Testfazit

Testnote

1,4

sehr gut

Das Pixel 10 Pro XL rettet die Ehre der neuen Generation und setzt sich an die Spitze. Der Grund dafür ist schnell gefunden: Es ist das einzige neue Pixel, das sich im Akku-Dauertest verbessern konnte. Auch sonst leistet sich das 10 Pro XL keine Schwächen: Es ist schnell, bietet ein helles, knackiges Display und macht stets gute – wenn auch nicht die allerbesten – Fotos, die aber besonders in hohen Zoombereichen verblüffen.

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Pro
  • Sehr hohes Tempo
  • Sehr gute Ausdauer
  • Super Fotos mit starkem KI-Zoom
  • Knackiges, helles Display
Kontra
  • Kein umgekehrtes induktives Laden mehr
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Bei den Modellen Pixel 10, Pixel 10 Pro und Pixel 10 Pro XL muss man ganz genau hinschauen, um Unterschiede zu ihren Vorgängern zu entdecken. Offenbar war Google zufrieden mit dem Design der 9er-Pixel, sodass es abgesehen von neuen Farben keinen Handlungsbedarf gab. Was sich – insbesondere beim Pixel 10 Pro XL – geändert hat, was besser oder vielleicht sogar schlechter geworden ist, zeigt der Test.
Google Pixel 9, Pixel 9 Pro, Pixel 9 Pro XL, Pixel 10, Pixel 10 Pro, Pixel 10 Pro XL
Generationenvergleich (v.l.n.r.): Google Pixel 9, Pixel 9 Pro, Pixel 9 Pro XL, Pixel 10, Pixel 10 Pro, Pixel 10 Pro XL.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Seit 2024 besteht die Pixel-Reihe aus einem Standard-Modell (Pixel 9), einem kompakten Top-Modell (Pixel 9 Pro) und einem großen Top-Modell (Pixel 9 Pro XL). (Dazu kamen dann jeweils die abgespeckten Varianten wie Pixel 9a und Pixel 10a). Das Pixel 10 Pro XL zwängt sich in die Schutzhülle des Pixel 9 Pro XL – und bleibt lediglich an der leicht geänderten Kameraanordnung hängen – Gerätelänge und -Breite sind unverändert. Und falls Sie noch ein Panzerglas für das Pixel 9 Pro XL haben, passt das auch auf das 10 Pro XL. Auch das Pixel 10 passt ohne Probleme in die Schutzhülle des Pixel 9 (nur die Knöpfe klingen hohl).
Google Pixel 9 vs Pixel 10 Cases
Nur fast: Das Pixel 10 schlüpft zwar einigermaßen in die Hülle des Vorgängers, aber das Pixel 10 Pro XL passt nicht ganz in das Case des Pixel 9 Pro XL.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Bei den Pro-Modellen ist das Glas (Gorilla Glass Victus 2 vorn und hinten) auf der Rückseite satiniert. Der Rand besteht aus poliertem Alu – beim Pixel 10 ist es matt. Alle Modelle sind weiterhin nach IP68 vor Staub und Wasser geschützt. Zum Entsperren nutzen Sie die Gesichtserkennung oder den unsichtbar im Display integrierten Fingerabdrucksensor, der auch mit feuchten Fingern funktioniert.

Prozessor, Speicher, Tempo

Die Pros treten wie gehabt mit 16 GB RAM an, das Pixel 10 mit 12 GB. Aus Tensor G4 wird Tensor G5. Der Chip ist im 3-Nanometer-Verfahren gefertigt und wird nicht mehr von Samsung, sondern TSMC gefertigt. Als Sicherheitschip kommt einmal mehr der Titan M2 zum Einsatz. Bereits die Vor- und Vor-Vorgänger ließen sich flüssig bedienen. Das Anzeigen von Dokumenten und das Öffnen von Apps klappte im Test mit dem neuen Chipsatz meist noch einen Tick flotter – nicht so, dass man es wirklich merkt, aber so, dass man es messen kann. Das Pixel 10 Pro XL erhält die Note 1,1 für das Bedientempo (Pixel 9 Pro XL: 1,2). Bei Benchmarks, die zur Ermittlung der Arbeitsgeschwindigkeit herangezogen werden, kann sich der Tensor G5 vom G4 absetzen. An Qualcomms Snapdragon 8 Elite, der in Samsungs Galaxy S25 oder Honors Magic 7 Pro steckt, kann er bei Benchmarks aber nicht mithalten. Nach der Verschärfung des Testverfahrens lautet die Note für das Arbeitstempo 1,9. Gut, aber nicht spitze. Das trifft es. Trotzdem laufen auch aufwendige Spiele flüssig. Ein Benchmark-Handyquartett gewinnen Sie mit den Pixeln aber nicht.

Google Pixel 8, 9, 10 (Pro und XL): Modelle im Vergleich

Google Pixel 8, 9, 10 (Pro und XL): Modelle im Vergleich
Displaydiagonale
Seitenverhältnis
6,3 Zoll (160 mm)
20:9
6,3 Zoll (161 mm)
20:9
6,8 Zoll (171 mm)
6,3 Zoll (160 mm)
20:9
6,3 Zoll (161 mm)
20:9
6,73 Zoll (171 mm)
6,17 Zoll (157 mm)
6,7 Zoll (170 mm)
Auflösung
2424x1080 Pixel; 422 ppi
2856x1280 Pixel; 495 ppi
2992x1344 Pixel; 486 ppi
2424x1080 Pixel; 422 ppi
2856x1280 Pixel; 495 ppi
2992x1344 Pixel; 486 ppi
2400x1080 Pixel; 428 ppi
2992x1344 Pixel; 489 ppi
Wiederholfrequenz
60-120 Hz
1-120 Hz
1-120 Hz
60-120 Hz
1-120 Hz
1-120 Hz
60-120 Hz
1-120 Hz
Maße (L x B x H) / Gewicht
152,8 x 72 x 8,6 mm / 204 g
152,8 x 72 x 8,6 mm / 207 g
162,8 x 76,6 x 8,5 mm / 232 g
152,8 x 72 x 8,5 mm / 198 g
152,8 x 72 x 8,5 mm / 199 g
162,8 x 76,6 x 8,5 mm / 221 g
150,5 x 70,8 x 8,9 mm / 187 g
162,6 x 76,5 x 8,8 mm / 213 g
Rückseite / Rahmen
Glas / Aluminium matt
Glas matt / Aluminium poliert
Glas matt / Aluminium poliert
Glas / Aluminium matt
Glas matt / Aluminium poliert
Glas matt / Aluminium poliert
Victus / Aluminium matt
Victus 2 matt / Aluminium poliert
Wasserdicht
ja (IP 68)
ja (IP 68)
ja (IP 68)
ja (IP 68)
ja (IP 68)
ja (IP 68)
ja (IP 68)
ja (IP 68)
Fingerabdrucksensor/
Gesichtserkennung
ja/ja
ja/ja
ja/ja
ja/ja
ja/ja
ja/ja
ja/ja
ja/ja
Akku
4970 mAh / 30 Watt und Qi2-Laden
4870 mAh / 30 Watt und Qi2-Laden
5200 mAh / 45 Watt und Qi2-Laden
4700 mAh / tba Watt und Qi-Laden
4700 mAh / tba Watt und Qi-Laden
5060 mAh / tba Watt und Qi-Laden
4575 mAh / 27 Watt und Qi-Laden
5050 mAh / 30 Watt und Qi-Laden
CPU
Google Tensor G5, Titan M2
Google Tensor G5, Titan M2
Google Tensor G5, Titan M2
Google Tensor G4, Titan M2
Google Tensor G4, Titan M2
Google Tensor G4, Titan M2
Google Tensor G3, Titan M2
Google Tensor G3, Titan M2
Hauptkamera
48 zu 12 MP, f/1.7, 82º, mit Makro
50 zu 12,5 MP, f/1.68, 82º
50 zu 12,5 MP, f/1.68, 82º
50 zu 12,5 MP, f/1.68
50 zu 12,5 MP, f/1.68
50 zu 12,5 MP, f/1.68
50 zu 12,5 MP, f/1.68
50 zu 12,5 MP, f/1.68
Sensor / Pixelgröße
1/3,1" / -
1/1,3" / -
1/1,3" / -
1/1,31" / 1,2 μm
1/1,31" / 1,2 μm
1/1,31" / 1,2 μm
1/1,31" / 1,2 μm
1/1,31" / 1,2 μm
Stabilisierung
optisch und elektronisch
optisch und elektronisch
optisch und elektronisch
optisch und elektronisch
optisch und elektronisch
optisch und elektronisch
optisch und elektronisch
optisch und elektronisch
Ultraweitwinkel
(13) 12 MP, f/2.2, 120º, 1/3,1"
48 MP, f/1.7, 123º, mit AF und Makro, 1/2,55"
48 MP, f/1.7, 123º, mit AF und Makro, 1/2,55"
48 MP, f/1.7, 123º, mit AF und Makro, 1/2,55"
48 MP, f/1.7, 123º, mit AF und Makro, 1/2,55"
48 MP, f/1.7, 123º, mit AF und Makro, 1/2,55"
12 MP, f/2.2, 126º, 1,25 μm mit AF und Makro
48 MP, f/1.95, 126º, 0,8 μm, OIS, AF und Makro
Tele
(10,8) 12 MP; f/3.0; 23º, 5-fach optisch, 20-fach Super Res Zoom, 1/3,2"
48 MP, f/2.8, 5,0-fach optisch, 50-fach Super Res Zoom, 100-fach Pro Res Zoom, 1/2,55"
48 MP, f/2.8, 5,0-fach optisch, 50-fach Super Res Zoom, 100-fach Pro Res Zoom, 1/2,55"
kein Tele; 8-fach Resolution Zoom
48 MP, f/2.8, 5,0-fach optisch, 30-fach Res. Zoom, 1/2,55"
48 MP, f/2.8, 5,0-fach optisch, 30-fach Res. Zoom, 1/2,55"
kein Tele; 8-fach Resolution Zoom
48 MP, 5,0-fach optisch, 30-fach Res. Zoom
Zusatzsensor
Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor, Spektral und Flimmersensor
Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor, Spektral und Flimmersensor
Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor, Spektral und Flimmersensor
Laser Autofokussensor
Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor, Spektral und Flimmersensor
Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor, Spektral und Flimmersensor
Laser Autofokussensor
Mehr-Zonen-Laser Autofokussensor und Temperatur
Frontkamera
10,5 MP, AF, f/2.2, 95º, 1,22 μm
42 MP, AF, f/2.2, 103º
42 MP, AF, f/2.2, 103º
10,5 MP, AF, f/2.2, 95º, 1,22 μm
42 MP, AF, f/2.2, 103º
42 MP, AF, f/2.2, 103º
10,5 MP, f/2.2, 95º, 1,22 μm
10,5 MP, f/2.2, 95º, 1,22 μm
Video Aufl. max.
4K @ 24/30/60 fps, FHD (HDR) @ 24/30/60 fps
8K @ 24/30 fps, 4K @ 24/30/60 fps, FHD (HDR) @ 24/30/60 fps
8K @ 24/30 fps, 4K @ 24/30/60 fps, FHD (HDR) @ 24/30/60 fps
4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps
8K @ 30 fps, 4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps
8K @ 30 fps, 4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps
4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps
4K @ 30/60 fps, FHD @ 240 fps
Speicher
12 GB RAM, 128/256 GB UFS 4.0
16 GB RAM, 128/256/512/1024 GB UFS 4.0
16 GB RAM, 256/512/1024 GB UFS 4.0
12 GB LPDDR5X RAM, 128/256 GB UFS 3.1
16 GB LPDDR5X RAM, 128/256/512 GB UFS 3.1
16 GB LPDDR5X RAM, 128/256/512/1024 GB UFS 3.1
8 GB LPDDR5X RAM, 128/256 GB UFS 3.1
12 GB LPDDR5X RAM, 128/256/512 GB UFS 3.1
Preis (UVP zum Start)
899/999 Euro
1099/1199/1329/1589 Euro
1299/1429/1689 Euro
899/999 Euro
1099/1199/1329 Euro
1199/1299/1429/1689 Euro
799/859 Euro
1099/1159/1299 Euro
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KI-Funktionen

Schon seit Generationen betont Google die besonderen Vorzüge des Tensor-Prozessors im Hinblick auf maschinelles Lernen beziehungsweise KI. Und dafür ist maßgeblich die TPU (Tensor Processing Unit) zuständig. Google verspricht eine um bis zu 60 Prozent verbesserte Leistung im Vergleich zum Tensor G4. Gemini Nano kann vollständig auf dem Gerät ausgeführt werden. Das ist schneller und effizienter. Die neuen Pixel können sogar Telefonate in Echtzeit übersetzen und dabei noch den Sound des Sprechers annehmen. Eine der Sprachen muss aber bislang noch Englisch sein.
Gemini kann sich mit Google Maps verbinden, um nach Restaurants zu suchen, und die Liste dann in den Familienchat schicken oder Reservierungen in den Kalender eintragen. Mit Gemini Live kann man mit natürlicher Sprache kommunizieren und muss nicht tippen. Wenn Sie die Kamera freigeben, können Sie Gespräche über die Inhalte führen und so Tipps zur Gestaltung der Wohnung oder zur Reparatur des Fahrrads bekommen. Beim Pixel 10 Pro (XL) ist ein Jahr lang das Google-AI-Pro-Abo erhalten, was sonst satte 21,99 Euro pro Monat kosten würde. So erhalten Sie unter anderem Zugang zu Veo 3, womit Sie einfach per Texteingabe Videos generieren können. Der "Kamera-Coach" unterstützt beim Fotografieren. Die Funktion nutzt Gemini, um beispielsweise Vorschläge für den besten Aufnahmewinkel, Modus oder Beleuchtung zu machen. Mit „Automatisch Beste Aufnahme“ führt das Pixel ähnliche Gruppenaufnahmen zu einem optimierten Foto zusammen, bei dem keiner blinzelt oder wegguckt. Auch die „Mich hinzufügen“-Funktion, bei der man sich selbst in ein Foto einbauen kann, wurde verbessert. Generative KI-Tricks wie der Magic Editor oder der Magische Radierer funktionieren weiterhin nur mit Fotos, die in Googles Foto-Cloud gespeichert wurden.

Helles Display

Pixel 10, Pixel 10 Pro, Pixel 10 Pro XL
Familienfoto (v.l.n.r.): Pixel 10, Pixel 10 Pro und Pixel 10 Pro XL.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Pixel 10 und Pixel 10 Pro bieten eine Displaydiagonale von 6,3 Zoll. Das Pixel 10 Pro XL läge ohne abgerundete Ecken wie der Vorgänger bei 6,73 Zoll (171 mm). Die Auflösung von 2.992x1.344 Pixeln sorgt für eine sehr hohe Schärfe von 486 ppi. Die Bildwechselfrequenz wird je nach den momentanen Erfordernissen zwischen 1 und 120 Herz geregelt. Das kombiniert Sparsamkeit auf der einen und einen flüssigen Bildwechsel auf der anderen Seite. Das Pixel 9 Pro XL kam im Labor auf eine maximale Helligkeit von starken 2.635 Candela pro Quadratmeter (cd/m² = Nits) und ließ alle vorhergehenden Generationen damit alt aussehen. Das Pixel 10 Pro XL legt noch ein paar Candela nach und verbucht maximal 2.884 cd/m² im HDR-Modus. Auch im Standardmodus geht es mit bis zu 2.475 cd/m² knackig zur Sache. Der Lohn ist eine gute Ablesbarkeit im Freien, denn bei direktem Sonnenschein kann man kaum genug Strahlkraft haben.
Google Pixel 9, Pixel 9 Pro, Pixel 9 Pro XL, Pixel 10, Pixel 10 Pro, Pixel 10 Pro XL
Familienfoto: Google Pixel 9, Pixel 9 Pro, Pixel 9 Pro XL, Pixel 10, Pixel 10 Pro, Pixel 10 Pro XL (v.l.n.r.).
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch

Pixelsnap – Magnet-Action à la Qi2

"Pixelsnap" nennt Google die Magnettechnologie, die in allen 10er-Pixeln außer dem 10a steckt. Apple hat es bei den iPhones mit MagSafe vorgemacht. Damit nutzen Sie kabellose Ladegeräte, Stative, Autohalterungen, Griffe oder Kartenetuis, die einfach per Magnet andocken. Das funktioniert auch, wenn man eine (kompatible) Schutzhülle verwendet. Das Pixelsnap-Ladegerät ist Qi2-zertifiziert und lädt kabellos mit bis zu 25 Watt. Im Pixelsnap-Ladegerät mit Standhalterung laden die neuen Pixel wahlweise im Hoch- oder Querformat. Darüber hinaus gibt es weiteres Zubehör: Der Pixelsnap-Ring dockt hinten an und fungiert als einklappbarer Mini-Ständer, der sich im Handumdrehen abnehmen lässt.
Zubehör Qi2 Google Pixel 10
Dank Qi2-Standard vertragen die Pixel magnetisches Zubehör. Hier sehen Sie den Pixelsnap-Lader mit Ständer und den Pixelsnap-Ring.
Foto: Google

Bessere Ausdauer nur beim 10 Pro XL!

Akkutest Google Pixel 10
Die Pixel werden wie alle Smartphones nach dem gleichen Nutzungsszenario so lange benutzt, bis der Akku leer ist.
Foto: COMPUTER BILD / Luhang Fang
Das Pixel 10 Pro XL ist mit üppigen 5.200 Milliamperestunden (mAh) ausgestattet. Nach unserem vergleichbaren Nutzungsprofil, welches die Geräte pausenlos in einer Endlosschleife beansprucht, hat sich die Dauernutzungszeit auf 14:10 Stunden (Std.) verbessert. Zum Vergleich: Das Pixel 9 Pro XL kam auf 13:27 Std. und das Pixel 8 Pro nur auf 11:23 Std. Den Pixel-Rekord im COMPUTER BILD-Handy-Akku-Test behält aber das Pixel 9a mit 18:32 Std.! Das Pixel 10 Pro (10:45 Std.) und das Pixel 10 (11:49 Std.) konnten die Laufzeiterwartungen im Test dagegen nicht erfüllen und gaben auf dem Akkumessstand deutlich früher auf als ihre Vorgänger.

Dauernutzungszeit im COMPUTER BILD-Akku-Test

Laufzeitentwicklung Pixel 6 Pro bis Pixel 10 Pro XL
Bei den jeweils größeren Pixel-Modellen schaffte es Google bisher, die Dauernutzungszeit nach unserem Testverfahren mit jeder Generation zu verbessern. Angabe in Minuten.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Alle Pixel laden auch kabellos nach dem Qi2-Standard (Pixel 10 und Pixel 10 Pro mit bis zu 15 Watt, Pixel 10 Pro XL mit bis zu 25 Watt). Im Zuge der Umrüstung auf Qi2 verlieren die 10er-Pixel allerdings die Fähigkeit, andere Geräte wie Kopfhörer oder Handys induktiv zu laden. Im Lieferumfang ist lediglich ein 1 m langes USB-C-Ladekabel. Das empfohlene Netzteil (45 Watt) müssen Sie sich optional besorgen. Damit ist der leere Akku nach 15 Minuten bei 30 Prozent und nach 94 Minuten komplett geladen. (Pixel 10 Pro und Pixel 10 laden maximal mit 30 Watt). Gegenüber Android Authority gab Google zu, dass die Akkuspannung zum Schutz des Akkus nach 200 Ladezyklen gedrosselt wird. Das reduziert die Laufzeit. Es ist nicht vorgesehen, dass man diese Funktion abstellen kann. Nach 1.000 Ladezyklen sollen noch mindestens 80 Prozent der Kapazität nutzbar sein.

Die besten Google-Pixel-Smartphones

Platz 1
Testsieger
Google
Platz 4
Google
Platz 5
Google
Platz 6
Preis-Leistungs-Sieger
Google
Platz 7
Google
Platz 8
Google
Platz 10
Google
Komplette Liste: Die besten Google-Pixel-Smartphones

Typisch Pixel: Erstklassige Fotos

Pixel 10, Pixel 10 Pro XL, Pixel 10 Pro XL
Alle 10er-Pixel tragen auf der Rückseite ein Trio aus Ultraweitwinkellinse, Hauptkamera und Telelinse. Aber nur die Pros haben gleiche Spezifikationen und einen Temperatursensor.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Die Kameras von Pixel 10 Pro und 10 Pro XL unterscheiden sich aufgrund gleicher Hard- und Software praktisch nicht. Die Hauptkamera (f/1.68) hat die gleichen Spezifikationen wie in den Vorgängern: 50 Megapixel werden zu 12,5 Megapixeln verrechnet. Das Pixel 10 hat jetzt einen anderen Sensor mit 48 Megapixeln (12 MP), der nun auch für Makroaufnahmen zuständig ist. Mangels Pro-Modus bekommen Sie aber immer nur die die optimierte Standard-Variante mit 12 Megapixeln zu Gesicht.
Bei der Ultraweitwinkellinse (f/1.7) setzen die Pros weiterhin auf 48 Megapixel mit Autofokus und Makrofunktion. Das Pixel 10 hat 13 Megapixel (f/2.2), von denen 12 genutzt werden.

Starke Fotoqualität

Das Handyfoto-Niveau der 8er- und 9er-Pixel ist so hoch, dass für die 10er-Pixel eigentlich nur neue Weltrekorde zählen. Die blieben in den Standardtests allerdings aus. Auf dem Fotomessstand konnten die 10er-Pixel ihre Vorgänger nicht toppen. Aber alle Smartphones von Apple, Xiaomi und Honor würden feiern, wenn sie so gut abgeschnitten hätten. Im COMPUTER BILD-Handy-Kamera-Test liegen die Messwerte von Pixel 10 Pro, 9 Pro und Pixel 8 Pro eng zusammen. Unterm Strich sind die Noten für die Haupt- und die Selfiekameras sehr ähnlich: Sehr gut bei Tageslicht, sehr gut bei wenig Licht, gut bei vierfacher Vergrößerung – auch wenn Pixel 9 Pro und Pixel 9 Pro XL im Sichttest die Führung behaupten und auch beim vierfachen Zoom etwas schärfere Fotos fabrizierten.
Auch bei der Bewertung der Frontkamera gibt es sowohl im Datenblatt als auch bei der Analyse der Testfotos zwischen den 9er- und 10er-Pixeln keine bahnbrechenden Unterschiede. Pixel 10 Pro und 10 Pro XL lösen wieder mit 48 Megapixeln auf, das Pixel 10 muss mit weiterhin 10,5 Megapixeln auskommen. Unterm Strich waren zwar alle Selfies "sehr gut", aber wieder sahen die Tester die 9er-Pixel leicht vorn. Und obwohl wir nicht über neue Superlative in den Standardtests schwärmen können, bleibt die Fotoqualität das top Kaufargument für die Google-Phones. Und abseits der Standardtests verbergen sich noch merkliche Verbesserungen.

Tele-Nova

In der Pixel-10-Serie hat erstmals auch das Standardmodell einen optischen Zoom. Die fünffache Vergrößerung im Pixel 10 trifft auf einen Sensor mit 10,8 Megapixeln. Google erlaubt maximal eine 20-fache Vergrößerung. Beim Pixel 9 ohne Telelinse war bei 8-facher Vergrößerung Schluss. Pixel 10 Pro und Pixel 10 Pro XL bieten zwar die gleiche optische Vergrößerung, aber die Kamera (f/2.8) löst mit 48 Megapixeln höher auf und bietet so wesentlich mehr Potenzial für digitale Kunststücke.

Mehr maximaler Zoom

maximaler Zoom Pixel 9er und Pixel 10er
Wer kann wie weit heranzoomen?
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Ob ein Handy nun maximal 8-fach, 30-fach oder 100-fach vergrößert, hat allerdings kaum einen Einfluss auf die Testnote, weil in die Bewertung die Fotoqualität bei vierfacher Vergrößerung eingeht. Das ist ein von uns festgelegter praxisnaher Wert, der den Pixeln und den iPhones allerdings gar nicht in den Kram passt, weil deren Telelinsen eine fünffache optische Vergrößerung haben. Das ist die Erklärung für "nur" gute Telefotos. Dabei legt Google insbesondere bei großen Zoomstufen digital gehörig nach. Die 9-Pro-Pixel mit 5-fach-Tele vergrößerten mit Super Resolution Zoom maximal 30-fach.
Vergleich 30-fach Zoom
Ausschnitt aus einem Foto bei 30-facher Vergrößerung. Pixel 9 Pro XL, Pixel 10 Pro XL ohne und mit Pro Res Zoom.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Die 10-Pro-Pixel zoomen nun mit Pro Res Zoom maximal 100-fach! Warum lässt Google nun die digitalen Zügel so locker? Die Antwort heißt wie so oft KI. Und was die rausholt, sorgte im Test mitunter für Erstaunen.
Vergleich Pro Res Zoom Google Pixel 10 Pro
Ausschnitt aus einem Foto bei 100-facher Vergrößerung. Links ohne KI, rechts mit Pro Res Zoom.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Mondfoto Google Pixel 10 Pro XL
Links: Standard-Foto bei Nacht. Mitte: 100-fach Zoom (ohne KI). Rechts: 100-fach Zoom mit Pro Res Zoom.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
100-fach Zoomen können Xiaomi, Honor und Co. zwar schon lange, aber die Ergebnisse waren mittelprächtig beeindruckend, sodass sich die alten Pro-Pixel mit ihrem 30-fach Zoom locker daneben behaupten konnten. Das neue Xiaomi 15T Pro legt aber deutlich bei der KI-Nachbearbeitung von hohen Zoomstufen nach, wie der folgende Vergleich zeigt.
Pro Res Zoom Schrift KI Google Pixel 10 Pro XL vs. Xiaomi 15T Pro
Oben Ausschnitt ohne Vergrößerung mit dem Schild, was rangezoomt wird. Links: Aufgenommen mit dem Xiaomi 15T Pro. Rechts: Aufgenommen mit dem Google Pixel 10 Pro XL. Auch wenn die Kanten scharf sind, haben beide Probleme, Schrift per KI gut leserlich zu verbessern.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch
Videoaufnahmen speichern Googles Pro-Modelle auch in 8K (mit 24/30 frames per second; fps). Das Pixel 10 schafft maximal 4K mit bis zu 60 fps.
Google Pixel 10 Pro XL
Das Pixel 10 Pro XL leistete sich im Test keine nennenswerte Schwäche.
Foto: COMPUTER BILD / Michael Huch

Pro-Exklusiv

Nur die Pro-Modelle unterstützen Wifi 7 und haben einen UWB-Chip, der beispielsweise die Funktion eines Autoschlüssels übernimmt. Dazu kommt der Temperatursensor, der in der Thermometer-App recht genaue Oberflächenmessungen erlaubt. Die Bezeichnung "Pro-Controls" im der Kamera-App zeigt schon, dass nur die Pro-Modelle in den Genuss erweiterter Aufnahmeparameter kommen. Dazu zählt auch die Auswahl der vollen Auflösung vor dem Pixel-Binning.

Sieben Jahre Updates

Seit den 8er-Pixeln bietet Google eine vorbildliche Support-Dauer von sieben Jahren. Sicherheits-Updates und Android-Versions-Updates. Die 10er-Pixel starten mit Android 16 und landen so rechnerisch bei Android 23 im Jahr 2032. Da die 9er-Pixel nicht etwa mit Android 15, sondern wie die 8er-Pixel mit Android 14 an den Start gingen, könnte der Abstand am Lebensende sogar auf zwei Versionen anwachsen.
Farben Google Pixel10 Pro XL
Das Pixel 10 Pro XL ist in vier Farben erhältlich.
Foto: Google

Neue Farben, alte Preise

Das Google Pixel 10 Pro (XL) gibt es in Grün ("Jade"), Weiß ("Porzellan"), Schwarz ("Obsidian") oder Grau ("Moonstone"). Die Preise sind im Vergleich zur 9er-Serie unverändert, allerdings liegt der Einstieg für das 10 Pro XL etwas höher, weil die kleinste Speichervariante mit 128 Gigabyte wegfällt. Gleichzeitig kommt nun der schnellere Speicherstandard UFS 4.0 zum Einsatz, der etwa die doppelte Schreib- und Leserate erlaubt und dabei effizienter arbeiten soll. Das Pixel 10 startete mit 899 Euro.
Preise gemäß der unverbindlichen Preisempfehlung zum Start:
  • Pixel 10 Pro (16/128 GB): 1.099 Euro
  • Pixel 10 Pro (16/256 GB): 1.199 Euro
  • Pixel 10 Pro (16/512 GB): 1.329 Euro
  • Pixel 10 Pro (16/1000 GB): 1.589 Euro
  • Pixel 10 Pro XL (16/256 GB): 1.299 Euro
  • Pixel 10 Pro XL (16/512 GB): 1.429 Euro
  • Pixel 10 Pro XL (16/1000 GB): 1.689 Euro
Google Pixel 10 Pro XL
Nicht alle 10er-Pixel erfüllten im Test die Erwartungen – das 10 Pro XL schon!
Foto: COMPUTER BILD / Stefan Beetz

Test-Fazit: Google Pixel 10 Pro XL

Wer das beste Pixel sucht, kommt am Pixel 10 Pro XL derzeit nicht vorbei. Während die anderen 10er-Pixel beim Akkutest ins Straucheln gerieten, absolviert das 10 Pro XL den Test mit Bravour. Es ist ein richtig gutes Smartphone mit besten Update-Aussichten. Nur die Rechenpower des Prozessors liegt nicht auf Spitzen-Niveau und verhindert eine noch bessere Platzierung in der Smartphone-Bestenliste. Bei der sehr guten Fotoqualität in Standardsituationen bleiben weitere Verbesserungen aus. Die eigentliche Foto-Sensation zahlt zwar nicht auf die Testnote ein, weil man extreme Telefotos im Alltag selten braucht, aber die KI-gepimpten Ergebnisse des Pro Res Zooms sind mitunter wirklich verblüffend. Über das fehlende Reverse Charging tröstet der Qi2-Standard, der nun endlich auch magnetisches Zubehör nach Vorbild von Apples MagSafe erlaubt. Das Pixel 10 Pro XL ist schneller, heller und ausdauernder als sein starker Vorgänger und zoomt wie kaum ein anderes Handy.

So testet COMPUTER BILD Smartphones

Foto Michael Huch
Für COMPUTER BILD testet Michael Huch, Stv. Ressortleiter Telekommunikation & Internet

Testmethodik

Unter Laborbedingungen und mit zertifizierten, vergleichbaren Prüfmethoden blicken wir im Smartphone-Test besonders auf Kamera, Akku- und Ladeleistung, Arbeits- und Bedientempo, Ausstattung und den Bildschirm. Geht es etwa um die Kamera, schauen wir uns mehr als 1.000 Messwerte zu Auflösung, Bildschärfe und Farbtreue an. Ein Roboterarm beschäftigt das Testgerät über Stunden hinweg automatisch, um die Akkulaufzeit genau zu messen. Aufwendige 3D-Anwendungen bringen den Prozessor an die Grenzen, und ein Tauchgang in der Wasserröhre zeigt, wie wasserdicht das Gerät wirklich ist.
Wie wir Smartphones im Detail testen, lesen Sie hier