Find X8 Pro im Test: Bringt Oppos Comeback-Handy Samsungs Galaxy S25 in Bedrängnis?
Mit dem Find X8 Pro feiert Oppo sein Comeback auf dem deutschen Markt. Im Test überzeugt es vor allem mit bestimmten Fotos und auch einem Hauch von KI.
Oppo Find X8 Pro im Test
Solide Leistung - teils überraschend gute Fotos
Als Comeback-Smartphone auf dem deutschen Markt ist das Oppo Find X8 Pro zwar ein solides Gerät, setzt jedoch keine neuen Maßstäbe. Für unter 1.000 Euro und damit vergleichsweise günstig für ein Flaggschiff-Smartphone bietet es ein ordentliches Display sowie eine Kamera, die insbesondere bei Bewegungsaufnahmen punktet. Ein Wermutstropfen: Die KI-gestützten Textfunktionen sind derzeit noch nicht auf Deutsch verfügbar. Auch bei Akkulaufzeit und Ladegeschwindigkeit wäre mehr drin. Wer nicht speziell auf scharfe Bewegtaufnahmen angewiesen ist, dürfte mit anderen Modellen besser beraten sein.
Das hat uns gefallen
- Starke Bewegtaufnahmen
- AI Studio für Bilder
- Solide Akkulaufzeit
Das hat uns nicht gefallen
- Viele KI-Funktionen nicht auf Deutsch verfügbar
- Rutschige Rückseite
- Lange Ladezeit
Nach einer langen Pause aufgrund von Patentstreitigkeiten kehrt Oppo auf den deutschen Markt zurück. Mit dem Find X8 Pro verspricht der chinesische Hersteller ein Flaggschiff-Smartphone mit leistungsstarker Kamera und Künstlicher Intelligenz (KI).
- Die wichtigsten technischen Daten
- Lieferumfang
- Vorsicht, Rutschig!
- Bei der Einrichtung zuckte einmal die Augenbraue
- ColorOS 15 macht einiges anders - aber nicht alles
- Ein "Oppo AI Phone" enttäuscht auf Deutsch
- AI Studio: Viel Auswahl und lange Wartezeiten
- Prozessor
- Kamera-Test: Möwen
- Kamera-Test: Im Vergleich zum Samsung Galaxy S25 Ultra
- Fazit
- Fazit
Netzwelt hatte bereits die Gelegenheit, das Oppo Find X8 Pro zu testen - obwohl es offiziell noch nicht im Oppo-Shop für Deutschland gelistet ist. Der Test zeigt: Das Smartphone überzeugt mit starker Leistung, auch wenn es nicht das leistungsfähigste Flaggschiff ist. Besonders in der Fotografie setzt es Akzente - auch durch ein bestimmtes KI-Tool.
Die wichtigsten technischen Daten
Mit 162,27 × 76,67 × 8,3 mm und 215 g ist das Find X8 Pro fast so groß und schwer wie das Galaxy S25 Ultra (162,8 × 77,6 × 8,2 mm, 218 g). Das Oppo Find X8 Pro besitzt ein 6,78 Zoll großes FHD+ AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2.780 × 1.264 Pixeln und einer Bildwiederholrate von 120 Hertz. Damit liegt die Auflösung zwischen der des Galaxy S25 und des Galaxy S25 Ultra. Die Bildwiederholrate ist in der Preisklasse inzwischen Standard, aber längst nicht mehr das Maß aller Dinge. Xiaomi zeigt beispielsweise mit dem Xiaomi 14T Pro, dass sogar 144 Hertz bereits in einem vergleichsweise günstigeren Gerät möglich sind.
Beim Display des Find X8 Pro setzt Oppo überraschend auf Gorilla Glass 7i, das Corning zufolge Stürze aus einem Meter Höhe auf Asphalt unbeschadet überstehen und besonders kratzfest sein soll. Das Schutzglas ist dem Hersteller zufolge eigentlich für den Einsatz in Smartphones der mittleren und unteren Preisklasse gedacht. Für Premium-Handys wie das Find X8 Pro bietet Corning Gorilla Armor 2 an. Das Glas kommt unter anderem im S25 Ultra zum Einsatz und soll Stürze aus 2,2 Metern Höhe aushalten.
Das Find X8 Pro bietet 512 GB Speicher, jedoch ohne weitere Varianten oder die Möglichkeit zur Erweiterung. Das Galaxy S25 Ultra ist flexibler und kommt mit 256 GB, 512 GB oder 1 TB Speicher. Im Find X8 Pro steckt ein 5.910 Milliamperestunden-Akku. Rein von der Zahl her, ist das mehr Akkukapazität als beim Galaxy S25 Ultra oder Galaxy S25+, welche einen 5.000 Milliamperestunden-Akku bieten. Im Test hielt das Oppo-Smartphone 27 Stunden durch. Damit übertrifft es knapp das Galaxy S25 Ultra (25 Stunden), aber nicht das Galaxy S25+ (28 Stunden). Angesichts des größeren Akkus des Find X8 Pro wäre eine noch längere Ausdauer zu erwarten gewesen. Mit einer Akkuladung sollte man dennoch problemlos durch einen ganzen Tag durchkommen.
Beim Laden müsste das Oppo Find X8 Pro dem Galaxy S25 Ultra klar überlegen sein - ist es aber nicht. Es unterstützt 80 Watt per Kabel und 50 Watt kabellos, während das S25 Ultra nur 45 Watt per Kabel und 15 Watt kabellos erreicht. Dennoch benötigte das Find X8 Pro im Test (im angeschalteten Zustand) 2 Stunden und 18 Minuten für eine vollständige Ladung - trotz der hohen Ladeleistung ist dies vergleichsweise langsam. Das Galaxy S25 Ultra war mit kleinerem Akku und geringerer Ladeleistung bereits in 66 Minuten voll aufgeladen.
Der Grund: Das Oppo spielt die hohe Ladeleistung nur mit einem passenden Adapter des Herstellers aus und nicht mit dem von uns verwendeten Universaladapter. Dieser ist nicht im Lieferumfang, sondern muss für rund 35 Euro separat gekauft werden.
Das Oppo Find X8 Pro unterstützt den neuesten 5G-Standard und ist für WLAN mit Wi-Fi 7 gerüstet - das sorgt für schnellere Verbindungen und höhere Datenübertragungsraten. Mit Bluetooth 5.4 verspricht das Smartphone eine besonders stabile Verbindung, selbst bei größerer Distanz, etwa zu In-Ear-Kopfhörern. Zudem verfügt es über zwei physische SIM-Slots sowie die Möglichkeit, mehrere eSIMs zu registrieren. Allerdings können stets nur zwei SIM-Karten gleichzeitig aktiv genutzt werden.
Lieferumfang
Zum Oppo Find X8 Pro gibt es ein wenig Zubehör: ein 1 Meter langes USB-A-auf-USB-C-Ladekabel sowie einen USB-C-auf-USB-A-Adapter. Dadurch lassen sich sowohl Ladegeräte mit USB-A- als auch mit USB-C-Anschluss nutzen. Ein solches oder überhaupt ein Ladegerät legt Oppo jedoch nicht bei - wie auch viele andere Hersteller, darunter Samsung und Apple.
Bei der Verpackung des Find X8 Pro hat Oppo größtenteils nachhaltiges Material gewählt, nämlich Pappe. Allerdings befindet sich auf der Vorderseite des Kartons eine große, glänzende Beschichtung, die vermutlich aus Kunststoff besteht. Diese wäre eigentlich überflüssig - schließlich steht das Smartphone im Mittelpunkt. Zudem erschwert sie das Recycling, was aus Nachhaltigkeitssicht nicht ideal ist.
Vorsicht, Rutschig!
Das Find X8 Pro wirkt hochwertig verarbeitet - größtenteils. Der geschwungene Aluminiumrahmen geht fast nahtlos in die Rückseite über, die mit ihrem schimmernden Finish an Perlen erinnern soll. Damit will Oppo wohl ein Premium-Gefühl vermitteln - das unserer Meinung nach jedoch nicht ganz gelingt. Die Rückseite aus mattem Glas fühlt sich eher nach Kunststoff an und ist recht rutschig. Ohne weitere Hülle liegt das Gerät sehr unsicher in der Hand. Ein Pluspunkt an der Rückseite ist jedoch, dass sie kaum anfällig für Fingerabdrücke ist.
Die große Kamera-Insel mit den vier symmetrisch angeordneten Linsen und Hasselblad-Logo wirkt ansprechend und verspricht hochwertige Fotos. Allerdings macht sich das Gewicht der Kamera deutlich bemerkbar. Ohne einen Finger auf der Kamera zieht die obere Hälfte das Smartphone leicht nach unten. Eine einhändige Bedienung ist möglich, sofern man das Smartphone an den Seiten festhält.
Bei der Einrichtung zuckte einmal die Augenbraue
Die Einrichtung des Oppo Find X8 Pro verlief insgesamt zügig: Sprache, WLAN, Datentransfer und die Anmeldung im Google-Konto waren schnell erledigt. Ein kleiner Stolperstein zeigte sich jedoch bei der Wahl der Entsperrmethode. Zwar stehen alle Optionen - Code, Fingerabdruck und Gesichtserkennung - direkt zur Auswahl, doch wer sich für Fingerabdruck oder Gesichtserkennung entscheidet, muss zunächst einen PIN-Code festlegen. Wieso dieser Schritt nicht direkt in der richtigen Reihenfolge integriert wurde, bleibt unklar.
Ein Pluspunkt bei der Einrichtung: Es gibt keine versteckten Voreinstellungen, die mitunter unbemerkt Werbung auf das Gerät bringen. Zudem lässt sich bereits während der Ersteinrichtung eine Datensicherung über Google aktivieren - so bleiben wichtige Daten wie Kontakte oder Fotos im Falle eines Diebstahls oder einer Beschädigung des Smartphones geschützt.
ColorOS 15 macht einiges anders - aber nicht alles
Das Oppo Find X8 Pro läuft mit Android 15 von Google, ergänzt um Oppos eigenes ColorOS 15. Eine Besonderheit ist das "Sperrbildschirm-Magazin". Hier werden wechselnde Hintergrundbilder angezeigt, die mit Artikeln der Newsaggregator-Plattform KaiK.ai verknüpft sind. Wie bei Tinder kann man direkt auf dem Sperrbildschirm durch die Beiträge wischen, und vom Hintergrundbild zu den einzelnen Artikeln gelangen. In den Einstellungen lassen sich Themen wie Reisen, Entertainment oder Essen auswählen, zu denen man dann News-Vorschläge erhält - insgesamt stehen zehn Kategorien zur Verfügung. Das Konzept erinnert an Samsungs Upday, jedoch nimmt KaiK.ai, anders als bei Samsung-Handys, direkt den ganzen Bildschirm ein. Das Sperrbildschirm-Magazin lässt sich bei Bedarf auch deaktivieren.
Die zweigeteilte Benachrichtigungsleiste erinnert an Samsungs One UI 7.0: Wie bei der Galaxy S25-Serie lassen sich Helligkeit, Bluetooth und Co. separat von den Benachrichtigungen anzeigen - oder in den Einstellungen wieder zusammenführen. Das Oppo Find X8 Pro reagiert insgesamt schnell und zuverlässig auf Eingaben, ohne Ruckler. Auch der Fingerabdrucksensor arbeitet flott.
Ein "Oppo AI Phone" enttäuscht auf Deutsch
Oppo bewirbt das Find X8 Pro neben der Kamera auch als "AI Phone", das zahlreiche KI-gestützte Funktionen bieten soll. Für Texte stellt Oppo unter anderem "AI-Antwort", "KI-Zusammenfassung" und "KI-Tutor" bereit. Diese Features sollen dabei helfen, schneller passende Antworten in Messenger-Apps wie WhatsApp zu finden, Artikel zusammenzufassen oder ansprechende Beschreibungen für Social-Media-Posts zu generieren. Allerdings konnten diese vielversprechend klingenden Funktionen nicht getestet werden, da sämtliche textbezogenen KI-Features derzeit keine Unterstützung für die deutsche Sprache bieten. Ob sich das in Zukunft ändern wird, ist derzeit unklar.
Die vier Bildbearbeitungsoptionen im "KI-Editor" sind ohne Sprachbarriere nutzbar. Mithilfe von KI lassen sich die Bildschärfe nachträglich verbessern, Unschärfe oder Spiegelungen entfernen und mit dem KI-Radiergummi sogar ganze Objekte nahtlos aus Bildern löschen. Im Test fielen die Ergebnisse jedoch eher durchwachsen aus. Bei einem stark verrauschten und unscharfen Bild erzielten sowohl "Bildschärfe verbessern" als auch "Unschärfe entfernen" nur mäßige Resultate - das Rauschen wurde lediglich leicht reduziert.
Etwas überzeugender, wenn auch nicht perfekt, entfernte der KI-Editor die Spiegelung aus einem zweiten Testbild: Von der Spiegelung eines Kollegen blieben nach der Bearbeitung nur noch dessen weiße Schuhe zurück.
AI Studio: Viel Auswahl und lange Wartezeiten
In Sachen "Bildern mit KI erstellen" liefert das AI Studio auf dem Oppo Find X8 Pro eine zentrale Anlaufstelle. Hier gibt es allerlei Möglichkeiten, die eigenen Fotos durch generative KI zu erweitern. Grundsätzlich sollte man jedoch geduldig sein, wenn man das "AI Studio" nutzt, denn das Erstellen der Inhalte dauert gerne mal bis zu 2 Minuten.
Insgesamt 3 Überkategorien stehen im AI Studio zur Auswahl. "AI Potrait", wo das eigene Gesicht quasi auf andere Körper und in andere Szenen übertragen wird. "AI Reimage", wo mithilfe starker Bildmanipulation das eigene Foto in ganz andere Stile, wie "Cute Zombie", "Comics" oder sogar "Felted Doll" (auf Deutsch Filzpuppe) umgewandelt werden können. Durch "AI Motion" können entweder Landschaftsfotografien um Bewegung erweitert werden oder aus Haustierbildern kurze animierte Clips generiert werden.
Selfie trifft auf Oppo AI Studio
Im AI Studio stehen mehrere Möglichkeiten zur Wahl ein "einfaches Selfie" komplett umzumodeln.
"AI Reimage" lieferte im Test die besten Ergebnisse. Allerdings zeigen sowohl die generierten Bilder als auch das "AI Motion"-Video der Katze, dass die Oppo-KI Schwierigkeiten hat, Farben präzise wahrzunehmen und darzustellen - erkennbar an den Aufenfarben sowie an der Fellfarbe der Katze. Die Bilder aus "AI Portrait" wirken oft noch zu künstlich - unter anderem, weil die KI keine individuellen Körperproportionen übernimmt, sondern das eigene Gesicht auf den vorgegebenen Körpertyp der Vorlage setzt.
Katzen-Foto trifft auf Oppo AI Studio
Mit der Oppo AI lässt sich auch ein Foto von der eigenen Katze umdesignen.
Neben einigen Lachern sorgte die Nutzung von AI Studio auch für etwas Verwirrung. Grundsätzlich ist für die App ein Oppo-Konto erforderlich, und für die Generierung von KI-Bildern werden Credits benötigt - die sogenannten "Sterne", deren Icon wie ein Diamant aussieht. Bei der Anmeldung erhält man 5.000 Sterne als Startguthaben. Zusätzlichen 50 Sterne lassen sich täglich durch das "Einchecken" in der App - also das Drücken eines Buttons - sammeln. Laut Oppo gibt es derzeit keine weitere Möglichkeit, Sterne zu erwerben, sobald das Guthaben aufgebraucht ist. Allerdings arbeite das Unternehmen an einer Lösung.
Prozessor
Unter der Haube des Oppo Find X8 Pro arbeitet der MediaTek Dimensity 9400-Chipsatz, unterstützt von 16 GB Arbeitsspeicher (RAM). In drei Benchmark-Tests mit Geekbench 6 erzielte das Gerät durchschnittlich 2.817 Punkte im Single-Core-Score und 8.536 Punkte im Multi-Core-Score. Diese Werte sind zwar stark, aber nicht die besten: Sowohl das Galaxy S25+ (3.070 und 9.659 Punkte) als auch das Galaxy S25 Ultra (3.050 und 9.790 Punkte) übertreffen das Oppo-Modell mit ihrem Snapdragon 8 Elite-Prozessor und den 12 GB an RAM.
Nach drei Tests mit 3DMark Wild Life Extreme, das die Grafikleistung von Smartphones misst, erzielte das Oppo Find X8 Pro einen durchschnittlichen Wert von 6.380 Punkten. Damit liefert es eine starke Performance, bleibt jedoch knapp hinter dem Galaxy S25 Ultra (6.777 Punkte) zurück. Für Multitasking und anspruchsvolle Aufgaben wie Gaming ist das Find X8 Pro dennoch gut geeignet, zumal es im Test selbst unter hoher Benchmark-Belastung nicht heiß geworden ist.
Kamera-Test: Möwen
Die Fakten zum Kamera-Set des Oppo Find X8 Pro lassen sich einfach merken: In der mit dem bekannten Kamerahersteller Hasselblad entwickelten Kamerainsel stecken jeweils ein Weitwinkel-, ein Ultraweitwinkel-, ein Telefoto- und ein Ultra-Telefoto-Objektiv. Alle vier liefern eine Auflösung von 50 Megapixeln. Die Frontkamera schießt Selfies mit einer Auflösung von 32 Megapixeln.
Eine Besonderheit der Kamerasteuerung des Oppo Find X8 Pro ist die spezielle Kamera-Taste namens "Quick Button". Ohne das Smartphone zu entsperren, lässt sich die Kamera durch zweimaliges Drücken dieser Taste starten. Ein einfacher Druck löst ein Foto aus, ein längerer Druck startet die Serienaufnahme. Zudem kann man über den "Quick Button" wischen, um den Zoom einzustellen. Das erinnert an die Kamerasteuerungstaste der iPhone 16-Reihe von Apple.
Im Test hat der Quick Button des Oppo Find X8 Pro reibungslos funktioniert. Besonders auf die Serienaufnahme waren wir im Vorfeld gespannt - denn laut Oppo soll sie sieben Bilder pro Sekunde liefern und dadurch auch Bewegungen gestochen scharf erfassen. Im Test mit fliegenden Möwen überzeugte die Kamera des Oppo-Smartphones auf jeden Fall.
Aufgenommen mit dem Oppo Find X8: Starke Möwen-Fotos
Mit dem Oppo Find X8 Pro ließen sich gestochen scharfe Aufnahmen von fliegenden Möwen schießen - aus verschiedenen Winkeln.
Kamera-Test: Im Vergleich zum Samsung Galaxy S25 Ultra
Im Vergleich zur Aufnahme mit dem Galaxy S25 Ultra, das über eine 200-Megapixel-Hauptkamera verfügt, wirkt das Ultraweitwinkel-Foto des Oppo Find X8 Pro trotz beeindruckender Detailtreue etwas blasser - insbesondere beim Himmel.
Im Vergleich zur Aufnahme mit dem Galaxy S25 Ultra (rechts), wirkt das Foto vom Oppo Find X8 Pro (links) etwas blass - besonders beim Himmel.
Ein ähnliches Phänomen zeigt sich bei den Testaufnahmen mit 10-fachem Zoom. Das Foto des Oppo Find X8 Pro zeigt stärkere Kontraste als die Vergleichsaufnahme des Galaxy S25 Ultra -dafür wirkt der Himmel erneut blasser und weniger blau.
Mehr Kontraste, weniger "blauer" Himmel auf dem Foto des Oppo Find X8 Pro (links) im Vergleich zur Aufnahme mit dem Galaxy S25 Ultra (rechts).
Große Unterschiede zeigen sich auch bei der Nahaufnahme einer Pflanze, die wir mit dem Galaxy S25 Ultra und dem Oppo Find X8 Pro aufgenommen haben. Während die Aufnahme des Oppo-Smartphones insgesamt dunkler, aber wenig kontrast- und detailreich aussieht, strotzt die Aufnahme des Galaxy S25 Ultra nur so vor Details und Farbenreichtum.
Ganz unterschiedlich stellen die Kameras des Galaxy S25 Ultra (rechts) und des Oppo Find X8 Pro (links) die Blüten dar.
Fazit
Mit dem Find X8 Pro feiert Oppo ein solides Comeback auf dem deutschen Markt. Die Fotoqualität war insgesamt gut, auch wenn viele Testaufnahmen durch sehr starke Kontraste und eher blasse Farben auffielen. Besonders beeindruckt haben die Serienaufnahmen der Möwen - sie könnten glatt von einer Systemkamera stammen. Wer jedoch nicht speziell auf herausragende Bewegtaufnahmen angewiesen ist, dürfte mit Modellen wie dem Galaxy S25 Ultra oder dem Galaxy S25+ insgesamt besser beraten sein, insbesondere in Bezug auf Kamera- und Akku- und Ladeleistung.
Die KI-Features hinterlassen zudem einen gemischten Eindruck - teils begeistern sie, teils enttäuschen sie. Der "KI-Editor" zur direkten Bildkorrektur liefert eher mäßige Ergebnisse. Besonders schade ist, dass die KI-gestützte Textbearbeitung derzeit noch keine Unterstützung für die deutsche Sprache bietet - und unklar bleibt, ob sich das in Zukunft ändern wird. Dafür sorgt das bereits hierzulande verfügbare AI Studio für viel Spaß, auch wenn die Künstliche Intelligenz nicht immer zuverlässig die Farben der vorgegebenen Fotos übernimmt. Langfristig könnte das "AI Studio" an Reiz verlieren, wenn Oppo nicht regelmäßig neue Filter und Bildmontage-Optionen nachliefert.
Oppo Find X8 Pro
Transparenzhinweis: Das Testgerät wurde vom Hersteller bereitgestellt und nach dem Test zurückgeschickt.
Sagt euch nicht zu? Ihr sucht nach passenden Alternativen? Eine umfangreiche Liste an Oppo Find X8 Pro-Alternativen halten wir für euch in unserer Smartphone-Übersicht bereit.
Oppo Find X8 Pro: Datenblatt
Hier findet ihr die technischen Daten zu Oppo Find X8 Pro. Größe, Gewicht und andere Eigenschaften könnt ihr so problemlos mit anderen Produkten vergleichen.
| Prozessor | MediaTek Dimensity 9400 |
| GPU | Immortalis-G925 MC12 |
| RAM | 16 GB |
| Akku-Kapazität | 5910 mAh |
| Schnellladen | ✔ Ja |
| Austauschbar | ✘ Nein |
| Wireless Charging | ✘ Nein |
| Reverse Charging | ✘ Nein |
| Gerätespeicher | 512 GB |
| Hauptkamera (Rückseite) | 50 MP |
| Hauptkamera-Auflösung | 8120 x 6180 Pixel |
| Videoaufnahme | 3840 x 2160 Pixel |
| Brennweite | 24 mm |
| Zweiter Bildsensor | 50 MP |
| Dritter Bildsensor | 50 MP |
| Vierter Bildsensor | 50 MP |
| Autofokus | ✔ Ja |
| Digitaler Zoom | ✔ Ja |
| Blitzlicht | LED |
| Frontkamera | 32 MP |
| Höhe | 162,27 mm |
| Breite | 76,67 mm |
| Tiefe | 8,34 mm |
| Gewicht | 215 g |
| Display-Auflösung | 1264 x 2780 Pixel |
| Display-Diagonale | 6,78 Zoll |
| Display-Pixeldichte | 450 ppi |
| Display-Typ | AMOLED |
| SIM-/ Speicher-Karten-Format, Anzahl der Slots | Nano-SIM (4FF - Fourth Form Factor-Karte, seit 2012, 12.30 x 8.80 x 0.67 mm) |
| Dual-SIM | ✔ Ja |
| Bluetooth | 5.4 |
| WiFi | 802.11a (IEEE 802.11a-1999), 802.11b (IEEE 802.11b-1999), 802.11g (IEEE 802.11g-2003), 802.11n (IEEE 802.11n-2009), 802.11n 5GHz, 802.11ac (IEEE 802.11ac), Wi-Fi 6 (IEEE 802.11ax), Wi-Fi 7 (IEEE 802.11be), Wi-Fi Hotspot, Wi-Fi Direct, Wi-Fi Display |
| LTE | LTE-FDD 700 (B12), LTE-FDD 700 (B17), LTE-FDD 700 (B28), LTE-FDD 800 (B20), LTE-FDD 850 (B5), LTE-FDD 850 (B18), LTE-FDD 850 (B19), LTE-FDD 850 (B26), LTE-FDD 900 (B8), LTE-FDD 1700 (B4), LTE-FDD 1700 (B66), LTE-FDD 1800 (B3), LTE-FDD 1900 (B2), LTE-FDD 2 |
| 5G | ✔ Ja |
| GPRS | ✔ Ja |
| HSDPA | ✘ Nein |
| HSUPA | ✘ Nein |
| EDGE | ✔ Ja |
| GSM | 850 (B5), 900 (B8), 1800 (B3) MHz |
| IrDA | ✔ Ja |
| USB | USB Type-C |
| Kopfhöreranschluss | ✘ Nein |
| Fingerabdruckscanner | ✔ Ja |
| NFC | ✔ Ja |
| GPS | ✔ Ja |
| Glonass | ✔ Ja |
| BeiDou | ✔ Ja |
| Kompass | ✔ Ja |
| Radio | ✘ Nein |
| Beschleunigungssensor | ✔ Ja |
| Näherungssensor | ✔ Ja |
| Umgebungslichtsensor | ✔ Ja |