Ein halbes Jahr nach dem Release der Pixel-10-Serie bringt Google jetzt eine günstige Variante, das Pixel 10a. Wo liegen die Unterschiede zum normalen Pixel 10? Und was hat sich im Vergleich zum Vorgänger Pixel 9a getan? COMPUTER BILD hat sich das Pixel 10a angeschaut und verrät, warum es auch ohne spektakuläre Technik einzigartig ist.
Google Pixel 10a: Blick auf die Front
Google Pixel 10a: Der pOLED-Bildschirm hat eine Diagonale von 6,3 Zoll und soll bis zu 3.000 Nits erreichen.
Foto: COMPUTER BILD / Luca Wittkowski

Display und Größe

Wie das normale Pixel 10 kommt das 10a mit einer alltagstauglichen Displaygröße von 6,3 Zoll. Das pOLED-Display überzeugte beim ersten Ausprobieren mit starken Farben, soll mit bis zu 3.000 Nits in direkter Sonne genauso hell strahlen wie das Pixel 10. Die Displayränder fallen sichtbar dicker aus als beim Pixel 10. Der Rahmen ist wie dort aus mattem Aluminium, die Rückseite aber nur aus Kunststoff. Doch das ist kein Nachteil: Die samtmatte Oberfläche fühlte sich beim Ausprobieren toll an. Und wasserdicht ist das 10a natürlich auch (IP68-zertifiziert).
Google Pixel 10a: Blick auf die Rückseite
Google Pixel 10a: Die Kunststoffrückseite kommt wahlweise in vier Farben – neben Rot ("Berry", hier im Bild) Lavendelblau, Anthrazit und Weiß.
Foto: COMPUTER BILD / Luca Wittkowski

Design: Das gefällt uns!

Beim Design stemmt sich das Pixel 10a mutig gegen einen Trend – und das nicht nur wegen der knalligen Farbvarianten Rot und Lavendelblau: Es gibt keinen dicken Kamerablock, im Gegenteil! Die Linsen verschwinden komplett in der Rückseite. In dieser Konsequenz ist das selten geworden. Entsprechend gut lag das Pixel 10a beim ersten Praxis-Test in der Hand. Gut gemacht, Google!
Zwei weitere Farbvarianten des Pixel 10a
Die Farbvarianten "Lavender" (Lavendelblau) und "Fog" (Anthrazit).
Foto: COMPUTER BILD / Luca Wittkowski

Die besten Google-Pixel-Smartphones

Platz 1
Testsieger
Google
Platz 4
Google
Platz 5
Google
Platz 6
Preis-Leistungs-Sieger
Google
Platz 7
Google
Platz 8
Google
Platz 10
Google
Komplette Liste: Die besten Google-Pixel-Smartphones

Kamera-Ausstattung: Bekannt und gut

Die Kehrseite der flachen Kamera: Es gibt keine echte Tele-Linse, nur ein in ähnlicher Art schon vom Vorgänger Pixel 9a bekanntes Set aus 48-Megapixel-Hauptkamera (mit optischer Bildstabilisierung) und 13-Megapixel-Ultraweitwinkel. Die Fotoqualität dürfte ähnlich gut bis sehr gut ausfallen wie beim Vorgänger 9a – solange man nicht zu stark zoomt. Zudem gibt es diverse KI-Kameratricks, die schon beim Pixel 10 Spaß gemacht haben – vom magischen Radierer bis zum stufenweise zusammengesetzten Selfie-Gruppenbild mit KI-Hilfe ("Mich hinzufügen").
Seitlicher Blick auf das Google Pixel 10a
Der Rahmen des Google Pixel 10a besteht aus mattem Aluminium, das laut Google zu 100 Prozent aus Recycling besteht.
Foto: COMPUTER BILD / Luca Wittkowski
Günstiges Google Pixel 10a: Display
Günstiges Google Pixel 10a: Das Display ist kontraststark und hell, das Gorilla Glass 7i ist aber nicht so gut entspiegelt wie bei manchem Highend-Smartphone.
Foto: COMPUTER BILD / Luca Wittkowski

Technik von gestern: Prozessor und WLAN

Ein wichtiger Unterschied zu den anderen Pixel-10-Modellen: Google verbaut im 10a nicht den Tensor-G5-Prozessor, sondern den deutlich langsameren G4. Den kennt man schon aus dem 9a. In Benchmark-Tests schnitt der G4 nicht sehr stark ab, selbst der G5 kann mit anderen Android-Prozessoren der Top-Klasse nicht mithalten. Doch im Alltag fällt das nur selten auf: Googles schlankes Android 16 reagierte auch im 10a sehr flüssig und wirkt alles andere als langsam. Wie beim Pixel 10 verzichtet Google auch hier leider auf Wifi 7, doch immerhin gibt es Wifi 6E mit drei WLAN-Frequenzen (2,4 GHz, 5 GHz, 6 GHz), Bluetooth 6.0 und NFC. Ultrabreitband (UWB), wie es viele digitale Autoschlüssel oder manche Nahbereichs-Schlüsselfinder voraussetzen, fehlt.

Starke Akkulaufzeit erwartet – aber kein MagSafe

Und: Wie das 9a hat auch das 10a einen ausdauernden Akku. Die Kapazität ist mit 5.100 mAh gleich geblieben, Google will die Alltagslaufzeit sogar noch verbessert haben. Hier darf man gespannt sein, ob das 10a im Labor-Test die damals exzellente Laufzeit des 9a (über 18 Stunden) noch toppen kann. Die Ladeleistung bleibt bei 30 Watt per Kabel und 10 Watt induktiv. Leider fehlt dem 10a die magnetische Halterung, die man vom iPhone als MagSafe kennt. Beim Pixel 10 ist sie drin.
Günstiges Google Pixel 10a im ersten Check
Was spricht für, was spricht gegen das Pixel 10a?
Foto: COMPUTER BILD / Luca Wittkowski

Pixel 10a: Preis, Release

Das Pixel 10a erscheint am 5. März 2026. Mit 549 Euro für die 128-GB-Speichervariante ist der Einstiegspreis nicht höher als beim Vorgänger 9a. Die 256-GB-Variante kostet 649 Euro. Zum Vergleich: Das Pixel 10 hat eine UVP von 899 Euro, das Pixel 10 Pro beginnt bei 1.099 Euro (in den Basismodellen ebenfalls mit 128 GB).

Einschätzung: Das Pixel 10a könnte ein Volltreffer werden

Zugegeben: Wer auf Höchstleistung und technische Innovationen steht, dem dürfte das 10a nur ein müdes Gähnen entlocken. Doch für viele andere könnte es genau das Richtige sein: Es bietet (abseits vom Zoom) eine sehr gute Alltagskamera, eine starke Akkulaufzeit, fühlt sich angenehm an und sieht gut aus – vor allem aber ist es eins von wenigen Smartphones, für deren Kamera-Ausbuchtung man sich nicht eine zweite Tasche an die Hose nähen muss. Warum eigentlich kommt sonst niemand auf diese Idee?