SMARTPHONE

Redmi 13C im Test: So gut ist Xiaomis erfolgreichstes Smartphone

Das Redmi 13C ist das meist verkaufte Xiaomi-Handy 2024 in Europa. Unser Test verrät, warum das Handy so beliebt ist.

Xiaomi Redmi 13C im Test

Xiaomi Redmi 13C
Testnote 3,3 befriedigend Leserwertungen
40 Bewertungen
Design
3,4
Ausstattung
3,4
Konnektivität
1,6
Akkulaufzeit
3,4
Kamera
4,6
ab 97,52€
Für Links auf dieser Seite erhält NETZWELT ggf. eine Provision vom Händler. Mehr Infos.

Günstig, aber nur bedingt gut

Das Xiaomi Redmi 13C punktet vor allem mit seinem Preis. Für mittlerweile weit unter 150 Euro erhaltet ihr hier ein brauchbares Smartphone, das noch einige Zeit mit Updates versorgt wird und dünn ist. Dafür müsst ihr aber spürbare Abstriche bei Prozessor und Kamera machen.

Das hat uns gefallen

  • dünn
  • Sofware-Support
  • getrennter Slot für Speicher- und SIM-Karte
  • NFC

Das hat uns nicht gefallen

  • mäßige Performance
  • schwache Kamera

Das Redmi 13C ist den Marktforschern von Canalys zufolge das meist verkaufte Xiaomi-Smartphone in Europa im ersten Quartal 2024 gewesen. Zum Erfolg beigetragen haben dürfte dabei vor allem der Preis - und weniger das Design. Xiaomi bietet das Smartphone in Deutschland ab 149,90 Euro an. Bei vielen Händlern ist es häufiger im Angebot schon ab 89 Euro zu finden. Den niedrigen Preis sieht man dem Handy leider auch an.

Design und Verarbeitung

Denn Xiaomi verbaut die Frontkamera des Handys in einer tropfenförmigen Notch, die mittig am oberen Displayrand in den Bildschirm hineinragt. Dieses Design ist mittlerweile aus der Mode gekommen - auch bei günstigeren Geräten. Im Schwestermodell Redmi 13 setzt Xiaomi beispielsweise bereits auf das moderne Punchholedesign. Auch die Displayränder wirken für heutige Verhältnisse sehr groß.

Xiaomi Redmi 13C auf einen Blick

So sieht das Xiaomi Redmi 13C aus.

Dank der geringen Dicke von 8,09 Millimetern (mm) liegt das Smartphone immerhin trotz seiner Größe gut in der Hand, denn mit den Abmessungen 168 mm x 78 mm ist es sogar größer als das iPhone 16 Pro Max. Die Bedienung mit einer Hand fällt dementsprechend schwer. Zumal die Kunststoffrückseite des Smartphones sehr glatt ist. Erhältlich ist das Redmi 13C in den Farben Schwarz, Blau, Weiß und Grün. Bei unserem Testgerät handelt es sich um die schwarze Farbvariante.

Display

Schaltet ihr das Redmi 13C ein blickt ihr auf einen 6,74 Zoll großes LCD. Der Bildschirm löst lediglich in HD+ (1.600 x 720) auf. Die Pixeldichte fällt mit 260 PPI gering aus und liegt unter der einst von Apple-Gründer Steve Jobs proklamierten Grenze von 326 PPI ab der das menschliche Auge auf einem Handybildschirm beim üblichen Sehabstand keine einzelnen Pixel mehr wahrnehmen können soll.

Trotzdem wirkt die Darstellung für uns scharf, einzelne Pixel lassen sich allenfalls mit großer Mühe ausmachen. Allerdings wirken die Farben aus unserer Sicht einen Tick zu blass, selbst wenn ihr direkt frontal auf den Bildschirm schaut und in den Einstellungen ein "lebhaftes" Farbprofil wählt.

Gering fällt auch die Helligkeit des Bildschirms aus. Mit maximal 600 Nits kann es im Freien an sonnigen Tagen zu Problemen mit der Ablesbarkeit kommen. In Innenräumen war die Helligkeit aber stets ausreichend.

Schön: Das Redmi 13C unterstützt höhere Bildwiederholraten von bis zu 90 Hertz. Das soll für flüssigere Animationen und butterweiches Scrollen sorgen. Allerdings ist die Performance des Redmi 13C insgesamt nicht gerade überragend. Beim Bildschirmwechsel ruckelt es ab und an und beim Start von Apps muss man etwas Geduld mitbringen.

Prozessor und Speicher

Ihr könnt einen Performance-Boost erzielen, wenn ihr diese Einstellungen auf dem Redmi 13C ändert. Für aufwendige Mobile Games wie Genshin Impact ist das Redmi 13C aber auch dann noch die falsche Wahl. Casual Games wie Subway Surfers laufen auf dem Gerät aber flüssig. Mehr Performance in diesem Preissegment bietet der direkte Konkurrent Samsung Galaxy A05s - wie der folgende Benchmarkvergleich zeigt.

GeekBench (Single Core) GeekBench (Multi Core) AnTuTu
Xiaomi Redmi 13C 439 Punkte 1.272 Punkte 222.000 Punkte
Samsung Galaxy A05s 415 Punkte 1.449 Punkte 316.956 Punkte
Hinweis: Eine höhere Punktzahl bedeutet in allen Tests bessere Ergebnisse.
Xiaomi Redmi 13C im Benchmarkvergleich

Für die schwache Performance des Redmi 13C verantwortlich ist der MediaTek-Chip Helio G85, der mittlerweile knapp 5 Jahre auf dem Buckel hat. Ihm stehen je nach gewählter Speichervariante 4, 6 oder 8 Gigabyte Arbeitsspeicher (RAM) zur Verfügung. Folgende Varianten bietet Xiaomi in Deutschland an:

Da der Preisunterschied zwischen den Varianten mit 10 bis 20 Euro gering ausfällt, würden wir euch raten, zur bestmöglichen Speichervariante zu greifen.

Konnektivität

Der Gerätespeicher kann auch noch nachträglich per microSD-Karte erweitert werden. Zusätzlich bietet das Redmi 13C zwei Slots für Nano-SIM-Karten. Ein Dual-SIM-Betrieb ist also auch bei eingelegter Speicherkarte möglich. An Anschlüssen weist das Xiaomi-Handy noch einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss sowie einen USB C-Port an der Unterseite auf.

Mit NFC, GPS, WLAN: 2,4Ghz sowie 5GHz und Bluetooth 5.3 sind die wichtigsten Funkstandards verfügbar. Lediglich 5G-Unterstützung bietet das Smartphone nicht. Diese bietet nur das bislang hierzulande nicht erhältliche Redmi 13C 5G.

Software

Als Betriebssystem läuft noch die ältere Android-Version 13 auf dem Gerät. Ein Update auf Android 14 und sogar auf Android 15 sollen aber noch folgen. Statt der neuen Benutzeroberfläche HyperOS kommt auf dem Gerät noch die ältere Xiaomi-Oberfläche MIUI 14 zum Einsatz. Schade. Gerade das Redmi 13C könnte durch das schlankere HyperOS einen Performanceschub erfahren. Mal sehen, ob das Update auf Android 14 dieses mit sich bringt.

Sicherheitspatches erhält das Smartphone laut Xiaomi bis November 2027. Wie häufig sie verteilt werden, verrät das Unternehmen nicht. Auf unserem Testgerät stammte der letzte aus dem Juli 2024. Xiaomi-typisch müsst ihr damit leben, dass die Benutzeroberfläche vor Werbung strotzt, ebenso findet sich viel Bloatware auf dem Gerät. Diese lässt sich zumindest deaktivieren.

Kamera

Für Foto- und Videoaufnahmen stellt euch Xiaomi eine Triple-Kamera auf der Rückseite zur Verfügung. Diese besteht aus einem 50-Megapixel-Sensor, einer 2-Megapixel-Makrokamera und einem von Xiaomi nicht näher spezifizierten Zusatzobjektiv. Unseren Recherchen zufolge dürfte es sich dabei um einen Tiefenmesser für Porträtaufnahmen handeln.

Das klingt auf dem Papier gut, in der Praxis ist die Bildqualität aber enttäuschend - selbst bei Tageslicht. Die Farben wirken häufig kraftlos und der Dynamikumfang ist gering - aber seht selbst.

Xiaomi Redmi 13C: Kameraaufnahmen

Diese Bilder wurden mit dem Redmi 13C gemacht.

Videos lassen sich mit dem Redmi 13C maximal in Full HD bei 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen. Für Selfies und Videotelefonate ist eine 8-Megapixel-Frontkamera an Bord.

Akku

Mit Strom versorgt wird das Redmi 13C von einem 5.000-Milliamperestunden-Akku. Dieser zeigt sich im Test ausdauernd. 14 Stunden und 22 Minuten stehen nach dem Durchlauf des Akkutests von PCMark zu Buche. Ein ordentlicher Wert, wenn auch kein überragender. Je nach Nutzungsintensität solltet ihr anderthalb bis zwei Tage mit einer Akkuladung auskommen.

Geladen werden kann der Energiespeicher wie in dieser Preisklasse üblich ausschließlich an der Steckdose. Die Ladegeschwindigkeit fällt mit 18 Watt allerdings gering aus. Ihr müsst für einen vollständigen Ladezyklus bis zu zwei Stunden einkalkulieren. Ein Netzteil legt Xiaomi dem Handy nicht bei.

Alternativen

Eine Alternative zum Xiaomi Redmi 13C ist das Samsung Galaxy A05s, das einen performanteren Prozessor bietet. Zudem bietet es eine höhere Displayauflösung. Mittlerweile ebenfalls für rund 150 Euro zu haben ist das Redmi Note 13 von Xiaomi. Es ist im Vergleich deutlich leistungsstärker als die beiden Konkurrenten und bietet eine bessere Kamera.

Xiaomi Redmi 13C

Xiaomi Redmi 13C
Testnote 3,3 befriedigend Leserwertungen
40 Bewertungen
Design
3,4
Ausstattung
3,4
Konnektivität
1,6
Akkulaufzeit
3,4
Kamera
4,6
ab 97,52€
Für Links auf dieser Seite erhält NETZWELT ggf. eine Provision vom Händler. Mehr Infos.

Transparenzhinweis: Das Testgerät wurde von Netzwelt gekauft und verbleibt nach dem Test im Redaktionsbestand.

Xiaomi Redmi 13C: Die besten Alternativen

Sagt euch nicht zu? Ihr sucht nach passenden Alternativen? Nachfolgend findet ihr die besten Xiaomi Redmi 13C-Alternativen. Eine noch umfangreiche Liste findet ihr in unserer Smartphone-Übersicht.

Xiaomi Redmi 13C: Datenblatt

Hier findet ihr die technischen Daten zu Xiaomi Redmi 13C. Größe, Gewicht und andere Eigenschaften könnt ihr so problemlos mit anderen Produkten vergleichen.

Prozessor MediaTek Helio G85 (MT6769Z)
GPU ARM Mali-G52 2EEMC2
RAM 4, 6, 8 GB
Akku-Kapazität 5000 mAh
Schnellladen Nein
Austauschbar Nein
Wireless Charging Nein
Reverse Charging Nein
Gerätespeicher 128, 256 GB
Erweiterbarer Speicher microSD, microSDHC, microSDXC
Hauptkamera (Rückseite) 50 MP
Hauptkamera-Auflösung 8120 x 6180 Pixel
Videoaufnahme 1920 x 1080 Pixel
Zweiter Bildsensor 2 MP
Dritter Bildsensor 0 MP
Autofokus Ja
Digitaler Zoom Ja
Blitzlicht LED
Höhe 168 mm
Breite 78 mm
Tiefe 8,09 mm
Gewicht 192 g
Display-Auflösung 720 x 1600 Pixel
Display-Diagonale 6,74 Zoll
Display-Pixeldichte 260 ppi
Display-Typ IPS
SIM-/ Speicher-Karten-Format, Anzahl der Slots Nano-SIM (4FF - Fourth Form Factor-Karte, seit 2012, 12.30 x 8.80 x 0.67 mm), Nano-SIM / microSD
Dual-SIM Ja
Bluetooth 5.3
WiFi 802.11a (IEEE 802.11a-1999), 802.11b (IEEE 802.11b-1999), 802.11g (IEEE 802.11g-2003), 802.11n (IEEE 802.11n-2009), 802.11n 5GHz, 802.11ac (IEEE 802.11ac), Dual band, Wi-Fi Hotspot, Wi-Fi Direct, Wi-Fi Display
LTE LTE-FDD 700 (B28), LTE-FDD 800 (B20), LTE-FDD 850 (B5), LTE-FDD 900 (B8), LTE-FDD 1800 (B3), LTE-FDD 2100 (B1), LTE-FDD 2600 (B7), 2300 (B40), 2500 (B41), 2600 (B38) MHz
5G Nein
GPRS Ja
HSDPA Nein
HSUPA Nein
EDGE Ja
GSM 850 (B5), 900 (B8), 1800 (B3), 1900 (B2) MHz
IrDA Nein
USB USB Type-C
Kopfhöreranschluss Ja
Fingerabdruckscanner Ja
NFC Nein
GPS Ja
Glonass Ja
BeiDou Ja
Kompass Ja
Radio Ja
Beschleunigungssensor Ja
Näherungssensor Nein
Umgebungslichtsensor Ja
Keine News verpassen