Die wichtigste Neuerung von Apples Top-iPad ist ein schnellerer M5-Chip mit besserer KI-Leistung, es gibt aber noch zahlreiche weitere kleine Neuheiten.
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Auf einen Blick
Unsere Wertung
Fazit
Das neue iPad Pro M5 ist das beste Tablet auf dem Markt – das lässt sich Apple jedoch teuer bezahlen. Das Display ist deutlich besser als bei den anderen iPads und mit Apples guter Tastaturhülle wird für viele Anwender ein Macbook überflüssig. Für mehr Leistung bei KI-Anwendungen zudem mehr Arbeitsspeicher für die Einstiegsmodelle. Ein Upgrade vom M4-Modell ist aber nicht erforderlich und das viel günstigere iPad Air M3 ist ein starker Konkurrent.
Pro
- Erstklassiges Display
- Hervorragende Leistung
- Gute Akkulaufzeit
- Leichter und dünner als iPad Air
- Schnelle Thunderbolt-Schnittstelle
- Gute Tastaturhülle
- Mattes Display
- Neue Optimierungen für KI-Anwendungen
Kontra
- Hoher Preis
- Teure Tastaturhülle
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Aktuell bester Preis: Apple iPad Pro 11-inch (M5, 2025)
Als Apple vor etwas über einem Jahr das iPad Pro M4 vorstellte, bekam das neue Modell eine Fülle an Neuerungen und ein komplett neues Design. Von den iPad-Air-Modellen kann sich Apples Premium-Serie durch ein flacheres Gehäuse, ein großartiges OLED-Display und einen schnellen Chip abheben. Das neue iPad Pro M5 ist allerdings eher als ein Facelift zu sehen – der M4-Chip wird nun durch einen M5-Chip ersetzt und es gibt im Detail kleine Verbesserungen.
Das iPad Pro ist nun knapp hundert Euro günstiger als der Vorgänger, der Einstiegspreis von 1.099 Euro ist aber noch immer üppig und mit dem iPad Air hat Apples Premium-Tablet einen starken Konkurrenten. Meiner Meinung nach ist das Pro aber diesen Aufpreis wert, vor allem wenn Sie ein iPad mit 13-Zoll-Display haben wollen.
Design
Sie schwanken zwischen dem Kauf eines iPad Air und eines iPad Pro? Eleganter und moderner ist eindeutig das iPad Pro: Apple ist es beim iPad Pro gelungen, ein elegantes und dünnes Gehäuse zu konstruieren, das dennoch sehr robust und wertig ist. Nur 5,1 Millimeter ist das 13-Zoll-Modell dick, das 11-Zoll-Modell 5,3 Millimeter.
Möglich machte dies vor allem der Wechsel zur OLED-Technologie, die viel Platz spart. Diesen Vorteil kann das Pro vor allem bei einem Vergleich der beiden 13-Zoll-Modelle ausspielen: Das iPad Air 13 ist deutlich größer und mit 682 Gramm gegenüber 579 Gramm spürbar schwerer. Bei einem Mobilgerät ist dies ein echter Nachteil.
Die Qualität und Verarbeitung sind erstklassig, dank robustem Aluminiumgehäuse wird das Gerät wohl auch nach vielen Jahren intensiver Nutzung einen repräsentativen Eindruck machen. Die Abmessungen und das Gewicht sind übrigens mit dem Vorgänger identisch.
Wie wir schon beim Vormodell bemängelten: Leider ist durch das neue Design das erste Magic Keyboard nicht kompatibel. Für die Modelle M4 und M5 müssen iPad Pro-Nutzer mit altem Zubehör eine neue Tastaturhülle (in zwei Farben) und auch eine neue Schutzhülle erwerben.
Es ist übrigens nur an einem kleinen Detail möglich, die beiden Generationen M4 und M5 zu unterscheiden: Nur das M4-Modell hat eine Modellbeschriftung auf der Rückseite, beim M5-Modell fehlen Seriennummer und Modellnummer.
Erstklassiges Display
Die große Stärke der iPad-Pro-Modelle ist ihr erstklassiges Display, das wir schon beim Vorgänger ausführlich vorgestellt haben. Apple verbaut wie im Vormodell ein sogenanntes Tandem-OLED-Panel. Dieses ist mit bis zu 1.000 Nits etwa doppelt so hell wie die IPS-Panel der Air-Modelle, bei HDR-Inhalten kann es die Helligkeit sogar auf 1.600 Nits steigern – bei HDR-Fotos oder HDR-Videos ein echter Vorteil. Auch die adaptive Bildwiederholrate von 1 Hertz bis 120 Hertz Pro Motion wird unterstützt.

Eugen Wegmann
Die Modelle mit 1 TB und 2 TB können gegen Aufpreis zudem mit Nanotexturglas ausgestattet werden, was Spiegelungen deutlich verringert. Allerdings werden die Displays dadurch auch etwas empfindlicher gegen Kratzer.
Für farbkritische Aufgaben wie professionelle Bildbearbeitung oder Videoschnitt bietet das iPad Pro einen besonderen „Referenzmodus“, bei dem das iPad Referenzfarben für gängige Farbstandards und Videoformate verwendet. Nutzen Sie diesen Modus, werden Farbanpassungen wie Night Shift und True Tone übrigens automatisch abgeschaltet. Auch eine Kalibrierung mit einem externen Gerät ist möglich. Im Unterschied zu den Air-Modellen werden darüber hinaus die Farbprofile Dolby Vision, HDR10 und HGL unterstützt.
Wie schon beim Vorgänger kann das Display mit erstklassigen Farben und Bildschärfe überzeugen, die IPS-Panel der anderen iPads wirken da fast etwas veraltet.
Netzwerk
Was Sie nicht unterschätzen sollten: Erstmals unterstützt das neue iPad Pro M5 dank Apples neuem N1-Chip das aktuelle Bluetooth 6 und den Standard Wi-Fi 7 (IEEE 802.11be). Das schnelle Wi-Fi 7 unterstützen mittlerweile auch alle iPhone-16- und 17-Modelle, was beispielsweise Airdrop deutlich beschleunigt und der Hotspot-Funktion zugutekommen soll.
Als Praxistest übertragen wir eine Datei mit 2,6 GB Größe von einem iPhone 17 Pro Max an ein iPad Pro M4 und ein iPad Pro M5. Beim alten iPad Pro mit Wi-Fi 6e dauert die Übertragung 54 Sekunden, beim iPad M4 mit Wi-Fi 7 sind es nur 34 Sekunden – das entspricht einer Steigerung von 49 MB/s auf immerhin 78 MB/s und ist ein echter Leistungssprung.
Auch die 5G-Performance will Apple um bis zu 50 Prozent forciert haben, zuständig ist dafür nun Apples selbst entwickeltes Modem C1X. Dieses kommt auch im iPhone Air zum Einsatz und soll nicht nur leistungsfähig, sondern auch besonders stromsparend sein.
Schade: Nutzen Sie ein 5G-Modell, funktioniert Mobilfunk wie beim Vorgänger nur noch über eine eSIM.
M5-Chip
Wohl um den Anspruch als Top-Modell zu unterstützen, erhält das iPad Pro mit dem M5 den allerneuesten Chip von Apple. Nur das zeitgleich vorgestellte Macbook Pro M5 bekommt schon jetzt diesen Chip, das Macbook Air und der Mac Mini werden darauf noch bis nächstes Jahr warten müssen.
Gegenüber dem M4-Chip bietet der M5-Chip einige interessante Neuerungen: Die Speicheranbindung steigt von 120 GB pro Sekunde auf 153 GB pro Sekunde, neu sind zudem besseres Dynamic Caching und schnelleres Raytracing. Letzteres ermöglicht etwa schnelleres Gameplay und realistischere visuelle Effekte.

Der M5-Chip ist ähnlich wie der M4 aufgebaut, größter Unterschied sind Neuronal Accelerators in jedem Grafikkern.
Apple
Wichtigste Neuerung ist aber eine schnellere Grafikkarte mit sogenannten neuronalen Beschleunigern (Neuronal Accelerators) in jedem Grafikkern. Diese Beschleuniger sollen bestimmte AI-Funktionen um das bis zu Vierfache schneller erledigen. Zusätzlich bietet der M5 weiterhin eine eigene Neural Engine mit sechzehn Kernen.
Es gibt aber noch eine weitere Neuerung, die bei manchen iPad-Modellen die Performance deutlich verbessert. Bisher hatten die Modelle mit 256 und 512 GB nur 8 GB RAM, die größeren Modelle 16 GB RAM. Nun erhalten die beiden Einstiegsmodelle 12 GB RAM, was die Leistung bei vielen Aufgaben verbessert und langfristig eine gute Investition ist.
CPU- und GPU-Performance
Verspricht Apple bei neuen Geräten eine bessere Performance, wird es leider schnell kompliziert.
Die Kurzfassung deshalb vorab: Die CPU ist nur etwas schneller geworden, die Grafikkarte wurde aber deutlich beschleunigt. Inwieweit KI-Aufgaben beschleunigt werden, hängt dagegen stark davon ab, ob sie von der CPU, der Grafikkarte oder der Neural Engine berechnet werden.
Bei Aufgaben, die nur auf die CPU zugreifen – etwa beim Surfen – hält sich der Performance-Zuwachs in Grenzen. Die CPU ist etwas höher getaktet, so bescheinigt der bekannte Benchmark Geekbench dem neuen Chip im Single-Core-Score 4.144 Punkte, im Multi-Core-Betrieb 16.503. Das sind knapp 12 Prozent höhere Werte als beim M4, ein guter, aber nicht wirklich beeindruckender Wert.

Vor allem die Grafikleistung ist beim M5-Modelle gestiegen.
Stephan Wiesend
Nicht ohne Grund nennt Apple in seinen Vergleichen deshalb gerne die Performance-Zuwächse im Vergleich zum M1. Diesen hatte Apple ab 2021 im iPad Pro und ab 2022 im iPad Air verbaut und ist daher noch häufig im Einsatz. Ein iPad Pro M1 erzielt schließlich bei Messungen mit Geekbench 6 nur 2.253 bzw. 8.135 Punkte – also etwa die Hälfte der Leistung des M5.
Weit stärker hat Apple die Grafikleistung gesteigert, diese steigt laut Geekbench Metal auf 74.786 Punkte. Das ist gegenüber dem M4 eine Leistungssteigerung um knapp 26 Prozent. Auch beim Benchmark Solar Bay, der ebenfalls stark auf Metal und Raytracing zugreift, steigert sich die Punktzahl um 22 Prozent. Nur knapp 12 Prozent mehr Leistung gegenüber dem M4 misst dagegen der alte Benchmark Wild Life Extreme. Die Stärken des neuen Grafik-Chips liegen offensichtlich vornehmlich in den Bereichen Metal und Raytracing.
Überhitzung ist wie schon beim Vormodell kein Problem, vor allem die CPU-Leistung wird bei Dauerlast nur mäßig reduziert. Mit dem auf die Messung der CPU-Dauerlast optimierten Tool APSI messen wir eine Langzeit-Leistung von 81 Prozent. Beim Vorgänger reduzierte sich die Leistung allerdings nur auf 86 Prozent.

Der Wildlife Extreme Stress Test misst die Leistung unter Dauerlast.
Stephan Wiesend
Die Messung mit Wildlife Stress Test bestätigt dies für lange Grafiklast. Laut Messung sinkt die Grafiklast nach wenigen Durchläufen auf gute 79 Prozent. Auch das aktuelle Modell eignet sich folglich gut für langes Gaming und intensive Arbeit mit Grafik-Anwendungen. Durch die höhere Grafikleistung wird die Grafik schneller heruntergetaktet als beim iPad Pro M4, bleibt aber auf sehr hohem Niveau.
Eine aktive Lüftung würde die Leistung allerdings deutlich erhöhen. Wie unsere aktuellen Tests des neuen Macbook Pro M5 zeigen, profitiert der M5 von der aktiven Kühlung des Macbooks sehr deutlich.
(Grundlage für unsere Messungen ist ein iPad Pro M5 mit 13-Zoll-Display und 1 TB SSD, das uns von Apple zur Verfügung gestellt wurde.)
Verbesserte KI-Leistung
Vor allem im Bereich KI sind die Leistungssprünge des M5 enorm. Apple verspricht eine um das bis zu vierfache gesteigerte Leistung bei KI-Aufgaben! Dies gilt aber nur bei Aufgaben, bei denen statt der CPU die Grafikkarte genutzt wird. Hier wird es aber leider etwas kompliziert:
Testen kann man diese Leistungsverbesserung etwa mit dem Benchmark Geekbench AI, der die Performance von CPU, GPU oder Neural Engine bei diversen KI-Aufgaben überprüft. Die Messdaten des Benchmarks bestätigen unseren bisherigen Eindruck: Die neue CPU und Neural Engine des M5 liefern nur moderate Steigerungen, bei Zugriff auf die Grafikkarte ist die Leistung aber mehr als doppelt so hoch wie beim M4.
Die Frage bleibt aber, was dies in der Praxis nützt. So werden viele KI-Aufgaben wie die Grafikerstellung mit Image Playground, das Freistellen eines Objektes in Final Cut Pro oder die Zusammenfassung einer Webseite von der effizienten, aber lahmeren Neural Engine übernommen. Das System wählt dabei die Hardware eigenständig aus und Sie haben hier keine Eingriffsmöglichkeit.
Um die von Apple versprochenen Leistungssteigerungen zu überprüfen, müssen wir uns deshalb sehr genau an Apples Vorgaben halten. Auf die Grafikkarte wird etwa beim Skalieren von Videos in Davinci Resolve zurückgegriffen oder bei bestimmten Aktionen von Final Cut Pro. Vor allem bei der Generierung von KI-Bildern soll die Grafikkarte eine starke Beschleunigung ermöglichen.

Der M5 liefert deutlich bessere Leistung bei KI-Anwendungen wie Draw Things.
Stephan Wiesend
Eine um bis zu 3,5-fach schnellere Erstellung von KI-Bildern ist laut Apple mit dem Tool Draw Things möglich, einer beliebten App für die Generierung von KI-Bildern.
Wir prüfen dies nach: Bei unserem ersten Test wählen wir in dem Tool das schlanke Modell Waifu auf und messen die durchschnittliche Dauer von mehreren Aufgaben. Die Aufgabe: Wir generieren mit einem Zufallsprompt mit Waifu ein Porträt. Beim iPad Pro M4 müssen wir bis zur Vollendung des KI-Werkes 50 Sekunden warten, beim M5-iPad nur 29 Sekunden. Das neue Gerät ist folglich deutlich schneller, aber nur um das 1,7-Fache – das ist deutlich langsamer als der von Apple versprochene Faktor 3,5.
Offensichtlich hängt die Leistung nämlich auch stark von den Textaufgaben und dem genutzten Modell ab. Wir wiederholen deshalb den Draw-Things-Test mit dem auch von Apple verwendeten Modell Qwen. Am iPad Pro M4 benötigt dieses Modell fast 34 Minuten, am iPad Pro M5 ist es schon nach 13 Minuten und 31 Sekunden fertig – also das 2,5-fache und deutlich näher an Apples Leistungsversprechen. Unser erstes Fazit: Apple hält Wort und die neuen neuronalen Beschleuiger können viel bewirken – aber nur bei ausgewählten Aktionen.
Massenspeicher
Auch der interne Speicher des iPads ist schneller geworden, laut Apple soll der interne Speicher beim Lesen und Schreiben doppelt so schnell wie der des Vorgängers sein. Durch das aufwendige Caching-System von iPadOS werden allerdings Messungen erschwert, so liefern unsere Benchmarks leider stark abweichende Daten.
Mit der App Jazz Disk messen wir immerhin 5.626,37 MB/s beim Lesen und 1.924,81 beim Schreiben. Beim Vorgänger waren es 3.362 MB/s und 2.017 MB/s beim Lesen und Schreiben. Noch besser schneidet das iPad beim Speicherbenchmark von Antutu ab, hier messen wir sogar 6.289 MB/s beim Schreiben und 7.239,2 MB/s beim Lesen. 3.078 MB/s und 3.505 MB/s sind es beim Vorgänger.
Offensichtlich verbaut Apple in seinen iPad Pro sehr schnellen Speicher, der dem der Macbooks kaum noch unterlegen ist. Bei den Modellen mit 256 GB und 512 GB (die mir nicht zur Verfügung standen) können diese Werte allerdings aus technischen Gründen niedriger sein als bei unserem Test-Modell mit 1 TB.
Die Pro-Modelle bieten aber nicht nur eine schnelle SSD, sondern auch eine schnelle USB‑C‑Schnittstelle, was wir mit einer externen SSD überprüfen. Eine Lacie Rugged SSD wird sofort erkannt und von uns mit einer 34 GB großen Testdatei bestückt. Beim Übertragen auf das iPad messen wir eine maximale Transferrate von 2.594 MB/s beim Kopieren auf die SSD immerhin 1.190 MB/s. Das entspricht etwa dem Vorgänger und ist ein hervorragender Wert.
Zum Vergleich: Das iPad 11 (A16) schaffte in diesem Test nur knapp 40 MB/s.
Magic Keyboard für das iPad Pro (M4)
Eine spezielle, schon für das iPad Pro M4 eingeführte neue Tastatur Magic Keyboard gibt es nun auch für das iPad M5. Das „Magic Keyboard für das iPad Pro (M4)“ genannte Modell erkennen Sie an der metallenen Innenseite – die Version für das iPad Air ist aus einfachem Kunststoff. Wählen können Sie hier zwischen den Farben Weiß und Schwarz. 349 Euro kostet die 11-Zoll-Version, 399 Euro die 13-Zoll-Variante.
Vor allem die etwas größere Tastatur für das 13-Zoll-Modell ist sehr nah an der Haptik eines Macbooks. Beim Schreiben von Texten und beim Navigieren per Tastaturbefehlen fühlt sie sich wie eine gute Notebook-Tastatur an, auch das Touchpad ist ausgezeichnet. iPadOS 26 ist zudem besser für externe Tastaturen optimiert – für viele Anwender sollte ein iPad Pro mit dieser Tastatur ein Macbook ersetzen können.
Pencil Pro
Was ein Macbook nicht bieten kann, ist die Unterstützung für den Apple Pencil. Als iPad Pro-Nutzer können Sie zwischen Pencil und Pencil Pro wählen, die Pro-Version bietet etwa einen eigenen Neigungssensor und zusätzliche Funktionen.
Kamera und Audio
Unverändert bietet das iPad Pro eine Front- und eine Rückkamera. Als einziges iPad-Modell stehen auf der Rückseite außerdem ein Blitzlicht und Lidar zur Verfügung. Der Blitz ist speziell für das Abfotografieren von Dokumenten optimiert und ermöglicht auch bei schlechten Lichtverhältnissen die Aufnahme von Fotos und Videos. Bis zu 4K bei 60 FPS sind möglich, mit einer speziellen App auch im Format ProRes.
Die Bildqualität ist akzeptabel, kann aber mit aktuellen iPhone-Kameras nicht mithalten – hier gibt es bei den iPads wenig Fortschritte. Vermutlich will Apple beim iPad Pro auf ein größeres, hervorstehendes Kameramodul lieber verzichten. Dieses würde beim iPad Pro vermutlich mehr stören als eine bessere Kamera nützen.
Auch die an der Seite positionierte Frontkamera ist von eher mäßiger Bildqualität, es handelt sich um eine Weitwinkelkamera mit Schwächen bei schlechter Beleuchtung. Dank Digitalzoom hält sie Sie aber bei Videocalls immer im Mittelpunkt und kann bei Bedarf einen weiteren Blickwinkel ermöglichen.
Interessant für Spezialaufgaben: Dank der Lidar-Kamera können sie präzise Messungen der nahen Umgebung durchführen. Auch für AR-Anwendungen ist dieser Sensor sehr nützlich.
Eine weitere Stärke der iPad Pro-Modelle ist nebenbei die gute Audio-Qualität. Vier Lautsprecher und vier Mikrofone liefern etwa bei Videokonferenzen gute Tonqualität, auch bei hoher Lautstärke. Beim Abspielen von Musik und Videos haben die Pro-Modelle ebenfalls gegenüber der Konkurrenz die Nase vorn.
Akkuleistung
An der Akkukapazität hat Apple gegenüber dem Vorgänger nichts geändert. Im 13-Zoll-Modell steckt ein Akku mit 38,99 Wattstunden, im 11-Zoll-Modell mit 31,29 Wattstunden. Beide Modelle sollen damit 10 Stunden Videowiedergabe und Surfen ermöglichen. Das bestätigen unsere ersten Tests, bei der Videowiedergabe erzielen wir sogar 14 Stunden.
Das Aufladen hat Apple beschleunigt: Ist der Akku leer, können Sie ihn in 30 Minuten auf 50 Prozent Kapazität bringen. Beim Vorgänger erreichten wir nach einer halben Stunde nur 30 Prozent, bei unserem iPad Pro M5 erreichen wir sogar 51 Prozent – wie von Apple versprochen. Für dieses Schnellladen ist allerdings ein Ladegerät mit 60 Watt Ladeleistung erforderlich. Das schnelle Aufladen war übrigens schon immer ein großer Vorteil gegenüber den anderen iPad-Modellen.
Für unseren Test spielen wir ein Video in Dauerschleife ab, dies mit voller Helligkeit. Nach 14 Stunden schaltet sich das Gerät ab, ganz wie das Modell mit M4. Ein Vorteil gegenüber den anderen Modellen: Ein OLED-Display kann bei dunklen Bildschirminhalten Teile des Displays abschalten und spart viel Energie. Bei Nutzung des Dunkelmodus kann das iPad also noch länger durchhalten.
Surfen oder das Abspielen von Videos belasten den Akku nur minimal. Das ändert sich jedoch bei voller CPU- und Grafiklast, dann leert sich der Akku rapide: Bei einem grafiklastigen Benchmark wie Wildlife Extreme oder einem Rendering eine KI-Bildes kann die Akkuleistung schon nach 20 Minuten Maximallast um 20 Prozent sinken. Das ist ein großer Unterschied zu Modellen wie dem iPad 11, die dank lahmer CPU auch unter Volllast wenig Energie verbrauchen.
Externes Display
Unterstützung für ein externes Display mit einer Auflösung von bis zu 6K bei 60 Hertz wird geboten, beim kleinen iPad A16 sind es nur maximal 4K. Diese Option sollten Sie nicht unterschätzen:
Verbinden Sie Ihr iPad per USB-C mit einem externen Display, mit dort angeschlossener Maus und Tastatur, aktiviert sich automatisch die Anzeige-Option Stage Manager. Sie können dann auch Maus und Tastatur nutzen und lange Texte bearbeiten oder Videos schneiden.
Fazit
Das iPad Pro ist das beste Tablet auf dem Markt und dem iPad Air deutlich überlegen. Apple lässt sich dies aber wieder sehr teuer bezahlen.
Anders als die Bezeichnungen „Air“ und „Pro“ vermuten lassen, ist es leichter und dünner als das iPad Air und bietet das bessere Display. Die Unterschiede zum iPad M4 sind allerdings so gering, dass auch ein herabgesetztes iPad Pro M4 eine interessante Alternative wäre. Die Verbesserungen bei der Performance sind überschaubar: Die Verbesserungen bei der Grafikleistung sind beeindruckend und auch die Leistungssteigerungen im Bereich Wi-Fi und KI sind sehr hoch. Dies ist aber wohl nur für die wenigsten Anwender von Belang und selbst ein iPad Air ist schnell genug für die meisten aktuellen KI-Anwendungen.
Technische Daten
| Modell | iPad Pro M5 11 Zoll | iPad Pro M5 13 Zoll |
|---|---|---|
| Preis (Basismodell WiFi) | 1.099,00 Euro | 1449,00 Euro |
| Preis (Basismodell Cellular) | 1.349,00 Euro | 1699,00 Euro |
| Display | 11″ Ultra Retina XDR | 13“ Ultra Retina XDR |
| Pixel | 2420 x 1668 | 2752 x 2064 |
| Auflösung | 264 ppi | 264 ppi |
| Display-Technologie | Tandem OLED, ProMotion Technologie, Vollständig laminiertes Display, Antireflex-Beschichtung | Tandem OLED, ProMotion Technologie, Vollständig laminiertes Display, Antireflex-Beschichtung |
| Farbraum | Großer Farbraum (P3), True Tone | Großer Farbraum (P3), True Tone |
| Helligkeit | 1000 Nits; HDR 1600 Nits | 1000 Nits; HDR 1600 Nits |
| Display-Option | Bei 1 TB und 2 TB Speicher: Display mit Nanotexturglas | Bei 1 TB und 2 TB Speicher: Display mit Nanotexturglas |
| Chip | Apple M5 Chip | Apple M5 Chip |
| CPU bei 256 GB und 512 GB Speicher | 9-Core CPU mit 3 Performance-Kernen und 6 Effizienz-Kernen | 9-Core CPU mit 3 Performance-Kernen und 6 Effizienz-Kernen |
| CPU bei 1 TB und 2 TB Speicher | 10-Core CPU mit 4 Performance-Kernen und 6 Effizienz-Kernen | 10-Core CPU mit 4 Performance-Kernen und 6 Effizienz-Kernen |
| Speicherbandbreite | 153 GB/s | 153 GB/s |
| Grafik | 10-Core GPU mit Neural Accelerators | 10-Core GPU mit Neural Accelerators |
| Neural Engine | 16-Core | 16-Core |
| Meadia Engine | Hardware beschleunigtes 8K H.264, HEVC, ProRes und ProRes RAW, AV1 Decodierung | Hardware beschleunigtes 8K H.264, HEVC, ProRes und ProRes RAW, AV1 Decodierung |
| Arbeitsspeicher | 12 GB bis 512 GB Speicher; 16 GB bei 1 TB und 2 TB Speicher | 12 GB bis 512 GB Speicher; 16 GB bei 1 TB und 2 TB Speicher |
| Speicherkapazität | 256/512/1TB/2 TB | 256/512/1TB/2 TB |
| Kamera | Weitwinkel 12 MP, ƒ/1.8 | Weitwinkel 12 MP, ƒ/1.8 Blende |
| Frontkamera | Querformat 12MP Center Stage Kamera, ƒ/2.0 Blende | Querformat 12MP Center Stage Kamera, ƒ/2.0 Blende |
| Lautsprecher, Mikrofon | 4 Lautsprecher, 4 Mikrofone | 4 Lautsprecher, 4 Mikrofone |
| Sensoren | Face ID, LiDAR Scanner, 3‑Achsen-Gyrosensor, Beschleunigungssensor, Barometer, Umgebungslichtsensor | Face ID, LiDAR Scanner, 3‑Achsen-Gyrosensor, Beschleunigungssensor, Barometer, Umgebungslichtsensor |
| Anschlüsse | Thunderbolt/USB 4; Smart Connector | Thunderbolt/USB 4; Smart Connector |
| Pencil (optional) | Apple Pencil Pro, Apple Pencil (USB) | Apple Pencil Pro, Apple Pencil (USB) |
| Wi-Fi | Apple N1, WLAN 7 (802.11be) mit 2×2 MIMO | Apple N1, WLAN 7 (802.11be) mit 2×2 MIMO |
| Bluetooth | 6 | 6 |
| Mobile Daten | Apple C1X, 5G/LTE/UMTS/HSDPA | Apple C1X, 5G/LTE/UMTS/HSDPA |
| SIM-Karte | eSIM | eSIM |
| Farben | Silber, Space Schwarz | Silber, Space Schwarz |
| Akku | Lithium-Polymer, 31,29 Wh | Lithium-Polymer, 38,99 Wh |
| Surfen Wi-Fi | 10 Stunden | 10 Stunden |
| Surfen mobil | 9 Stunden | 9 Stunden |
| Abmessungen (B/H/T) in Millimeter | 177,5/249,7/5,3 | 215,5/281,6/5,1 |
| Gewicht in Gramm | 444 (Wi-Fi); 446 (Cellular) | 579 (Wi-Fi); 582 (Cellular) |
| Lieferumfang | iPad, USB-C-Kabel | iPad, USB-C-Kabel |