Fingerabdruckscanner
Fingerabdruckscanner ersetzen heutzutage zunehmend PINs und Passwörter. Doch wie funktioniert ein Fingerabdruckscanner und wie sicher sind die Systeme? Netzwelt verrät es euch.
- Arten und Funktionsweise
- 3D-Fingerabdruckscanner
- Wie sicher sind Fingerabdruckscanner?
- Fingerabdruckscanner in der IT und Unterhaltungselektronik
Ein Fingerabdruckscanner erstellt ein Bild unseres Fingerabdrucks - genauer gesagt der Papillarlinien des Fingers. Dieses kann mit gespeicherten Bildern verglichen werden. So ist es möglich die Identität eines Nutzers zu ermitteln. Fingerabdruckscanner zählen zu den Instrumenten der Biometrie.
Arten und Funktionsweise
Fingerabdruckscanner lassen sich in verschiedene Arten unterteilen. Diese unterscheiden sich auch in ihrer Funktionsweise. Bei halbautomatischen Fingerabdruckscannern müsst ihr den Finger über die Scanfläche ziehen. Ein solcher Scanner kommt häufig in Notebooks zum Einsatz. Bei vollautomatischen Scannern reicht es dagegen den Finger aufzulegen - das kennt ihr etwa vom iPhone. Zusätzlich gibt es unterschiedliche Methoden mit deren Hilfe die Papillarlinien des Fingers erfasst werden können - etwa optisch oder via Ultraschallmessung.
3D-Fingerabdruckscanner
Herkömmliche Fingerabdruckscanner erfassen nur ein zweidimensionales Bild des Fingerabdrucks. Bei 3D-Fingerabdruckscannern werden zusätzliche Informationen erfasst - etwa die Tiefe der Poren eures Fingers. Hierfür wird der Finger mit Ultraschallwellen abgetastet. Die Technik soll die Sicherheit erhöhen und macht den Prozess auch unanfälliger für Fehler. So sollen Handcreme oder Schweiß den Scanner nicht mehr verwirren. Mit Sense ID bietet der Chiphersteller Qualcomm einen entsprechenden Fingerabdruckscanner für Smartphones an. Sense ID kommt unter anderem im Google Pixel XL zum Einsatz.
Wie sicher sind Fingerabdruckscanner?
Unser Fingerabdruck ist zwar in der Regel einzigartig, doch im Alltag hinterlassen wir ihn doch ständig. Taugt unser Fingerabdruck daher überhaupt als Sicherheitsmerkmal? Ja. Ein Fingerabdruck lässt sich zwar kopieren, doch fortschrittliche Scanner führen zusätzlich eine "Lebenderkennung" durch. Hier wird über Sensoren ermittelt, ob ein lebender Finger aufgelegt wird oder ob es sich um eine Kopie handelt. Zur Unterscheidung werden unter anderem Merkmale wie Pulsschlag oder Blutzirkulation gemessen. 3D-Fingerabdruckscanner erstellen zudem ein dreidimensionales Bild des Fingerabdrucks, das sich nicht so leicht kopieren lässt.
Fingerabdruckscanner in der IT und Unterhaltungselektronik
Fingerabdruckscanner kommen nicht nur in Behörden oder Unternehmen zum Einsatz, sondern auch in Produkten der IT und Unterhaltungselektronik. Bereits seit Jahrzehnten lassen sich etwa Laptops per Fingerabdruck vor unbefugten Zugriffen schützen. Vor allem Business-Notebooks weisen in der Regel einen Fingerabdruckscanner auf.
2013 veröffentlichte Apple das iPhone 5S. Der Home-Button enthielt hier erstmals einen Touch ID genannten Fingerabdruckscanner. Die Integration ins iPhone machte die Technologie auch unter Smartphone-Nutzer populär. In den vergangenen Jahren erschienen immer mehr Smartphones mit einem Fingerabdruckscanner - mittlerweile findet dieser auch bei günstigen Smartphones bis 150 Euro Verwendung.