Das Interior des neuen BMW iX3 50.
BMW: Junge sind schuld, dass es keine Knöpfe in Autos mehr gibt
Angefangen mit dem iX3 hat BMW vor knapp einem Jahr seine Neue Klasse präsentiert. Damit will der Münchner Automobilbauer eine „neue Ära“ mit überarbeitetem E-Motor, neuer Designsprache und digitalem Nutzererlebnis prägen.
Im Inneren ist daher der Touchbildschirm mit Sprachsteuerung zentral, zusätzlich werden im unteren Bereich der Windschutzscheibe Informationen eingeblendet. Lediglich am Lenkrad und an den Türen finden sich ein paar physische Knöpfe.
Der Grund? Junge Leute, sagt ein BMW-Manager. BMW-Australien-CEO Vikram Pawah erklärt im Interview mit Car Expert: „Wir sehen, dass Sprach- und Touch-Steuerung immer geläufiger werden. Vielleicht ist das ja eine Generationenfrage. Man sieht, dass viele aus der jüngeren Generation – vielleicht 45 oder jünger – sich schneller mit diesen Technologien vertraut machen.“
Temperatur per Sprachbefehl ändern
Der Sprachassistent des iX3 soll etwa Knöpfe für die Klimaanlage ersetzen. Man könne ihn Dinge fragen wie „Kannst du die Luft aus meinem Gesicht wegbewegen?“, so Pawah weiter. Auch zur Navigation, z.B. zu einem bereits besuchten Café, könne man einfach mit dem Auto reden.
Die Gewohnheiten jüngerer Leute prägten das Design, meint der BMW-Manager: „Sie wollen Dinge schnell erledigt haben und sie multitasken, wir müssen das bedenken.“
Rückkehr zu physischen Bedienelementen
Multitasken beim Autofahren, sowie Touchscreens, die den Blick von der Straße ablenken, klingen nicht nach dem besten Rezept für Sicherheit. Viele Autohersteller rudern nach Jahren der sleeken Screens daher wieder zurück und führen wieder echte Tasten und Drehregler ein.
In China hat sogar der Gesetzgeber schon eingegriffen. Ab kommendem Jahr müssen z. B. Blinker, Gangwahl oder elektrische Fensterheber zwingend mit physischen Bedienelementen steuerbar sein.
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BMW verärgert mit Spiderman-Werbung
Die großen Bildschirme in neueren BMW-Modellen hatten erst vor wenigen Wochen zu großer Verärgerung geführt. Grund dafür war nicht das Design oder die Steuerung, sondern das, was ungefragt darauf angezeigt wurde. Für den kürzlich angelaufenen neuen Spider-Man-Film waren Sony und BMW eine umfassende Werbekooperation eingegangen.
Der iX3 und die 5er-Serie kamen im Film prominent vor, und im Gegenzug platzierte BMW Spiderman in seinen Autos. Zwischen Ende Juni und Anfang Juli wurde in 70 Märkten ein animierter Promo-Clip für Spiderman direkt in BMW-Autos ausgespielt. In so teuren Fahrzeugen mit Werbung belästigt zu werden, störte viele Fahrerinnen und Fahrer, BMW sah kein Problem darin, denn es handle sich ja gar nicht um Werbung im klassischen Sinn.
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