Google Pixel 10 im Test
Test Google Pixel 10: Telelinse neu, Akku enttäuscht
Foto: COMPUTER BILD
Uhr
Das Google Pixel 10 hat nun auch eine Telelinse. Der COMPUTER BILD-Test verrät, ob man überhaupt noch ein Pro-Modell braucht oder ob man nicht doch lieber mit dem Vorgänger sparen sollte.
Testfazit
Testnote
1,6
gut
Erstmals spendiert Google dem Grundmodell eine zusätzliche Telelinse. Mit dem schnelleren Prozessor und den auf dem Papier effizienteren Speicher hätte das Pixel 10 eigentlich die Voraussetzungen, den Vorgänger und sogar das Pixel 9 Pro abzuhängen. Aber dann kam wie beim 10 Pro ein enttäuschender Akkutest. Schade, denn abseits dessen präsentierte sich das Pixel 10 tadellos und ist verdient „sehr gut“.
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- Sehr hohes Tempo
- Knackiges Display
- Gute Fotos
Kontra
- Kein umgekehrtes induktives Laden mehr
- Kein WiFi 7 mehr
- Glatte Rückseite
Die Standardmodelle wie das Pixel 8 oder das Pixel 9 haben sich im Wesentlichen durch die abgespeckte Kameraeinheit von den Pro-Modellen unterschieden. Das ändert Google und spendiert dem Pixel 10 erstmals eine echte Telelinse. Das führt zu der Frage, ob das Pixel 10 damit besser gerüstet ist als das Pixel 9 und ob man sich den Aufpreis zum gleich großen Pixel 10 Pro jetzt sparen kann? Der Test des Pixel 10 liefert teils unerwartete Antworten.
Vertrautes Design

Generationenvergleich (von links nach rechts): Google Pixel 9, Pixel 10, Pixel 9 Pro, Pixel 10 Pro, Pixel 9 Pro XL, Pixel 10 Pro XL.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Das Pixel 10 hat praktisch die gleichen Abmessungen und das gleiche Design wie der Vorgänger und passt auch in die Schutzhülle des Pixel 10 Pro.

Das blaue Pixel 10 passt in die Hülle des Vorgängers. Das Pixel 10 Pro XL bleibt an der Kameraaussparung des 9 Pro XL hängen.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Äußerlich erkennen Sie das Standardmodell so: Wenn das Glas (Gorilla Glass Victus 2) auf der Rückseite glatt und übersät mit Fingerabdrücken ist, handelt es sich um ein normales Pixel. Wenn die Rückseite satiniert ist, handelt es sich um ein Pro. Beim Aluminiumrand ist es dagegen genau umgekehrt. Poliert und glatt bei den Pros und matt bei den normalen Pixeln. Unser Testgerät verrät sich obendrein durch das neue kräftige Blau. Abgesehen von der Farbe unterscheidet es sich durch die zusätzliche Telelinse vom Pixel 9. Alle Pixel sind nach IP68 vor Staub und Wasser geschützt. Zum Entsperren nutzen Sie den im Display integrierten Fingerabdrucksensor oder die Gesichtserkennung.

Von links nach rechts: Google Pixel 9, Pixel 9 Pro, Pixel 9 Pro XL, Pixel 10, Pixel 10 Pro, Pixel 10 Pro XL.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Prozessor: Aus Tensor G4 wird Tensor G5
Der Prozessor Tensor G5 kommt nicht mehr von Samsung, sondern wird von TSMC im 3-Nanometer-Verfahren gefertigt. In Benchmarks kann sich der Tensor G5 vom G4 absetzen. Für die Werte, den Qualcomms Snapdragon 8 Elite etwa in Samsungs S25-Galaxys oder Honors Magic 7 Pro abliefert, reicht es aber nicht. Außerdem haben wir im Test festgestellt, dass die Ergebnisse stark variieren und mit jedem Durchgang schwächer werden, was wahrscheinlich auf steigende Temperaturen zurückzuführen ist. Nach dem verschärften Testverfahren bleibt "nur" die Note 2,0 für das Arbeitstempo. Das reicht trotzdem im Alltag und auch für Spiele. Zum Vergleich: Das Pixel 9 hat beim Arbeitstempo nur die Note 2,9 – übrigens genau wie das Pixel 8. Apps und Dokumente öffnen sich auf dem Pixel 10 messbar (aber kaum merkbar) schneller.
KI-Funktionen
Mit dem neuen Prozessor verspricht Google eine um bis zu 60 Prozent verbesserte Leistung im Bereich KI. Gemini Nano lässt sich vollständig auf dem Gerät ausführen. Außerdem können die 10er-Pixel Telefonate in Echtzeit übersetzen und dabei sogar noch den Sound des Sprechers nachahmen. Wenn Sie die Kamera für Gemini freigeben, können Sie über den Inhalt plaudern und beispielsweise Einrichtungstipps für die Wohnung oder Hinweise bei Reparaturen erhalten.
Google Pixel 8, 9, 10 (Pro und XL): Modelle im Vergleich
Google Pixel 10 | Google Pixel 10 Pro | Google Pixel 10 Pro XL | Google Pixel 9 | Google Pixel 9 Pro | Google Pixel 9 Pro XL | Google Pixel 8 | Google Pixel 8 Pro | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Displaydiagonale Seitenverhältnis | 6,3 Zoll (160 mm) 20:9 | 6,3 Zoll (161 mm) 20:9 | 6,8 Zoll (171 mm) | 6,3 Zoll (160 mm) 20:9 | 6,3 Zoll (161 mm) 20:9 | 6,73 Zoll (171 mm) | 6,17 Zoll (157 mm) | 6,7 Zoll (170 mm) |
Auflösung | 2424x1080 Pixel; 422 ppi | 2856x1280 Pixel; 495 ppi | 2992x1344 Pixel; 486 ppi | 2424x1080 Pixel; 422 ppi | 2856x1280 Pixel; 495 ppi | 2992x1344 Pixel; 486 ppi | 2400x1080 Pixel; 428 ppi | 2992x1344 Pixel; 489 ppi |
Wiederholfrequenz | 60-120 Hz | 1-120 Hz | 1-120 Hz | 60-120 Hz | 1-120 Hz | 1-120 Hz | 60-120 Hz | 1-120 Hz |
Maße (L x B x H) / Gewicht | 152,8 x 72 x 8,6 mm / 204 g | 152,8 x 72 x 8,6 mm / 207 g | 162,8 x 76,6 x 8,5 mm / 232 g | 152,8 x 72 x 8,5 mm / 198 g | 152,8 x 72 x 8,5 mm / 199 g | 162,8 x 76,6 x 8,5 mm / 221 g | 150,5 x 70,8 x 8,9 mm / 187 g | 162,6 x 76,5 x 8,8 mm / 213 g |
Rückseite / Rahmen | Glas / Aluminium matt | Glas matt / Aluminium poliert | Glas matt / Aluminium poliert | Glas / Aluminium matt | Glas matt / Aluminium poliert | Glas matt / Aluminium poliert | Victus / Aluminium matt | Victus 2 matt / Aluminium poliert |
Wasserdicht | ja (IP 68) | ja (IP 68) | ja (IP 68) | ja (IP 68) | ja (IP 68) | ja (IP 68) | ja (IP 68) | ja (IP 68) |
Fingerabdrucksensor/ Gesichtserkennung | ja/ja | ja/ja | ja/ja | ja/ja | ja/ja | ja/ja | ja/ja | ja/ja |
Akku | 4970 mAh / 30 Watt und Qi2-Laden | 4870 mAh / 30 Watt und Qi2-Laden | 5200 mAh / 45 Watt und Qi2-Laden | 4700 mAh / tba Watt und Qi-Laden | 4700 mAh / tba Watt und Qi-Laden | 5060 mAh / tba Watt und Qi-Laden | 4575 mAh / 27 Watt und Qi-Laden | 5050 mAh / 30 Watt und Qi-Laden |
CPU | Google Tensor G5, Titan M2 | Google Tensor G5, Titan M2 | Google Tensor G5, Titan M2 | Google Tensor G4, Titan M2 | Google Tensor G4, Titan M2 | Google Tensor G4, Titan M2 | Google Tensor G3, Titan M2 | Google Tensor G3, Titan M2 |
Hauptkamera | 48 zu 12 MP, f/1.7, 82º, mit Makro | 50 zu 12,5 MP, f/1.68, 82º | 50 zu 12,5 MP, f/1.68, 82º | 50 zu 12,5 MP, f/1.68 | 50 zu 12,5 MP, f/1.68 | 50 zu 12,5 MP, f/1.68 | 50 zu 12,5 MP, f/1.68 | 50 zu 12,5 MP, f/1.68 |
Sensor / Pixelgröße | 1/3,1" / - | 1/1,3" / - | 1/1,3" / - | 1/1,31" / 1,2 μm | 1/1,31" / 1,2 μm | 1/1,31" / 1,2 μm | 1/1,31" / 1,2 μm | 1/1,31" / 1,2 μm |
Stabilisierung | optisch und elektronisch | optisch und elektronisch | optisch und elektronisch | optisch und elektronisch | optisch und elektronisch | optisch und elektronisch | optisch und elektronisch | optisch und elektronisch |
Ultraweitwinkel | (13) 12 MP, f/2.2, 120º, 1/3,1" | 48 MP, f/1.7, 123º, mit AF und Makro, 1/2,55" | 48 MP, f/1.7, 123º, mit AF und Makro, 1/2,55" | 48 MP, f/1.7, 123º, mit AF und Makro, 1/2,55" | 48 MP, f/1.7, 123º, mit AF und Makro, 1/2,55" | 48 MP, f/1.7, 123º, mit AF und Makro, 1/2,55" | 12 MP, f/2.2, 126º, 1,25 μm mit AF und Makro | 48 MP, f/1.95, 126º, 0,8 μm, OIS, AF und Makro |
Tele | (10,8) 12 MP; f/3.0; 23º, 5-fach optisch, 20-fach Super Res Zoom, 1/3,2" | 48 MP, f/2.8, 5,0-fach optisch, 50-fach Super Res Zoom, 100-fach Pro Res Zoom, 1/2,55" | 48 MP, f/2.8, 5,0-fach optisch, 50-fach Super Res Zoom, 100-fach Pro Res Zoom, 1/2,55" | kein Tele; 8-fach Resolution Zoom | 48 MP, f/2.8, 5,0-fach optisch, 30-fach Res. Zoom, 1/2,55" | 48 MP, f/2.8, 5,0-fach optisch, 30-fach Res. Zoom, 1/2,55" | kein Tele; 8-fach Resolution Zoom | 48 MP, 5,0-fach optisch, 30-fach Res. Zoom |
Zusatzsensor | Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor, Spektral und Flimmersensor | Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor, Spektral und Flimmersensor | Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor, Spektral und Flimmersensor | Laser Autofokussensor | Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor, Spektral und Flimmersensor | Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor, Spektral und Flimmersensor | Laser Autofokussensor | Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor und Temperatur |
Frontkamera | 10,5 MP, AF, f/2.2, 95º, 1,22 μm | 42 MP, AF, f/2.2, 103º | 42 MP, AF, f/2.2, 103º | 10,5 MP, AF, f/2.2, 95º, 1,22 μm | 42 MP, AF, f/2.2, 103º | 42 MP, AF, f/2.2, 103º | 10,5 MP, f/2.2, 95º, 1,22 μm | 10,5 MP, f/2.2, 95º, 1,22 μm |
Video Aufl. max. | 4K @ 24/30/60 fps, FHD (HDR) @ 24/30/60 fps | 8K @ 24/30 fps, 4K @ 24/30/60 fps, FHD (HDR) @ 24/30/60 fps | 8K @ 24/30 fps, 4K @ 24/30/60 fps, FHD (HDR) @ 24/30/60 fps | 4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps | 8K @ 30 fps, 4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps | 8K @ 30 fps, 4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps | 4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps | 4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps |
Speicher | 12 GB RAM, 128/256 GB UFS 4.0 | 16 GB RAM, 128/256/512/1024 GB UFS 4.0 | 16 GB RAM, 256/512/1024 GB UFS 4.0 | 12 GB LPDDR5X RAM, 128/256 GB UFS 3.1 | 16 GB LPDDR5X RAM, 128/256/512 GB UFS 3.1 | 16 GB LPDDR5X RAM, 128/256/512/1024 GB UFS 3.1 | 8 GB LPDDR5X RAM, 128/256 GB UFS 3.1 | 12 GB LPDDR5X RAM, 128/256/512 GB UFS 3.1 |
Preis (UVP zum Start) | 899/999 Euro | 1099/1199/1329/1589 Euro | 1299/1429/1689 Euro | 899/999 Euro | 1099/1199/1329 Euro | 1199/1299/1429/1689 Euro | 799/859 Euro | 1099/1159/1299 Euro |
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Knackiges OLED-Display

Das Pixel 10 lässt sich auch im Freien gut ablesen.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Das Pixel 10 bietet wie zuvor eine Displaydiagonale von 6,3 Zoll – wie das Pixel 10 Pro. Mit 2424x1080 Pixel ist die Schärfe allerdings etwas geringer als beim 10 Pro. Der Unterschied von 422 und 495 ppi ist aber mit bloßem Auge kaum zu erkennen – auch das Pixel 10 ist scharf. Bei der Bildwechselfrequenz gibt es ebenfalls Unterschiede. Zwar schaffen beide 10er flüssige 120 Hertz, aber das Pixel 10 regelt nicht unter 60 Hertz, während die Pros im Extremfall auf energiesparende 1 Hertz drosseln können. Im Testlabor kam das Pixel 10 auf eine maximale Helligkeit von 2.909 cd/m² im HDR-Modus und 2.810 cd/m² im Standardmodus. Damit liegt es nur unwesentlich hinter dem Pixel 10 Pro zurück, welches das bisher hellste Pixel-Display im Test war. Aber auch ein Pixel 9 kann mit 2.682/2.740 cd/m² sehr gut mithalten. Grundsätzlich erleichtert eine hohe maximale Helligkeit die Ablesbarkeit in heller Umgebung.
Patzer im Ausdauertest
Mit einem im Vergleich zum Pixel 9 größeren Akku (4.970 statt 4.700 mAh), effizienteren Prozessor und Speicher sollte der COMPUTER BILD-Handy-Akku-Test eigentlich eine leichte Übung werden. Damit müsste die außergewöhnlich starke Dauernutzungszeit des Pixel 9 von 15:31 Stunden doch eigentlich zu knacken sein. Nachdem alles eingerichtet und die Helligkeit des Displays justiert war, legte der Roboter los.

Die Pixel werden wie alle Smartphones nach dem gleichen Nutzungsszenario so lange benutzt, bis der Akku leer ist.
Foto: COMPUTER BILD / Luhang Fang
Dann die große Enttäuschung: Das Pixel 10 kam im gleichen Nutzungsszenario wie das Pixel 9 nur auf eine Dauernutzungszeit von 11:49 Stunden! Das ist nach den verschärften Testkriterien so gerade noch "gut". Da ist es auch kein Trost, dass das Pixel 10 Pro mit 10:45 Stunden noch schwächer abgeschnitten hat. Von den neuen Pixel-Modellen konnte sich nur das große Google Pixel 10 Pro XL verbessern (14:10 Stunden). Das sorgt für Abzüge bei der Testnote und ist der Grund dafür, warum das supereffiziente Google Pixel 9a den Vergleich gegen das wesentlich teurere Pixel 10 Pro für sich entscheidet.
Laufzeitentwicklung

Kann man sehen wie man will: Entweder hält das Pixel 9 zu lang oder das Pixel 10 zu kurz durch. Das Pixel 9a ist als Referenz mit dabei. Es ist das Handy mit der besten bisher gemessen Dauernutzungszeit.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Möglich ist es aber auch, dass es noch schlimmer wird, denn gegenüber Android Authority gab Google zu, dass die Akkuspannung und damit die Laufzeit zum Schutz des Akkus nach 200 Ladezyklen gedrosselt wird. Dabei geht es beim Pixel 10 mit maximal 30 Watt Ladeleistung längst nicht so hitzig zu wie etwa bei Xiaomi, dessen Modelle auch schon mal über 100 Watt pumpen und damit wesentlich schneller laden. Im Gegenteil: Mit einem optionalen Netzteil ist der Akku des Pixel 10 nach 15 Minuten erst bei 23 Prozent und der komplette Ladevorgang dauerte im Test knapp zwei Stunden. Auch hier war der Vorgänger besser. Dafür gibt es jetzt praktisches Zubehör:

Dank Qi2-Standard vertragen die Pixel magnetisches Zubehör. Hier sehen Sie den Pixelsnap Lader mit Ständer und den Pixelsnap Ring.
Foto: Google
Alle Pixel laden kabellos nach dem Qi2-Standard (Pixel 10 und 10 Pro mit bis zu 15 Watt, Pixel 10 Pro XL mit bis zu 25 Watt). Im Zuge der Umrüstung führt Google die Magnettechnik "Pixelsnap" ein, die Apple-Nutzer längst unter der Bezeichnung MagSafe kennen. Damit lassen sich kabellose Ladegeräte, Halterungen oder Kartenetuis nutzen, die einfach per Magnet andocken. Das funktioniert mit allen 10er-Pixeln und mit einer (kompatiblen) Schutzhülle. Im Zuge des Wechsels auf Qi2 verlieren die 10er-Pixel allerdings die Fähigkeit, andere Geräte wie Kopfhörer oder Handys induktiv zu laden.
Pixel 10: Komplett andere Kameras

Das Google Pixel 10 (links) und das Pixel 10 Pro (mittig) sind kompakter als das Pixel 10 Pro XL (rechts).
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Während sich das Pixel 9 die Haupt- und Ultraweitwinkelkamera mit den Pro-Modellen geteilt hat, kommt das Pixel 10 mit einem anderen, eigenen Kamera-Setup. Die Hauptkamera im Pixel 10 löst mit 48 Megapixeln auf. Die Pros machen aus 50 Megapixeln 12,5, aber dank Pro-Controls haben sie im Gegensatz zum Pixel 10 auch Zugriff auf die volle Auflösung. Die Hauptkamera im Pixel 10 ist jetzt auch für Makroaufnahmen zuständig. Besser klappen Makroaufnahmen über die Ultraweitwinkellinse (48 Megapixel) mit Autofokus der Pro-Modelle. Die Ultraweitwinkellinse im Pixel 10 hat 13 Megapixel (f/2.2), von denen 12 genutzt werden.

Mit der Ultraweitwinkellinse der Pixel 10 Pro können Sie sehr nah ans Motiv gehen. Das Pixel 10 realisiert die Makrofunktion per Hauptkamera und benötigt mehr Abstand für ein scharfes Bild.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Bei Tageslicht waren die Fotos des Pixel 10 so gut wie beim Pixel 9. Bei schlechter Beleuchtung schnitten sowohl das Pixel 9 als auch die Pro-Modelle besser ab. Das Pixel 10 kontert ausgerechnet bei Fotos mit vierfacher Vergrößerung und sorgte überraschend für das beste Ergebnis unter den 9er- und 10er-Pixeln. Dabei kommt hier die Telelinse noch gar nicht zum Einsatz. Der optische Zoom aller Pixel bietet nämlich eine fünffache Vergrößerung – wobei das Pixel 9 gar kein Tele hatte und maximal 8-fach vergrößern konnte. Ausgestattet mit einer optischen Telelinse mit fünffacher Vergrößerung erlaubt Google dem Pixel 10 maximal eine 20-fache Vergrößerung. Auf den KI-Tele-Boost "Pro Res Zoom" der den 10er-Pros nun eine 100-fache statt eine 30-fache Vergrößerung gestattet, müssen Sie im Pixel 10 verzichten.

Hier sehen Sie, wie sehr die Pixel-Modelle maximal vergrößern.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Die Pro-Modelle bieten bei größeren Zoomstufen wesentlich mehr Details. Der Grund liegt nicht nur in der Bildverarbeitung: Die optische Linse trifft auf einen größeren Sensor mit 48 Megapixel Auflösung. Das Tele des Pixel 10 belichtet nur einen Sensor mit 10,8 Megapixeln.

Vergleich Bildausschnitt bei 20-facher Vergrößerung von Pixel 10 (links) und Pixel 10 Pro XL.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Die Frontkamera mit Autofokus löst mit 10,5 Megapixeln auf. Die Pros bieten 48 Megapixel. Im Test erwies sich das aber nicht als Problem. Selfies waren bei Tageslicht gut und bei schlechter Beleuchtung sogar sehr gut.

Die Frontkameras werden auf dem Foto-Messstand wie die Hauptkameras geprüft.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Videos können maximal in 4K-Auflösung mit bis zu 60 fps aufgenommen werden. Pixel 10 Pro und 10 Pro XL unterstützen auch 8K. Unterm Strich bekommt die Kamera im Pixel 10 mit der Zwischennote 1,3 die gleiche Zwischennote wie Pixel 9, 10 Pro und 10 Pro XL. Schlecht ist das neue Setup zumindest bei Standardaufnahmen also nicht.

Das Pixel 10 lässt sich auch im Freien gut ablesen.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Nachteile im Vergleich zum Pixel 9 und den Pro-Modellen
Während das Pixel 9 wie die Pro-Modelle Wifi 7 unterstützt, bietet das Pixel 10 "nur" noch Wifi 6E. Außerdem müssen Käufer des Pixel 10 auf den UWB-Chip verzichten, der es den Pros erlaubt, die Funktion eines modernen Autoschlüssels anzunehmen (sofern das Auto neu ist und diese Funktion unterstützt). Und dann wäre da noch der Temperatursensor, der den Pros recht genaue Oberflächenmessungen erlaubt.
Neue Farben, bekannte Preise
Die Preise blieben im Vergleich zur 9er-Serie unverändert und beginnen bei 899 Euro mit 128 Gigabyte (GB) Gerätespeicher. Mit 256 GB wünscht sich Google 999 Euro. Wer mehr Speicher braucht, muss zu einem Pro-Modell greifen, die es auch mit 512 GB und 1.024 GB gibt. Das Pixel 10 gibt es in Hellblau ("Frost"), Grün ("Lemongrass"), Blau ("Indigo") und Schwarz ("Obsidian"). Das Pixel 10 Pro gibt es ab 1.099 Euro (128 GB) und für das Pixel 10 Pro XL sind mindestens 1.299 Euro (256 GB) fällig.

Foto: Google
Updates bis 2032!
Seit den 8er-Pixeln bietet Google eine Support-Dauer von sieben Jahren Sicherheits- und Android-Versions-Updates. Die 10er-Pixel starten mit Android 16 und landen so rechnerisch bei Android 23 im Jahr 2032.

Die 10er-Pixel erfüllten im Test nicht alle Erwartungen.
Foto: COMPUTER BILD / Stefan Beetz
Test-Fazit: Google Pixel 10
Erstmals spendiert Google dem Grundmodell eine zusätzliche Telelinse. Die kann aber bei höheren Zoomstufen nicht mit den Pixel-10-Pro-Modellen mithalten. Mit dem schnelleren Prozessor und dem auf dem Papier effizienteren Speicher hätte das Pixel 10 eigentlich die Voraussetzungen, den Vorgänger und sogar das Pixel 9 Pro abzuhängen. Aber dann kam wie beim Pixel 10 Pro ein enttäuschender Akkulaufzeit-Test dazwischen. Schade, denn abseits dessen präsentierte sich das Pixel 10 "sehr gut" und eröffnet mit Pixelsnap interessante Zubehör-Optionen. Doch rational betrachtet hält das Pixel 9 über 30 Prozent länger durch, lädt bei Bedarf ihre Kopfhörer, macht ebenso gute Fotos, bietet Wifi 7 und ein ebenso knackiges Display. Dazu sieht es genauso aus und kostet weniger. Damit ist nicht etwa das Pixel 10 der eingangs erwähnte Geheimtipp, sondern das Pixel 9.
