Das größte iPad bekommt einen schnelleren Chip
Apple iPad Pro 13 (2025): Apples Top-Tablet im Test
Foto: Amadeus Biel
Uhr
Im letzten Jahr komplett neu entwickelt, bekommt das iPad Pro 13 Zoll dieses Jahr ein Update mit dem M5-Chip und legt damit beim Tempo zu. Wo es sich noch verbessert, verrät der Test von COMPUTER BILD.
Testfazit
Testnote
1,3
sehr gut
Das neue iPad Pro 13 Zoll (2025) ist mal wieder sehr teuer, aber auch sehr gut. Sachen, die schon beim Vorgängermodell top waren, bleiben top. Dazu kommen mehr Tempo und mehr Speicher. Ein Wechsel zum aktuellen Modell lohnt sich vor allem für User, die ein älteres 13-Zoll-Modell des iPad Pro haben. Wer dagegen letztes Jahr zugeschlagen hat, kann ruhig beim iPad Pro mit M4-Chip bleiben – das bleibt weiterhin top.
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- Top-Display mit OLED-Technik
- Sehr hohes Tempo
- Sehr dünn und leicht
- Blendfreies Display gegen Aufpreis
Kontra
- Sehr hoher Preis
- Speicher nicht erweiterbar
Im Mai 2024 hatte Apple den ganz großen Aufschlag gemacht: Beim iPad Pro war so gut wie alles neu, und zum ersten Mal stellte Apple einen neuen Prozessor in einem Tablet vor. Dieses Jahr gibt es ein kleineres Update, der neueste Apple-Chip landet aber wieder zuerst in einem iPad. Der sorgt für mehr Tempo im iPad Pro 13 Zoll (2025). Alle Ergebnisse des Tests von COMPUTER BILD sowie den Vergleich mit dem Vorgänger lesen Sie hier.
Mehr Tempo für Grafik und KI
Seit Ende 2020 baut Apple die Prozessoren der M-Serie, seit Mai 2021 kommen sie auch in Apple-Tablets zum Einsatz. Lange hielten sich die Kalifornier an eine ungeschriebene Regel: M-Prozessoren kommen zunächst in Macs zum Einsatz, dann werden sie in iPad-Modelle eingebaut. Doch seit 2024 ist es genau umgekehrt. Der M4 und der M5 feierten ihre Premieren im iPad Pro. Beim M5 hat Apple vor allem an der Grafikpower und den KI-Einheiten geschraubt, aber auch die herkömmlichen Prozessorkerne legen beim Tempo zu. Das zeigt sich auch bei den Tempomessungen: Bei Standard-Apps ist der M5 leicht im Vorteil, Apps, die viele Grafikberechnungen oder viel KI einsetzen, sind bis zu 40 Prozent schneller. Ob 11 Zoll oder 13 Zoll, spielt dabei keine Rolle – beide Tablets sind praktisch gleich schnell mit minimalen Unterschieden bei den Messwerten. Ein spürbarer Zugewinn, aber nicht wirklich ein Grund, ein iPad Pro von 2024 durch ein 2025er-Modell zu ersetzen. Wer dagegen noch ein älteres iPad Pro hat, etwa mit einem M1-Chip oder einem Prozessor aus der A-Serie, bekommt mit dem neuen iPad Pro einen deutlichen Temposchub.

Das Magic Keyboard von Apple ist sehr teuer, aber auch die beste Tablet-Tastatur – ideal für den Einsatz als Laptop-Ersatz.
Foto: Apple
Mehr Ausdauer!
Richtig gut: Die Extra-Power geht nicht auf Kosten der Akkulaufzeit. Das iPad Pro 13 Zoll 2025 hielt im Testszenario von COMPUTER BILD mit einer Akkuladung 9:51 Stunden durch. Ziemlich genau eine Stunde mehr als beim 2024er-Modell (8:52 Stunden). Prima: Aufladen geht noch schneller als beim Vorgänger, im Test lud das neue iPad Pro 13 Zoll mit bis zu 56 Watt. Da ist der Akku schon nach etwa einer halben Stunde fast halbvoll (45 Prozent Akkukapazität). Und das kann bei weniger intensiver Nutzung des iPads, etwa surfen, Mails schreiben oder netflixen, über den Tag reichen.

Für die größeren iPad-Pro-Modelle (1 und 2 Terabyte) gibt es ein Display mit Nanotextur-Oberfläche (links) gegen Aufpreis. Es reduziert lästige Spiegelungen drastisch.
Foto: COMPUTER BILD
Wieder ein Top-Display mit OLED-Doppel
Seit 2024 spielt die Baugröße keine Rolle mehr für die Bildqualität beim iPad Pro. Apple baut in beide Modelle einen doppelten OLED-Bildschirm ein und nennt das Ganze "Tandem OLED" und "Ultra Retina XDR Display". Warum zwei Displays? Um die Maximalhelligkeit zu steigern, denn OLED-Bildschirme sind oft nicht so hell wie LC-Displays. Und das Doppel-Display liefert auch in der 13-Zoll-Variante ab: Im Standardmodus ist es mit 1013 Candela pro Quadratmeter (cd/m²) gut anderthalbmal so hell wie das Display im iPad Air 13 Zoll 2025 (658 cd/m²), und mit HDR-Inhalten schafft es sogar 1593 cd/m². Das ist deutlich besser als die älteren Pro-Modelle (bis 2023) und mit einem entscheidenden Vorteil: Bei OLED sind schwarze Bildpunkte einfach aus und damit wirklich schwarz – anders als bei LC-Displays, bei denen sich die Hintergrundbeleuchtung nie ganz ausblenden lässt. Und das Display ist nicht nur superhell, sondern auch supergenau bei der Farbwiedergabe – perfekt, um Fotos und Videos zu bearbeiten.

Das Display des 13-Zoll-Modells wächst beim iPad Pro vor allem in die Höhe und hat dadurch ein anderes Seitenverhältnis (4:3 statt 3:2).
Foto: COMPUTER BILD
Tastatur und Stift bleiben gleich
Das Magic Keyboard baut Apple schon länger für das iPad Pro. Vergangenes Jahr gab es aber eine komplett neue Tastatur – mit schickem Alugehäuse und so deutlich solider als ältere Modelle. So solide, dass das aktuelle Magic Keyboard in etwa so viel wiegt wie das iPad. Diese Tastatur bleibt weiter im Programm, denn das Gehäuse des iPad Pro hat sich nicht geändert. Mit etwa 370 Euro ist das Magic Keyboard für das iPad Pro 13 Zoll besonders teuer, dafür aber auch die beste Tablet-Tastatur: Das Touchpad ist schön groß, und über die Funktionstastenleiste lässt sich etwa bequem per Tastendruck die Bildschirmhelligkeit anpassen oder das iPad sperren. Auch die Stifte bleiben weiter die gleichen: Apple Pencil Pro und Apple Pencil USB-C – der ist mit etwa 80 Euro deutlich günstiger als das Pro-Modell (ab 135 Euro). Dafür bietet der Pro eine ganze Menge kleiner, aber sehr nützlicher Verbesserungen. Wer den Stift leicht zusammendrückt, kann etwa eine Werkzeugpalette passend zur laufenden App aufrufen. Und wer den Stift mal wieder verlegt hat, ortet ihn mit der App "Wo ist?". Zudem lässt sich durch Drehen des Stifts leicht der Pinselstrich verändern – ein Vorteil beim Zeichnen auf dem iPad.
Testergebnisse Apple iPad Pro 13 Zoll 2025 M5
Testergebnisse | Apple iPad Pro 13 Zoll 2025 M5 |
|---|---|
Display | 13 Zoll (2752 x 2064 Pixel) |
CPU/RAM | Apple M5 / 16 Gigabyte |
Abmessungen | 28,2 x 21,6 x 0,7 cm |
BILDQUALITÄT | |
Maximale Helligkeit | sehr hell (HDR: manuell bis 1593 cd/m² /SDR: manuell bis 1013 cd/m²) |
Kontrast / Farbtreue / Farbraum sRGB / DCI-P3 | > 10000:1 / 98,7% / 100% / 97,6% |
Nutzbare Displayfläche (Pixeldichte in Pixel per Inch) | 26,4 x 19,8 cm (265 PPI) |
Display-Ausnutzung der Frontfläche | sehr hoch (86%) |
AUSDAUER UND LADEZEITEN | |
Akkulaufzeit bei sehr intensiver Nutzung / Kapazität | 09:51 Stunden / 10180 mAh |
Laden via Kabel: komplett in Stunden / Stand nach 15 / 30 / 60 min / Laufzeit pro Lademinute / max. Ladeleistung | 02:03 / 23% / 45% / 74% / 5 Minuten / 56 W |
Laden via Induktion (max. Leistung / andere Geräte ladbar) | nicht möglich (- / -) |
TEMPO | |
Arbeitsgeschwindigkeit (u.a. Geekbench-Test) | sehr hoch: 87,6% (14894 Punkte) |
Bediengeschwindigkeit | sehr schnell (75,4%) |
Bedienverzögerung auf dem Display | sehr gering (41,7 ms) |
KAMERAQUALITÄT | |
Hauptkamera: Qualität bei Tageslicht / wenig Licht | hoch (1,8) / etwas gering (3,3) |
Hauptkamera: Auslösezeit / Sichtfeld Weitwinkel / Sichtfeld Zoom / Auflösung Standard / Auflösung Maximal | 0ms / 61° / 13,7° / 12 MP / 12 MP |
Videoqualität: max Auflösung (FPS) / max. FPS (Auflösung) / max. Dauer Zeitlupe / Zoom | 3840 x 2160 Pixel (60 FPS) / 240 FPS (1920 x 1080 Pixel) / kein Limit / ja |
Selfie-Kamera: Qualität bei Tageslicht | hoch |
Selfie-Kamera: Sichtfeld / Auflösung Standard / Auflösung Maximal | 99° / 12 MP / 12 MP |
AUSSTATTUNG | |
Interner Speicher / erweiterbar | 2048 GB / nein |
Biometrische Sperren | vorhanden (Face ID, sicher, schnell, komfortabel |
Kratzfestigkeit (Härtegrad in Mohs): Display / Gehäuse / weichste Stelle | sehr hoch (6) / sehr hoch (7) / sehr hoch (6, Ort: Aluminium Gehäuse) |
Schnellster Mobilfunkstandard (Dual-SIM) | 5G (1 eSim) |
Schnellster WLAN-Standard | 802.11be (Wi-Fi 7) bis zu 2400 MBit/s (2,4 + 5 GHz parallel) |
Funkverbindungen: Bluetooth / NFC / Bildschirmübertragung | Bluetooth 6 / nicht vorhanden / unterstützt (Airplay) |
Kabelverbindungen: Kopfhörer-Klinke / Bildschirmübertragung | nur mit Adapter / ja (HDMI, Displayport) |
Gewicht / Geräteabmessungen: Dicke (Höhe / Breite) | 585 Gramm / 7,35 mm (281,6 mm / 215,5 mm) |
Zubehör | USB-C-Ladekabel |
Nachhaltigkeit | CO2: 2144 mg je Std. / keine Teile tauschbar / 5 Jahre Updates |
Wie immer: Ein Pro ist teuer
Wer ein iPad Pro 2025 kaufen möchte, braucht eine gut gefüllte Brieftasche: Schon die kleinste Variante des iPad Pro 11 Zoll mit WLAN und 256 Gigabyte (GB) Speicher kostet knapp 1.100 Euro, das 13-Zoll-Modell schlägt mit mindestens 1.400 Euro zu Buche. Und es geht noch deutlich teurer, denn Apple bietet das iPad Pro mit bis zu 2 Terabyte (TB) und auf Wunsch auch mit 5G an. Ein paar Besonderheiten unterscheiden die Varianten mit 1 TB und 2 TB von den kleineren Modellen: Hier steckt eine schnellere Variante des M5-Prozessors mit zehn Kernen (vier leistungsstarke, sechs effiziente Kerne) drin, die auf 16 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher zugreifen kann, die kleineren Modelle müssen mit neun Kernen (drei leistungsstarke, sechs effiziente Kerne) und 12 GB Arbeitsspeicher (4 GB mehr als beim 2024er-Modell) auskommen. Und nur für die großen Modelle gibt es die Nanotextur-Option. Das ist eine spezielle Oberflächenbehandlung für das Display. Diese Extraausgabe lohnt sich: Für 130 Euro obendrauf gibt es eine nur minimal mattere Oberfläche, die aber viel weniger spiegelt (siehe Bild oben). Und dieser Aufpreis macht bei einem Preis von 2.430 Euro für die getestete Variante mit 1 TB und 5G (alle Preise zum Testzeitpunkt) keinen großen Unterschied mehr.
Testfazit Apple iPad Pro 13 Zoll (2025)
Das neue iPad Pro 13 Zoll (2025) ist mal wieder sehr teuer, aber auch sehr gut. Features, die schon beim Vorgängermodell top waren, bleiben top. Dazu kommen mehr Tempo und mehr Speicher. Ein Wechsel zum aktuellen Modell lohnt sich vor allem für User, die ein älteres 13-Zoll-Modell des iPad Pro haben. Wer dagegen vergangenes Jahr zugeschlagen hat, kann ruhig beim iPad Pro mit M4-Chip bleiben – das bleibt weiterhin top.








