Mit Doppel-OLED-Display und extrem schnellem M4-Chip
Apple iPad Pro 11 (2024) im Test: Das kleine Pro ist richtig schnell

Da strahlt nicht nur der helle Bildschirm, sondern auch der Redakteur: Apples iPad Pro 11 Zoll 2024 schlug sich im Test sehr gut.
Foto: COMPUTER BILD
Uhr
Alles neu beim Apple iPad Pro 11 Zoll 2024: mehr Power mit dem M4-Prozessor und ein Display mit komplett neuer Technik. Eine Top-Kombi, wie der Test von COMPUTER BILD zeigt.
Testfazit
Testnote
1,3
sehr gut
Das komplett neue Design des Apple iPad Pro 11 Zoll (2024) hat sich gelohnt. In der getestete Variante mit 1 Terabyte, 5G und Nanotextur-Display macht das Tablet einen echten Sprung nach vorn: Vor allem durch die extra Power des M4-Prozessor. Größte Verbesserung beim 11-Zoll-Pro ist aber die neue Doppel-OLED-Technik im Display. Der Bildschirm ist echt top und endlich genauso gut wie der des 13-Zoll-Modells. Diese geballte Ladung an Spitzentechnik lässt sich Apple wieder üppig bezahlen. Wer beim Preis aber nicht zurückzuckt, bekommt ein echtes Topgerät.
Pro
- Top-Display mit OLED-Technik
- Sehr hohes Tempo
- Sehr dünn und leicht
- Blendfreies Display gegen Aufpreis
Kontra
- Sehr hoher Preis
- Speicher nicht erweiterbar
Bitte "einmal alles neu" heißt es beim iPad Pro 2024. Apples Top-Tablet kommt mit einem komplett frischen Design: Display, Prozessor und Gehäuse – alles neu. Und der Aufwand hat sich vor allem beim kleineren 11-Zoll-Modell gelohnt, wie der Test von COMPUTER BILD zeigt. Echt top, aber kein Schnäppchen, das getestete Modell mit 1 Terabyte, 5G und Nanotextur-Display kostet 2.309 Euro (Preis zum Testzeitpunkt).
Dünner und etwas leichter
Das Apple iPad Pro 11 Zoll 2024 ist noch einmal dünner geworden. der Hersteller gibt 5,3 Millimeter an – dünner ist bei den Kaliforniern nur das große Schwestermodell Apple iPad Pro 13 Zoll 2024 (5,1 Millimeter). Diese Angabe gilt allerdings nicht für das ganze Tablet. An der dicksten Stelle, da wo auf der Rückseite die Kamera sitzt, sind die 2024er-Modelle des iPad Pro 7 Millimeter dick. Bei Gewicht hat das iPad Pro 11 Zoll noch leicht abgespeckt: Es wiegt mit 446 Gramm 23 Gramm weniger als der Vorgänger. Die Akkukapazität hat dagegen leicht zugelegt: von 7.539 Milliamperstunden (mAh) auf 8.170 mAh. Damit hält das iPad Air 11 Zoll noch länger durch und schafft bei intensiver Nutzung 8:58 Stunden mit einer Akkuladung, eine dreiviertel Stunde mehr als der Vorgänger.

Mit dem teuren (350 Euro), aber supersoliden Magic Keyboard verwandelt sich das Apple iPad Pro 11 Zoll 2024 in einen Laptop.
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Top-Display dank OLED-Doppel
Bislang gab es beim iPad Pro eine Zweiklassengesellschaft: Das Top-Display mit Mini-LED-Beleuchtung gab es nur im iPad Pro 13 Zoll 2022, das kleinere 11-Zoll-Modell musste mit einem herkömmlichen LCD-Panel auskommen. Das ist jetzt vorbei, beide iPad-Pro-Modelle kommen 2024 mit der gleichen Bildschirmtechnik. Und die ist komplett neu: Apple baut einen doppelten OLED-Bildschirm ein und nennt das Ganze "Tandem OLED". Warum zwei Displays? Um die Maximalhelligkeit zu steigern, denn OLED-Bildschirme sind oft nicht so hell wie LC-Displays. Und das Doppel-Display liefert ab: Im Standardmodus ist es mit 1.190 Candela pro Quadratmeter (cd/m2) fast doppelt so hell wie das Display im iPad Air 2024 und mit HDR-Inhalten schafft es sogar 1.621 cd/m2. Deutlich besser als der Vorgänger und mit einem entscheidenden Vorteil: Bei OLED sind schwarze Bildpunkte einfach aus und damit wirklich schwarz. Anders als bei LC-Displays, bei denen sich die Hintergrundbeleuchtung nie ganz ausblenden lässt. Und das Display ist nicht nur superhell, sondern auch supergenau bei der Farbwiedergabe – perfekt fürs Bearbeiten von Fotos und Videos.

Endlich: Die Kamera auf der Vorderseite des Apple iPad Pro 11 Zoll 2024 wandert die lange Seite. Ideal für Videokonferenzen und -telefonate im Querformat.
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Deutlicher Temposprung dank M4
Seit knapp vier Jahren baut Apple die Prozessoren der M-Serie. Bislang hielten sich die Kalifornier an eine ungeschriebene Regel: M-Prozessoren kommen zunächst in Macs zum Einsatz, dann werden sie in iPad-Modelle eingebaut. Doch beim M4 ist es genau umgekehrt. Das iPad Pro ist das erste Apple-Gerät, das den M4-Prozessor bekommt. Und der neue Chip hat es echt in sich: Apple hat alle Baugruppen der CPU überarbeitet und noch einmal ordentlich an der Taktfrequenz geschraubt. Das sorgt für einen Temposchub: Das iPad Pro 11 Zoll ist etwa doppelt so schnell wie das aktuelle iPad und rund anderthalbmal schneller als das Vorgängermodell und das neue iPad Air mit M2-Chips. Es kann sogar ältere Macs mit größeren Prozessorvarianten schlagen, etwa das MacBook Pro 14 Zoll 2021 mit M1 Pro oder den Mac Studio mit M1 Max. Ziemlich beeindruckend, denn der M4 ist der kleinste (und erstmal einzige) Prozessor seiner Serie – bei den älteren Serien M1 bis M3 gab es auch noch stärkere Modelle (Pro, Max und Ultra).

Nur eine Kamera auf der Rückseite des Apple iPad Pro 11 Zoll 2024, dafür aber mit viel Zusatztechnik: LiDAR zur extrem genauen Entfernungsmessung und sechs LEDs für eine besonders gute Ausleuchtung.
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Besserer Stift und bessere Tastatur
Das Magic Keyboard baut Apple schon länger für das iPad Pro. Für das neue Modell gibt es aber eine komplett neue Tastatur. Die steckt jetzt in einem schicken Alugehäuse und ist dadurch noch solider als ihre Vorgängerinnen. So solide, dass das neue Magic Keyboard in etwa so viel wiegt wie das iPad. In der Praxis wichtiger: Das eingebaute Touchpad fällt deutlich größer aus und die Tastatur bekommt eine Funktionstastenleiste. Dadurch lässt sich beispielsweise bequem per Tastendruck die Bildschirmhelligkeit anpassen oder das iPad sperren. Vorteil beim iPad Pro 11 Zoll: Hier gibt es das Magic Keyboard 50 Euro günstiger als beim 13-Zoll-Schwestermodell.
Ebenfalls neu ist der Apple Pencil Pro. Der dockt magnetisch am iPad Pro an und verbindet sich dabei automatisch mit dem iPad. Im Vergleich mit den bisherigen Stiften von Apple bringt der eine ganze Menge kleiner, aber sehr nützlicher Verbesserungen mit. Wer den Stift leicht zusammendrückt, kann beispielsweise eine Werkzeugpalette passend zur laufenden App aufrufen und wer den Stift mal wieder verlegt hat, ortet ihn mit der App "Wo ist?". Zudem lässt sich durch Drehen des Stifts leicht der Pinselstrich verändern – ein Vorteil beim Zeichnen auf dem iPad. Und wer die neuen Funktionen nicht braucht, aber auf einen Stift nicht verzichten will, greift einfach zum Apple Pencil USB-C – der ist mit 85 bis 90 Euro deutlich günstiger als das Pro-Modell (ab 140 Euro).

Die Nanotextur-Oberfläche für das Display des Apple iPad Pro 11 Zoll 2024 (links) reduziert die Spiegelungen auf der Oberfläche deutlich, wie der Vergleich mit iPad Air (rechts) zeigt.
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Das iPad Pro ist und bleibt teuer
Wer ein iPad Pro 2024 kaufen möchte, braucht eine gut gefüllte Brieftasche: Schon die kleinste Variante des iPad Pro 11 Zoll mit WLAN und 256 Gigabyte (GB) Speicher kostet knapp 1.200 Euro, für das 13-Zoll-Modell verlangt Apple mindestens 1.550 Euro. Und es geht noch deutlich teurer, denn Apple bietet das iPad Pro mit bis zu 2 Terabyte (TB) und auf Wunsch auch mit 5G an. Ein paar Besonderheiten unterscheiden die Varianten mit 1 TB und 2 TB von den kleineren Modellen: Hier steckt eine schnellere Variante des M4-Prozessors mit zehn Kernen (vier leistungsstarke, sechs effiziente Kerne) drin, die auf 16 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher zugreifen kann, die kleineren Modelle müssen mit neun Kernen (drei leistungsstarke, sechs effiziente Kerne) und 8 GB Arbeitsspeicher auskommen.
Und nur für die großen Modelle gibt es die Nanotextur-Option. Das ist eine spezielle Oberflächenbehandlung, die Apple bisher nur für die beiden Monitormodelle Apple Studio Display und Pro XDR Display angeboten hatte. Und diese Extraausgabe lohnt sich: Beim getesteten Topmodell des iPad Pro 11 Zoll mit Nanotextur-Display war dessen Oberfläche nur minimal matter, spiegelte aber viel weniger. Und der Aufpreis von 130 Euro auf insgesamt 2.790 Euro (mit 2 TB und 5G, Preis zum Testzeitpunkt) macht in dieser Preisklasse keinen großen Unterschied mehr.
Test-Fazit Apple iPad Pro 11 Zoll (2024)
Das komplett neue Design des Apple iPad Pro 11 Zoll (2024) hat sich gelohnt. In der getestete Variante mit 1 Terabyte, 5G und Nanotextur-Display macht das Tablet einen echten Sprung nach vorn: Vor allem durch die extra Power des M4-Prozessor. Größte Verbesserung beim 11-Zoll-Pro ist aber die neue Doppel-OLED-Technik im Display. Der Bildschirm ist echt top und endlich genauso gut wie der des 13-Zoll-Modells. Diese geballte Ladung an Spitzentechnik lässt sich Apple wieder üppig bezahlen. Wer beim Preis aber nicht zurückzuckt, bekommt ein echtes Topgerät.
