iPhone 15 im Test: Das ist gut, das nervt
Das iPhone 15 ist viel günstiger als das iPhone 15 Pro. Wie schlägt sich das Einsteiger-Smartphone von Apple im Alltag? Das klärt der Test.
iPhone 15 (Plus) im Test
Auch die Basis ist premium
Gute Kamera, starker Prozessor, helles Display: Das iPhone 15 ist ein tolles Alltagssmartphone. Aber nur dann, wenn ihr die Pro-Modelle ausblendet. Für 250 Euro Aufpreis gibt es mehr Zoom und mehr Speed beim endlich vorhandenen USB-C-Anschluss. Ein Always-on-Display und weitere Annehmlichkeiten packt Apple dann ebenfalls mit dazu. Aber versprochen: Auch mit dem iPhone 15 werdet ihr glücklich!
Das hat uns gefallen
- Hochwertig verarbeitet
- Immer leistungsbereit
- Gute Kamera
- USB-C-Anschluss
- Dynamic Island statt Notch
Das hat uns nicht gefallen
- Kein Always-on-Display
- Keine Speichererweiterung möglich
- Kamera ohne Makro-Funktion
- USB-Anschluss langsam
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Wer die Dynamic Island des iPhone 14 Pro noch nicht kennt, wird für kurze Zeit seine Freude haben. Ansonsten ist das iPhone 15 ein Apple-Smartphone par excellence. Unauffällig aber edel. Anschmiegsam ohne anzuecken. Teuer aber kein Hightech. Überaus vertraut. Wer kauft so etwas? Ihr vielleicht?
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Das iPhone 15 - uns liegt es für diesen Test in der Farbe Schwarz vor - ist das aktuell günstigste iPhone 15. Mit 128 Gigabyte Speicherkapazität und 6,1 Zoll großem Display kostet es beim Hersteller 949 Euro.
Inhalt
Es teilt sich die technische Basis mit dem iPhone 15 Plus, das zum Preis von mindestens 1.099 Euro ein 6,7-Zoll-Display und einen größeren Akku und damit eine länger Akkulaufzeit bietet, ansonsten aber baugleich ist.
Gut: Viele Features stammen vom iPhone 14 Pro (Max)
Apple hat dem Basis-iPhone einige Ausstattungsdetails der Top-Modelle des 2022er-Jahrganges spendiert. So kommt das iPhone 15 mit der so genannten Dynamic Island, der variablen Notch, die je nach Bildschirminhalt anders aussieht und an die wir uns im vergangenen Jahr sehr schnell gewöhnt haben. Mehr noch - wir wollen die Dynamic Island im Alltag nicht mehr missen. Schön, dass Apple sie jetzt zum iPhone-Standard gemacht hat.
Leistung hat das iPhone 15 stets zur Genüge. Der A16 Bionic Chip (6-Core CPU, 5-Core GPU, 16-Core Neural Engine) stammt ebenfalls aus dem iPhone 14 Pro (Max) aus dem Vorjahr. Übersetzung für Menschen, die sich nicht täglich mit Benchmarks und Leistungsvergleichen auseinandersetzen: Das iPhone 15 hat genügend Power. Immer. Und noch für lange Zeit. Streicht eventuell vorhandene Zweifel jetzt von eurer Bedenkenliste.
Wer ein iPhone hat, bekommt zudem außerordentlich lange Unterstützung in Form von Sicherheits- und Software-Updates (in der Regel 6 Jahre). Hier macht Apple keine Unterschiede zwischen Pro und Basis. Hoffentlich bleibt das so.
Eigentlich gut: Knackiges, aber lahmes Display
Ja, das iPhone 15-Display bietet nur eine Bildwiederholrate von 60 Hertz. Das ist vor allem mit Blick auf Konkurrenz und Preisschild unterdurchschnittlich, eines 1.000-Euro-Smartphones unwürdig. Wir verstehen den Ärger, die Häme, die nach der Vorstellung der neuen Generation durchs Dorf waberte. Kennen wir aber auch schon. Wenn es um Apple geht, regt irgendwas immer irgendwen auf.
Dabei ist die geringe Bildwiederholrate im Alltag kein Showstopper. Wir nutzen parallel das ebenfalls neue iPhone 15 Pro Max (Testbericht) mit 120-Hertz-Bildschirm. Halten wir beide iPhone-Modelle nebeneinander und scrollen eine Webseite, ruckelt es links (iPhone 15) deutlich mehr als rechts (iPhone 15 Pro Max). Aber stört euch dieser Umstand wirklich?
Fast wie mit einer Actioncam: Im Video seht ihr eine Testaufnahme im Actionmodus mit dem iPhone 15. Beachtet, wie gut die Bildstabilisierung klappt, obwohl der Filmende dabei joggt.
Eher störend ist die niedrige Hertz-Zahl beim Spielen von Spielen oder auch beim Betrachten von Filmen. Und schade auch, dass die dynamische Anpassung der Bildschirmrate zum Stromsparen wiederum ein Trick ist, der den teuren Apple-Smartphones vorbehalten bleicht. Wer also in Sachen Display das Maximum will, muss nach wie vor zu den Pro-Modellen greifen.
Aber auch das iPhone 15-OLED-Display verwöhnt mit leuchtenden, nicht übertrieben wirkenden Farben, sattem Kontrast, feiner Auflösung und guten Blickwinkeln. Es strahlt uns mit bis zu 2.000 Nits Spitzenhelligkeit im Freien genauso hell an, wie die iPhone 15 Pro-Anzeige, was uns echt überrascht hat.
Fürs iPhone 15 Pro brauchte ich eine Schutzhülle und griff zur Original-Hülle in Fine Woven/Feingewebe von Apple. Mein Fazit nach zwei Monaten Dauernutzung.
Regelrecht genervt sind wir von dem Umstand, dass das iPhone 15-Display keinen Always-on-Modus bietet. Technisch gibt es hierfür keine sinnvolle Erklärung, sodass wir davon ausgehen müssen, dass Apple hier pure Politik betreibt und das Alway-on-Display zu einem Pro-Feature erklärt. Selbst günstigste Android-Smartphones bieten dabei längst diese Funktion. Wirklich, das nervt!
Wechsel auf USB-C
Freiwillig hat sich Apple vom bekannten Lightning-Anschluss sicherlich nicht verabschiedet. Egal ob politischer Wille (EU-Regelung) oder nicht - wir begrüßen den USB-C-Anschluss am unteren Gehäuserand. Selbst wenn das unter Umständen den Kauf von neuem Zubehör bedingt. Ein Ladegerät gehört nicht zum Lieferumfang, wohl aber ein USB-C auf USB-C-Kabel.
Wieder so ein Apple-Ding: Bei den Basis-Modellen beschränkt Apple den Datendurchsatz des USB-2-Anschlusses auf maximal 480 Mbit in der Sekunde. Der praktisch gleiche Anschluss bringt es im iPhone 15 Pro (Max) auf satte 10 Gbit pro Sekunde. Aber ähnlich wie beim Display stört dieser Umstand eigentlich nur, wenn man ihn sich vor Augen führt.
Es sei denn, ihr transferiert des öfteren große Mengen an Bildern und Videos per USB-Kabel zwischen iPhone und MacBook, dann ergibt das schnellere Pro-Modell definitiv Sinn für euch. Doch ein Großteil der iPhone 15-Käufer wird dies per Cloud-Backup im Hintergrund bewerkstelligen.
Leistung und Akkulaufzeit
Wie bereits erwähnt, sorgt im iPhone 15 und iPhone 15 Plus Apples selbst entwickelter A16 Bionic-Prozessor für den Antrieb. Im Testzeitraum kam nie der Wunsch nach mehr Leistung auf. Im App Store finden sich nur wenige Anwendungen, die die Leistung des Prozessors voll ausschöpfen.
Einer der iPhone-Stärken ist ja das gute Zusammenspiel zwischen Hardware und Software, was auch für das iPhone 15 und iOS 17 gilt. App öffnen, schließen, spielen, surfen, Musik hören, Foto aufnehmen, Video bearbeiten - all das geht wunderbar flüssig von der Hand. Selbst NBA 2K24, eines der aktuellen Top-Spiele in Apple Arcarde, läuft auf dem "Einsteiger-iPhone" flüssig.
iPhone 15 und iPhone 15 Plus - Bilder von der Keynote
Den subjektiv guten Geschwindigkeitseindruck untermauern die durchgeführten Benchmarktests, etwa unter Geekbench 6. Hier erzielt das iPhone 2.623 Single Core- und 5.988 Multi Core-Punkte. Gute Werte! Das zeigt auch der direkte Vergleich zum iPhone 15 Pro Max (2.891 / 6.671 Punkte).
Nicht ganz so überragend fällt die Akkulaufzeit aus. Das Wichtigste: Über den Tag kamen wir im Testzeitraum meistens. Nur wer viel spielt, surft, Videos schaut, muss zwischendrin nachladen. Das klappt beim iPhone 15 auch drahtlos und natürlich wird auch Apples MagSafe-Zubehör unterstützt.
Kameras
Beim Blick auf die Rückseite fällt uns zunächst das Finish auf, das Apple verwendet. Die samtweiche Oberfläche und der Aluminiumrahmen fühlen sich nicht ganz so hochwertig wie der Titanrahmen der Pro-Modelle an, kommen aber sehr nah dran.
Den restlichen Anblick sind Apple-Kunden längst gewohnt. Der Hersteller verbaut eine Dual-Kamera auf einer kleinen Insel, in der auch das LED-Blitzlicht eingelassen ist. Der praktische Lidar bleibt den Pro-Modellen vorbehalten.
iPhone 15 - Testbilder der Hauptkamera
Doch der Schein trügt, die Kameras haben eine mächtige Aufwertung erfahren. Die Sensorauflösung steigt ums Vierfache, von vormals 12 auf nun 48 Megapixel. 4K-Videoaufnahmen sind nun mit 60 Einzelbildern in der Sekunde und im so genannten Action Modus möglich. Die butterweiche Bildstabilisierung fühlt sich beim Filmen dann doch irgendwie nach Pro an, wobei ein fehlender Makro-Modus uns schnell auf den Boden der Tatsachen zurückholt (siehe auch Beispiele in der Mediengalerie).
Im Fotoalltag aber unserer Meinung nach noch wichtiger ist der nun endlich vorhandene optische, zweifache Zoom. Klar, mehr wäre schön gewesen (das iPhone 15 Pro zoomt jetzt optisch bis zu 5fach), aber im Vergleich zum iPhone 14 ist dies dennoch ein guter Fortschritt.
Derart ausgestattet ist die iPhone-Kamera mehr als nur schnappschusstauglich. Die Bilder sehen am Rechner, am großen Monitor gut aus. Uns gefallen vor allem die natürlichen Farben, die andere Smartphone jetzt gerade im Herbst zum Teil deutlich überzeichnen. Nicht so das iPhone 15, das auch in der Dämmerung dank Nachtmodus sehr gute Ergebnisse erzielt. Das speicherhungrige ProRAW-Fotoformat gibt es beim günstigen iPhone nicht - es dürften aber nur wenige vermissen.
Multimedia
Das iPhone 15 hat zwei gute Lautsprecher. Im direkten Vergleich zum iPhone 15 Pro Max fällt lediglich der beim großen iPhone stärker wahrnehmbare Stereo-Effekt auf. Kunststück - schließlich liegen die Speaker auch räumlich weiter voneinander entfernt.
Die Maximallautstärke ist hoch, zum Übersteuern kommt es nicht, sodass das iPhone auch gut mal ohne angeschlossene Kopfhörer funktioniert. Einen Filmabend würden wir aber nur mit Kopfhörern genießen wollen. Dann wird auch Dolby Atmos und 3D-Audiowiedergabe unterstützt.
Das ist uns sonst noch aufgefallen
- Das iPhone 15 unterstützt neben Bluetooth 5.3, 5G und NFC den WLAN 6-Standard. WiFi 6E bleibt dem teuren iPhone 15 Pro-Modellen vorbehalten.
- Ein neuer Ultrabreitbandchip (UWB) ermöglicht genaueres Orten von AirTags und anderen Apple-Geräten.
- Das iPhone 15 unterstützt Notruf über Satellit und hat eine eingebaute Unfallerkennung.
iPhone 15 Pro (Max) als Alternative?
Für rund 200 Euro mehr gibt es das iPhone 15 Pro bei Apple. Im Test des iPhone 15 Pro Max gefällt uns vor allem die deutlich bessere Kamera richtig gut. Der 5x optische Zoom holt viele Details ganz nah ran und auch die Akkulaufzeit überzeugt. Die Pro-Modelle bieten sich daher in erster Linie als Alternative zum iPhone 15 an.
iPhone 15 (Plus)
Transparenzhinweis: Das iPhone 15 wurde uns von Apple leihweise zur Verfügung gestellt. Nach Ablauf der Leihfrist wird es dem Hersteller wieder übergeben, der es recycelt oder als Refurbished-Modell zum Verkauf anbietet.
Handytarife mit iPhone 15 (Plus)
Die günstigste Variante an ein Tablet oder Handy zu kommen bleibt in der Regel das Bundle aus Handytarif und Gerät. Steht bei euch ein Tarifwechsel an, solltet ihr daher einen Blick auf die Angebote der Provider werfen. Auch wenn die monatlichen Kosten des Tarifs dadurch steigen, in Kombination mit einem Neugerät könnt ihr am Ende bares Geld sparen.
iPhone 15 (Plus): Die besten Alternativen
Sagt euch nicht zu? Ihr sucht nach passenden Alternativen? Nachfolgend findet ihr die besten iPhone 15 (Plus)-Alternativen.
Zudem empfehlen wir euch einen Blick in unsere Smartphone-Bestenlisten. Vergleichbare Produkte findet ihr beispielsweise in der Bestenliste "Top-Smartphones von Apple, Samsung und Google im Vergleich: Das ist das beste Handy 2024"
iPhone 15 (Plus): Datenblatt
Hier findet ihr die technischen Daten zu iPhone 15 (Plus). Größe, Gewicht und andere Eigenschaften könnt ihr so problemlos mit anderen Produkten vergleichen.
| Prozessor | Apple A16 Bionic APL1W10 |
| GPU | Apple GPU |
| RAM | 6 GB |
| Akku-Kapazität | 3349 mAh |
| Schnellladen | ✘ Nein |
| Austauschbar | ✘ Nein |
| Wireless Charging | ✔ Ja |
| Reverse Charging | ✔ Ja |
| Gerätespeicher | 128, 256, 512 GB |
| Hauptkamera (Rückseite) | 48 MP |
| Hauptkamera-Auflösung | 8000 x 6000 Pixel |
| Videoaufnahme | 3840 x 2160 Pixel |
| Brennweite | 26 mm |
| Zweiter Bildsensor | 12 MP |
| Autofokus | ✔ Ja |
| Digitaler Zoom | ✔ Ja |
| Blitzlicht | Dual-LED |
| Höhe | 147,6 mm |
| Breite | 71,6 mm |
| Tiefe | 7,8 mm |
| Gewicht | 171 g |
| Display-Auflösung | 1179 x 2556 Pixel |
| Display-Diagonale | 6,1 Zoll |
| Display-Pixeldichte | 461 ppi |
| Display-Typ | OLED |
| SIM-/ Speicher-Karten-Format, Anzahl der Slots | eSIM, Nano-SIM (4FF - Fourth Form Factor-Karte, seit 2012, 12.30 x 8.80 x 0.67 mm) |
| Dual-SIM | ✔ Ja |
| Bluetooth | 5.3 |
| WiFi | 802.11a (IEEE 802.11a-1999), 802.11b (IEEE 802.11b-1999), 802.11g (IEEE 802.11g-2003), 802.11n (IEEE 802.11n-2009), 802.11n 5GHz, 802.11ac (IEEE 802.11ac), Wi-Fi 6 (IEEE 802.11ax), Dual band, Wi-Fi Hotspot |
| LTE | LTE-FDD 700 (B12), LTE-FDD 700 (B13), LTE-FDD 700 (B14), LTE-FDD 700 (B17), LTE-FDD 700 (B29), LTE-FDD 800 (B20), LTE-FDD 850 (B5), LTE-FDD 850 (B18), LTE-FDD 850 (B19), LTE-FDD 850 (B26), LTE-FDD 900 (B8), LTE-FDD 1700 (B4), LTE-FDD 1800 (B3), LTE-FDD 19 |
| 5G | ✘ Nein |
| GPRS | ✔ Ja |
| HSDPA | 42,2 Mbit |
| HSUPA | 42,2 Mbit |
| EDGE | ✔ Ja |
| GSM | 850 (B5), 900 (B8), 1800 (B3), 1900 (B2) MHz |
| IrDA | ✘ Nein |
| USB | USB Type-C |
| Kopfhöreranschluss | ✘ Nein |
| Fingerabdruckscanner | ✘ Nein |
| NFC | ✔ Ja |
| GPS | ✔ Ja |
| Glonass | ✔ Ja |
| BeiDou | ✘ Nein |
| Kompass | ✔ Ja |
| Radio | ✘ Nein |
| Beschleunigungssensor | ✔ Ja |
| Näherungssensor | ✔ Ja |
| Umgebungslichtsensor | ✔ Ja |
| SAR-Wert Körper | 0,98 W/Kg |
| SAR-Wert Kopf | 0,98 W/Kg |