Honor Magic 8 Pro
7992
3458
9936
-
14110
Honor Magic 7 Pro
6680
2925
8940
2680400
10755
Honor 600 Pro
6388
2861
8385
Honor Magic 6 Pro
4871
2179
5712
1897683
8660
Honor Magic 5 Pro
3670
2017
4913
Samsung Galaxy S25 Ultra
6292
2935
9248
2216562
9714
Samsung Galaxy S24 Ultra
4252
2204
6972
1868844
7615

Mehr KI

Der Chipsatz soll sich vor allem besser für KI-Anwendungen eignen, die nun auch endlich App-übergreifend und über verschiedene Dienste hinweg agieren sollen und NPU-gestütztes Gaming auf Smartphones ermöglichen. NPU steht für "Neural Processing Unit" und für eine auf KI und maschinelles Lernen spezialisierte Chip-Architektur. Das Echtzeit-KI-Grafikrendering reduziert die GPU-Last, was zu niedrigeren Gerätetemperaturen bei höherer Bildqualität führt. Dass das offenbar positive Auswirkungen auf die Akkulaufzeit hat, wird sich noch zeigen. Das Honor Magic 7 Pro nutzt KI, um den Alltag einfacher zu gestalten. Mit Magic Portal kann man Objekte auf dem Bildschirm markieren, sodass automatisch die passende App zur Weiterverarbeitung angezeigt wird (Kalender, Navigation, Shopping). AI-Radierer entfernt Objekte oder Personen in Fotos per Fingertipp. Magischer Text hilft beim schnellen Extrahieren von Text und ermöglicht Zugriff auf zugehörige Services Erweitern, Verfeinern, Korrekturlesen, Zusammenfassen und Erstellen von Texten. KI-Übersetzen übersetzt Chats, Vorlesungen oder Besprechungen (simultan mit Kopfhörer) in Echtzeit. Und wer nicht weiß, dass man für Schrauben einen passenden Schraubenschlüssel braucht, für den ist auch Gemini an Bord.

Mit KI gegen KI

Um die Sicherheit zu verbessern, bietet das Magic 7 Pro eine KI-basierte Technologie zur Erkennung von Deepfakes, die manipulierte Inhalte identifizieren kann. Dies schützt vor Betrug durch gefälschte Videos oder Bilder.

Kameras mit Knaller-Tele

Honor Magic 7 Pro
50-MP-Super-Dynamic-Falcon-Hauptkamera, 50-MP-Weitwinkelkamera und 200-MP-Telekamera.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Die Ultraweitwinkellinse (f/2.0) hat einen Aufnahmewinkel von 122 Grad und löst mit 50 Megapixeln auf. Die Hauptkamera mit variabler Blende (f/1.4-f/2.0) löst ebenfalls mit 50 Megapixeln auf. Der Sensor ist 1/1,3 Zoll groß. Nach dem 4-in-1-Pixel-Binning haben die Fotos 12,5 MP und eine Pixelgröße von 2,4 µm. Die Telelinse (f/2.6) bietet eine dreifache optische Vergrößerung und löst mit 200 Megapixeln auf, die sich auf einen 1/1,4 Zoll großen Sensor verteilen. Maximal ist eine 100-fache Vergrößerung möglich.
Honor Magic 7 Pro Foto
Das Honor Magic 7 Pro hat drei optische Linsen. Der winzig kleine Kasten in der Mitte zeigt, wie klein der Bildausschnitt bei 100-facher Vergrößerung ist. Das Ergebnis sehen Sie auf dem nächsten Bild.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Honor Magic 7 Pro 100x Tele
Maximaler Zoom: Natürlich leidet die Bildqualität, wenn man den 100-fachen Zoom (Brennweite entspricht 2400 mm) ausnutzt, aber das Ergebnis ist für Smartphone-Verhältnisse gut.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Honor Magic 7 Pro und Google Pixel 8 Pro 10x Tele
Vergleich Bildausschnitt 10-facher Zoom Honor Magic 7 Pro und Google Pixel 8 Pro.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Ab einem Motivabstand von nur 2,5 Zentimetern macht auch die Ultraweitwinkellinse Makroaufnahmen.
Honor Magic 7 Pro UWW Makro
Makroaufnahme von der Ultraweitwinkellinse (Brennweite entspricht 12 mm).
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Honor Magic 7 Pro 2x Makro
Makroaufnahme (2x) von der Hauptkamera (Brennweite entspricht 45 mm).
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Die Kameraausstattung wird von einem Farbtemperatursensor, einem Flimmersensor und einem Laserautofokussensor komplettiert.
Die Messreihen auf dem Fotomessstand kommen zu folgendem Ergebnis: Das Magic 7 Pro hat eine gute Kamera, die allerdings vom Nachfolger nochmal übertroffen wird. Videoaufnahmen sind maximal in 4K mit 60 fps möglich und erlauben einen Zoombereich von 0,5- bis 10-fach.
Honor Magic 7 Pro
Das Honor Magic 7 Pro entsperren Sie über die sichere Gesichtserkennung oder per Fingerabdruck.
Foto: Honor
Die Frontkamera (f/2.0) löst mit 50 Megapixeln auf und kommt wie bisher in einer Doppelnotch, in der auch eine 3D-Tiefenkamera steckt. Diese sorgt unter anderem beim Entsperren per Gesichtserkennung dafür, dass sich das Magic 7 Pro wie seine Vorgänger nicht mit einem Foto austricksen lässt. Alternativ bemühen Sie den im Display integrierten, unsichtbaren Fingerabdrucksensor. Bei Tageslicht sind Selfies (Note 1,2) sogar noch einen Tick besser als beim Magic 8 Pro und auch bei schlechter Beleuchtung werden Selfies gut (2,1).

Großer Akku mit riesiger Ausdauer

Der Akku bringt es in der EU-Variante auf 5.270 Milliamperestunden zu. Damit gelingt dem Magic 7 Pro im Test eine signifikante Verbesserung bei der Akkulaufzeit bei ununterbrochener Nutzung im Vergleich zum Magic 6 Pro von über 15 Prozent. Das Magic 7 Pro hielt herausragende 15:36 Stunden durch. Das ist 1 Minute länger als das S24 Ultra und nur 14 Minütchen kürzer als das Effizienzwunder Galaxy S25 Ultra. Damit gehört das Magic 7 Pro durchaus zu den Handys mit der besten Akkulaufzeit, aber das Magic 8 Pro zeigt auch hier mit 18:06 Stunden, dass die Entwicklung weitergeht und auch das Honor 600 Pro kann es mit 17:41 Stunden besser. Das komplette Laden beansprucht weniger als eine Stunde und klappt somit erwartungsgemäß schneller als bei Samsung. Wer das richtige Zubehör hat, lädt sogar kabellos mit bis zu 80 Watt. Honor unterstützt auch das Rückwärtsladen von kompatiblen Geräten wie Kopfhörern.
Farben Honor Magic 7 Pro
Das Honor Magic 7 Pro in den drei Farben Breeze Blue, Shadow Grey und Schwarz.
Foto: Honor

Ausstattung, Farben, Preise

Das Honor Magic 7 Pro startete mit der Oberfläche MagicOS 9, die auf Android 15 basiert. An Bord sind unter anderem Bluetooth 5.4 und NFC. Es ist seit dem 15. Januar 2025 in den Farben Lunar Shadow Grey, Breeze Blue und Schwarz erhältlich und hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.299,90 Euro. Damit ist es zum Start genauso teuer wie sein Vorgänger. Mittlerweile liegen die Marktpreise deutlich darunter.
Honor Magic 7 Pro Seitenansicht
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch

Testfazit: Honor Magic 7 Pro

Das Honor Magic 7 Pro ist auch mehr als ein Jahr nach Marktstart ein sehr gutes Premium-Smartphone. Vor allem die starke Akkulaufzeit, das hohe Tempo im Alltag und die vielseitige Kamera mit starkem Tele machen es weiter zu einer attraktiven Wahl, obwohl der Nachfolger Fortschritte bei maximaler Display-Helligkeit, Kamera und Effizienz vorweisen kann. Dafür zieht das Magic 7 Pro die Preiskarte: Wer es deutlich unter der ursprünglichen UVP ergattert, bekommt starkes Oberklasse-Handy mit viel Ausdauer und Leistung. Doch hinsichtlich Power und Ausdauer gibt es mit dem Honor 600 Pro einen starken Konkurrenten aus dem eigenen Haus in der gleichen Preisklasse. Das schmälert die Qualitäten des Magic 7 Pro aber nicht, die es im direkten Vergleich der Top-Smartphones von Samsung, Apple, Honor, Xiaomi und Honor zeigt. Zudem gibt es durchaus Dinge, die das Magic 7 Pro besser kann als das Samsung Galaxy S25 Ultra.

So testet COMPUTER BILD Smartphones

Foto Michael Huch
Für COMPUTER BILD testet Michael Huch, Stv. Ressortleiter Telekommunikation & Internet

Testmethodik

Unter Laborbedingungen und mit zertifizierten, vergleichbaren Prüfmethoden blicken wir im Smartphone-Test besonders auf Kamera, Akku- und Ladeleistung, Arbeits- und Bedientempo, Ausstattung und den Bildschirm. Geht es etwa um die Kamera, schauen wir uns mehr als 1.000 Messwerte zu Auflösung, Bildschärfe und Farbtreue an. Ein Roboterarm beschäftigt das Testgerät über Stunden hinweg automatisch, um die Akkulaufzeit genau zu messen. Aufwendige 3D-Anwendungen bringen den Prozessor an die Grenzen, und ein Tauchgang in der Wasserröhre zeigt, wie wasserdicht das Gerät wirklich ist.
Wie wir Smartphones im Detail testen, lesen Sie hier