EU-weite Durchsuchungen: F�lscher verkaufen alte Smartphones als neu

Die in K�ln ans�ssige Europ�ische Staatsanwaltschaft (EuStA) hat in gro�em Stil Durchsuchungen in 19 L�ndern durchf�hren lassen, um einem international agierenden Ring von Betr�gern das Handwerk zu legen, der darauf spezialisiert ist, gebrauchte Smartphones als Neuprodukte zu verkaufen.
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    Ermittlungen liefen unter dem Codenamen 'Troja'

    Unter dem Codenamen "Troja" hat die Europ�ische Staatsanwaltschaft (englisch auch "European Public Prosecutor's Office", EPPO, genannt) �ber lange Zeit einen internationalen Ring von Betr�gern durchleuchtet, der "gef�lschte" Smartphones in gigantischem Stil in ganz Europa vermarktet haben soll.

    Insgesamt wurden an mehr als 160 Standorten in 19 EU-Mitgliedsl�ndern Durchsuchungen vorgenommen, bei denen ganze 1770 Mitarbeiter von Polizei, Zoll und Steuerbeh�rden zum Einsatz kamen. In �sterreich, Spanien und Deutschland gab es nach Angaben der EuStA sieben Festnahmen, darunter auch die zwei f�hrenden K�pfe der kriminellen Vereinigung, die aus der Ukraine und Moldau stammen sollen.


    Gebrauchte Handys in Hongkong & VAE eingekauft

    Das Gesch�ftsmodell der "F�lscher" bestand angeblich darin, dass sie in gro�em Stil gebrauchte Smartphones in Hongkong (heute Teil von China) und den Vereinigten Arabischen Emiraten einkauften, um sie dann zu reinigen und umverpackt als Neuprodukte in die Niederlande zu schicken. Von dort aus wurden die Ger�te nach Deutschland geliefert und aus zwei Lagerh�usern �ber Online-Marktpl�tze an Verbraucher in ganz Europa verkauft.

    Mit Hilfe von Briefkastenfirmen, die in �sterreich, Bulgarien, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland betrieben wurden, sollen die Betr�ger au�erdem mit reduzierten Mehrwertsteuers�tzen agiert und so ihre Profite illegal gesteigert haben. So wurden die Ger�te zu vollen Preisen vermarktet, w�hrend die beteiligten Firmen im Hintergrund nur die f�r den Wiederverkauf gebrauchter Produkte anfallenden reduzierten Mehrwertsteuers�tze zahlten.

    Insgesamt soll durch die kriminellen Aktivit�ten der Beteiligten, die seit mindestens 2018 liefen, in Europa ein Schaden in H�he von rund 300 Millionen Euro entstanden sein, w�hrend rund 30 Millionen Euro an Steuereinnahmen unterschlagen wurden, hei�t es. Die Ermittlungen der EuStA gehen auf Hinweise des Europ�ischen Amtes f�r Betrugsbek�mpfung zur�ck.

    Zusammenfassung
    • Die Europ�ische Staatsanwaltschaft deckte einen gro�en Betr�gerring auf
    • Bei Razzien an 160 Standorten in 19 EU-L�ndern gab es sieben Festnahmen
    • Gebrauchte Handys aus Asien wurden gereinigt und als Neuware verkauft
    • Der Vertrieb an Kunden in ganz Europa erfolgte aus zwei Lagern in Hessen
    • �ber Briefkastenfirmen hinterzogen die T�ter massenhaft Mehrwertsteuer
    • Der Gesamtschaden in Europa bel�uft sich auf rund 300 Millionen Euro

    Siehe auch:
    Roland Quandt

    Redakteur f�r Smartphones & Leaks

    Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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