In-Ears von Huawei unter der Lupe
Huawei-Kopfhörer im Test: In-Ear-Modelle im großen Vergleich
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Sie suchen nach guten Kopfhörern von Huawei? COMPUTER BILD hat die besten Huawei-In-Ears für Sie getestet.
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Huawei hat sich längst als ernst zu nehmende Alternative bei In-Ear-Kopfhörern etabliert. Der Hersteller bietet eine breite Auswahl an Modellen, die im Alltag überzeugen. Doch welches ist das beste? Im großen Vergleich zeigt die Redaktion die stärksten Huawei-Kopfhörer und erklärt, wie gut der App-Support funktioniert. Weitere Empfehlungen finden Sie auch in unserer Übersicht zu den besten In-Ear-Kopfhörern.
Auf dem ersten Platz landen die Huawei FreeBuds 5 Pro. Der Klang punktet mit vielen Details und einem kraftvollen, gut dosierten Bass. Die Höhen sind leicht scharf, das gibt dem sonst eher flachen Sound etwas mehr Charakter. Die Mitten könnten ein wenig lauter sein. Dadurch wirkt der Klangcharakter etwas kühl. Stimmen sind stets sauber und wirkten im Test weitestgehend unverfälscht.
Die Bedienung ist super, die Hersteller-App bietet sehr viele praktische Funktionen, und die Kopfhörer sitzen sehr angenehm in den Ohren. Im Test hielt der Akku 7 Stunden und 19 Minuten durch. Erhältlich sind die FreeBuds 5 Pro für knapp 165 Euro (Preis zum Testzeitpunkt).

Das schicke Case passt optisch gut zu den Huawei FreeBuds Pro 5.
Foto: COMPUTER BILD, Parwez Mohabat
Die Huawei FreeBuds 6i sind gute In-Ears für den eher schmalen Geldbeutel. Der Tragekomfort ist hoch, die aktive Geräuschunterdrückung arbeitet zuverlässig.
Dem direkten Vorgänger sind die Ohrstöpsel allerdings in vielen Belangen unterlegen: Die Akkulaufzeit ist deutlich kürzer, der Klang weniger klar und natürlich. Die In-Ears kosten knapp 60 Euro (Preis zum Testzeitpunkt).

Wir überprüfen die Klangverfälschungen von Kopfhörern im Testlabor mit einem Kunstkopf von Brüel & Kjær.
Foto: COMPUTER BILD
COMPUTER BILD verlässt sich nicht allein auf die erfahrenen Ohren mehrerer Tester: Neben Hörtests führt die Redaktion im Labor zahlreiche Messungen durch, um Kopfhörer objektiv und reproduzierbar zu prüfen. Im Zentrum steht ein Kunstkopf von Brüel & Kjær, dessen Gummiohren innen mit empfindlichen Mikrofonen bestückt sind. So lässt sich mithilfe eines Messgeräts von Audio Precision herausfinden, ob ein Kopfhörer alle Tonhöhen in korrekter Lautstärke wiedergibt, also einen ausgeglichenen Frequenzgang von 20 bis 20.000 Hertz aufweist.
Kunstkopf und Messgerät erfassen etwaige Störfrequenzen des Kopfhörers, sogenannte Verzerrungen. Zusammengenommen bezeichnet man sie als Klirrfaktor. Ebenfalls wichtig: Wie laut spielt ein Kopfhörer an durchschnittlichen Smartphones? Werte über 100 Dezibel (dB) gelten als gesundheitsgefährdend und führen zur Abwertung.

Wie gut klingen die In-Ears? Unsere Tester hören ganz genau hin, wie hier bei den Huawei FreeBuds 5.
Foto: COMPUTER BILD
In der schalldichten Testkammer misst COMPUTER BILD die sogenannte Lautheit – also wie viele Geräusche der Kopfhörer an die Umgebung abgibt: Ein hochempfindliches Mikrofon steht in 1 Meter Entfernung und "hört zu". Der ermittelte Wert ist in Sone angegeben; Lautstärken über 1 Sone stören zum Beispiel Mitreisende in der Bahn. All diese Daten fließen in die Testtabelle ein und ergeben mit dem Hörtest die Testnote.
Die Huawei FreeBuds 7i sind gute In-Ears. Allerdings tritt der Hersteller bei der i-Reihe weiter auf der Stelle. Der Klang ist gut, hat aber hier und da Mängel.
Die Akkulaufzeit ist mit fast 6,5 Stunden nur okay, und die aktive Geräuschunterdrückung kommt vor allem mit hohen Frequenzen nicht klar. Für weitere Einstellungen gibt es eine gute App, die man jedoch weiterhin nur über Umwege bekommt. Nur beim Tragekomfort gibt es nichts zu meckern: Der ist hoch und der Halt sicher. Preis: rund 70 Euro zum Testzeitpunkt.
Mit den Huawei FreeClip 2 macht der Hersteller einen guten Schritt nach vorn. Sie liefern einen dynamischen und klaren Klang, der aber recht kühl ist.
Bedienen lassen sich die In-Ears im Vergleich zu den Vorgängern etwas besser. Akkulaufzeit und Tragekomfort haben sich nicht weiter verbessert, waren aber bereits bei den ersten FreeClip auf einem hohen Niveau. Die 2er kosten gut 180 Euro (Preis zum Testzeitpunkt).
Die Huawei FreeBuds 6 gehören zu den besten In-Ears mit offener Passform. Sie tragen sich sicher und sehr angenehm. Mit ihrem Look fallen sie definitiv auf.
Der Klang ist kraftvoll und überzeugt trotz kleinerer Probleme. Die Akkulaufzeit war im Test okay, die Schnellladung lieferte rasch eine ganze Menge zusätzliche Laufzeit. Selbst die aktive Geräuschunterdrückung klappt zuverlässig, wenn auch mit Abstrichen – Lärm dringt trotzdem weiterhin durch. Der Preis: knapp 95 Euro zum Testzeitpunkt.
Sie passen Ihre Kopfhörer gerne an eigene Vorlieben an, beispielsweise bei der aktiven Geräuschunterdrückung oder beim Klang? Top: Huawei bietet mit "AI Life" eine starke App für mobile Geräte, die allerlei Anpassungen der In-Ears erlaubt. Flop: Während iOS-Nutzer ohne Probleme über den App Store an die Anwendung kommen, geht es auf Android-Geräten aufgrund des US-Embargos nur über Umwege. Über Huaweis offizielle Seite muss man dafür eine Datei herunterladen und diese dann nach mehreren Warnhinweisen seitens Android installieren. Erst dann bekommt man Zugriff auf alle Funktionen der In-Ears. Wie das unter anderem über Huaweis AppGallery funktioniert, erfahren Sie in unserer Anleitung.
Huawei hat jede Menge spannende In-Ear-Kopfhörer im Angebot. Ganz weit vorn dabei in Sachen Preis und Leistung sind die sehr guten Huawei FreeBuds 6i mit tollem Klang und ordentlicher Geräuschunterdrückung. Den Sieg holen allerdings die Huawei FreeBuds 5 Pro mit einem tollen Sound, guter Telefonqualität und gelungener App. Wer nicht so gern In-Ear-Aufsätze im Gehörgang hat, wählt die Huawei FreeBuds 6 (ohne "i") oder die optisch auffälligen Huawei FreeClip 2 als gute Alternativen.
FAQ: Huawei-Kopfhörer
Hat Huawei einen Over-Ear-Kopfhörer im Angebot?
Ja, den FreeBuds Studio. Der schnitt im Test von COMPUTER BILD sogar recht ordentlich ab. Er überzeugte mit einem wirksamen Noise-Cancelling und druckvollem, angenehmem Klang, dem es allerdings an Brillanz fehlte. Zwar schaffte es Huawei nicht, an Größen wie Sony und Bose vorbeizuziehen, trotzdem spielt der Over-Ear oben mit. Das Problem: Der FreeBuds Studio kam bereits 2020 auf den Markt und ist kaum noch zu normalen Preisen erhältlich.
Sind Huawei-Kopfhörer teuer?
Nicht alle. Modelle wie die Huawei FreeBuds 6i gehen bereits ab 60 Euro über die Ladentheke. Technisch stärkere wie die Huawei FreeBuds 5 Pro kosten hingegen deutlich mehr.
Sind Huawei-Kopfhörer wasserdicht?
Alle Huawei-Modelle wie die FreeBuds Pro 4 oder FreeClip 2 sind mindestens nach Schutzklasse IPX4 geschützt vor Spritzwasser und kommen somit in der Regel mit Schweiß oder einem kurzen Regenschauer klar. Dauerhafte Feuchtigkeit schadet der Technik allerdings.
Kann man Huawei-Kopfhörer fürs Telefonieren nutzen?
Ja! So gut wie alle Huawei-Kopfhörer setzen auf Mikrofone in den In-Ears. Darüber lassen sich dann Telefonate führen, auch wenn die Sprachqualität häufig nur mäßig ist. Das Annehmen und Beenden von Gesprächen klappt direkt über die Steuerung am Kopfhörer.
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