Aus dem Kurs: SEO – Grundlagen

Einstieg in die Keyword-Recherche

Aus dem Kurs: SEO – Grundlagen

Einstieg in die Keyword-Recherche

Um online gefunden zu werden, benötigen Sie gute Inhalte. Und davon genug, um über viele verschiedene Wege – oder in Ihrem Fall über viele verschiedene Themen und Seiten – Ihre Zielgruppe zu erreichen. Jede Seite und Unterseite ist quasi eine Einstiegsmöglichkeit zu Ihrer Website. Gute Inhalte allein reichen allerdings nicht aus. Sie müssen damit auch über die Suche gefunden werden. Das gelingt Ihnen, indem Sie relevante Begriffe identifizieren und Ihre Seiten darauf entsprechend optimieren. Achten Sie dabei darauf, die Sprache Ihrer Zielgruppe zu sprechen und die Suchintention hinter den verschiedenen Begriffen zu verstehen. Prinzipiell lassen sich hier drei Kategorien unterscheiden: »navigational«, »informational« und »transactional«. Oder zu Deutsch Navigation, Information und Transaktion. Eine Suchanfrage zur Navigation ist z.B. der Suchbegriff »LinkedIn«. Hier wissen Suchende bereits, wohin sie möchten, und nutzen die Google-Suche lediglich, um direkt dorthin zu gelangen. Eine Suchanfrage zur Information ist z.B. »LinkedIn Networking Tipps«. Hier möchten Suchende Informationen zu einem bestimmten Thema erhalten. Häufig sind Informationssuchen Mehrwortsuchanfragen oder sogenannte »Longtail-Keywords«. Also sehr spezifische und beschreibende Kombinationen aus mehreren Begriffen. Eine Suchanfrage zur Transaktion ist z.B. »LinkedIn Learning Kursliste«. Hier besteht eine konkrete Handlungs- oder Kaufabsicht. Häufig werden hierbei Kombinationen mit Begriffen wie »Anmelden«, »Buchen« oder »Kaufen« verwendet. Natürlich gibt es auch Mischformen, wie beispielsweise »Hugo Boss Kleid Zalando«. Diese Suchanfrage ist sowohl transaktions- als auch navigationsorientiert. Also ich möchte ein bestimmtes Kleid kaufen und ich weiß bereits genau, wo ich dieses Kleid kaufen möchte. Wenn Sie verstehen, was Suchende bei einer bestimmten Anfrage erwarten, dann können Sie entsprechende Inhalte anbieten und diese ganz gezielt optimieren. Und wie gesagt, achten Sie dabei darauf, nicht nur den eigenen Sprachgebrauch zu verwenden, sondern ganz gezielt auf die Sprachgewohnheiten Ihrer Zielgruppe einzugehen. Zusätzlich zum Analysieren und Verstehen der Intention ist ebenfalls wichtig, nicht nur einzelne Keywords aufzugreifen, sondern den Themenbereich ganzheitlich mit Ihren Inhalten abzudecken. Verwenden Sie neben Ihren Hauptkeywords stets weitere verwandte Begriffe, um Ihrem Thema mehr Gewicht zu verleihen. Als Reifenhändler beispielsweise verwenden Sie nicht nur den Produktnamen und die Artikelnummer oder Kurzbeschreibung auf einer Produktseite, sondern verwenden Sie ergänzende Begriffe, beispielsweise zur Wettertauglichkeit, Straßenbeschaffenheit, Materialbesonderheiten und was eben sonst noch für den Besucher interessant sein könnte. Wir schauen uns hierzu ein Beispiel an. Bleiben wir bei den Reifen und besuchen die Website »reifen.com«. Wir befinden uns hier auf einer Produktseite für einen bestimmten Reifen. Sie sehen die Marke, die Artikelbezeichnung und ein paar weitere Angaben. Das ist schon mal sehr gut für den oder die Suchende, aber eventuell gibt es noch weitere Dinge, die beschrieben werden können. Und genau das macht »reifen.com« auch. Schauen wir uns etwas weiter um. Sie sehen, hier gibt es eine Beschreibung, und Sie finden viele weitere Details zum ausgewählten Reifen. Als Nächstes finden Sie das EU-Reifenlabel. Und auch hier sehen Sie sehr viele weitere relevante Informationen zum Produkt. Es gibt zwei Testurteile und ebenfalls Kundenbewertungen. Das ist natürlich für Website-Besucher und -Besucherinnen wahnsinnig hilfreich. Aber auch für Suchmaschinen wie Google, der Reifen und Reifentyp wird allumfassend beschrieben. Das ist natürlich ein sehr viel besseres Ergebnis für die Google-Suche als eine Website, die lediglich ein Bild des Reifens zeigt und eine kurze Beschreibung. So verbessert »reifen.com« nicht nur die Nutzererfahrung, sondern erhöht auch maßgeblich die Chance auf ein gutes Suchmaschinen-Ranking. Überlegen Sie sich, wie Sie bei Ihrer Website ähnlich vorgehen können und welche zusätzlichen Informationen Sie anbieten können. Neben Suchvolumen, starken Shorthead-Keywords, die meist nur aus einem oder zwei Begriffen bestehen, sollten Sie auch unbedingt mit den bereits genannten Mehrwortkombinationen also den Longtail-Keywords, arbeiten. Damit gehen Sie genauer auf das Bedürfnis Ihrer Zielgruppe ein und Sie sind zu entsprechenden Suchanfragen besser auffindbar. Kommen wir zu einem Beispiel. Nehmen wir an, Sie sind Gebrauchtwagenhändler einer bestimmten Automarke in Berlin. Dann erscheint auf den ersten Blick der Suchbegriff »Auto« als enorm relevant. Denn Ihre Zielgruppe sind Personen, die ein Auto kaufen möchten. Zudem hat der Begriff »Auto« ein sehr hohes Suchvolumen. Natürlich möchten Sie Personen erreichen, die ein Auto kaufen wollen, aber suchen diese Personen auch tatsächlich mit dem Begriff »Auto« nach einem PKW? Wahrscheinlich eher nicht, oder? Der Begriff »Auto« ist doch sehr generisch. Eine konkretere Suchanfrage wäre eine Kombination aus Automarke und Modell plus »kaufen« oder »gebraucht kaufen« oder sogar »Automarke« und »Modell«, »gebraucht kaufen« in »Berlin«. Je genauer die Suchanfrage formuliert wurde, desto wahrscheinlicher ist eine konkrete Kaufabsicht. Fassen wir noch einmal zusammen. Für die richtige Wortwahl und Ihren Themenfokus sollten Sie stets die Suchintention berücksichtigen, das Suchvolumen und die Relevanz abwägen sowie mithilfe von Keywordkombinationen die verschiedenen Schritte im Konversionstrichter, oder dem Conversion funnel, Ihrer potenziellen Kunden abdecken. Die richtigen Keywords bilden die Grundlage für Ihre Optimierungsmaßnahmen und sind daher ein sehr wichtiger und notwendiger Schritt für Ihren SEO-Erfolg.

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