eSIM im Vergleich: Unser Test zeigt, ein Anbieter ist perfekt für den Auslandsurlaub

Die besten eSIM-Anbieter

Mit einer eSIM könnt ihr auch in der Türkei, Schweiz oder den USA euer Smartphone wie gewohnt und ohne hohe Kosten nutzen. Wir verraten euch, welcher Anbieter am besten ist.

Der Sommer ist da und viele von euch planen bereits ihre Reisen ins Ausland. Egal, ob es euch an die Strände von Thailand, in die Städte der USA oder auf Safari nach Kenia zieht - eines haben all diese Reiseziele gemeinsam: Ihr braucht eine zuverlässige und günstige Möglichkeit, während des Urlaubs mobil im Internet zu surfen. Früher bedeute das unheimlich hohe Roaming-Kosten oder der komplizierte Kauf von SIM-Karten vor Ort. Dank der eSIM-Technologie ist damit Schluss.

Da der Markt und das Interesse stetig wächst, ist das Angebot von eSIM-Anbietern allerdings groß. Schnell geht dabei der Überblick verloren und das beste Angebot zu finden ist alles andere als einfach. Damit ihr das Internet nicht durchforsten müsst, haben wir beliebte eSIM-Anbieter für euch getestet und miteinander verglichen.

eSIM-Anbieter im Test

In diesem Vergleichstest werfen wir einen Blick auf die eSIM-Anbieter Saily, Holafly, Airalo, freenet Travel, eSIMony, eSIM.me und Firsty. Wir beleuchten die wesentlichen Merkmale wie Einrichtung, Tarifauswahl, Datenvolumen, Preise, Zusatzfunktionen und Laufzeiten. So findet ihr garantiert das passende eSIM-Angebot für eure nächste Reise.

Urlaub schnell und günstig online buchen: Diese Reiseportale haben uns im Test überzeugt
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Kurzentschlossen in den Urlaub, aber bitte ohne Abzocke und Buchungschaos. Unser Test zeigt, welche Reiseportale faire Preise bieten und entspannt zum Ziel führen.

Zwei Faktoren sind besonders wichtig bei einer eSIM: Sie sollte leicht einzurichten sein und ein gutes Preisleistungsverhältnis bieten. Daher haben wir unseren Fokus im Vergleich vor allem darauf gerichtet. Gerne hätten wir für den Praxistest eine Sommerrundreise gemacht und die eSIM-Tarife im Ausland ausprobiert. Wie ihr euch denken könnt, hätte das allerdings den Rahmen gesprengt. Zudem macht es technisch keinen Unterschied, ob die Einrichtung zu Hause oder am Reiseziel erfolgt.

Ihr könnt zeitgleich verschiedene eSIM auf dem Handy besitzen und verwalten.
Ihr könnt zeitgleich verschiedene eSIM auf dem Handy besitzen und verwalten. (Quelle: Netzwelt)

Eins vorweg: Die Einrichtung verläuft bei allen Anbietern sehr ähnlich ab und ist denkbar einfach. Ihr müsst euch nur für den gewünschten Tarif entscheiden, erhaltet nach der Zahlung in den meisten Fällen einen QR-Code, scannt diesen und schon wird die eSIM auf eurem Endgerät installiert.

Um euch ein Gefühl dafür zu geben, wie die Preisgestaltung der eSIM-Anbieter ist, haben wir die Tarife von den beliebten Reisezielen Türkei, USA und Thailand miteinander verglichen. Dabei wählten wir - wenn möglich - immer die Tarife mit unbegrenztem Datenvolumen für fünf Tage aus.

Airalo: Der Marktführer

Airalo
Airalo
  • Note: 1,6
  • Länderauswahl: 200+
  • Zusatzfunktionen: VoIP-Unterstützung
  • Laufzeit: 1 Tag bis 365 Tage
  • Preis pro Tag: 1,33 Euro
Zum Angebot

Gilt Airalo als globaler Platzhirsch auf dem eSIM-Markt - das zeigt sich auch im Vergleich. Die Plattform bietet eSIMs für über 200 Länder, ist einfach zu bedienen, und punktet mit regelmäßigen Rabattaktionen. Zwar müsst ihr auf Sicherheitsfunktionen wie VPN oder Werbeblocker verzichten, doch dafür habt ihr Zugriff auf aufladbare eSIMs und Voice-over-IP-fähige (VoIP) Tarife. Sie ermöglichen euch Telefonie über das Internet.

Die Einrichtung der eSIM erfolgt auch hier nach dem Kauf über eine App. Habt ihr ein Konto bei Airalo angelegt, stehen euch drei Möglichkeiten bereit, die eSIM zu installieren: Entweder ihr tippt in der App auf "Installieren", ihr scannt den QR-Code oder ihr führt die Installation manuell durch. In unserem Test konnte kurzzeitig keine Verbindung mit der SIM aufgebaut werden, aber ansonsten war der Vorgang in kürzester Zeit abgeschlossen.

Was die Preise angeht, bewegt sich der Anbieter im Mittelfeld. Für einen Tarif mit unbegrenztem Datenvolumen für fünf Tage in der Türkei zahlt ihr rund 18 Euro. Für dasselbe Datenpaket in den USA sind es 17 Euro. Und in Thailand 13,50 Euro. Pro Tag zahlt ihr im Schnitt 1,33 Euro. Zwar ist Airalo nicht der günstigste Anbieter, doch die lange Laufzeit von bis zu 365 Tagen und das Gesamtpaket verschaffen ihm den ersten Platz im Vergleich.

Saily: Sicher und günstig

Saily
Saily
  • Note: 2,0
  • Länderauswahl: 200+
  • Zusatzfunktionen: VPN, Ad-Blocker, Web-Schutz
  • Laufzeit: 5 Tage bis 30 Tage
  • Preis pro Tag: 0,48 Euro
Zum Angebot

Saily ist die eSIM-Lösung von Nord Security. Das Unternehmen steckt auch hinter dem bekannten VPN-Dienst NordVPN. Die Expertise in Sachen Cybersicherheit ist auch bei Saily deutlich spürbar: Sicherheit, Datenschutz und digitale Freiheit stehen hier im Vordergrund. Ihr profitiert von integrierten Funktionen wie einem VPN, einem Ad-Blocker und einem Web-Schutz. Kein anderer Anbieter kann einen ähnlichen Funktionsumfang vorweisen.

Bevor ihr diese nutzen könnt, müsst ihr jedoch zunächst die eSIM einrichten. Dafür benötigt ihr zwangsläufig die Saily-App, auch wenn ihr einen Tarif über die Webseite bucht. Habt ihr euch für ein Datenpaket entschieden, müsst ihr nur noch den QR-Code aus der Mail scannen und den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen. Der Vorgang ist schon in wenigen Minuten abgeschlossen. In der App könnt ihr anschließend eure Tarife verwalten und auf die Schutzfunktionen zugreifen.

Auch in Sachen Preis-Leistung kann Saily überzeugen. Beim Anbieter bekommt ihr unbegrenztes Datenvolumen für fünf Tage in Thailand und den USA bereits ab rund 16,15 Euro. In der Türkei zahlt ihr nur 14,52 Euro (alle Preise umgerechnet von USD). Der Durchschnittspreis pro Tag liegt bei nur 0,48 Euro - ein sehr gutes Angebot. Saily überzeugt somit auf ganzer Linie. Zum Sieg reicht es letztendlich nicht aufgrund der vergleichsweise kurzen Maximallaufzeit von nur 30 Tagen. Die Auszeichnung Preistipp kann dem Anbieter jedoch niemand streitig machen.

Holafly: Unbegrenztes Datenvolumen

Holafly
Holafly
  • Note: 2,5
  • Länderauswahl: 200+
  • Zusatzfunktionen: VoIP-Unterstützung
  • Laufzeit: 1 Tag bis 90 Tage
  • Preis pro Tag: 3,84 Euro
Zum Angebot

Im Vergleich mit den anderen eSIM-Anbietern hebt sich Holafly durch ein entscheidendes Detail ab: So gut wie alle Tarife beinhalten unbegrenztes Datenvolumen. Egal welche Laufzeit ihr auswählt, eine GB-Begrenzung gibt es nicht. Nur auf eine Handvoll der über 260 Reiseziele trifft das nicht zu.

Für fünf Tage unbegrenztes Datenvolumen in der Türkei, den USA und in Thailand zahlt ihr 18,90 Euro. Der Durchschnittspreis pro Tag liegt bei 3,84 Euro und ist damit recht hoch. Die Laufzeit könnt ihr flexibel wählen - von einem bis zu 90 Tagen. Zudem könnt ihr auf Anhieb mehrere eSIMs für eure gesamte Reisegruppe erwerben.

Die Einrichtung erweist sich als äußerst unkompliziert: Ihr wählt einfach auf der Webseite oder in der App euren Wunschtarif aus, gebt Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Zahlungsart an und erhaltet den Aktivierungscode per Mail und WhatsApp. Scannt danach einfach den QR-Code oder folgt dem Link und innerhalb von wenige Minuten ist die eSIM betriebsbereit.

Holafly punktet zwar nicht mit Sicherheitsfunktionen, aber bietet immerhin Internettelefonie. Im Blog von Holafly findet ihr außerdem zu zahlreichen Ländern interessante Artikel rund um das Thema Roaming, eSIM und Smartphone-Nutzung auf Reisen. Aber auch Reisetipps und Urlaubsratgeber stehen euch zur Verfügung. Ein nettes Extra, das bei der Vorbereitung helfen kann.

freenet Travel: Beliebt bei Deutschen

freenet Travel
freenet Travel
  • Note: 2,5
  • Länderauswahl: 190+
  • Zusatzfunktionen: Nein
  • Laufzeit: 7 Tage bis 30 Tage
  • Preis pro Tag: 0,43 Euro
Zum Angebot

Der Anbieter freenet vertreibt nicht nur herkömmliche Mobilfunktarife, sondern unter freenet Travel auch Datenpakete für Auslandsreisen. Im Gegensatz zu Saily oder Airalo richtet sich der Anbieter gezielt an den deutschen Markt und ist kein internationaler Player. Das zeigt auch ein Blick auf die Länderabdeckung: Unter den über 190 Gebieten werden die beliebtesten Reiseziele der Deutschen hervorgehoben.

So punktet freenet Travel mit einem echten Tiefpreis für die Türkei (2,99 Euro für 1 GB). In Thailand und den USA zahlt ihr 3,99 Euro für 1 GB. Der Durchschnittspreis pro Tag liegt bei 0,43 Euro. Für deutsche Urlauber bleibt freenet Travel dadurch attraktiv. Das liegt vor allem daran, dass ihr Preis nicht von US-Dollar in Euro umrechnen müsst und der Kundensupport Deutsch spricht.

Firsty: Preistipp mit Abzügen

Firsty
Firsty
  • Note: 2,8
  • Länderauswahl: 185+
  • Zusatzfunktionen: Nein
  • Laufzeit: 1 Tag bis 30 Tage
  • Preis pro Tag: 3,25 Euro
Zum Angebot

Firsty sticht aus dem Vergleich etwas hervor, denn der Anbieter setzt auf ein Freemium-Modell. In der zugehörigen App müsst ihr nur eure Nummer hinterlegen und schon könnt ihr eine kostenlose eSIM auf eurem Smartphone installieren. Als Belohnung für das Schauen von Werbung erhaltet ihr Datenvolumen. Mit viel dürft ihr jedoch nicht rechnen. Das Gesamtvolumen ist auf 300 Megabyte limitiert und die Geschwindigkeit beträgt 256 Kilobyte pro Sekunde bis 1 Megabit pro Sekunde. Für das Schreiben von WhatsApp-Nachrichten, die Navigation mit Google Maps oder die Verwaltung vom Mail-Postfach reicht es allerdings.

Benötigt ihr mehr Leistung, stehen die kostenpflichtigen Tarife Comfort+ und First Class bereit. Die Preise beginnen bei einem beziehungsweise zwei Euro pro Tag. Mit diesem Konzept müsste Firsty doch eigentlich unser Preistipp sein. Im direkten Vergleich mit den anderen Anbietern zeigt sich allerdings, dass die kostenpflichtigen Tarife ziemlich teuer sind: Für 5 Tage zahlt ihr in der Türkei 15,50 Euro, in den USA 14 Euro und in Thailand 11 Euro. Der Durchschnittspreis pro Tag liegt bei 3,25 Euro pro GB - mehr als das Dreifache im Vergleich zu günstigen Anbietern wie Saily.

eSIMony: Der Minimalist

eSIMony
eSIMony
  • Note: 2,9
  • Länderauswahl: 100+
  • Zusatzfunktionen: Nein
  • Laufzeit: 1 Tag bis 30 Tage
  • Preis pro Tag: 0,39 Euro
Zum Angebot

Der deutsche Anbieter eSIMony setzt bewusst auf Minimalismus und eine klare Struktur. Statt euch mit Tarifen zu überfluten, könnt ihr bei über 100 Reisezielen nur aus einer Handvoll Tarifen wählen. Habt ihr einen passenden gefunden, funktioniert die Installation der eSIM ganz einfach per QR-Code. Zusatzfunktionen wie bei Saily gibt es keine. Der Fokus liegt klar auf der einfachen Nutzung der eSIM.

Bei eSIMony funktioniert das Konzept etwas anders, die Mindestlaufzeit liegt bei 15 Tagen und die Datenpakete starten bei 2 GB. Für die durchschnittliche Urlaubszeit von 2 Wochen also perfekt. Für Kurzurlaube lohnen sich die Tarife allerdings weniger. Entscheidet ihr euch für unbegrenztes Datenvolumen seid ihr flexibler und könnt bei einem Tag starten. In der Türkei kostet dieses Paket für 5 Tage 13,90 Euro. In Thailand fallen rund 19,90 Euro an und in den USA 17,90 Euro. Mit einem Durchschnittspreis von 0,39 Euro pro Tag liefert eSIMony das beste Ergebnis im Vergleich.

eSIM.me: Große Auswahl, hohe Preise

eSIM.me
eSIM.me
  • Note: 3,1
  • Länderauswahl: 190+
  • Zusatzfunktionen: Nein
  • Laufzeit: 1 Tag bis 30 Tage
  • Preis pro Tag: 0,67 Euro
Zum Angebot

Wie Firsty sticht auch eSIM.me unter den getesteten Anbietern heraus. Allerdings wegen eines anderen besonderem Konzept: Statt einer klassischen eSIM-App bietet eSIM.me eine programmierbare physische SIM-Karte, mit der ihr viele Android-Smartphones nachträglich eSIM-fähig machen könnt. Das ist vor allem dann interessant, wenn euer Gerät keine native eSIM-Unterstützung hat. Aber eSIM.me bietet über einen Marktplatz auch eSIM-Profile für über 190 Länder an.

Der Aufbau unterscheidet sich zwar deutlich von der Konkurrenz, doch dafür könnt ihr die Tarife nach euren Wunschkriterien filtern. Die Gültigkeit reicht von einem bis 30 Tage und die Datenpakete von 0,5 GB bis "Unbegrenzte Daten". Damit steht euch eine große Bandbreite zur Auswahl. Bedenkt allerdings, dass die Suchkriterien nicht auf jedes Land anwendbar sind.

Im direkten Vergleich können die Kosten recht hoch ausfallen. Ihr zahlt für unbegrenztes Datenvolumen und 5 Tage in der Türkei, den USA und Thailand 16,60 Euro. Hierbei handelt es sich jeweils um das günstigste Angebot. Da eSIM.me wie ein Marktplatz aufgebaut ist können die Preise variieren und es dauert wesentlich länger, den passenden Tarif zu finden.

eSIM erst am Reiseziel aktivieren?

Die Einrichtung der eSIM ist wenig problematisch, wie der Test zeigt. Allerdings besteht oft Unsicherheit, wann der richtige Zeitpunkt ist, um die eSIM zu aktivieren. Vor der Reise oder erst am Reiseziel. Grundsätzlich hängt das ganz vom Anbieter, Tarifmodell und Gerät ab.

Die eSIM könnt ihr den meisten Fällen schon vor eurem Flug einrichten.
Die eSIM könnt ihr den meisten Fällen schon vor eurem Flug einrichten. (Quelle: furtaev /depositphotos.com)

In den meisten Fällen empfiehlt es sich jedoch, die eSIM bereits vor der Abreise zu installieren. Denn dann habt ihr noch Zugriff auf stabiles WLAN und gegebenenfalls den Kundenservice. So könnt ihr sicherstellen, dass die Einrichtung reibungslos verläuft und ihr direkt nach der Landung mobil seid, ohne erst am Flughafen oder im Hotel nach einer WLAN-Verbindung suchen zu müssen.

Wichtig ist dabei der Unterschied zwischen Installation und Aktivierung: Bei vielen eSIM-Anbietern - etwa Airalo, Saily oder Firsty - könnt ihr das eSIM-Profil schon zu Hause per QR-Code oder App installieren, ohne dass der gebuchte Tarif sofort aktiv wird. Die eigentliche Aktivierung erfolgt erst, wenn sich euer Smartphone zum ersten Mal am Reiseziel mit dem dortigen Mobilfunknetz verbindet.

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eSIM im Urlaub nutzen: Dieser häufige Fehler kann teuer werden - so vermeidet ihr ihn Unbedingt beachten

Mit einer eSIM könnt ihr im Auslandsurlaub und auf Geschäftsreisen viel Geld sparen. Bei der Aktivierung machen viele jedoch einen teuren Fehler.

Dennoch gibt es Ausnahmen: Einige Tarife starten tatsächlich sofort mit der Aktivierung der eSIM, unabhängig davon, ob ihr euch schon im Zielland befindet oder nicht. In solchen Fällen - vor allem bei sehr kurzen Laufzeiten wie 3 oder 5 Tagen - kann es sinnvoller sein, mit der Aktivierung bis zur Ankunft zu warten.

So aktiviert ihr eure eSIM unter Android

Nachdem ihr euren gewünschten eSIM-Tarif erworben und heruntergeladen habt, müsst ihr die digitale SIM-Karte nur noch aktivieren. Die folgenden Schritte, zeigen, wie ihr vorgehen müsst.

Was ist eine eSIM?

eSIM steht für Embedded SIM. Es handelt sich dabei um eine digitale SIM-Karte, die fest in einem Gerät eingebaut ist. Anders als die klassische, physische SIM-Karte, die ihr in euer Smartphone oder Tablet einlegt, ist die eSIM direkt in die Hardware des Geräts integriert. Das bedeutet, dass ihr keine SIM-Karte mehr einlegen oder austauschen müsst. Stattdessen wird die eSIM durch ein Software-Update oder einen QR-Code aktiviert, den euch der Mobilfunkanbieter zur Verfügung stellt.

Im Grunde genommen übernimmt die eSIM genau die gleiche Funktion wie die herkömmliche SIM-Karte. Sie sorgt dafür, dass euer Gerät mit einem Mobilfunknetz verbunden wird, damit ihr telefonieren, SMS verschicken und mobiles Internet nutzen könnt.

Welche Geräte sind eSIM-fähig?

Immer mehr Geräten werden inzwischen mit einer eSIM ausgestattet, von Smartphones über Tablets bis hin zu Smartwatches und anderen mobilen Geräten. Um eine eSIM zu verwenden, muss euer Gerät die Technologie unterstützen.

Smartphones

Im Bereich Smartphones ist die eSIM mittlerweile weit verbreitet, insbesondere bei aktuellen Modellen großer Hersteller. Apple war hier Vorreiter: Seit dem iPhone XS unterstützen alle nachfolgenden Modelle die eSIM. Darunter auch die iPhone-Reihen 11 bis 15. Auch Samsung stattet viele seiner Flaggschiff-Modelle mit eSIM aus. Dazu gehören die Galaxy-S-Serien ab dem S20, die Z-Modelle (Flip und Fold) sowie ausgewählte Geräte der A-Serie wie das Galaxy A54.

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Google bietet eSIM-Unterstützung seit dem Pixel 3 eingeschränkt und vollständig ab dem Pixel 4 an. Auch die aktuellen Pixel-Modelle wie das Pixel 8 und das faltbare Pixel Fold unterstützen eSIM und lassen sich mit Dual-SIM-Profilen betreiben. Bei anderen Herstellern ist die Lage durchwachsen: Sony, Motorola und Huawei bieten eSIM meist nur in ausgewählten High-End-Geräten an, Xiaomi hingegen bislang fast gar nicht.

Tablets

Auch bei Tablets ist Apple führend. Nahezu alle neueren iPads mit Cellular-Modul sind eSIM-kompatibel. Dazu gehören das iPad Pro (ab 3. Generation), iPad Air (ab 3. Generation), das reguläre iPad (ab Generation 7) sowie das iPad mini (ab Generation 5). Im Android-Bereich ist die Auswahl kleiner. Nur wenige Samsung-Tablets wie das Galaxy Tab S8 oder S9 mit LTE-Variante unterstützen eSIM. Bei Lenovo gibt es vereinzelt Modelle mit eSIM, etwa das Tab P12 Pro.

Smartwatches

Gerade bei Smartwatches spielt die eSIM eine zentrale Rolle. Sie ermöglicht es, die Uhr auch ohne gekoppeltes Smartphone zu verwenden. Die Apple Watch bietet seit der Series 3 eine LTE-Option via eSIM. Aktuelle Modelle wie die Apple Watch Series 9, die SE oder die Ultra nutzen diese Funktion, benötigen jedoch einen unterstützten Mobilfunkanbieter und ein passendes Tarifangebot.

Auch Samsung hat bei den Galaxy Watch-Modellen (z. B. Watch 5 und 6 LTE) eSIM integriert, ebenso wie einige Modelle von Huawei. Bei Garmin wird eSIM in manchen Fitnesstracker zur Notfallkommunikation verwendet, jedoch nicht für regulären Internetzugang.

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eSIM auf Smartwatches nutzen: So richtet ihr sie auf Apple Watch, Galaxy Watch und Co. ein eSim für die smarte Armbanduhr

Die praktische eSIM ist längst nicht mehr nur auf Handys beschränkt. Auch viele Smartwatches unterstützen mittlerweile die digitale SIM. So richtet ihr sie auf Apple Watch und Galaxy Watch ein.

Laptops und Notebooks

Selbst Laptops und Notebooks einiger Hersteller sind inzwischen eSIM-fähig, was das mobile Arbeiten noch einfacher gestaltet. Microsoft stattet seine Surface-Modelle (Pro X, Pro 8/9 mit LTE) mit eSIM aus. Auch HP, Dell und Lenovo integrieren in bestimmten Business-Serien wie ThinkPad X1 oder EliteBook LTE-Module mit eSIM-Funktion.

Geräte nachträglich eSIM-fähig machen

Und was, wenn das eigene Smartphone keine eSIM unterstützt? Auch dafür gibt es eine Lösung. Mit der eSIM.me-SIM-Karte können beispielsweise viele Android-Smartphones nachträglich eSIM-fähig gemacht werden. Dabei handelt es sich um eine programmierbare physische SIM-Karte, die wie eine digitale Plattform fungiert. iPhones werden allerdings nicht unterstützt. Für Android-Geräte kann es aber eine clevere Alternative sein.

Ob euer Smartphone eSIM unterstützt, könnt ihr über die Einstellungen herausfinden. Unter Android müsst ihr dafür die "Einstellungen" öffnen und "Netzwerk & Internet" auswählen. Tippt dann auf "Mobilfunknetz" und danach auf "eSIM hinzufügen".

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Vorteile von eSIM auf Reisen

Die eSIM bietet auf Reisen eine Reihe von praktischen Vorteilen, die den Umgang mit Mobilfunkdiensten im Ausland deutlich erleichtern. Hier sind die wichtigsten Vorteile, die ihr als Reisende genießen könnt:

Kein Wechseln von SIM-Karten

Eine der größten Erleichterungen beim Reisen mit einer eSIM ist, dass ihr euch das ständige Wechseln von SIM-Karten spart. Ihr müsst keine neuen SIM-Karten für jedes Land kaufen oder euch mit dem Einlegen und Entfernen von Karten befassen. Stattdessen könnt ihr einfach euer eSIM-Profil über ein Software-Update oder einen QR-Code aktivieren und in Sekundenschnelle in dem Mobilfunknetz des jeweiligen Landes eintauchen.

Mehrere Länderprofile auf einmal

Mit einer eSIM könnt ihr mehrere Mobilfunkprofile auf eurem Gerät speichern, was bedeutet, dass ihr vorab verschiedene Tarife für verschiedene Länder installieren könnt. Das ist besonders praktisch, wenn ihr während einer Reise durch mehrere Länder zieht. Ihr könnt dann problemlos zwischen den Profilen wechseln, ohne zusätzliche SIM-Karten kaufen zu müssen. So bleibt ihr immer mit einem günstigen Tarif verbunden.

Dank eSIM bleibt ihr auch beim Wanderurlaub mit dem Internet verbunden.
Dank eSIM bleibt ihr auch beim Wanderurlaub mit dem Internet verbunden. (Quelle: Maridav /depositphotos.com)

Günstigere Datenpakete im Ausland

Viele Anbieter bieten spezielle Datenpakete für Reisen oder Internetanbieter für mehrere Länder an, die über eSIM einfach heruntergeladen und aktiviert werden können. Diese Pakete sind oft deutlich günstiger als das Roaming-Angebot des eigenen Heimatnetzbetreibers. Ihr könnt also mit einer eSIM flexibel auf verschiedene Tarife zugreifen und so immer den besten Deal für eure Datenverbindung im Ausland finden.

Schnelle Aktivierung

Die Aktivierung einer eSIM geht viel schneller als der klassische Prozess, bei dem ihr eine physische SIM-Karte kaufen, einlegen und aktivieren müsst. In vielen Fällen erhaltet ihr den QR-Code zur Aktivierung der eSIM direkt online oder per E-Mail, was bedeutet, dass ihr euren Mobilfunkanschluss in wenigen Minuten nach der Ankunft im Land aktivieren könnt. Es ist keine physische SIM-Karte erforderlich, was die gesamte Erfahrung deutlich bequemer macht.

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Kein Bedarf an lokalen SIM-Karten

Normalerweise müsst ihr in vielen Ländern eine lokale SIM-Karte kaufen, was mitunter mit einem hohen Aufwand verbunden sein kann, da ihr zum Shop gehen, euch ausweisen und möglicherweise eine Wartezeit in Kauf nehmen müsst. Mit der eSIM könnt ihr direkt online einen Tarif buchen, ohne vor Ort nach einem Laden suchen zu müssen. Das spart euch Zeit und Stress, besonders in Ländern, in denen es schwieriger sein könnte, an lokale SIM-Karten zu kommen.

Kein Roaming-Wahnsinn

Roaming-Gebühren können auf Reisen schnell teuer werden. Mit einer eSIM könnt ihr euch gezielt für Datenpakete entscheiden, die Roaming-Gebühren umgehen. Ihr nutzt einfach die Mobilfunkdienste eines lokalen oder regionalen Anbieters, ohne euch Sorgen machen zu müssen, dass zusätzliche Gebühren auf eurem Mobilfunkvertrag anfallen.

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In welchen Ländern ist eine eSIM sinnvoll?

Eine eSIM lohnt sich vor allem außerhalb der EU-Roaming-Zone, also überall dort, wo euer heimischer Tarif nicht automatisch gilt. Innerhalb der EU profitiert ihr vom sogenannten "Roam Like at Home"-Prinzip. Telefonie, SMS und mobile Daten könnt ihr ohne Zusatzkosten. Höchstens mit Volumenbegrenzung. Zur EU-Roaming-Zone gehören alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union:

Island, Liechtenstein und Norwegen sind durch das Europäische Wirtschaftsraum-Abkommen (EWR) ebenfalls in das EU-Roaming eingeschlossen.

Europäische Länder wie die Türkei, Albanien, Serbien, Montenegro, Ukraine, Kosovo, Russland, Nordmazedonien, Bosnien und Herzegowina sind keine EU-Mitgliedsstaaten und gehören auch nicht dem EWR an. Deshalb braucht ihr auch für eine Reise in diese Länder eine eSIM. Auch auf die Schweiz und Großbritannien trifft das zu, jedoch fallen beispielsweise für Telekom-Kunden keine Roaminggebühren für Anrufe, SMS und Datennutzung an.

Informiert euch also vor eurer Reise ganz genau, ob im Zielland Roaming-Gebühren anfallen - auch wenn ihr in Europa Urlaub macht. Verschlägt es euch auf einen anderen Kontinent wie Asien, Afrika, Amerika oder Australien, müsst ihr euch auf jeden Fall eine eSIM besorgen, wenn ihr weiterhin mobil bleiben wollt.

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