Zeit für Klartext: beebuzz media GmbH ist durch ein tiefes Tal gegangen. Das ist hart formuliert, aber es ist die Wahrheit – und ich möchte das bewusst hier posten und nicht nur intern besprechen. Jahrelang war unser Verlagsgeschäft schnell erklärt: Wir schreiben News, Google schickt uns Leser, wir verwandeln Reichweite in Umsatz. In diesem Jahr ist dieser Strom viel schwächer geworden – und mit ihm ist ein spürbarer Teil unserer Einnahmen weggebrochen. Wir mussten uns daher von Kolleginnen und Kollegen trennen, die diese Firma über Jahre mit aufgebaut haben. Das war die bitterste Erfahrung meiner neun Jahre als Geschäftsführer, und ich will sie nicht schönreden. KI verändert gerade, wie Menschen suchen: Steht die Antwort schon in der Zusammenfassung, klickt niemand mehr auf austauschbare Fakten. Aber ich mache nicht die Technologie verantwortlich. Wir haben selbst Fehler gemacht. Erfolg macht bequem und bremst die Weiterentwicklung. Was wir daraus gelernt haben, lässt sich in einem Satz sagen: Reichweite ist kein Ziel. Sie ist das Ergebnis guter Arbeit. Wir jagen jetzt nicht mehr der Reichweite hinterher, sondern bieten eine Plattform für echte, menschliche Expertinnen und Experten. In einer Welt, in der jede KI Standardinhalte in Sekunden nachbaut, sind fachliche Tiefe und das Vertrauen unserer Leserinnen und Leser unser wertvollstes Kapital. Unser Leitprinzip dabei: Die KI arbeitet im Maschinenraum, aber unsere Experten aus der Redaktion stehen auf der Brücke. Ja, wir nutzen KI für schnelle erste Text-Entwürfe, das Aufarbeiten großer Datenmengen oder das Strukturieren von Informationen. Unverhandelbar ist für uns aber, dass wir das Steuerrad weiter selbst fest in der Hand haben. Wir lenken die Strategie, haben die Ideen, machen aus dem maschinellen Rohling das menschliche Kunstwerk. Schließlich bürgen wir auch für die Qualität unserer Inhalte. Kern jedes Contents ist das Fachwissen unserer Redakteure – das ist der menschliche Mehrwert hinter jeder Story. Und wir machen uns unabhängiger von fremden Plattformen, indem wir die Kanäle stärken, die uns wirklich gehören: Website, App, Newsletter und Communities. Wir sind heute kleiner als vor einem Jahr. Aber wir sind beweglicher, wir haben ein starkes Team und jetzt wieder eine klare Richtung. Kreative Köpfe haben keine Angst vor KI – menschliche Expertise schlägt jeden Algorithmus. Ich bin überzeugt: Das Beste liegt noch vor uns. War gut, das mal runterzuschreiben. Und wäre es nicht ziemlich langweilig, wenn LinkedIn nur aus Erfolgsstorys bestünde? 😉 Macht ihr gerade ähnliche Erfahrungen? Oder musstet ihr eure Firma auch schon mal durch eine Krise steuern? Ich freue mich über eure Kommentare – oder gerne ein persönliches Gespräch.
Wer neben den Chancen nicht auch die möglichen Bedrohungen durch KI für sein eigenes Business sieht, dessen Business ist vielleicht schon tot.
Inside Digital gehört für mich zur täglichen Lektüre und die Tips nutze ich bei Bedarf regelmäßig. Und so wird es trotz KI auch bleiben, die Qualität von euch brauche ich entgegen eine KI-Angabe nicht zu hinterfragen 👍
Kopf hoch, auch wenn der Hals mal dreckig ist. Gehe fest davon aus, dass ihr das Schiff wieder in die richtige Richtung steuert.
Und nicht zu vergessen - euer toller Podcast überMOGREN. Auch ein Zukunftsbaustein: https://morgen.podigee.io/
Kopf hoch und weitermachen. Es ist herausfordernd. Aber es kann auch eine riesige Chance sein.
Ich drücke die Daumen, dass statt rasantem Auf und Ab in Zukunft vor allem nachhaltiges Wachstum für euch bleibt. 💪🏻
Alles Gute für den weiteren Weg. Eine Internetseite wird in Zukunft nicht einfacher werden als Hauptplattform. Habt Ihr schon Pläne zum Thema Liquid Content? Ich denke, das könnte für Inhalte-Anbieter extrem spannend werden.