Vivo X300 Ultra im Test: Eine fantastische Kamera, die gleichzeitig ein Smartphone ist

Test
6. Juni 2026

Dieses Smartphone ist eher eine Kamera als ein Smartphone. Genau hier liegen auch seine Stärken. Mit starker Hardware und cleveren Funktionen fordert Vivo die Topmodelle von Oppo, Xiaomi und anderen Herstellern heraus.

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Vivo X300 Ultra review 35
Quelle: Luke Baker

Auf einen Blick

Unsere Wertung

Pro

  • Tolle Kameras
  • Tolles Zubehör
  • Schnellladegerät im Lieferumfang enthalten
  • Hervorragende Leistung

Kontra

  • Teuer
  • Groß und schwer

Fazit

Sie suchen das beste Kamera-Smartphone? Dann könnte dieses Modell ganz oben auf Ihrer Liste stehen. Die beeindruckende Kamera-Hardware von Vivo und die starke Bildverarbeitung liefern herausragende Ergebnisse. Vor allem Foto- und Video-Fans kommen bei diesem Smartphone voll auf ihre Kosten. Wegen des hohen Preises dürfte das Gerät allerdings nicht für alle Nutzer interessant sein.

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Aktuell bester Preis: Vivo X300 Ultra

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Das Vivo X200 Ultra war in meinen Augen eines der besten Smartphones des Jahres 2025. Allerdings hatte das Gerät einen großen Haken. Offiziell erschien das Smartphone nur in China, und die Nutzung in anderen Ländern war alles andere als komfortabel. Trotzdem haben mich die Kameras so überzeugt, dass ich die Einschränkungen in Kauf genommen habe. Für mehrere Monate war das Gerät mein Alltags-Smartphone.

Jetzt steht der Nachfolger bereit und erstmals erscheint das Ultra-Modell auch international. Großbritannien und die USA gehen zwar weiterhin leer aus, doch in Deutschland ist das Smartphone offiziell erhältlich. Dadurch wird der Kauf deutlich unkomplizierter.

Das Vivo X300 Ultra will das beste Kamera-Smartphone auf dem Markt sein. Dafür setzt der Hersteller unter anderem auf zwei 200-Megapixel-Sensoren, den größten Ultraweitwinkel-Sensor, der bislang in einem Smartphone verbaut wurde, sowie auf ein beeindruckendes Zubehörpaket mit Objektivaufsätzen.

Günstig ist das Kamera-Flaggschiff allerdings nicht. Zudem gibt es starke Konkurrenz in Form des Oppo Find X9 Ultra und des Xiaomi 17 Ultra, die ebenfalls in Europa erhältlich sind.

Bleibt die Frage, ob ein Preis von fast 2.000 Euro tatsächlich gerechtfertigt ist. Ich habe das Smartphone eine Woche lang intensiv getestet, um genau das herauszufinden.

Design & Verarbeitung

  • Riesiges Kameramodul
  • Glasrückseite, Aluminiumrahmen
  • 232 g, Schutzklasse IP69

Das Vivo X300 Ultra könnte auf den ersten Blick leicht mit seinem Vorgänger verwechselt werden. Es verfügt über eine riesige Kamera-Insel, die die Rückseite des Gehäuses dominiert und die Grenzen zwischen Kompaktkamera und Smartphone verschwimmen lässt.

Das ältere Modell setzte noch auf leicht abgerundete Kanten an allen Seiten, während das X300 Ultra nun eine komplett flache Vorder- und Rückseite bietet. Abgesehen davon fühlt sich die Verarbeitung sehr ähnlich an. Vivo kombiniert erneut eine Glasrückseite mit einem matten Aluminiumrahmen. Das Vivo X300 Ultra ist in Schwarz, Silber und Grün erhältlich. Ich habe die schwarze Variante getestet.

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Die schwarze Farbversion verfügt über eine dezente, matte Rückseite. Auf dem Gehäuse der silbernen Version findet sich ein eingraviertes Berg-Motiv, während das grüne Modell eine zweifarbige Oberfläche mit verschiedenen Grüntönen aufweist. Im Vergleich zur Konkurrenz ist das Design sehr schlicht.

Auch bei den Tasten bleibt Vivo minimalistisch. Das Smartphone verfügt über eine Lautstärkewippe und einen Ein-/Aus-Schalter auf der rechten Seite. Ich war zunächst enttäuscht, dass der Hersteller auf die berührungsempfindliche Kamerasteuerungstaste des Vorgängers verzichtet hat. Wirklich oft benutzt habe ich sie rückblickend beim Vivo X200 Ultra jedoch nicht.

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Das X300 Ultra bietet eine IP69-Zertifizierung gegen Staub und Wasser. Zusätzlich liefert Vivo ab Werk eine Displayschutzfolie sowie eine einfache Silikonhülle mit.

Beides dürfte im Alltag durchaus sinnvoll sein. Nach meinen bisherigen Erfahrungen ist das Glas von Vivo vergleichsweise anfällig für Kratzer, weshalb sich der zusätzliche Schutz empfiehlt. Mein Testgerät weist bislang jedoch noch keine Makel auf.

Das Fotografie-Set

  • Ergonomischer Griff mit Tasten
  • Kompakter 200-mm-Telekonverter
  • Neuer 400-mm-Telekonverter

Das X200 Ultra war das erste Smartphone, bei dem als Zubehör ein externes Telekonverterobjektiv erhältlich war. Es war gewissermaßen ein Trendsetter, da mehrere chinesische Smartphone-Marken inzwischen ähnliche Sets anbieten.

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Anfangs war ich skeptisch, doch die externen Objektive sind deutlich mehr als nur ein Gimmick. Sie liefern eine beeindruckende Detaildarstellung und eine starke Hintergrundkompression. Fotos und Videos wirken dadurch, als wären sie mit einer Systemkamera aufgenommen worden.

Mit dem X300 Ultra entwickelt Vivo das Konzept konsequent weiter. Das bekannte 200-Millimeter-Objektiv wurde überarbeitet und kompakter gestaltet, damit es sich leichter transportieren lässt. Zusätzlich ergänzt erstmals ein 400-Millimeter-Adapter das Zubehör-Set.

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Das Set präsentiert sich zudem in einem neuen Look, mit einer silbernen Lackierung. Die Hülle und der Griff sind hochwertig verarbeitet. Das Konzept bleibt unverändert: Sie bekommen ein Smartphone-Gehäuse mit austauschbaren Objektiven und einen ergonomischen Griff mit integriertem Akku.

Die externen Telekonverter werden direkt vor dem integrierten Telekamera befestigt und ermöglichen dadurch eine Brennweite von wahlweise 200 oder 400 Millimetern. Damit eignet sich die Kamera besonders gut für Konzerte, Tieraufnahmen oder Sportveranstaltungen.

Äußerst gelungen finde ich die Software-Umsetzung von Vivo. Die Telekonverter lassen sich in nahezu allen Aufnahmemodi nutzen. So sind unter anderem Log-Aufnahmen im Pro-Video-Modus, RAW-Fotos und sämtliche Filter auch mit den Zusatzobjektiven verfügbar.

Bei der Stabilisierung reicht das X300 Ultra allerdings nicht ganz an Oppos aktuelles Modell heran. Vor allem bei 400 Millimetern machen sich Verwacklungen schnell bemerkbar, was das genaue Ausrichten des Bildausschnitts erschweren kann. Die Bildverarbeitung von Vivo gleicht allerdings vieles wieder aus.

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Abgesehen davon ist es mit Abstand das flexibelste und vollständigste Zubehörsystem, das wir bisher gesehen haben. Mir gefällt besonders, dass Vivo bei den Objektivhalterungen konsequent geblieben ist. So lässt sich der ursprüngliche Telekonverter weiterhin mit dem neuen Set nutzen und umgekehrt. Das Fotografie-Set ist mit 599 Euro allerdings kein Schnäppchen.

Bildschirm & Lautsprecher

  • 6,82 Zoll, 1.440 × 3.168 Pixel, OLED, 120 Hz
  • 2.160 Hz PWM, 4.500 Nits
  • Stereolautsprecher

Das Display des Vivo X300 Ultra ist im Vergleich zum Vorgänger mit seinen leichten Rundungen nun komplett flach. Damit können Sie Displayschutzfolien leichter anbringen. Auch Schutzhüllen erfüllen ihren Zweck mit erhöhten Kanten nun besser.

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Ansonsten liefert das Display genau die Qualität, die man von einem High-End-Smartphone erwartet. Das 120-Hertz-OLED-Panel sorgt für eine besonders flüssige Darstellung und bleibt selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Farben wirken bereits ab Werk ausgewogen und kräftig, lassen sich über zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten aber zusätzlich individuell anpassen.

Mit 6,82 Zoll fällt das Display allerdings sehr groß aus. Zusammen mit dem markanten Kameramodul auf der Rückseite wirkt das Gerät entsprechend wuchtig. Für kleine Hände ist das Smartphone daher weniger geeignet, und auch die Einhandbedienung gerät schnell an ihre Grenzen.

Auch bei den Lautsprechern hat Vivo spürbar nachgebessert. Sie klingen klarer als noch beim Vorgänger, zudem fällt der Bass etwas kräftiger aus. Gerade beim Streaming oder Gaming macht sich das positiv bemerkbar. Zwar reicht die Klangqualität nicht ganz an die absolute Spitzenklasse heran, insgesamt liefern die Stereo-Lautsprecher aber eine überzeugende Leistung.

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Was noch stärker ins Gewicht fällt, ist die deutlich verbesserte Bluetooth-Übertragung. Verbindungsabbrüche treten seltener auf, und auch die Stabilität wirkt insgesamt höher. Zudem klingt Musik beim Streaming, etwa über das Autoradio, klarer und sauberer als noch beim Vorgänger.

Ausstattung & Rechenleistung

  • Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5
  • 16 GB RAM
  • 1 TB Speicher

Das Vivo X300 Ultra setzt auf Qualcomms aktuelles Top-Modell, den Snapdragon 8 Elite Gen 5. Mein Testgerät ist zudem mit 1 Terabyte Speicher und 16 Gigabyte RAM ausgestattet. Dazu kommt eine 22 Prozent größere Vapor Chamber, die die Temperaturentwicklung unter Last besser im Griff behalten soll.

Im Alltag wirkt das Smartphone entsprechend extrem schnell, egal welche Aufgabe es gerade ausführt. Auch beim Gaming zeigt sich die Leistung auf sehr hohem Niveau. Ich habe einige Stunden in “NTE” verbracht, einem grafisch sehr anspruchsvollen Gacha-Titel. Das X300 Ultra hat diese Herausforderung problemlos gemeistert.

Ich konnte alle Grafikeinstellungen auf Maximum setzen, die Bildrate blieb dabei meist stabil im Bereich von 50 bis 60 Bildern pro Sekunde. Nach längerer Spielzeit wurde das Gerät zwar spürbar warm. Das überrascht in dieser Leistungsklasse jedoch nicht.

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Diese Ergebnisse spiegelten sich auch in unserer üblichen Reihe von Benchmark-Tests wider. Das Smartphone erzielte durchweg konkurrenzfähige Werte und erreichte im 20-minütigen “Wild Life Extreme Stress Test” eine respektable Stabilitätsrate von über 65 Prozent.

Erwähnenswert ist auch, dass die haptischen Rückmeldungen beim X300 Ultra verbessert wurden. Die Vibrationen fühlen sich präziser an, was beim Tippen einen großen Unterschied macht und auch das Spielerlebnis verbessert.

Vivo X300 Ultra Benchmarks

Kameras

  • 200 MP f/1,9 35-mm-Hauptkamera (1/1,12 Zoll)
  • 200 MP, f/2,7, 85-mm-Teleobjektiv (1/1,4 Zoll)
  • 50 MP, f/2,0, 14-mm-Ultraweitwinkel (1/1,28 Zoll)
  • 50 MP, f/2,5 Selfie-Kamera (1/2,76 Zoll)

Auf den ersten Blick fällt beim X300 Ultra vor allem die Kameraausstattung auf. Auf der Rückseite finden Sie drei der beeindruckendsten Kameras, die je in einem Smartphone verbaut wurden.

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Die größte Hardware-Verbesserung betrifft die Hauptkamera. Sie verfügt über einen größeren 1/1,12-Zoll-Sensor mit 200 Megapixeln. Im Vorgänger kam noch ein 50-Megapixel-Sensor mit 1/1,28 Zoll zum Einsatz. Es ist zudem eines der wenigen Smartphones, dessen Hauptkamera eine 35-Millimeter-Brennweite bietet. Bilder, die mit diesem typischen “Reportage-Objektiv” aufgenommen werden, wirken natürlicher und nicht so verzerrt, wie die typischen Smartphone-Fotos, bei denen meist 23-Millimeter-Objektiven genutzt werden.

Dadurch vermitteln die Fotos den Eindruck, als wären sie mit einer Systemkamera aufgenommen worden. Die Brennweite eignet sich hervorragend für Street-Fotografie, Reisen und Porträts. Sie bietet zudem eine stärkere Tiefenunschärfe als eine typische Hauptkamera. Der Hintergrund wird damit weicher, ohne dass Sie den Porträtmodus aktivieren müssen.

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Der Nachteil dabei ist, dass die Hauptkamera für POV-Videoaufnahmen und Selfies mit der Rückkamera deutlich weniger nützlich ist. Vivo schafft hier Abhilfe mit der Ultraweitwinkelkamera. Während sie bei anderen Smartphones oft stiefmütterlich behandelt wird, ist sie im Vivo X300 Ultra ein echtes Kraftpaket.

Die Ultraweitwinkelkamera verfügt über einen riesigen 1/1,28-Zoll-Sensor (entsprechend der Hauptkamera des iPhone 17 Pro) und eine Auflösung von 50 Megapixeln. Das sorgt dafür, dass die Kamera in allen Lichtbedingungen gute Ergebnisse liefert. Außerdem können Sie aus dem Ultraweitwinkelbild nachträglich einen engeren Bildausschnitt wählen, der ungefähr einer 23-Millimeter-Brennweite (Standard-Weitwinkel) entspricht, ohne dass die Bildqualität leidet.

Abgerundet wird das Trio durch das beeindruckende 200-Megapixel-Teleobjektiv. Der 1/1,4-Zoll-Sensor bietet eine Brennweite von 85 Millimetern. Die Kamera gehört zu den besten Teleobjektiven auf dem Markt. Konkurrent Honor hat sich von der Technik für das Magic 8 Pro inspirieren lassen.

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Die 50-Megapixel-Selfie-Kamera an der Smartphone-Vorderseite bleibt unverändert. Sie ist ganz klar die schwächste der Gruppe. Sie ist zwar bei weitem keine schlechte Kamera, aber im Vergleich zu den wahnsinnig guten Kameras auf der Rückseite wirkt sie ziemlich glanzlos.

Wenn Sie das X200 Ultra kennen, könnten Sie von den Kameraspezifikationen etwas enttäuscht sein. Die Ausstattung bleibt weitgehend gleich, die Hauptkamera hat ein Upgrade erhalten. Das Teleobjektiv könnte man sogar als Downgrade betrachten. Die maximale Offenblende ist kleiner geworden, um eine bessere Kompatibilität mit den Telekonverter-Objektiven zu gewährleisten.

Ich würde allerdings sagen, dass die Hardware hier gar nicht der spannendste Teil ist. Viel beeindruckender sind die Software-Funktionen, die Vivo in die Kamera-App integriert hat. Vor allem wenn Sie gerne Videos aufnehmen, kommen Sie hier voll auf Ihre Kosten.

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Mir persönlich gefällt die Funktion am besten, mit der Sie während der Aufnahmen von Video mit 4K und 60 Bildern pro Sekunde unterschiedliche Filter anwenden können. Ähnlich wie im Fotomus können Sie die Filter mit Farb- und Ton-Reglern im Apple-Stil feintunen. Bei den meisten Mitbewerbern können Sie Videofilter nur bei 1080p oder darunter nutzen. Ich habe außerdem noch nie ein Smartphone mit so vielen Anpassungsmöglichkeiten gesehen.

Ebenfalls neu ist ein Kinomodus, der den Look von Spielfilmen nachahmt. Diese Optionen sind nicht ganz so anpassbar, sehen aber absolut atemberaubend aus, insbesondere die Voreinstellung “Film Style”. Sie funktioniert bei 4K und wendet einen Breitbild-Ausschnitt mit kinoreifer Bewegungsunschärfe, Filmkorn und Highlight-Blooming an.

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Vivo richtet sich auch an professionelle Anwender. Das X300 Ultra verfügt über ein brillantes Log-Profil mit einer Auswahl an wunderschönen LUTs und unterstützt nun APV, genau wie das Samsung Galaxy S26 Ultra.

Unabhängig von den Lichtverhältnissen ist das Vivo X300 Ultra zweifellos eines der besten Smartphones für Foto- und Videoaufnahmen. Das Oppo Find X9 Ultra ist ein starker Konkurrent im Fotobereich und übertrifft es beim Super-Telezoom, kommt jedoch bei weitem nicht an die Flexibilität des Vivo-Modells bei Videoaufnahmen heran.

Akkulaufzeit & Aufladen

  • 6.400-mAh-Akku
  • 100 W kabelgebundenes Laden
  • 40 W kabelloses Laden

Das Vivo X300 Ultra gehört zu den eher ungewöhnlichen Smartphones, bei dem die Akkukapazität je nach Region leicht zu variieren scheint. In Europa liegt sie offenbar bei rund 6.400 Milliamperestunden, während in anderen Märkten von etwa 6.600 Milliamperestunden die Rede ist. Offiziell nennt Vivo für die EU zwar ebenfalls einen Wert um die 6.600 Milliamperestunden, in der Praxis werden aber häufig etwas niedrigere, gerundete Werte angegeben. Zusammengefasst bleibt es jedoch ein sehr großer Akku, vor allem im Vergleich zu Geräten von Samsung oder Apple.

Die Akkulaufzeit ist entsprechend sehr gut. Wer jedoch zuvor ein Oppo Find X9 Ultra mit seinem riesigen 7.050 Milliamperestunden Akku genutzt hat, wird den Unterschied bei der Laufzeit bemerken. Entscheidend ist aber, dass das Vivo trotzdem sehr solide durchhält.

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Das X200 Ultra lädt mit 100 Watt per Kabel und mit 40 Watt kabellos. Ein Schnellladegerät ist im Lieferumfang enthalten, was sehr ungewöhnlich ist. Um die hohe Ladegeschwindigkeit nutzen zu können, müssen Sie Schnellladen jedoch zuerst im Einstellungsmenü aktivieren.

Nach 30 Minuten am Ladegerät war der Akku von leer auf über 50 Prozent aufgeladen. 100 Prozent erreichte das Smartphone nach 60 Minuten.

Benutzeroberfläche & Apps

  • OriginOS 6, basierend auf Android 16
  • Kompatibel mit Apple-Geräten
  • Neue “Private Space”-Funktion

Das X300 Ultra läuft, wie alle neuen Vivo-Modelle, mit der globalen Version von OriginOS 6. Damit gehört FunTouch OS (Vivos bisherige Benutzeroberfläche) der Vergangenheit an. OriginOS 6 ist optisch wesentlich ansprechender und bietet flüssige Animationen.

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Die Benutzeroberfläche hat sich in einigen Bereichen von Apple inspirieren lassen. Vivo hat eine eigene Version des Dynamic Island (Origin Island), einige UI-Elemente weisen einen Liquid-Glass-ähnlichen Effekt auf, und der Sperrbildschirm unterstützt Tiefeneffekte sowie gestreckte Uhrenanzeigen.

Die Elemente sehen gut aus und funktionieren auch gut. Und dank der umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten von Vivo können Sie die Benutzeroberfläche mit wenigen Fingertipps nach Ihren Wünschen gestalten.

Vivo scheint deutlich mehr Zeit in die Kamera-App investiert zu haben als in den Rest des Betriebssystems. Hier gibt es in der neuesten OriginOS-Version nur wenige Änderungen. Einige davon erwiesen sich in meinem Test jedoch als besonders nützlich.

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Ganz oben auf der Liste steht die verbesserte Kompatibilität mit Apple-Geräten. Mit der Office Kit-Software von Vivo können Sie nahtlos Daten auf Macs und iPads übertragen und von diesen abrufen. Zudem unterstützt Vivo die neueste Cross-Kompatibilität von Googles Quick Share und AirDrop. Damit ist das X300 Ultra auch mit iPhones kompatibel.

Wenn Sie AirPods verwenden, bietet das X300 Ultra ein besseres Erlebnis als die meisten Android-Geräte. Es kann den Verbindungsstatus und den Akkustand in Echtzeit auf der Origin Island anzeigen und unterstützt sogar die Wiedergabe von Spatial Audio.

Außerdem gibt es eine neue “Private Space”-Funktion, mit der Sie einen separaten, passwortgeschützten Startbildschirm einrichten können. Hier können Sie isolierte Apps und Dateien ablegen, auf die Sie von Ihrem normalen Betriebssystem aus nicht zugreifen können. Auf diese Weise können Sie Ihre persönlichen Daten vor neugierigen Blicken schützen.

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Vivo verspricht fünf Jahre Betriebssystem-Updates und sieben Jahre Sicherheitsupdates. Damit ist das Smartphone langfristig gut versorgt, an die noch längeren Update-Zeiträume von Google, Samsung oder Apple reicht Vivo aber weiterhin nicht heran.

Preis & Verfügbarkeit

Bei Online-Händler Amazon ist das Vivo X300 Ultra mit 1 Terabyte Speicher und 16 Gigabyte RAM für 1.999 Euro erhältlich. Für 2.667 Euro bekommen Sie das X300 Ultra im Bundle mit dem Fotografie-Set.

Preislich bewegt sich das Smartphone nahezu auf dem Niveau eines Samsung Galaxy S26 Ultra mit 1 Terabyte Speicher, bei den Kameras spielt Vivo jedoch in einer anderen Liga. Für die richtige Zielgruppe dürfte der hohe Preis deshalb durchaus gerechtfertigt sein. Weitere Alternativen finden Sie in unserem Test der besten Smartphones 2026.

Fazit

Bei Flaggschiff-Smartphones spielt die Zielgruppe ein große Rolle. Für das Vivo X300 Ultra sind es ganz klar Foto- und Video-Enthusiasten. Wenn Ihr ideales Smartphone eine DSLM im Taschenformat ist, dann werden Sie beim X300 Ultra fündig.

Die Kameras gehören zweifellos zu den besten, die ich je getestet habe. Das gilt insbesondere für die Videoaufnahme, bei der Vivo Ihnen eine unvergleichliche Auswahl an Optionen bietet. Auch die übrigen Features sind großartig. Das X300 Ultra ist ein leistungsstarkes Gerät, das sich hervorragend zum Spielen eignet. Der Bildschirm und die Lautsprecher sind solide, die Akkulaufzeit ist gut und Sie bekommen eine 100-Watt-Schnellladefunktion.

Der größte Konkurrent in Hinblick auf Kameras ist das Oppo Find X9 Ultra. Es verfügt über eine zusätzliche Kamera und einen größeren Akku. Ich bevorzuge die Fotos des Oppo (im Master-Modus), aber Vivo hat mit seinen Videoaufnahmeoptionen und der 35-Millimeter-Hauptkamera einen klaren Vorteil.

Die Nachteile des X300 Ultra liegen auf der Hand. Zum einen wäre da das riesige Kamera-Modul auf der Rückseite, das einige Käufer abschrecken könnte. Zum anderen wäre da der Premium-Preis von fast 2.000 Euro sowie zusätzliche 600 Euro, die für das Fotografie-Set fällig werden. Wenn Sie jedoch auf der Suche nach dem besten Kamerahandy auf dem Markt sind, kommen Sie um das Vivo X300 Ultra nicht herum. Es ist wirklich außergewöhnlich. 

Technische Daten

  • OriginOS 6, basierend auf Android 16
  • 6,82 Zoll, 1.440 × 3.168 Pixel, OLED, 120 Hz
  • Ultraschall-Fingerabdrucksensor
  • Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5
  • 16 GB RAM
  • 1 TB Speicher
  • Kameras:
  • 200-MP-Hauptsensor
  • 50-MP-Ultraweitwinkel
  • 200-MP-3,7-fach-Teleobjektiv
  • 50-MP-Selfie-Kamera
  • Bis zu 8K30 / 4K120 Videoaufnahmen mit der Rückkamera
  • Stereolautsprecher
  • Dual-SIM
  • WLAN 802.11 a/b/g/n/ac/6/7
  • Bluetooth 5.2
  • 6.400-mAh-Akku
  • 100-W-Laden über Kabel
  • 40 W kabelloses Laden
  • 163 x 76,8 x 8,2 mm
  • IP69-zertifiziert
  • 232 g
  • Farben: Schwarz, Silber, Grün
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Dieser Artikel erschien zuerst bei unserer Schwesterpublikation Tech Advisor und wurde aus dem Englischen übersetzt und lokalisiert.

Luke Baker
Autor, PC-WELT

Luke ist ein freiberuflicher Journalist, der seit über zehn Jahren im Bereich Unterhaltungselektronik tätig ist. Zuvor war er Redakteur für Features bei Pocket-lint. Heute schreibt er für verschiedene Publikationen Testberichte und Features und betreibt in seiner Freizeit einen YouTube-Kanal namens Neon Airship. Luke liebt alles, was Bilder macht, sei es ein Smartphone, eine Kamera oder eine Drohne, und er begeistert sich auch für die neueste VR- und AR-Technologie.

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