Modelle von JBL, Bose, Teufel & Co. auf dem Prüfstand
Tragbare Lautsprecher im Test: Power-Sound im handlichen Format
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Welche Box bringt unterwegs wirklich Stimmung? COMPUTER BILD hat tragbare Bluetooth-Lautsprecher geprüft und zeigt, welche Modelle Klang, Ausdauer und Alltagstauglichkeit am besten vereinen.
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Ob beim Festival, auf der Gartenfeier oder im Urlaub am Meer: Ohne Musik kommt keine richtige Stimmung auf. Zwar lassen sich Songs auch über Smartphone oder Tablet abspielen, doch gerade unterwegs stoßen die Geräte schnell an ihre Grenzen, wenn es um Klangqualität und Lautstärke geht. Die Lösung sind mobile Bluetooth-Lautsprecher. Die handlichen Boxen verschwinden problemlos im Rucksack oder in der Tasche und sind damit ideal für unterwegs. Die Verbindung mit dem Smartphone erfolgt kabellos per Bluetooth in wenigen Sekunden, sodass sich Musik von Streaming-Diensten wie Spotify oder auch der Sound von Videos direkt wiedergeben lässt. Viele Modelle sind darüber hinaus widerstandsfähig konstruiert und kommen auch mit leichten Regenschauern zurecht. Doch welches Modell erfüllt Ihre Anforderungen am besten? Der umfangreiche Test von COMPUTER BILD gibt einen Überblick und zeigt, welche Bluetooth-Lautsprecher wirklich überzeugen können.
Testsieger ist der Teufel MYND, der durch sein solides Design und hervorragenden Klang überzeugt. Besonders hervorzuheben ist die umfangreiche Ausstattung: Er versorgt externe Elektronik mit Strom und bietet neben Bluetooth auch einen Klinken- und USB‑C‑Anschluss. Was den MYND jedoch wirklich auszeichnet, ist sein Nachhaltigkeitsansatz.
Das Gehäuse lässt sich öffnen, auseinanderbauen und mit Ersatzteilen versorgen. Zudem besteht die Möglichkeit, den Lautsprecher mit Komponenten aus dem 3D-Drucker nachzurüsten. Schaltpläne und Firmware sind online ebenfalls verfügbar – so etwas findet man selten! Erhältlich ist der Teufel MYND für etwa 175 Euro (Preis zum Testzeitpunkt).

Auf die inneren Werte kommt es an: Teufel zeigt sich beim MYND sehr offenherzig.
Foto: COMPUTER BILD / Jan Michelsen
Preis-Tipp ist der Soundcore Boom 2. Er erweist sich als ordentlicher Bluetooth-Lautsprecher, dem es jedoch ein wenig an echten Highlights mangelt. Die Akkulaufzeit ist mit 18,5 Stunden gut, die Powerbank-Funktion überzeugt – auch wenn das Apple iPhone außen vor bleibt.
Beim Klang ist allerdings noch Luft nach oben, zumal ohne den eigentlich optionalen Bass-Boost ein eher laues Lüftchen weht. Dafür ist der Boom 2 wasserdicht und schwimmt sogar an der Oberfläche wie eine Boje. Der Preis: Knapp 90 Euro (Preis zum Testzeitpunkt).
Überzeugen muss ein guter tragbarer Lautsprecher vor allem mit seinem Klang. Zu 45 Prozent fließt dieser Testpunkt in die Endnote ein. Ob die kompakten Boxen Wumms haben, ermitteln die Redakteure mithilfe eines Schallpegelmessgeräts. Dazu nehmen sie 1 Meter vor dem Gerät Platz und lassen es bei Maximallautstärke einen 400-Hertz-Ton abspielen. Der dadurch entstandene Schalldruck lässt sich in Dezibel messen. Um gegen Umgebungslärm anzukommen, müssen die tragbaren Lautsprecher mindestens die 85-Dezibel-Grenze knacken (Lautstärke einer Hauptverkehrsstraße). Wichtig für die Mobilität der Musikspender sind Größe, Gewicht, Akkulaufzeit und Robustheit. Diese Punkte machen 20 Prozent der Testnote aus.

Der Klang der portablen Lautsprecher ist entscheidend. Größe, Gewicht und Akkulaufzeit sind es ebenfalls.
Foto: COMPUTER BILD
Wie gut die tragbaren Lautsprecher gegen Wasser und Staub geschützt sind, geben Hersteller mit der sogenannten IP-Schutzart an. So besitzt das Gehäuse des Grundig Jam Earth die Schutzstufe IPX7. Damit übersteht es den nachmittäglichen Regenschauer und das umgeworfene Getränk auf der Picknickdecke. Das "X" an dritter Stelle bedeutet, dass der Hersteller die Staubdichtigkeit nicht getestet hat. Da greift man beispielsweise zur Beats Pill (2024). Die fällt unter die Schutzstufe IP67, womit sie gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen geschützt ist. Auch hier machen die Redakteure den Härtetest und halten die Testkandidaten in eine Wassersäule. Ins Meer oder chlorhaltige Pool-Wasser sollte man die Box trotzdem nicht fallen lassen. Auch gilt das Hersteller-Versprechen nicht bei seifenhaltigem Badewasser oder längerem sowie regelmäßigem Untertauchen.
Ganz weit vorne im Test liegt auch der Bose SoundLink Plus. Der Bluetooth-Lautsprecher sieht toll aus, wirkt wertig und ist gegen Wind und Wetter gerüstet. Der Klang überzeugt, die Bedienung ist einfach und die Akkulaufzeit mit über 28 Stunden ebenfalls erfreulich.
Dank Powerbank-Funktion lässt sich weitere Technik mit Strom versorgen. Einzig bei den Audio-Eingängen sieht es mit ausschließlich Bluetooth etwas mau aus. Erhältlich ist der Bose SoundLink Plus für knapp 240 Euro (Preis zum Testzeitpunkt).

Für die Steuerung stehen an der Oberseite sechs Tasten bereit.
Foto: COMPUTER BILD
Im Test von COMPUTER BILD erwies sich der JBL Xtreme 4 als rundum starker Bluetooth-Lautsprecher. So überzeugt der Klang mit betonten Höhen und Bass. Details sind dadurch gut hörbar. In den Tiefen ist der Lautsprecher bemüht, er verliert aber schnell an Substanz. Insgesamt ist der Klang jedoch angenehm.
Etwa für Ausflüge ist er mit einer Akkulaufzeit von 28 Stunden inklusive Powerbank-Funktion ideal geeignet. Besonders erfreulich ist außerdem die Möglichkeit, müde Akkus komplett zu tauschen. Das Gehäuse wirkt robust und wertig. Die Bedienung ist simpel. Preislich liegt der JBL Xtreme 4 bei knapp 200 Euro (Preis zum Testzeitpunkt).

Gut ausgestattet: Geht dem Handy der Saft aus, hilft der JBL Xtreme 4 weiter.
Foto: COMPUTER BILD
Da das Platzangebot für den Akku begrenzt ist, ziehen kleine Boxen aufgrund ihrer kompakten Bauweise oft den Kürzeren bei der Akkulaufzeit. Ausnahmen bestätigen aber bekanntlich die Regel. So schaffte es der B&O Beosound Explore auf eine Laufzeit von 23 Stunden und 18 Minuten; der Grundig Jam Earth knackte sogar die 32-Stunden-Marke. Noch ein wenig länger hielt der SoundLink Max mit satten 35 Stunden durch.
Das aktuelle Lieblingslied voll aufzudrehen, ist nicht immer eine gute Idee. Was die eigenen Ohren erfreut, sorgt in der Öffentlichkeit oder unter Nachbarn oft für Ärger. Doch wie laut darf es im Park, am See oder auf der Terrasse sein? Dafür gibt es keine einheitlichen Regeln. Generell gilt: Andere Personen dürfen sich durch Lärm nicht belästigt fühlen. Wann die Grenze überschritten ist, unterscheidet sich aber von Mensch zu Mensch. Manche Städte und Gemeinden bieten für öffentliche Flächen Vorschriften zum Nutzungsverhalten. Außerdem steht das mitunter im Mietvertrag.
Der beste tragbare Lautsprecher im Test ist der Teufel MYND. Er ist wetterfest und hat einen Tragegriff. Zudem überzeugen die Powerbank-Funktion und sein Nachhaltigkeitsansatz. Eine Empfehlung für preisbewusste Audio-Fans ist der große Soundcore Boom 2. Er hält knapp 18,5 Stunden durch und ist wasserdicht.
Welcher tragbarer Lautsprecher ist am besten?
Der beste tragbare Lautsprecher ist der Teufel MYND. So überzeugte er unter anderem mit nützlicher Powerbank-Funktion, robuster Verarbeitung und gutem Nachhaltigkeitsansatz. Dicht dahinter: der Bose SoundLink Plus.
Was kann man mit einem tragbaren Lautsprecher machen?
Ein tragbarer Bluetooth-Lautsprecher eignet sich hauptsächlich zum Abspielen von Musik. Die holt er sich zum Beispiel vom Smartphone. Einige Testgeräte verfügen über eine USB-Buchse, womit sich die Box auch als Powerbank nutzen lässt.
Welcher tragbare JBL-Lautsprecher ist am besten?
Die mobilen Boxen von JBL schaffen es im Vergleich auf die vorderen Plätze. Unter den Boxen des Herstellers schnitt die JBL Boombox 3 am besten ab. Er lieferte im Test einen kraftvollen Klang. Im Übrigen besitzt der Lautsprecher ein wasserdichtes Gehäuse und eine Powerbank-Funktion.
IP-Klassen: Was bedeuten IPX7 & Co.?
Eine IP-Klasse (IP: International Protection) ist ein internationaler Standard, der angibt, inwieweit ein elektronisches Gerät gegen äußere Einflüsse – insbesondere Fremdkörper wie Staub, aber auch Wasser – geschützt ist. Jede IP-Klasse besteht aus der Bezeichnung "IP" und zwei Kennziffern. Das sieht dann in etwa so aus: IP##.
Die erste Ziffer beschreibt, wie gut das Gerät gegen Fremdkörper geschützt ist. Folgende Schutzklassen gibt es:
0 = kein Schutz
1 = Schutz gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ≥ 50 Millimeter) und großflächige Berührungen mit der Hand
2 = Schutz gegen feste Fremdkörper (Durchmesser ≥ 12,5 Millimeter) und Berührungen mit den Fingern
3 = Schutz gegen feste Fremdkörper und Berührungen mit Werkzeugen, Drähten und dergleichen (Durchmesser ≥ 2,5 Millimeter)
4 = Schutz gegen feste Fremdkörper und Berührungen mit Werkzeugen, Drähten und dergleichen (Durchmesser ≥ 1 Millimeter)
5 = Schutz gegen Staub in schädigender Menge und Berührungen
6 = staubdicht und Schutz gegen Berührungen
Die zweite Ziffer gibt den Grad des Schutzes gegen Wasser an. Die Schutzklassen lauten:
0 = kein Schutz
1 = Schutz gegen senkrecht fallende Wassertropfen (Tropfwasser)
2 = Schutz gegen schräg fallende Wassertropfen (Gehäuseneigung = bis zu 15 Grad)
3 = Schutz gegen schräg fallende Wassertropfen (Gehäuseneigung = bis zu 60 Grad)
4 = Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen
5 = Schutz gegen Wasserstrahl aus beliebigem Winkel
6 = Schutz gegen starkes Strahlwasser aus beliebigem Winkel
7 = Schutz gegen Wassereindringung bei zeitweisem Eintauchen (bis zu 30 Minuten)
8 = Schutz gegen Wassereindringung bei dauerhaftem Eintauchen
9 = Schutz gegen Wassereindringung bei starkem Druck (Düse, Dampfstrahl)
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