Google Pixel 7a im Test
Ist das Google Pixel 7a noch ganz frisch? Der Test.
Foto: COMPUTER BILD
Uhr
Hat das Google Pixel 7a noch das Zeug dazu, die teurere Pixel-Verwandtschaft unter Druck zu setzen? Die Antwort liefert der COMPUTER BILD-Test.
Testfazit
Testnote
2,1
gut
Das Google Pixel 7a ist etwas kompakter als das Pixel 7, dafür ist das Display aber auch etwas kleiner. Mit Gesichtserkennung, Tensor G2 und induktivem Laden rückt das Pixel 7a dem Pixel 7 ganz schön auf die Pelle. Aber das Pixel 7 ist bei ähnlichem Preis der schärfste Konkurrent.
Pro
- Gute Fotoqualität
- Gute Ausdauer
- Kontrastreiches Display
- Hohes Arbeitstempo
- Gesichtserkennung
- Wasserdicht
Kontra
- Langsames Laden
- Glatte Rückseite
- Dicker Displayrahmen
- Kein Speicherkartenschacht
Das Google Pixel 7a ist das kleinste, neueste und gemessen an der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP: 509 Euro) günstigste Smartphone in Googles 7er-Familie. Im Pixel-Vergleichstest sorgte es mit mehreren Bestwerten für Aufsehen. COMPUTER BILD verrät, wo die Unterschiede und Vorzüge liegen und wo Sie Abstriche machen müssen.

Unser Testgerät ist so dezent blau, dass es der Weißabgleich der Kamera manchmal "verschluckt".
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Design Google Pixel 7a

Familienstapel von unten nach oben: Pixel 7 Pro, Pixel 7 und Pixel 7a. Es bleibt bei der "falschen" Anordnung der seitlichen Tasten, zumindest für Samsung-Nutzer.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Das Pixel 7a fügt sich gut in die 7er-Familie ein. Es ist mit 152x72,9 Millimeter (mm) knapp 4 mm kürzer, 1 mm schmaler und mit 193 Gramm gerade mal 3 Gramm leichter als das Pixel 7 (155,6x74 Millimeter). Der Nachfolger Pixel 8a bietet praktisch die gleichen Abmessungen. Abseits der Kamera kommt das 7a auf 9 mm Bauhöhe. Auf den ersten Blick geht das 7a auch locker als Pixel 7 durch. Dass statt Gorilla Glass Victus "nur" Gorilla Glass 3 zum Einsatz kommt, muss man schon wissen. Im Labor konnten wir keinen signifikanten Unterschied herauskratzen. Die Rückseite ist leider glatt und konserviert Fingerabdrücke, dafür ist der Aluminiumrahmen nicht nur zu 100 Prozent aus recyceltem Metall, sondern auch angenehm matt wie beim Pixel 7. Das gilt genauso für die charakteristische Kameraspange, die sich etwa 1,5 mm von der Rückseite abhebt. Dank der Form liegt das Pixel im Gegensatz zu anderen Smartphones stabil auf dem Tisch. Die Verarbeitung? Tadellos. Der Übergang von Rücken zu Rahmen ist kaum spürbar – Spaltmaß null. Als hätte man beim Pixel 7 noch mal einen Feinschliff vorgenommen. Der Daumen swiped geschmeidig über den Rand des Displays. Das Pixel 7a ist zwar nicht so kompakt wie das Pixel 8, aber wesentlich kompakter als die großen Pro-Modelle. Statt IP68 ist das 7a nach IP67 wasserdicht. Entsperrt wird über den im Display integrierten Fingerabdrucksensor oder (erstmals in einem a-Pixel) per Gesichtserkennung. Anschlussseitig gibt es USB-C, aber (auch) keine Klinkenbuchse.
6,1-Zoll-Display

6,1 Zoll beim Pixel 7a (links) und 6,3 Zoll beim Pixel 7.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Im Vergleich zum Pixel 7 verkleinert sich die Bildschirmdiagonale leicht von 6,3 auf 6,1 Zoll – leider profitieren die Abmessungen davon kaum. Das Display ist 64 mm breit, bis zum äußeren Rand ist der Rahmen links und rechts mit rund 4,4 mm noch 1 Millimeter dicker als beim Pixel 7, was auch nicht gerade filigran ist. Bei Pixel 7 und 7a kommt ein kontrastreicher OLED mit einer Bildwechselfrequenz von 60 oder 90 Hertz und einer Auflösung von 2400x1080 Pixeln (FHD+) zum Einsatz. Das Pixel 6a kam nur auf 60 Hz. Das Labor ermittelte für das 7a eine maximale Helligkeit von 1.000 Candela pro Quadratmeter (cd/m²), die bei Sonnenlicht sogar auf 1.333 hochboosten. Das ist deutlich besser als beim Pixel 6 oder Pixel 6 Pro (< 800 cd/m²), aber das Pixel 8a kommt auf etwa 1950 cd/m². Tatsächlich dürfte die Helligkeit des 7a im Freien gern noch besser sein. In der Praxis ließ sich das Pixel 7 Pro (mit ermittelten 1.451 cd/m²) schon merklich besser ablesen. Pixel 8 und Pixel 8 Pro sind schon eine ganze Ecke heller und Pixel 9 und Pixel 9 Pro legen noch weiter nach. Das 7a ist in etwa so hell wie das Pixel 7 (1.230 cd/m²).

Größenvergleich (v.l.n.r.): Pixel 6 (6,4 Zoll), Pixel 6 Pro (6,7 Zoll), Pixel 7 Pro (6,7 Zoll), Pixel 7 (6,3 Zoll), Pixel 7a (6,1 Zoll).
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Google Pixel 6, 7, 8 (Pro): Modelle im Vergleich
Google Pixel 6 | Google Pixel 6 Pro | Google Pixel 7a | Google Pixel 7 | Google Pixel 7 Pro | Google Pixel 8a | Google Pixel 8 | Google Pixel 8 Pro | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Displaydiagonale Seitenverhältnis | 6,4 Zoll (163 mm) 20:9 | 6,7 Zoll (170 mm) 19,5:9 | 6,1 Zoll (155 mm) | 6,3 Zoll (160,5 mm) 20:9 | 6,7 Zoll (170 mm) 19,5:9 | 6,1 Zoll (155 mm) | 6,17 Zoll (157 mm) | 6,7 Zoll (170 mm) |
Auflösung | 2400x1080 Pixel; 411 ppi | 3120x1440 Pixel; 512 ppi | 2400x1080 Pixel; 430 ppi | 2400x1080 Pixel; 416 ppi | 3120x1440 Pixel; 512 ppi | 2400x1080 Pixel; 430 ppi | 2400x1080 Pixel; 428 ppi | 2992x1344 Pixel; 489 ppi |
Wiederholfrequenz | 60-90 Hz | 10-120 Hz | 60-90 Hz | 60-90 Hz | 10-120 Hz | 90-120 Hz | 60-120 Hz | 1-120 Hz |
Maße (L x B x H) / Gewicht | 158,6 x 74,8 x 8,9 (12) mm / 207 g | 163,9 x 75,9 x 8,9 (12) mm / 210 g | 152 x 72,9 x 9,0 mm / 193 g | 155,6 x 74 x 8,7 mm / 196 g | 162,9 x 76,6 x 8,9 mm / 212 g | 152,1 x 72,2 x 8,9 / 188 g | 150,5 x 70,8 x 8,9 mm / 187 g | 162,6 x 76,5 x 8,8 mm / 213 g |
Gorilla Glass / Rahmen | Victus / Aluminium matt | Victus 2,5D / Aluminium poliert | 3 / Aluminium | Victus / Aluminium matt | Victus 2,5D / Aluminium poliert | 3 / Aluminium | Victus / Aluminium matt | Victus 2 matt / Aluminium poliert |
Wasserdicht | ja (IP 68) | ja (IP 68) | ja (IP 67) | ja (IP 68) | ja (IP 68) | ja (IP 67) | ja (IP 68) | ja (IP 68) |
Fingerabdrucksensor/ Gesichtserkennung | ja/nein | ja/nein | ja/ja | ja/ja | ja/ja | ja/ja | ja/ja | ja/ja |
Akku | 4614 mAh / 30 Watt und Qi-Laden | 5000 mAh / 30 Watt und Qi-Laden | 4385 mAh / 18 Watt und 7,5 Watt Qi-Laden | 4355 mAh / 30 Watt und Qi-Laden | 5000 mAh / 30 Watt und Qi-Laden | 4400 mAh / 18 Watt und 7,5 Watt Qi-Laden | 4575 mAh / 27 Watt und Qi-Laden | 5050 mAh / 30 Watt und Qi-Laden |
CPU | Google Tensor, Titan M2 | Google Tensor, Titan M2 | Google Tensor G2, Titan M2 | Google Tensor G2, Titan M2 | Google Tensor G2, Titan M2 | Google Tensor G3, Titan M2 | Google Tensor G3, Titan M2 | Google Tensor G3, Titan M2 |
Speicher | 8 GB LPDDR5 RAM, 128 GB UFS 3.1 | 12 GB LPDDR5 RAM, 128/256 GB UFS 3.1 | 8 GB LPDDR5X RAM, 128 GB UFS 3.1 | 8 GB LPDDR5 RAM, 128/256 GB UFS 3.1 | 12 GB LPDDR5 RAM, 128/256 GB UFS 3.1 | 8 GB LPDDR5X RAM, 128/256 GB UFS 3.1 | 8 GB LPDDR5X RAM, 128/256 GB UFS 3.1 | 12 GB LPDDR5X RAM, 128/256/512 GB UFS 3.1 |
Hauptkamera | 50 zu 12,5 MP, f/1.85 | 50 zu 12,5 MP, f/1.85 | 64 MP zu 16 MP | 50 zu 12,5 MP, f/1.85 | 50 zu 12,5 MP, f/1.85 | 64 MP, f/1.89 | 50 zu 12,5 MP, f/1.68 | 50 zu 12,5 MP, f/1.68 |
Sensor / Pixelgröße | 1/1,31" / 1,2 μm | 1/1,31" / 1,2 μm | 1/1,73" / 0,8 μm | 1/1,3" / 1,2 μm | 1/1,3" / 1,2 μm | 1/1,73" / 0,8 μm | 1/1,31" / 1,2 μm | 1/1,31" / 1,2 μm |
Stabilisierung | optisch und elektronisch | optisch und elektronisch | optisch und elektronisch | optisch und elektronisch | optisch und elektronisch | optisch und elektronisch | optisch und elektronisch | optisch und elektronisch |
Ultraweitwinkel | 48 zu 12,5 MP, f/2.2, 114º, 1,25 μm | 48 zu 12,5 MP, f/2.2, 114º, 1,25 μm | 13 MP, f/2.2, 120º, 1,12 μm | 12 MP, f/2.2, 114º, 1,25 μm | 12 MP, f/2.2, 126º, 1,25 μm, OIS, AF und Makro | 13 MP, f/2.2, 120º, 1,12 μm | 12 MP, f/2.2, 126º, 1,25 μm mit AF und Makro | 48 MP, f/1.95, 126º, 0,8 μm, OIS, AF und Makro |
Tele | kein Tele; 7-fach Resolution Zoom | 48 MP, 4-fach optisch, 20-fach Res. Zoom | kein Tele; 8-fach Resolution Zoom | kein Tele; 8-fach Resolution Zoom | 48 MP, 4,8-fach optisch, 30-fach Res. Zoom | kein Tele | kein Tele; 8-fach Resolution Zoom | 48 MP, 5,0-fach optisch, 30-fach Res. Zoom |
Zusatzsensor | Laser Autofokussensor | Laser Autofokussensor | - | Laser Autofokussensor | Laser Autofokussensor | tba | Laser Autofokussensor | Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor und Temperatur |
Frontkamera | 8 MP, f/2.0, 84º, 1,12 μm | 11,1 MP, f/2.2, 94º, 1,22 μm | 13 MP, f/2.2, 95º, 1,12 μm | 10,8 MP, f/2.2, 93º, 1,22 μm | 10,8 MP, f/2.2, 93º, 1,22 μm | 13 MP, f/2.2, 96,5º, 1,12 μm | 10,5 MP, f/2.2, 95º, 1,22 μm | 10,5 MP, f/2.2, 95º, 1,22 μm |
Video Aufl. max. | 4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps | 4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps | 4K @ 30 fps | 4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps | 4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps | 4K @ 30/60 fps | 4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps | 4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps |
Preis (UVP zum Start) | 649 Euro | ab 899 Euro | 509 Euro | 649/749 Euro | 899/999 Euro | 549/609 Euro | 799/859 Euro | 1099/1159/1299 Euro |
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Prozessor, Tempo und Speicher
In allen 7er Pixel steckt wie im Pixel-Tablet Googles Tensor-Chip der zweiten Generation (Tensor G2). Für die Hardware-Sicherheitsebene ist der Titan M2 zuständig. In den Benchmarks bleibt Tensor hinter Qualcomms Snapdragon 8 Gen 2 zurück. Seine Stärken liegen im Bereich KI (künstliche Intelligenz) und ML (maschinelles Lernen). Die reine Rechenpower, also das Arbeits- und Spieletempo, sind gut. In Benchmarks zieht das Pixel 7a sogar am Pixel 7 und am Pixel 7 Pro vorbei! Für den Tensor G3 in den 8er-Pixel reicht es aber nicht. Die Temponote besteht nicht nur aus synthetischen Benchmarks. Das Testlabor ermittelt für das Bedientempo auch, wie lange das Öffnen der Galerie, der Kamera- und der Uhren-App und das Laden eines bestimmten pdfs dauert. Hier war das Pixel 7a zwar gut, aber langsamer als die anderen 7er-Pixel und verspielte damit seinen Vorsprung in der Temponote aus den Benchmarks.

Frech: Das Pixel 7a liefert Bestwerte im Geekbench 5, im 3D Mark Wildlife Gesamtscore und bei der Akkulaufzeit. Das Pixel 7 Pro ist am hellsten, Pixel 6 und 6 Pro sind recht dunkel. Alle Pixel laden eher lahm.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Wenn man den 3D Mark Benchmark als Maßstab zugrunde legt, ist das Pixel 7a erstaunlicherweise der talentierteste Gamer in der 7er-Familie. Das Pixel 7a hat 8 Gigabyte (GB) LPDDR5-Arbeitsspeicher und nur 128 GB UFS-3.1-Gerätespeicher – wie üblich nicht erweiterbar. Der vergleichsweise kleine maximal erhältliche Speicher sorgte letztlich dafür, dass das 7a bei der Testnote ein Zehntel einbüßte und sich hinter die teureren Geräte einsortieren musste. Heavy-User müssen zum Abspeichern von Daten und Fotos also eher früher als später auf die Cloud ausweichen.
Kamera im Pixel 7a: Die binnt wohl

Dass das Pixel 7a die Kameras der großen Geschwister in den Schatten stellt, ist kaum zu erwarten.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Die Weitwinkel-Hauptkamera (f/1.89) des Pixel 7a kommt mit einer internen Auflösung von 64 Megapixel (MP). Per 4-in-1-Pixel-Binning erhalten Sie ein 16-MP-Foto. Das Pixel 7 verrechnet 50 zu 12,5 MP.

Standard-Foto (1x) aufgenommen mit dem Google Pixel 7a bei schwierigem Gegenlicht. Das Originalfoto hat eine Auflösung von 4624x3472 Pixel.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch

Fotovergleich: Google Pixel 7a vs. Google Pixel 7. Bildausschnitt Standard-Foto.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Die hohe Auflösung kommt der Bildbearbeitung zugute und verschafft etwas Luft beim Digital-Zoom, der bei Google "Super Resolution Zoom" heißt, aber letztlich nicht so super ist wie eine optische Linse. Google belässt es maximal bei einer achtfachen Vergrößerung – und dann zeigt sich schon die Ölgemäldeoptik die wir auch bei Telefotos des Pixel 7 monierten.

Fotovergleich: Google Pixel 7a vs. Google Pixel 7. Bildausschnitt 8-fache Vergrößerung.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Fotos mit zweifacher Vergrößerung sehen aber sehr brauchbar aus. Einen optischen Zoom gibt es nur beim Pixel 7 Pro. Die Ultraweitwinkellinse (f/2.2) hat eine Auflösung von 13 MP, entspricht also auch nicht der Pixel-7-Kamera mit 12 MP.

Ultraweitwinkel-Foto (0,5-fache Vergrößerung) aufgenommen mit dem Google Pixel 7a. Das Originalfoto hat eine Auflösung von 4624x3472 Pixel.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch

Fotovergleich: Google Pixel 7a vs. Google Pixel 7. Bildausschnitt Ultraweitwinkel-Foto.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch

Fotovergleich: Google Pixel 7a vs. Google Pixel 7. Bildausschnitt Nahaufnahme.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Testergebnisse vom Fotomessstand
Pixel 7 und Pixel 7 Pro gehören nach wie vor zu den besten Kamera-Handys, auch wenn Google das bei den 8er-Pixel noch toppen konnte. Wenn auf einem Handy "Pixel" steht, darf man erstklassige Fotos erwarten. Das Pixel 7a kann zwar nicht ganz mit den aktuellen Pixel-Smartphones mithalten und ist auch nicht in den Top 20 der besten Kamera-Handys, aber dennoch wird es im Test den Erwartungen gerecht. Bei Tageslicht sind die Fotos so gut wie die der anderen Pixel: "Sehr gut". Auch bei schlechter Beleuchtung überzeugt das Pixel 7a. Bei der vierfachen Vergrößerung schlägt es sich achtbar – etwas besser als der Vorgänger Pixel 6a und etwas schwächer als das Pixel 7. Das Pixel 7a macht richtig gute Selfies. In der Kameragesamtwertung fädelt sich das 7a mit der Zwischennote 1,5 irgendwo zwischen dem Pixel 7 / 7 Pro (Note 1,4) und dem Pixel 6a (Note: 1,6) ein. Eine Punkt- bzw. Pixellandung.

Personen im Hintergrund entfernen? Guter Vorschlag, aber das Ergebnis war dann doch ganz anders, als wir dachten. Haben Sie die "entfernte Person" vorher gesehen?
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Zu den Pixel-typischen Kamerafunktionen gehören der "Magic Eraser", der unerwünschte Bildinhalte wegrechnet. Im Vergleich zu den "größeren" Pixelmodellen verzichtet das 7a auf den Laser-Autofokus-Sensor. Im Kameramenü finden sich Nachtsicht, Langzeitbelichtung, Porträt, Video und Modi (Panorama, 360 Grad und Lens). Videos sind in FHD mit 60 fps und in 4K mit 30 fps möglich. Das schafft auch die 12,2-MP-Frontkamera (f/2.2), die maximal vierfach vergrößert. Die großen 7er-Pixel schaffen in 4K-Auflösung die doppelte Bildrate. Die Videostabilisierung ist sehr wirksam, aber die unterschiedlichen Einstellungen ("Standard", "Fixiert", "Aktiv" und "Kinoeffekt") sorgen nicht nur für eine angepasste Stabilisierung, sondern auch für ein- oder ausgezoomte Bildausschnitte und für eine Zeitlupenfunktion bei "Kinoeffekt".
Support bis Android 16

Das Pixel 7a hat nur einen SIM-Kartenschacht. Dual-SIM funktioniert per eSIM.
Foto: Google
Google versorgt "seine Babys" vergleichsweise lang und zeitnah mit Updates. Für die 7er-Pixel gibt es mindestens fünf Jahre Sicherheits-Updates und mindestens drei OS-Updates. Beginnend bei Android 13 ist die Versorgung bis einschließlich Android 16 gesichert.

Zum Start gibt es Schutzhüllen in den passenden Farben.
Foto: Google
Ordentliche Ausdauer, lange Leitung
Der Akku im Google Pixel 7a hat eine Kapazität von 4.385 Milliamperestunden (mAh) und damit mehr als das größere Pixel 7 (4.355 mAh), aber weniger als das 6a (4.410 mAh). Mit dem kleineren Display war es für das 7a die Mindestanforderung, die Laufzeit des Pixel 7 (10:02 Std.) zu toppen. Tatsächlich lieferte das 7a einmal mehr den Bestwert: Im Labor hielt das Pixel 7a bei intensiver Nutzung 10:43 Std. durch. Über eine Stunde länger als der Vorgänger und immerhin eine halbe Stunde länger als das Pixel 7 Pro (10:12 Std.). Das Pixel 8 Pro hielt mit 11:23 Std. länger durch. Wer höchste Priorität auf die Ausdauer setzt, sollte sich unbedingt das Pixel 8a anschauen, welches im Test 14:11 Std. einen tollen Effizienzsprung zeigte.
Ein traditionell schwaches Kapitel trägt bei Google die Überschrift "Ladetempo". Im Datenblatt steht "18W fast charging" – aber wirklich "fast" ist das nicht. So muss das beiliegende USB-C-Kabel für eine komplette Ladung 2:12 Std. Verbindung zu einem optionalen Netzteil herstellen. Nach 15 Min. vermerkt das Ladeprotokoll einen Akkustand von 20 Prozent, nach 30 Min. waren es 37 Prozent. Damit ist das Pixel 7a noch etwas langsamer als die 6er und die 7er Pixel. Aber es gibt einen Trost: Im Gegensatz zum Vorgänger Pixel 6a beherrscht das 7a kabelloses Laden – mit 7,5 Watt lahm, aber drahtlos! Anders als Pixel 7 und 7 Pro klappt das nur in einer Richtung und man kann beispielsweise kein Kopfhörercase laden.

Optimale Spielpartner für das Pixel 7a: Googles Pixel Watch und die Pixel Buds – natürlich in dazu passender Farbe.
Foto: Google
Google Pixel 7a: Preis, Farben

Das Google Pixel 7a erscheint in Schwarz, Weiß, Blau und Coral.
Foto: Google
Das Google Pixel 7a ist nur mit 128 GB verfügbar. Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) lag zum Start bei 509 Euro. Zur Wahl stehen die Farben Schwarz, Weiß, Blau ("Sea") und Rot ("Coral").

Lieferumfang: USB-C-Kabel, Mini-Anleitung und USB-C-auf-USB-A-Adapter.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Test-Fazit: Google Pixel 7a
Mit Gesichtserkennung, Tensor G2 und induktivem Laden rückt das Pixel 7a dem Pixel 7 ganz schön auf die Pelle. Die Unterschiede stecken im Detail (Displaygröße, Rahmenbreite, 4K @ 60 fps, bidirektionales induktives Laden). Für das Pixel 7a sprechen das minimal handlichere Format, die gute Spieleperformance und die bessere Ausdauer. Im Test leistete sich die Kamera abgesehen von öligen Teleaufnahmen keine Schwächen und was Updates angeht, ist man in der Android-Welt bei Google gut aufgehoben. Der kleine Speicher verhindert eine bessere Note und damit auch, dass das 7a zum Pixel 7 aufschließt. Insbesondere wenn Akkulaufzeit besonders wichtig ist, sollten Sie überlegen, ob Sie nicht doch lieber knapp 100 Euro mehr für das Pixel 8a investieren sollten.
