Apple iWork Cloud im Test: Apples Office-Alternative
Apples eigene Office-Lösung iWork ist vor allem für Privatanwender gedacht. Zwar besitzt die Cloud-Software zahlreiche praktische Funktionen, ist aber nicht so umfangreich wie zum Beispiel Office 365. Dafür ist es vollständig kostenlos.
Apple iWork für iCloud im Test
Einsteigerfreundlich, aber noch mit Schwächen.
Apples iCloud-Office iWork reift langsam aber sicher zu einer vollumfänglichen Online-Office-Umgebung. Die mit einem Apple-Konto vollständig kostenlose Lösung ist zwar einsteigerfreundlich, für User, die iWork als App nicht kennen, jedoch gewöhnungsbedürftig. Trotzem ist iWork eine gute Alternative für alle, die nur ab und zu ein Cloud-Office benötigen – egal ob unter MacOS, iOS, Linux, Windows oder Android.
Das hat uns gefallen
- Apple iWork für alle Browser und Betriebssysteme
- Bedienung identisch mit iWork-Apps für Mac & iOS
- Vollständig kostenlos
Das hat uns nicht gefallen
- Scheitert zum Teil an komplexen Dokumenten
- US-Server
- Für maximale Effizienz sind die iOS- und Mac-Apps nötig
Die besten Cloud Office-Dienste im Test
Lest auch unseren Vergleich der Cloud Office-Dienste und findet heraus, wie sich Microsoft Office 365, Google Docs und weitere Anbieter unterscheiden. Darüber hinaus erfahrt ihr, welches Cloud-Office wir euch besonders empfehlen. » Zum ausführlichen Cloud Office-Dienste-Vergleich
Aktuelle Meldungen
- iWork ist kostenlos - aber nur am Mac voll nutzbar
- Funktionsumfang fast wie am Mac
- Auf die iCloudOrdner achten
- Import und Export von MS Office problemlos
- Die gleiche GUI wie in den Apps - minus Menüzeile
- Zusätzliche Funktionen für MacOS-Nutzer
- Fazit & Alternativen
Obwohl Apple 1989 die erste Plattform war, auf der Microsoft Office lief, setzt der Mac- und iPhone-Hersteller bereits seit geraumer auf eine eigene Office-Lösung, um die Lücke zwischen dem hochpreisigen Microsoft Office und sehr einfachen Lösungen wie dem Text-Editor zu schließen. Zunächst mit Apple-Works, später mit iWorks, das vor einigen Jahren eine Cloud-Anbindung erhielt, richtet man sich in Cupertino an den Alltagsnutzer: Professionelles Arbeiten mit iWork ist zwar möglich, allerdings ist der Funktionsumfang des kostenlosen Cloud-Office gegenüber Word, Excel, Powerpoint und Outlook online wie offline deutlich reduziert. Das muss jedoch nicht schlecht sein.
iWork ist kostenlos - aber nur am Mac voll nutzbar
Anders als bei Microsofts Office 365, das schon in der Gratis-Version ein vollumfängliches Office-Programm im Browser ist, basiert iWork in der Cloud-Variante auf der Nutzung von den iWork-Apps für MacOS und iOS. Die weist unter iOS nicht ganz den Funktionsumfang der Mac-Lösung auf, wodurch iWork nur an Macs wirklich vollständig nutzbar ist. Die Cloud besitzt aber inzwischen erstaunlich viele Bearbeitungsfunktionen. Alle Apps sind kostenlos, aber ausschließlich für Mac- und iOS-Plattformen verfügbar. Womit automatisch Windows-, Linux- und Android-Nutzer nur auf die Cloud-Version des "Apple-Office" zurückgreifen können. Das geht über den Apple-Account (die Apple-ID) auf der iCloud-Website, wo sich, nach einigen Klicks, ein vollumfängliches Apple-Office in der Cloud versteckt. Und das funktioniert auch ohne Weiteres in anderen Browsern als Apples Safari.
Funktionsumfang fast wie am Mac
Zunächst fällt auf: iWork für iCloud ist auf den ersten Blick erstaunlich langsam und träge. Denn bis ein Dokument geöffnet ist, vergehen einige Sekunden. Das ändert sich schlagartig, sobald die Browser-Version des Dokuments geöffnet ist: Apples Cloud-Office ist dann ausgesprochen flott. Selbst das Einfügen großer Bilder per Drag & Drop vom Desktop aus stellt das Tool vor keine all zu großen Hürden, das Foto wird im Hintergrund einfach hochgeladen, ist aber sofort nach dem Einfügen im Dokument verfügbar und kann dort nach Herzenslust verschoben und verändert werden. Richtig klasse ist dabei eine kleine, aber feine Sync-Option: Selbst wenn ein Dokument mit mehreren Browsern an mehreren Geräten geöffnet ist, wird eine Veränderung automatisch und nahezu verzögerungsfrei in allen Browser-Fenstern durchgeführt.
Apple iWork für iCloud in Bildern
Bilder zum Testbericht Apple iWork für iCloud.
So besteht nur selten das Risiko, aus Versehen ein und dasselbe Dokument mehrfach zu bearbeiten. Das gleiche passiert auch mit Cloud-Dokumenten die in der Mac- oder iOS-App geöffnet sind. Gibt es dennoch einen Versionskonflikt, weisen die Apps darauf hin und bieten die Übernahme einer Version oder das Behalten beider Versionen an. Hier zeigt sich die Leistungsfähigkeit von Apples iCloud.
Auf die iCloudOrdner achten
Etwas lästig ist allerdings, dass Dokumente nur jeweils in den Ordner des Programms gespeichert werden. Wer versucht, ein Tabellen- oder Präsentationsdokument in die Pages-Oberfläche zu laden und umgekehrt, erhält eine Fehlermeldung: Nur bestimmt Dateitypen können hochgeladen werden. Das bedeutet, dass das jeweilige Sub-Programm der iCloud-Office-Suite bereits aktiv sein muss, bevor das passende Dokument hochgeladen werden kann. Wenn die Fehlermeldung auftritt, muss das Programm gewechselt werden. Das mag gut für die Ordnung sein, die Dateiverwaltung wird damit jedoch erschwert - was fehlt, ist ein zentraler Ordner für alle Office-Dokumenttypen, was jedoch der Logik von Apples iCloud und dem Erwachsen der iWork-Cloudlösung aus den iWork-Einzelprogrammen geschuldet ist: Jedes Programm hat seinen eigenen Ordner. Wer die Logik versteht, kann aber reibungslos mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware arbeiten.
Import und Export von MS Office problemlos
Auch mit Microsofts Office-Format weiß iWork in der iCloud umzugehen: Der Upload von Word, Powerpoint und Excel-Dateien - auch aktueller Versionen - erfolgt ganz einfach per Drag & Drop im Browserfenster. Der Upload selbst ist ausgesprochen flink, allerdings kann iWork die Dokumente nicht direkt benutzen, sondern muss sie in die eigenen, proprietären iWork-Dateiformate umwandeln. Selbst bei einem einfachen Word-Dokument kommt Apples Cloud-Lösung hier manchmal ins Stocken, was sich jedoch beheben lässt, indem das Dokument einfach noch einmal angeklickt wird. Anschließend zeigt die Cloud-Software die Dokumente in aller Regel so an, wie sie ursprünglich entworfen wurden. Allerdings kann es hier und da zu Problemen mit Schriftarten kommen - vor allem, wenn exotische Schriftarten im Original-Dokument verwendet wurden.
Beim Export stellt sich iWork nicht so an: Klickt ihr den Export-Knopf, fragt das Tool brav, in welchem Dateiformat die Datei heruntergeladen werden soll. Neben den proprietären Apple-Formaten sind das je nach Anwendung Word/Excel/Powerpoint sowie ePub/CSV oder PDF - iWork in der Cloud ist also keine Sackgasse, der Austausch mit anderen Tools klappt reibungslos. Auch das Drucken direkt aus dem Browser funktioniert: Genau wie bei Microsofts Office 365 wird dazu ein PDF-Dokument erstellt, das mit dem am jeweiligen Rechner angeschlossen Drucker gedruckt werden kann.
Die gleiche GUI wie in den Apps - minus Menüzeile
Grundsätzlich ist iWork für iCloud stark an das Look & Feel der Mac- und iOS-Versionen von Pages, Numbers und Keynote angepasst, wodurch die Bedienung für Mac- und iPad-Nutzer keine Hürde darstellt. Anders sieht es bei Ein- und Umsteigern von anderen Cloud-Office-Lösungen oder Office-Programmen generell aus: Die stark reduzierte Oberfläche ist nach Apples Designlogik entworfen, was bedeutet, dass zwar auch die Cloud-Version von iWork eine Vielzahl von Funktionen - etwa einen Formel-Editor - besitzt. Diesen muss man jedoch gegebenenfalls erst einmal finden: Er wird durch Eingabe des Gleichheitszeichens in einer Tabelle ausgelöst, die Formel kann dann manuell oder über Markieren und Ziehen erstellt werden. Manches klappt in der Cloud dann leider nicht so gut, etwa das Aufziehen von Werten über mehrere Tabellenzellen - hier stößt das Online-Office an seine Grenzen. Dafür ist das geteilte Bearbeiten von Dokumenten mit mehreren Usern absolut reibungslos.
Zusätzliche Funktionen für MacOS-Nutzer
Wie bereits erwähnt, ist iWork in der Cloud vor allem als Ergänzung zu den iWork-Tools Pages, Numbers und Keynote zu sehen, die für MacOS und iOS kostenlos im AppStore geladen werden können. Da diese Programme nur für Apple-Systeme verfügbar sind, haben Windows- und Linux-User keine Chance, etwas anderes als Apples Cloud zu verwenden. Die reicht für einfache Office-Arbeiten problemlos aus, richtig leistungsfähig wird sie aber erst im Zusammenspiel vor allem mit der Mac-Version: Die ist nämlich funktional wesentlich umfangreicher als die iOS- und Cloud-Variante.
Hinzu kommen Funktionen, die die Verwendung der App auf einem Endgerät attraktiver machen als in der Cloud selbst, darunter die Systemfunktion Handoff, die das nahtlose Weiterarbeiten an einem an zweiten Mac, einem iPad oder einem iPhone erlaubt, ohne dass die Datei aktiv verschoben werden müsste. Kein Wunder, muss sie für Handoff doch in der iCloud liegen. Wer kann, sollte also besser die Desktop- und Mobile-Version von iWork aus Apples AppStore installieren.
Apple iWork für iCloud
Apple iWork für iCloud: Die besten Alternativen
Sagt euch nicht zu? Ihr sucht nach passenden Alternativen? Nachfolgend findet ihr die besten Apple iWork für iCloud-Alternativen.
Zudem empfehlen wir euch einen Blick in unsere Cloud Office-Bestenlisten. Vergleichbare Produkte findet ihr beispielsweise in der Bestenliste "Vergleich: Die besten Cloud Office-Dienste im Test"
Apple iWork für iCloud: Datenblatt
Hier findet ihr die technischen Daten zu Apple iWork für iCloud. Größe, Gewicht und andere Eigenschaften könnt ihr so problemlos mit anderen Produkten vergleichen.
| Speicherplatz | 5 Gigabyte |
| Schreibprogramm | ✔ Ja |
| Tabellenkalkulation | ✔ Ja |
| Präsentationen | ✔ Ja |
| Zeichenprogramm | ✘ Nein |
| PDF-Export | ✔ Ja |
| Offline-Nutzung | ✔ Ja |
| Apps | ✔ Ja |