OLED Fernseher Test 2026: Ändern die neuen Modelle von LG und Samsung alles?

OLED-Fernseher von LG, Panasonic, Philips, Samsung & Co. ab etwa 750 Euro

OLED-Fernseher sind wegen ihrer herausragenden Bildqualität beliebt. Wie gut sind die aktuellen Modelle? Lohnt der Griff zu den neuen Flaggschiffen von LG und Samsung? Unser großer Test verrät es.

Die aktuelle Generation OLED-Fernseher liefern eine Bildqualität, von der wir vor 10 Jahren noch nicht zu träumen wagten: Mit lebendigen Farben, perfekt tiefem Schwarz und klarer Detailauflösung selbst in schnellen Bewegungen. Ganz egal, ob Filme oder Serien auf dem Programm stehen, Sport-Übertragungen oder Computerspiele, OLED-TVs haben prinzipielle Vorteile gegenüber LCD-Modellen. Und damit auch gegenüber allen LCD-Abwandlungen von LED über QLED bis Mini-LED. Längst sind bei OLED-Fernsehern auch die Preise attraktiv: In unserem Test geht es ab etwa 750 Euro los - für Fernseher mit der Testnote "sehr gut" wohlgemerkt.

Alt gegen neu

Von einigen Herstellern sind derzeit zwei Fernseher-Generationen gleichzeitig auf dem Markt: Brandneue aus dem Modelljahr 2026 und Auslaufmodelle aus 2025. Die Unterschiede in Ausstattung und Leistung sind in der Regel nur minimal, die Preisunterschiede dagegen erheblich. Daher rangieren in der Testtabelle oben die 2025er Modelle vorne und sind aufgrund der deutlich günstigeren Preise der bessere Kauf - solange sie noch verfügbar sind.

OLED-Fernseher im Test: Die besondere Bildschirmtechnik ermöglicht strahlende Farben und perfekt tiefes Schwarz.
OLED-Fernseher im Test: Die besondere Bildschirmtechnik ermöglicht strahlende Farben und perfekt tiefes Schwarz. (Quelle: Netzwelt)
  1. Testsieger: Der LG OLED G5 ist der beste OLED-Fernseher
  2. Alternative zum Testsieger: Samsung S95F mit mattem Bildschirm
  3. Preis-Tipp: Der Samsung S85F bietet am meisten fürs Geld
  4. Warum sind OLED-Fernseher im Test überlegen?
  5. Von 42 Zoll bis 97 Zoll: Wie groß sollte der OLED-Fernseher sein?
  6. Welcher OLED-Fernseher hat aktuell die beste Bildqualität?
  7. Wie hell sind OLED-Fernseher im Jahr 2026?
  8. Was bringen Dolby Vision und HDR10+ bei OLED-Fernsehern?
  9. Matt oder glänzend: Was ist besser?
  10. Typisch OLED-TV: Sehr gute Farben aus allen Winkeln
  11. OLED-Fernseher im Test: Technische Daten im Vergleich
  12. Wie gut sind OLED-Fernseher für Gaming geeignet?
  13. OLED-Fernseher: Gaming-Ausstattung im Vergleich
  14. Welcher OLED-Fernseher klingt am besten?
  15. Smart-TV: webOS, Tizen, Fire OS oder Google TV?
  16. Sprachsteuerung mit Alexa, Bixby, Google Assistant & ThinQ
  17. Bedienung: Klassisch bei Metz, minimalistisch bei Samsung
  18. Wieviel Strom verbrauchen die OLED-Fernseher?
  19. Wie hoch ist die Lebensdauer von OLED-TVs und wie verhindert man Einbrennen?
  20. Fazit: Das ist der beste OLED-Fernseher im Test 2026
  21. LG OLED C5: Die goldene Mitte
  22. Sony Bravia 8 II: Magischer Klang
  23. Philips OLED910: Der beste OLED-TV mit Ambilight
  24. Samsung S90H: Perfekter Bildschirm
  25. LG OLED M5: Fast ohne Kabel
  26. Philips OLED810: Mit Ambilight zum fairen Preis
  27. Philips OLED950: Tolles Bild und Ambilight, aber...
  28. LG OLED B5: Top-Qualität zum fairen Preis
  29. Panasonic Z80B: Preisbrecher mit Alexa
  30. Metz MOD9001: Günstige Alternative
  31. Modellvergleich: Welcher OLED-TV ist der beste für euer Wohnzimmer?
    1. LG OLED G5 vs. Samsung S95F: Die besten OLED-TVs im Vergleich
    2. Philips OLED810 vs. Sony Bravia 8 II: OLED-TVs mit Extras
    3. LG OLED B5 vs Panasonic Z80B: Preisbrecher mit toller Bildqualität
  32. Welcher OLED-Fernseher passt zu mir?
  33. OLED-Fernseher: Häufige Fragen (FAQ)
  34. Testfeld im Überblick

Testsieger: Der LG OLED G5 ist der beste OLED-Fernseher

Der LG OLED G5 überzeugte im Test mit überragender Bildqualität, umfassenden Anschlussmöglichkeiten und modernem Bedienkonzept.
Der LG OLED G5 überzeugte im Test mit überragender Bildqualität, umfassenden Anschlussmöglichkeiten und modernem Bedienkonzept. (Quelle: Netzwelt)

Der LG OLED G5 landete aufgrund seines geradezu unverschämt günstigen Preises auf Platz eins vor der teureren Konkurrenz mit gleicher Note. Die Bildqualität gehört zum Besten, was derzeit zu bekommen ist, mit der Tonqualität lässt sich gut leben und die Ausstattung mit Anschlüssen und Apps ist nahezu lückenlos.

LG OLED G5
LG OLED G5
  • Note: 1,1
  • Preis (zum Testzeitpunkt): 1599 Euro
  • Getestete Größe: 65 Zoll, 164 cm
  • Weitere Größen (in Zoll): 55, 77, 83, 97
  • Bildschirmtechnik: Tandem WOLED
Zum Angebot

Trotz des Funktionsumfangs ist die Bedienung schnell gelernt, zumal das Menü zahlreiche Hilfen und Erläuterungen bietet. Und nicht unwichtig: Der superflache OLED G5 sieht an die Wand gehängt auch ausgeschaltet gut aus. Der brandneue Nachfolger LG OLED G6 kostet sehr viel mehr und bietet in erster Linie Vorteile bei HDR-Wiedergabe. Da legt er bei der Maximalhelligkeit und Farbsättigung erstaunlich zu, wie ihr hier ausführlich nachlesen könnt: LG OLED G6 im Test

Der ebenfalls ganz neue LG OLED W6 bietet die Technik des G6 in einem extrem flachen Design. Der W6 ist nur einen Zentimeter dünn, möglich wird das durch die Anschlüsse in einer separaten Box. Diese Zero-Connect-Box funkt Bild und Ton zum Bildschirm, den es leider nur in 77 und 83 Zoll gibt. Alle Details zum wohl schönsten Fernseher erfahrt ihr hier: LG OLED W6 im Test

Alternative zum Testsieger: Samsung S95F mit mattem Bildschirm

Der Samsung S95F liegt in der Testnote gleichauf mit dem Testsieger, ist aber etwas teurer - auch bei gleicher Bildgröße.
Der Samsung S95F liegt in der Testnote gleichauf mit dem Testsieger, ist aber etwas teurer - auch bei gleicher Bildgröße. (Quelle: Netzwelt)

Der Samsung S95F kam im Test insgesamt auf die gleiche Note und steht wegen des etwas höheren Preises auf Platz zwei. Die Besonderheit: Der Bildschirm ist hervorragend entspiegelt, damit eignet sich der S95F sehr gut für helle Räume und Einsatz bei Tageslicht.

Samsung S95F
Samsung S95F
  • Note: 1,1
  • Preis (zum Testzeitpunkt): 2549 Euro
  • Getestete Größe: 77 Zoll, 195 cm
  • Weitere Größen (in Zoll): 55, 65
  • Bildschirmtechnik: QD-OLED
Zum Angebot

Sehr praktisch ist außerdem die separate Box mit den Anschlüssen. Die kann mitsamt Kabelsalat in einem Schrank verschwinden, zum Bildschirm führt nur ein sehr dezentes Kabel. Das macht die Wandmontage sehr einfach. Erstaunlich ist der volle und saubere Klang, solange man nicht zu laut aufdreht. Die smarte Ausstattung ist typisch Samsung und mehr als komplett. Auch hier ist gleichzeitig schon der Nachfolger auf dem Markt und derzeit noch deutlich teurer. Doch mit praktisch gleicher Ausstattung und Technik bleibt der 95er einer der attraktivsten Fernseher auf dem Markt. Mehr dazu: Samsung S95H im Test

Preis-Tipp: Der Samsung S85F bietet am meisten fürs Geld

Mit dem Samsung S85F gibt es OLED-Bildqualität zum verführerischen Preis.
Mit dem Samsung S85F gibt es OLED-Bildqualität zum verführerischen Preis. (Quelle: Netzwelt)

Der Samsung S85F wartet mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis auf: Sein OLED-Bildschirm liefert makellose Farben und perfekten Kontrast zu einem Preis, zu dem LCD-Modelle weniger atemberaubende Bilder zeigen. So konnte das Schwestermodell Samsung QN90F im Test zwar in hellen Räumen mit mehr Brillanz und besserer Entspiegelung punkten, am Abend liefert aber der S85F das bessere Heimkino-Erlebnis.

LG OLED W6
LG OLED W6
  • Note: 1,2
  • Preis (zum Testzeitpunkt): 4799 Euro
  • Getestete Größe: 77 Zoll, 195 cm
  • Weitere Größen (in Zoll): 83
  • Bildschirmtechnik: Tandem WOLED
Zum Angebot

Die Ausstattung ist Samsung-typisch sehr umfangreich mit Schwerpunkt auf Vernetzung, Streaming-Funktionen und umfangreichen KI-Extras. Trotzdem geht die Bedienbarkeit in Ordnung, nicht zuletzt dank der handlichen Fernbedienung.

Warum sind OLED-Fernseher im Test überlegen?

Die Bezeichnung OLED-Fernseher weist auf den Bildschirmtyp hin. Ganz grob betrachtet gibt es bei TV-Panels aktuell zwei Varianten: LCD und OLED. LCD ist deutlich weiter verbreitet und umfasst die Abwandlungen LED, QLED, Mini-LED und einige mehr. LCD-TVs lassen sich sehr günstig und in beliebigen Größen herstellen. OLED-Bildschirme können tieferes Schwarz darstellen und damit höheren Kontrast. Sie sind außerdem in der Herstellung teurer und für Fernseher in weniger Größen verfügbar.

LCD (links) gegen OLED: Rechts ist das Bild deutlich kräftiger und kontraststärker.
LCD (links) gegen OLED: Rechts ist das Bild deutlich kräftiger und kontraststärker. (Quelle: Netzwelt)
Technik-Info OLED

OLED ist die Abkürzung für organische LEDs, das wiederum sind Leuchtdioden aus Kohlenstoffverbindungen. Stellt Euch auf dem Bildschirmglas ein superfeines Gitter aus Millionen Leiterbahnen und Schaltern (Transistoren) vor. Das ist mit der organischen Leuchtsubstanz überzogen. Wo einer der Transistoren den Strom freigibt, leuchtet ein Bildpunkt. Über die Stromstärke kann der Bildschirm für jedes Pixel präzise die erforderliche Helligkeit regeln. Abgeschaltete Pixel zeigen perfektes Schwarz - das ist die große Stärke von OLED-Bildschirmen.

Von 42 Zoll bis 97 Zoll: Wie groß sollte der OLED-Fernseher sein?

Wie bei allen Fernsehern gilt auch bei OLED-TVs: Die ideale Bildschirmgröße ist etwa die Hälfte des Betrachtungsabstands. Also Zollstock raus und die Distanz zwischen TV-Möbel oder Wand und Lieblingssessel nachmessen - auf ein paar Zentimeter kommt es dabei nicht an. Umgemünzt auf die verfügbaren Bildschirmgrößen ergeben sich daraus folgende Richtwerte:

55-Zoll-Fernseher wie der Metz 55MOD9001 passen mit etwa 1,23 Metern Breite in viele Wohnzimmer.
55-Zoll-Fernseher wie der Metz 55MOD9001 passen mit etwa 1,23 Metern Breite in viele Wohnzimmer. (Quelle: Netzwelt)

Alle OLED-Fernseher in diesem Test sind jeweils in mehreren Größen verfügbar, am häufigsten in 55 und 65 Zoll. Die Testtabelle ganz oben nennt neben der getesteten Bildschirmgröße zusätzlich die darüber hinaus erhältlichen Varianten der jeweiligen Modellreihen. Abgesehen von der Größe ist die Technik jeweils identisch, qualitative Unterschiede bewegen sich im Rahmen der Serienstreuungen. Daher lassen sich alle Testaussagen auch auf die jeweils anderen genannten Größen übertragen. Ausnahmen sind die kleinsten Modelle mit 42 und 48 Zoll, die meist mit etwas geringerer Maximalhelligkeit aufwarten. Trotz gleicher Bildschirmtechnik weisen die Testkandidaten erhebliche Unterschiede auf:

Welcher OLED-Fernseher hat aktuell die beste Bildqualität?

Das Rennen an der Spitze ist 2026 extrem eng. Der neue LG OLED G6 sichert sich dank „Hyper Radiant Color Tech“ und einer gesteigerten großflächigen Helligkeit (+42 % im Vergleich zum Vorgänger) einen Platz an der Spitze unserer Bestenliste. Ähnlich knackige und brillante Bilder zeigt der neue Samsung S99H, der bei voll gesättigten Farben sogar noch etwas mehr Kraft entfaltet. Der Abstand zu den Vorgängermodellen fällt im Alltag allerdings nicht groß aus, weil sie vor allem mit HDR-Material und weniger bei normalem Fernsehen zur Geltung kommen. Daher sind die inzwischen deutlich günstigeren LG OLD G5 und Samsung S95F aktuell der bessere Kauf und in unserer Bestenliste mit gleicher Note auf Platz 1 und 2.

Fast jeder Fernseher betroffen: Diese Einstellung ruiniert euer TV-Bild
Fast jeder Fernseher betroffen: Diese Einstellung ruiniert euer TV-Bild So optimiert ihr ganz einfach die Bildeinstellungen

Euer Fernseher kann mehr, als er auf den ersten Blick zeigt. Wir zeigen euch für alle großen TV-Marken, wie ihr die Bildqualität ganz einfach verbessert.

Generell sind bei Nachrichten, Fußball und TV-Krimis nur schwer handfeste Unterschiede in der Bildqualität zwischen den OLED-Fernsehern auszumachen. Mal ist das Himmelblau eine Nuance satter, ein anderes mal blasser oder der Fußballrasen sieht mal etwas mehr und ein anderes mal etwas weniger gedüngt aus. Das Spiegeln auch unsere objektiven Messungen von Helligkeitsverläufen, Schwarzdarstellung und Farbabweichungen mit Messgeräten, Testbildgenerator und mit der Software Portrait Displays Calman wider: Da leistete sich keins der getesteten Modelle einen Schnitzer.

Bildschirmvarianten WOLED und QD-OLED

Beim Blick auf die Pixel zeigen sich zwei Varianten: Die meisten OLED-Fernseher setzten die Bilder aus roten, grünen, blauen und weißen Bildpunkten zusammen. Daraus können sie beliebige Farben mischen, die weißen Subpixel steigern die Maximalhellgikeit. Letztere lasse in Extremfällen aber die Farben etwas ausbleichen. Daraus leitet sich zudem die Abkürzung WOLED ab, einziger Bildschirmhersteller ist LG Display. Sogenannte QD-OLED-Bildschirme steigern ihre Leuchtkraft mit Nano-Partikeln, sogenannten Quantum Dots. So können sie zugunsten der Farbbrillanz auf die weißen Subpixel verzichten. Nachteil hier: Farbsäume an kontraststarken Kanten im Bild - bei Excel-Tabellen eher sichtbar als in Filmen. Einziger Hersteller von QD-OLED-Bildschirmen ist Samsung.

In unserem Test der OLED-Fernseher untermauerten Messungen mit Colorimeter und Portrait Displays Calman Software die sichtbaren Qualitätsunterschiede.
In unserem Test der OLED-Fernseher untermauerten Messungen mit Colorimeter und Portrait Displays Calman Software die sichtbaren Qualitätsunterschiede.

Wie hell sind OLED-Fernseher im Jahr 2026?

Die besten OLED-TVs sind mehr als hell genug und schaffen zum Teil über 4.000 Nits (gleichbedeutend mit Candela pro Quadratmeter). Die Zeiten, in denen OLED-Fernseher für tageslichtdurchflutete Räume zu dunkel waren, sind also endgültig vorbei. Spitzenreiter war in unserem Test der LG OLED G6 mit 3.350 Nits bei kleinen Spitzlichtern (z. B. Explosionen oder Lichtreflexionen), mit kühlerer Farbabstimmung waren im Labor sogar Spitzenwerte von bis zu 4.737 Nits messbar. Dahinter folgen der Samsung S95F und der LG OLED G5 mit deutlich über 2.000 Candela. Samsung schwört dabei wie bei seinen QLED-LCDs auf farbverstärkende Nanopartikel (Quantum Dots), LG verpasst dem G6 und G5 innerhalb des OLED-Panels eine zusätzliche Leuchtschicht (Tandem-OLED). Das Ergebnis in allen Fällen: Atemberaubende Bilder. Besser zeigen derzeit keine anderen Fernseher, welche visuelle Wucht in gut produzierten Filmen, Serien oder Computerspielen steckt.

Der LG OLED C5 zählt zu den Fernsehern mit der besten Bildqualität überhaupt.
Der LG OLED C5 zählt zu den Fernsehern mit der besten Bildqualität überhaupt.

Beachtlich aufgeholt aber auch das preisliche Mittelfeld in unserem Test. Bereits der LG OLED C5 knackte mit 1.125 Candela pro Quadratmeter die magische 1.000er-Grenze, die nur wenige HDR-Inhalte überschreiten. Dementsprechend kann der C5 das meiste ungebremst mit voller Brillanz darstellen. Der Philips OLED810 und der Sony Bravia 8 II (K-65XR8M2) liegen mit rund 1.600 Nits etwas darüber. Spannend dabei: Beide nutzen unterschiedliche OLED-Varianten: Philips reizt die WOLED-Technik von LG Display maximal aus, extrem helle Farben wie etwa blendende Bremslichter oder lodernde Feuer können im direkten Vergleich etwas blasser aussehen als auf dem Sony mit QD-OLED-Panel von Samsung.

Der günstige Metz MOD9001 ist mit 395 Nits das Schlusslicht. Die ebenfalls preiswerten LG OLED B5 und Panasonic Z80B leuchteten mit Werten um 600 Candela etwa um die Hälfte heller. In der Praxis macht sich das bei Filmen, Serien und Spielen mit HDR bemerkbar. Diese Abkürzung steht für "High Dynamic Range" und damit für Videoinhalte mit größerem Farb- und Helligkeitsumfang. Die sehen bei glitzerndem Sonnenlicht, bei Scheinwerfern und Explosionen realistischer und lebendiger aus als herkömmliche Produktionen (SDR, Standard Dynamic Range). Auf dem günstigen Metz MOD9001 ist davon nur wenig zu sehen, auf dem LG OLED B5 und dem Panasonic Z80B strahlen schon erkennbar mehr.

LG OLED B5 Calman Gamut Rings
Samsung S95F Calman Gamut Rings

LG OLED B5 und Samsung S95F im Vergleich: Die Diagramme zeigen das sogenannte Farbvolumen, jede ringförmige Markierung repräsentiert eine Helligkeitsstufe. Beim günstigen LG mit seinem WOLED-Panel bleichen mit zunehmender Helligkeit Farben aus, das sind die grauen Bereiche im Diagramm. Der Samsung lässt mit seinem QD-OLED-Panel Farben bis zur maximalen Helligkeit leuchten.

Was bringen Dolby Vision und HDR10+ bei OLED-Fernsehern?

Wenn HDR-Material hellere Bildbereiche enthält, als ein Bildschirm darstellen kann, muss sie der Fernseher entsprechend dämpfen ("Tonemapping"). Sonst würden sie überbelichtet oder "ausgefressen" aussehen. Der Metz geht dabei besonders vorsichtig zu Werke, seine Darstellung wirkt im Vergleich mild und sanft - sehr gut: Er kann dabei die Verfahren Dolby Vision und HDR10+ zu Hilfe nehmen. Filme und Serien mit Dolby Vision sind bei Streaming-Anbietern wie Netflix, Prime Video und Apple TV+ weit verbreitet - wenn auch oft nur innerhalb der teuersten Abo-Varianten. HDR10+ ist seltener anzutreffen, beide gibt es auch auf UHD-Blu-ray-Disc.

Panasonic und Philips kommen ebenfalls mit beiden HDR-Anpassungen klar, während die OLED-Fernseher von LG und Sony nur Dolby Vision beherrschen. Samsung beschränkt sich auf HDR10+. Schwerwiegend ist der Verzicht auf Dolby Vision in diesem Fall nicht, weil der sehr leistungsfähige QD-OLED-Bildschirm die entsprechende Anpassung kaum braucht.

Die meisten OLED-Fernseher im Test können HDR mit Dolby Vision wiedergeben, im Bild der Philips OLED810.
Die meisten OLED-Fernseher im Test können HDR mit Dolby Vision wiedergeben, im Bild der Philips OLED810. (Quelle: Netzwelt)

Matt oder glänzend: Was ist besser?

Das kommt auf die jeweilige Situation an: Ein matter Bildschirm wie bei den Samsung OLED-Fernsehern S95F, S90H, S95H und S99H ist in heller Umgebung besser, weil er störende Spiegelungen verschwimmen lässt. Allerdings hellt das Bild bei direktem Lichteinfall auch etwas mehr auf, tiefes Schwarz sieht dann dunkelgrau aus. Glänzende Bildschirme behalten in heller Umgebung ihre knackigen Farben und Schwarz wirkt tiefer. Es darf aber keine Lichtquelle direkt gegenüber stehen, auch seitliche Fenster können kritisch sein. Gut entspiegelt sind die meisten glänzenden OLEDs dennoch, besonders gut der neue LG OLED G6 („Reflection Free Premium“).

Der Samsung S95F ist hervorragend entspiegelt, die Reflexion der Handy-Taschenlampe ist nur als matter Lichtklecks zu sehen.
Der Samsung S95F ist hervorragend entspiegelt, die Reflexion der Handy-Taschenlampe ist nur als matter Lichtklecks zu sehen. (Quelle: Netzwelt)

Typisch OLED-TV: Sehr gute Farben aus allen Winkeln

Die OLED-Fernseher warten außerdem mit sehr guter Blickwinkelstabilität auf. Wer also seitlich versetzt vor dem Fernseher sitzt, sieht genauso satte und unverfälschte Farben und einen genauso knackigen Kontrast für beinahe dreidimensionale Bildeindrücke mit Sogwirkung. In dieser Disziplin sind die OLED-TVs klar besser als die allermeisten LCD-Konkurrenten.

OLED-Fernseher im Test: Technische Daten im Vergleich

LG OLED 65G57LW Samsung GQ77S95F LG OLED 65G69LS Samsung GQ65S95H Samsung GQ77S99H LG OLED 55C58LA Sony Bravia 8 II 65XR8M2 Philips 55OLED910 Samsung GQ65S90H LG OLED C6 LG OLED65M59LA LG OLED W6 Samsung GQ55S85F Philips 55OLED810 Philips 65OLED950 LG OLED 55B59LA LG OLED B6 Panasonic TV-55Z80B Metz 55MOD9001
Helligkeit (HDR) 2365 cd/m2 2298 cd/m2 2315 cd/m2 2161 cd/m2 2860 cd/m2 1125 cd/m2 1594 cd/m2 2130 cd/m2 1510 cd/m2 1358 cd/m2 2450 cd/m2 2825 cd/m2 787 cd/m2 1193 cd/m2 2162 cd/m2 654 cd/m2 751 cd/m2 592 cd/m2 395 cd/m2
Kontrast 50000:1 50000:1 50000:1 50000:1 50000:1 50000:1 50000:1 50000:1 50000:1 50000:1 50000:1 50000:1 50000:1 50000:1 50000:1 30282:1 50000:1 50000:1 50000:1
Farbtemperatur 6201K 6501K 6450K 6472K 6424K 6442K 6944K 6462K 6464K 6355K 6253K 6540K 6655K 6393K 6189K 6635K 6542K 6479K 6392K
Farbabweichung 1,4 2,1 1,3 0,9 1,2 1,0 1,8 2,5 1,3 1,3 1,5 1,6 1,5 2,7 2,6 1,4 1,6 2,7 3,2
Farbraum (HDR) 99,9% 122% 99,5% 100% 100% 99,0% 100% 99,6% 99,2% 99& 99,8% 99,5% 100% 99,3% 100% 99,6% 98,5% 96% 99,1%
Eingänge 4x HDMI 4x HDMI 4x HDMI 4x HDMI 4x HDMI 4x HDMI 4x HDMI 4x HDMI 4x HDMI 4x HDMI 3x HDMI 4x HDMI 4x HDMI 4x HDMI 4x HDMI 4x HDMI 4x HDMI 3x HDMI 4x HDMI, AV
OLED-Fernseher im Test: Technische Daten
Mit ihren schnellen und kontraststarken Bildschirmen sind OLED-Fernseher absolut Gaming-tauglich.
Mit ihren schnellen und kontraststarken Bildschirmen sind OLED-Fernseher absolut Gaming-tauglich. (Quelle: Netzwelt)

Wie gut sind OLED-Fernseher für Gaming geeignet?

Zu den Stärken von OLED-Fernsehern zählt generell die klare und scharfe Darstellung schneller Bewegungen. Dafür sorgen extrem flinke Pixel-Schaltzeiten sowie Bildwiederholfrequenzen von mindestens 120 Hertz. Entsprechend leistungsfähige Gaming-PCs dürfen bei LG OLED G5 und G6 sowie Samsung S95F, S99H und S90H sogar 165 Hertz zuspielen, der LG OLED C5 und der Philips OLED810 liegen mit 144 Hertz dazwischen. Für Konsolen ist das egal, die liefern ohnehin höchstens 120 Hertz. Variable Bildraten (VRR) sind ebenfalls zulässig, bei LG und Samsung einschließlich G-Sync von Nvidia High-End-Grafikkarten.

Wichtig für Gamer ist außerdem die sogenannte Latenz, gleichbedeutend mit Input Lag. Das ist die Zeit, um die der Fernseher das Bild verzögert. Daraus ergibt sich ein Zeitversatz zwischen einer Aktion am Game-Controller und der sichtbaren Reaktion auf dem Bildschirm. Auch da sind die Unterschiede zwischen den Fernsehern undramatisch: In der Regel um 13 Millisekunden, ein Wimpernschlag dauert rund 10 mal solange. Der Samsung S90H war mit 9 Millisekunden im Test noch etwas flotter.

OLED-Fernseher: Gaming-Ausstattung im Vergleich

LG OLED G5 Samsung S95F LG OLED G6 Samsung S95H Samsung S99H LG OLED C5 Sony Bravia 8 II Philips OLED910 Samsung S90H LG OLED C6 LG OLED M5 LG OLED W6 Samsung S85F Philips OLED810 Philips OLED650 LG OLED B5 LG OLED B6 Panasonic Z80B Metz MOD9001
HDMI 2.1 4x bis 165 Hz 4x bis 165 Hz 4x bis 165 Hz 4x bis 165 Hz 4x bis 165 Hz 4x bis 144 Hz 2x bis 120 Hz 2x bis 144 Hz 4x bis 165 Hz 4x bis 165 Hz 4x bis 144 Hz 4x bis 165 Hz 4x bis 144 Hz 2x bis 144 Hz 2x bis 144 Hz 4x bis 120 Hz 4x bis 144 Hz 2x bis 120 Hz 2x bis 120 Hz
VRR, AMD Freesync ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja
Nvidia G-Sync ja ja ja ja ja ja nein ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja nein nein
Latenz (Input-Lag) 13 ms 10 ms 12 ms 10 ms 10 ms 13 ms 15 ms 13 ms 9 ms 10 ms 15 ms 13 ms 10 ms 13 ms 13 ms 14 ms 10 ms 15 ms 13 ms
Game-Dashboard ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja
OLED-Fernseher: Gaming-Ausstattung im Vergleich

Welcher OLED-Fernseher klingt am besten?

Für Nachrichten, Talkshows oder den Fußball-Kommentar geht die Klangqualität der günstigsten OLED-Fernseher im Test in Ordnung. Der Metz gefiel mit angenehmer Fülle und Wärme, der Panasonic mit klarer und sauberer Sprachwiedergabe. Beides ist bei Fernsehern aus dem preislichen Mittelfeld selten. Ein ganz ähnliches Niveau erreichte der Philips OLED810. Beide erzielen die Klangfülle mit zusätzlichen Basslautsprechern im Heck, eine Soundbar ist nur für gehobene Klangansprüche zwingend - und sollte für merkliche Klangverbesserung ein besseres Modell aber der 300-Euro-Preisklasse sein.

Soundbar Test 2026: 14 Modelle in zwei Preisklassen im großen Vergleich
Soundbar Test 2026: 14 Modelle in zwei Preisklassen im großen Vergleich Soundbars von JBL, Sony, Sonos, Samsung & Co. im Test

Ihr wollt besseren Klang beim Fernsehen? Dann ist eine Soundbar die Lösung. Wir haben 14 Modelle ausgiebig für euch getestet und im Klang verglichen. Unser großer Test gibt Tipps für den Kauf.

Samsung und die LG-Geschwister OLED G5 und OLED G6 punkten bei Raumklang mit erstaunlich weitläufigem Sound. Doch am Sony Bravia 8 II kam in unserem Test keiner vorbei. Der nutzt seinen gesamten Bildschirm als Schallwandler, so dass der Klang direkt aus der Bildmitte entspringt - wie im Kino hinter der Leinwand.

Hinzu kommt die beste Sprachverständlichkeit im Test und sehr gleichmäßige Klangverteilung im Raum - das ist großes Kino für die Ohren. Auch da ist die Ergänzung einer Soundbar denkbar. Mit Sony-Modellen gelingt das am besten, weil die gemeinsam mit dem Bravia-Bildschirm für epische Klangwelten sorgen

Der Bildschirm des Sony Bravia 8 II ist brillant: Er dient gleichzeitig als Lautsprecher und lieferte die beste Klangqualität im Test.
Der Bildschirm des Sony Bravia 8 II ist brillant: Er dient gleichzeitig als Lautsprecher und lieferte die beste Klangqualität im Test. (Quelle: Netzwelt)

Smart-TV: webOS, Tizen, Fire OS oder Google TV?

Entscheidend beim Kauf eines OLED-Fernsehers kann neben Bild- und Tonqualität auch das Betriebssystem sein. Am bekanntesten ist wohl Android, auch wenn sich das entsprechende TV-Betriebssystem stark von der Smartphone-Variante unterscheidet und hier stets mit der Google TV Oberfläche versehen ist. Ganz großes Plus: Es gibt unzählige Apps, so sind alle großen Streaming-Angebote einschließlich der Mediatheken verfügbar. Im Detail heißt es aber genau hinschauen, denn die App-Auswahl unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller. So findet sich die App von HD+ zum Freischalten der großen Privatsender in HD bislang nur auf den Android-OLEDs von Sony. Bei Metz war hingegen zum Testzeitpunkt die App vom Sky-Ableger Wow nicht verfügbar - kein Einzelfall bei Android-TVs. Der Panasonic Z80B arbeitet dem Android-ähnlichen Fire OS von Amazon, ebenfalls mit Wow und ohne HD+.

LG lässt mit seinem WebOS keine Wünsche beim Streaming offen.
LG lässt mit seinem WebOS keine Wünsche beim Streaming offen. (Quelle: Netzwelt)

Sprachsteuerung mit Alexa, Bixby, Google Assistant & ThinQ

Bei Smart-TVs ist inzwischen Sprachsteuerung selbstverständlich, da machen die OLED-Fernseher im Test keine Ausnahme. Die Frage ist nur, mit wem wir jeweils sprechen. Bei Android-TVs ist es wenig überraschend der Google Assistant: Mit guter Spracherkennung und hilfreichen Antworten etwa bei der Suche nach bestimmten Film-Genres, Serien-Titeln und YouTube-Clips. LG-Fernseher verbinden mit der hauseigenen Sprachassistentin ThinQ, die bei der Suche nach Inhalten ähnlich hilfreich ist und darüber hinaus einfache Menüeinstellungen und gezielte Senderwahl ermöglicht. Das kann Bixby von Samsung ebenfalls. Mit beiden Fabrikaten ist alternativ Alexa nutzbar. Die zeigt ihre Stärken bei alltäglichen Fragen und Smart-Steuerung, ist bei TV-Funktionen weniger auf Zack. Und klar: Beim Fire-TV von Panasonic ist ebenfalls Alexa am Start.

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KI soll in Fernsehern Bild und Ton verbessern sowie die Bedienung vereinfachen. Aber unsere Tests zeigen: Smart TVs sind doof wie eh und je. Eine Bestandsaufnahme.

Die beiden marktführenden Hersteller nutzen eigene Betriebssysteme: LG WebOS und Samsung Tizen. Wenn es um Streaming-Angebote geht, ist in beiden Fällen die App-Auswahl praktisch lückenlos. Von Apple TV bis Sky sind alle Streaming-Anbieter vertreten, die Mediatheken ebenfalls und obendrauf gleich mehrere Cloud-Gaming-Angebote wie Xbox und Geforce Now zum Zocken ohne Konsole. Und in beiden Fällen lässt sich der Startbildschirm an eigene Vorlieben anpassen. Sehr angenehm bei LG: Da könnt ihr Werbung und Streaming-Tipps auf dem Startbildschirm abschalten, bei den anderen Betriebssystemen geht das nicht.

Für das Zusammenspiel mit Smartphones verzichtet nur Metz auf AirPlay, während alle Android-Modelle mit Chromecast oder Google Cast kompatibel sind. Dafür fällt beim Google-Betriebssystem die Vernetzung im Smart Home noch eher rudimentär aus, immerhin lassen sich viele Produkte per Google Assistant steuern. LG und Samsung machen ihre Fernseher zu Schaltzentralen im Smart-Home: Auf den Bildschirmen könnt ihr den Status vernetzter Produkte einsehen und viele Grundfunktionen steuern - etwa um einen in der Küche dudelnden Sonos-Lautsprecher zum Filmstart abzuschalten oder um bequem ein Heimkino-Lichtszenario zu wählen.

Das ganze Smart Home im Blick: Bei Samsung-Fernsehern gelingt das mit der SmartThings App.
Das ganze Smart Home im Blick: Bei Samsung-Fernsehern gelingt das mit der SmartThings App. (Quelle: Netzwelt)

Bedienung: Klassisch bei Metz, minimalistisch bei Samsung

Und klar: Wo Smartphone-Betriebssysteme ganz auf die Steuerung per Touchscreen ausgelegt sind, kommen bei den OLED-TVs Fernbedienungen zum Zuge. Bei Metz sieht die ganz klassisch aus mit vielen Tasten einschließlich 10er-Tastatur. Die sparen sich die anderen Hersteller, um die Fernbedienungen handlicher und übersichtlicher zu machen. Aus unserer Sicht ein richtiger Schritt, gerade das kleine Samsung-Modell lässt sich dadurch blind bedienen. Viele Funktionen sind statt via Direkt-Taste über das Menü erreichbar, der Blick muss kaum noch zwischen Bildschirm und Fernbedienung hin und her wechseln.

Bei allen getesteten OLED-Fernsehern außer von Metz könnt ihr die komplette Bedienungsanleitung auf dem Bildschirm abrufen. Das spart in zahlreichen Sprachen bedrucktes Papier und spätere Suche nach der Anleitung. Besonders clever setzen das LG und Samsung um: Da enthalten die Anleitungen Sprungmarken direkt in die betreffenden Menübereiche.

Die meisten Fernbedienungen der OLED-Fernseher fallen handlich und klein aus, im Bild vom Sony Bravia 8 II.
Die meisten Fernbedienungen der OLED-Fernseher fallen handlich und klein aus, im Bild vom Sony Bravia 8 II. (Quelle: Netzwelt)

Wieviel Strom verbrauchen die OLED-Fernseher?

Ganz grob betrachtet ist der Stromverbrauch proportional zum abgegebenen Licht. Dementsprechend hängt der Verbrauch stark vom laufenden Bild ab - deutlich stärker als bei LCD-Geräten. Düstere Streifen wie "Game Of Thrones" erfordern weniger Watt als Sport-Übertragungen oder Cartoons wie "Southpark", kleine Bildschirme weniger als große. Im Normalbetrieb unterscheiden sich unter Berücksichtigung der Bildschirmgrößen die Verbräuche nur wenig, die Testkandidaten liegen alle in den Energieeffizienzklassen F und G. Ausnahme ist der LG OLED G5 in EU-Klasse E - die neue Tandem-OLED-Technik ist offenkundig sehr effizient.

Bei HDR-Wiedergabe geht der Verbrauch in die Höhe, beim 77 Zoll großen Samsung S95F zum Beispiel können das in Extremfällen gut 600 Watt sein. Doch keine Angst, solche Extremfälle sind extrem kurz, im Mittel ist es eher die Hälfte - und bei der 55-Zoll-Variante kaum mehr als bei der gleichgroßen Konkurrenz. LCD-Fernseher verbrauchen zwar oft weniger, zeigen dann aber auch deutlich trübere Bilder. Ähnlich brillante LCDs mit Mini-LED-Technik wiederum bewegen sich im gleichen Bereich der Leistungsaufnahme.

Extrem helle Bildbereiche ziehen bei OLED-Fernsehern viel Strom, treten aber nur kurz und in kleinen Bereichen auf. s 42
Extrem helle Bildbereiche ziehen bei OLED-Fernsehern viel Strom, treten aber nur kurz und in kleinen Bereichen auf. s 42 (Quelle: Netzwelt)

Wie hoch ist die Lebensdauer von OLED-TVs und wie verhindert man Einbrennen?

OLED-Fernseher können die gleiche Lebensdauer von rund 10 Jahren erreichen. Sie gelten jedoch als etwas heikel, weil sich Standbilder oder Senderlogos und Nachrichtenticker auf den Bildschirmen "einbrennen" können. Das ist kein Thema, wenn ihr diese Maßnahmen beachtet: Ab Werk eingestellte Schutzmaßnahmen wie Pixelverschiebung eingeschaltet lassen, kein stundenlanger Dauerbetrieb als Computermonitor oder mit Videotext. Und ganz wichtig: Im regelmäßigen Betrieb nicht nach dem Ausschalten vom Netz trennen! Die Standby-Verbräuche halten sich mit rund 0,3 Watt in Grenzen, im Standby erfolgen aber wichtige Regenerations-Prozesse für den Bildschirm. Für längere Betriebspausen etwa im Urlaub könnt ihr den Stecker ziehen.

Fazit: Das ist der beste OLED-Fernseher im Test 2026

Wer kompromisslose Bildqualität, starke Gaming-Leistung und modernes Design will, liegt mit dem Testsieger LG OLED G5 goldrichtig, zumal der als 2025er Modell gerade vergleichsweise günstig zu haben ist. Ähnliches gilt für den Samsung S95F, der zudem mit hervorragender Entspiegelung sowie starken Farben beeindruckt. Und wer einfach sehr gutes OLED-Bild zum günstigen Preis sucht, hat mit dem Samsung S85F sowie mit LG OLED B5, Metz MOD9001 und Panasonic Z80B die Wahl zwischen richtig guten Fernsehern mit unterschiedlichen Bedienkonzepten. Infos zu den weiteren Testkandidaten bekommt ihr in den folgenden Absätzen.

LG OLED C5: Die goldene Mitte

Der LG OLED C5 ist den Topmodellen dicht auf den Fersen.
Der LG OLED C5 ist den Topmodellen dicht auf den Fersen. (Quelle: Netzwelt)

Der LG OLED C5 im Test ist eine starke Wahl für alle, die einen Fernseher mit hervorragender Bildqualität suchen, aber nicht ihr Sparschwein komplett plündern wollen. Die Bildqualität ist nahezu genauso gut wie bei den Testsiegern, den Unterschied sehen nur geübte Zuschauer im direkten Vergleich. Der Klang ist angenehm, die Ausstattung mit allen wichtigen Anschlüssen und Streaming-Möglichkeiten lässt kaum Wünsche offen.

LG OLED C5
LG OLED C5
  • Note: 1,2
  • Preis (zum Testzeitpunkt): 1199 Euro
  • Getestete Größe: 55 Zoll, 140 cm
  • Weitere Größen (in Zoll): 42, 48, 65, 77
  • Bildschirmtechnik: WOLED
Zum Angebot

Obendrein sieht der C5 mit seinem kantig-flachen Bildschirm gut aus - sowohl auf seinem Metallfuß, als auch an der Wand aufgehängt. Und wem 55 Zoll zu groß oder zu klein sind, findet die gleiche Technik in zwei kleineren und drei größeren Varianten - so eine Auswahl findet man nur selten. Inzwischen ist auch hier der Nachfolger bereits in einigen Läden zu finden. Der legt bei der Bildqualität nochmal eine Spur zu, ohne aber gleich eine bessere Note dafür zu ergattern: LG OLED C6 im Test

LG OLED Fernseher Test 2026: Alle aktuellen Modelle von B6 bis W6 im Vergleich
LG OLED Fernseher Test 2026: Alle aktuellen Modelle von B6 bis W6 im Vergleich Kaufberatung mit Testergebnissen aus Labor und Praxis für LG OLED-TVs 2026

Wir hatten alle aktuellen LG OLED Fernseher im Test. Unser Vergleich mit Kaufberatung zeigt Unterschiede sowie Stärken und Schwächen der Modelle und welches für wen der beste Kauf ist.

Sony Bravia 8 II: Magischer Klang

Der Bildschirm des Sony K-XR8M2 ist eine Wucht: Brillant mit praktisch perfekten Farben, mit sehr sauberer Darstellung von Bewegungen und dem OLED-typisch gewaltigen Kontrast. Dank sehr guter Bildaufbereitung sehen bereits gut produzierte TV-Sendungen auffallend gut auf dem Bravia 8 II aus.

Sony Bravia 8 II
Sony Bravia 8 II
  • Note: 1,2
  • Preis (zum Testzeitpunkt): 2169 Euro
  • Getestete Größe: 65 Zoll, 164 cm
  • Weitere Größen (in Zoll): 55
  • Bildschirmtechnik: QD-OLED
Zum Angebot

Gleichzeitig ragt der Bildschirm mit seiner einzigartigen Klangerzeugung heraus: Spezielle Lautsprechertreiber nutzen den gesamten Bildschirm zur Schallabstrahlung. Damit klingt der Sony überdurchschnittlich gut mit klarer Sprachwiedergabe und toller Raumabbildung. Insgesamt gibt es in der Android-Welt derzeit keinen besseren Fernseher. Dass sich der Bravia 8 II dennoch ganz knapp hinter den Konkurrenten von LG und Samsung einreihen muss, liegt vor allem am Engpass bei den HDMI-Anschlüssen sowie an den nicht leicht zu durchschauenden Einstellmöglichkeiten.

Philips OLED910: Der beste OLED-TV mit Ambilight

Der Philips OLED910 kombiniert beste Bildqualität mit schönem Ambilight.
Der Philips OLED910 kombiniert beste Bildqualität mit schönem Ambilight. (Quelle: Netzwelt)

Der Philips OLED910 ist nicht billig, aber das sieht man ihm auch an: Das Design wirkt gediegen und die Bildqualität ist überragend - da gehört er zu den Top 5 auf dem Markt. Außerdem zählt der zu den Modellen mit dem besten Klang, der integrierten Soundbar des britischen HiFi-Herstellers B&W sei Dank.

Philips OLED910
Philips OLED910
  • Note: 1,2
  • Preis (zum Testzeitpunkt): 2199 Euro
  • Getestete Größe: 65 Zoll, 164 cm
  • Weitere Größen (in Zoll): 55, 77
  • Bildschirmtechnik: Tandem WOLED
Zum Angebot

Die Ausstattung lässt wenig Wünsche offen, an die Bedienung hat man sich schnell gewöhnt. Das Ambilight bleibt ein Hingucker, gerade in der vierseitigen Ausführung mit farbigen LEDs an allen vier Rändern. Zudem leuchtet das Ambilight in den aktuellen Philips Fernsehern intensiver als in früheren Generationen.

Samsung S90H: Perfekter Bildschirm

Der Samsung S90H hat einen matt entspiegelten Bildschirm, ist aber noch recht teuer.
Der Samsung S90H hat einen matt entspiegelten Bildschirm, ist aber noch recht teuer. (Quelle: Netzwelt)

Top-Bildqualität kann man 2026 von einem OLED-TV erwarten, aber der Samsung S90H legt noch einiges drauf: Mit mehr Helligkeit und überragender Entspiegelung wie bei den Top-Modellen S95F und S99H. Kontrast und Farbwiedergabe sind überragend wie eh und je. Außerdem überrascht das 2026er Modell S90H mit seinem vollen und dynamischen Klang, der sich noch dazu mit KI-Hilfe genial anpassen lässt: Sprache lauter und Krawall leiser oder Sportreporter leiser und Stadionatmosphäre lauter.

Samsung S90H
Samsung S90H
  • Note: 1,2
  • Preis (zum Testzeitpunkt): 3199 Euro
  • Getestete Größe: 65 Zoll, 164 cm
  • Weitere Größen (in Zoll): 55, 77
  • Bildschirmtechnik: WOLED
Zum Angebot

Die vielen weiteren KI-Extras überzeugten uns im Test nur teilweise, doch da wird der Fernseher sicher noch hinzu lernen - Samsung verspricht mindestens 7 Jahre lang Updates. Die funktionale Ausstattung lässt kaum Wünsche offen, vor allem überzeugten im Test die umfassenden Möglichkeiten zum Streaming und zur Vernetzung im Smart Home. Trotz des gewaltigen Funktionsumfangs hat man sich an die Bedienung schnell gewöhnt. Unsere ausführlichen Eindrücke lest ihr hier: Samsung S90H im Test

LG OLED M5: Fast ohne Kabel

Der LG OLED M5 ist gewissermaßen ein OLED G5 fast ohne Kabel. Die Zero Connect Box enthält sämtliche Anschlüsse und funkt Bild und Ton zum Bildschirm, der nur noch das Stromkabel benötigt. Das macht die Aufstellung flexibler, das Design noch puristischer - ohne die geringsten Einbußen bei der Bildqualität.

LG OLED M5
LG OLED M5
  • Note: 1,2
  • Preis (zum Testzeitpunkt): 2199 Euro
  • Getestete Größe: 65 Zoll, 164 cm
  • Weitere Größen (in Zoll): 77, 83, 97
  • Bildschirmtechnik: WOLED
Zum Angebot

Ambitionierte Gamer werden womöglich den vierten HDMI-Anschluss vermissen, der führte auch zur minimal schlechteren Gesamtnote. Doch weitere Abstriche sind bei Ausstattung und Funktionen nicht erforderlich. Der Aufpreis von aktuell über 1.000 Euro ist hoch, dürfte sich mit der Zeit jedoch reduzieren. Wer Wert auf kompromisslose Optik legt, bekommt hier jedenfalls die derzeit eleganteste High-End-TV-Lösung auf dem Markt.

Philips OLED810: Mit Ambilight zum fairen Preis

Das kontrast- und farbstarke Bild mit natürlichen Farben wirkt beinahe dreidimensional, davon profitieren Filme und Serien genauso wie Spiele. Da musste sich der Philips OLED810 nicht vor Konkurrenten wie dem LG OLED C5 oder dem Sony Bravia 8 II verstecken. Für hartgesottene Gamer könnten jedoch die zwei HDMI 2.1 Eingänge zu wenig sein. Ansonsten lässt die Ausstattung kaum Wünsche offen, dank Google TV sind alle gefragten Streaming-Apps verfügbar. Den ausführlichen Test des Ambilight-TV findet ihr hier: Philips OLED810 im Test

Samsung S85F
Samsung S85F
  • Note: 1,3
  • Preis (zum Testzeitpunkt): 777 Euro
  • Getestete Größe: 55 Zoll, 140 cm
  • Weitere Größen (in Zoll): 65, 77, 83
  • Bildschirmtechnik: WOLED
Zum Angebot

Außergewöhnlich für die mittlere OLED-Preisklasse ist außerdem der volle und klare Klang mit sehr guten Einstellmöglichkeiten. Die Fernbedienung gefällt mit ihrem handlichen Alu-Gehäuse und den leuchtenden Tasten einschließlich raffiniert versteckter 10er-Tastatur. Bereits mit diesen Eigenschaften wäre der OLED810 eine Empfehlung, das stimmungsvolle Ambilight kommt als Bonus noch hinzu.

Philips OLED950: Tolles Bild und Ambilight, aber...

Mit seiner herausragenden Bildqualität ist der Philips OLED950 zweifellos ein sehr guter Fernseher. Brillanz und Dynamik setzen Maßstäbe, schon normales TV-Programm lässt der OLED950 beeindruckend lebendig aussehen. Da kann sich der Philips mit den besten Konkurrenten vom Schlage eines LG OLED G5 messen und hat denen noch das Ambilight voraus.

Philips OLED810
Philips OLED810
  • Note: 1,3
  • Preis (zum Testzeitpunkt): 1099 Euro
  • Getestete Größe: 55 Zoll, 140 cm
  • Weitere Größen (in Zoll): 42, 48, 65, 77
  • Bildschirmtechnik: WOLED
Zum Angebot

Allerdings ist aus dem eigenen Haus der Philips OLED910 in der Bildqualität nahezu genauso gut, die Unterschiede durch die aufwändigere Bildverarbeitung mit Doppel-Prozessor im 950er sind marginal. Rechtfertigen die den höheren Preis? Eher nicht, denn der günstigere OLED910 klingt obendrein besser. Wer darauf keinen Wert legt, weil womöglich eine Audio-Anlage angeschlossen ist, dürfte eher eine günstigere Alternative erwarten oder eine Bild-optimierte zum gleichen Preis. Daher erscheint mit der aktuellen Bepreisung die Positionierung rätselhaft.

LG OLED B5: Top-Qualität zum fairen Preis

Der LG OLED B5 kann die Verwandtschaft zum Testsieger nicht verleugnen.
Der LG OLED B5 kann die Verwandtschaft zum Testsieger nicht verleugnen. (Quelle: Netzwelt)

B5 statt G5: Die Typenbezeichnungen sind sehr ähnlich, auch in Ausstattung und Funktionen zeigen die beiden OLED-Fernseher von LG viele Ähnlichkeiten. Beim Preis liegt jedoch beinahe Faktor zwei zwischen beiden Modellen, im Vergleich zur Konkurrenz ist der LG OLED B5 im Test der günstigste. Dennoch zeigt er erstklassige Bildqualität, auch das Plus an Farben und Brillanz von HDR kann er bereits ordentlich darstellen - wenn auch bei weitem nicht mit dem Punch des G5.

Philips OLED950
Philips OLED950
  • Note: 1,3
  • Preis (zum Testzeitpunkt): 2199
  • Getestete Größe: 65 Zoll, 164 cm
  • Weitere Größen (in Zoll): 77
  • Bildschirmtechnik: Tandem WOLED
Zum Angebot

Der Klang reißt niemanden vom Hocker, nervt aber auch nicht. An der Ausstattung mit reichlich Streaming und vier schnellen HDMI-Anschlüssen für Gaming gibt es nichts auszusetzen. Wer also OLED-Bildqualität zum möglichst günstigen Preis sucht, wird hier fündig.

Der Panasonic Z80B kann praktische Info-Fenster einblenden, sogenannte Alexa-Widgets.
Der Panasonic Z80B kann praktische Info-Fenster einblenden, sogenannte Alexa-Widgets. (Quelle: Netzwelt)

Panasonic Z80B: Preisbrecher mit Alexa

Der Panasonic Z80B liegt auf dem gleichen Preisniveau wie das aktuelle Top-Modell unter den Amazon Fire TVs, bietet aber mit seinem OLED-Bildschirm ganz klar die bessere Bildqualität. Besser können das nur noch weitaus teurere Geräte. Nur eine automatische Bildanpassung an die Raumhelligkeit haben wir vermisst. Gut ist außerdem der vergleichsweise kraftvolle Klang, der nicht gleich den Wunsch nach einer Soundbar aufkommen lässt.

LG OLEDB5
LG OLEDB5
  • Note: 1,4
  • Preis (zum Testzeitpunkt): 745 Euro
  • Getestete Größe: 55 Zoll, 140 cm
  • Weitere Größen (in Zoll): 48, 65, 77, 93
  • Bildschirmtechnik: WOLED
Zum Angebot

Die Bedienung ist im Prinzip von Fire-TV-Sticks bekannt und schnell gelernt, Panasonic steuert eine klassische Fernbedienung im Großformat mit 10er-Tastatur und Videotext-Tasten bei - heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Der Startbildschirm wirkt mit den Werbeeinblendungen etwas überladen, aber das ist der Preis für die umfassenden Streaming-Fähigkeiten inklusive Alexa und Smart-Home-Anbindung.

Metz MOD9001: Günstige Alternative

Mit dem Metz 55MOD9001 gibt es einen richtig guten OLED-Fernseher zum erstaunlich günstigen Preis - nicht an jeder Ecke und in beliebigen Online-Shops, stattdessen eher beim lokalen Fachhändler. Nur, wenn häufig Filme, Serien und Spiele mit HDR auf dem Programm stehen, fällt die geringe Maximalhelligkeit im Vergleich etwa zum LG OLED B5 auf. Beim normalen Fernsehen ist das kein Thema, da gefallen außerdem der gute Ton und der schwenkbare Bildschirm.

LG OLED B6
LG OLED B6
  • Note: 1,5
  • Preis (zum Testzeitpunkt): 1099 Euro
  • Getestete Größe: 55 Zoll, 140 Zentimeter
  • Weitere Größen (in Zoll): 48, 65, 77, 83
  • Bildschirmtechnik: WOLED
Zum Angebot

Als Betriebssystem nutzt Metz im MOD9001 Android mit Google TV, dementsprechend breit aufgestellt sind die Streaming-Möglichkeiten. Folgerichtig ist auch der Google Assistant für Spracheingaben nutzbar - entweder mit dem Mikrofon in der Fernbedienung, oder freihändig mit (abschaltbaren) Mikrofonen im Fernseher selbst. Auch das ist in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich.

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Modellvergleich: Welcher OLED-TV ist der beste für euer Wohnzimmer?

Stehen die gewünschte Bildschirmgröße und das maximale Budget fest, ergibt sich im Vergleich der OLED-Fernseher ein klares Bild:

LG OLED G5 vs. Samsung S95F: Die besten OLED-TVs im Vergleich

Die beiden erstplatzierten OLED-Fernseher im Test sehen mit ihren gerade daumendicken Gehäusen an der Wand aufgehängt unverschämt gut aus. Beim OLED G57LW und G58LW ist die Wandmontage sogar obligatorisch, eine Halterung zur lückenlosen Aufhängung dabei. Soll der Fernseher auf einem Sideboard stehen, bringt der G59LS einen entsprechenden Fuß mit - alles andere ist bei beiden Varianten gleich. Der Samsung löst das Problem mit dem Kabelsalat ganz elegant: Alle Anschlüsse sind in eine separate Box ausgelagert, von dort führt nur ein einziges Kabel zum Bildschirm, das sogar die Stromversorgung übernimmt. Die Bildqualität ist bei beiden phantastisch, so dass am Ende der Geschmack entscheiden darf - oder der Preis, der LG ist bei gleicher Größe günstiger zu haben.

Das passend zum laufenden Bild leuchtende Ambilight macht den Philips OLED810 gleich doppelt zum Hingucker.
Das passend zum laufenden Bild leuchtende Ambilight macht den Philips OLED810 gleich doppelt zum Hingucker. (Quelle: Netzwelt)

Philips OLED810 vs. Sony Bravia 8 II: OLED-TVs mit Extras

Typisch für Philips-Fernseher ist das Ambilight. So leuchten auch in der Rückseite des OLED810 farbige LED-Streifen den Raum farblich passend zum laufenden Bild aus - ein großartiger Effekt, der sich nur unzulänglich nachrüsten lässt. Einzigartiges Extra bei Sony ist die erwähnte Lautsprechertechnik, die den gesamten Bildschirm als Lautsprecher nutzt.

Das ist für Minimalisten interessant, die einen möglichst unauffälligen Fernseher ohne weitere Technik an der Wand hängen haben wollen. Oder auch für Heimkino-Enthusiasten mit entsprechender Audio-Anlage. Da lässt sich der Bravia 8 II als mittlerer Lautsprecher einbinden.

LG OLED B5 vs Panasonic Z80B: Preisbrecher mit toller Bildqualität

Wer keine 1.000 Euro ausgeben aber trotzdem einen Fernseher mit nahezu perfekter Bildqualität haben möchte, steht vor der Wahl zwischen dem LG OLED B5 und dem Panasonic Z80B. Letzerer ist etwas weniger opulent ausgestattet und bietet zum Beispiel keine USB-Aufnahmefunktion, liefert aber überraschend guten Klang. Da kann der LG OLED B5 nicht mithalten, ist dafür komfortabler und beim Bild einen Hauch besser. Und es gibt ihn auch in 65 und 77 Zoll.

Welcher OLED-Fernseher passt zu mir?

Je nach bevorzugten Anwendungen und persönlichen Vorlieben gibt sich im Vergleich der OLED-Fernseher ebenfalls ein sehr klares Bild:

Wer auf HDR verzichten kann, bekommt mit dem Metz MOD9001 tolle Bildqualität - sogar mit schwenkbarem Bildschirm - und guten Ton zum fairen Preis.
Wer auf HDR verzichten kann, bekommt mit dem Metz MOD9001 tolle Bildqualität - sogar mit schwenkbarem Bildschirm - und guten Ton zum fairen Preis. (Quelle: Netzwelt)

OLED-Fernseher: Häufige Fragen (FAQ)

Ist OLED besser als QLED?

Bei gleichen Preisen sind QLED-TVs teils heller, bei der Bildqualität insgesamt haben aber meist OLED-TVs die Nase vorn. Bilddagonalen ab knapp 2 Meter aufwärts (77 Zoll und mehr) sind aber meist deutlich teurer.

Wie hoch ist der Stromverbrauch von OLED-TVs?

Je nach Modell 80 bis durchschnittlich 130 Watt im normalen Betrieb

Welcher OLED-Fernseher ist der hellste?

Samsung S99H mit 2.860 Nits (gleichbedeutend mit Candela pro Quadratmeter) vor LG OLED G5 mit 2.365 und Samsung S95F mit 2.298 cd/m2 im Test.

Sind OLED-Fernseher gut für Gaming?

Ja, dank kurzer Schaltzeiten und hoher Bildwiederholraten. Die Samsung S95F, S99H und S90 H sowie LG OLED G6 und G5 verarbeiten außerdem bis zu 165 Hertz an allen vier HDMI 2.1 Eingängen. Gegen einbrennende Standbilder sind Schutzmechanismen vorhanden. Trozdem: Ab und an den Fernseher auf Standby schalten ist auch für Gamer gut.

Lohnt sich ein Umstieg von einem 5 Jahre alten OLED-TV auf ein neues Modell?

Mit Blick auf die Bildqualität lohnt es sich, die aktuellen OLED-Fernseher zeigen hellere, brillantere Bilder und bieten mehr Gaming-Features. Aus finanzieller und ökologischer Sicht lohnt es sich nicht, grundsätzlich solltet ihr Technik immer möglichst lange nutzen und neue Produkte so spät wie möglich kaufen.

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