Aus dem Kurs: Photoshop für Fotografie: Farbkorrekturen

Das RGB-Histogramm im Auge behalten – Tutorial zu Photoshop

Aus dem Kurs: Photoshop für Fotografie: Farbkorrekturen

Das RGB-Histogramm im Auge behalten

Das Histogramm hier rechts oben im Camera Raw Dialog zeigt ihm die Helligkeitsverteilung in den einzelnen Kanälen. Also im Rot-, im Grün- und im Blaukanal und dieses Histogramm das können Sie nutzen um Farbstiche leichter erkennen zu können, denn Sie sehen ja hier wir haben in den Tiefen vor allem rote Bereiche, also Bereiche die im Rot Kanal eher im dunklen Bereich liegen dann haben wir hier im Grünkanal eher die Mitteltöne betont und im hellen Bereich die Blautöne. Das sehen Sie in ungefähr auch hier im Bild, dass die hellen Bereiche im Hintergrund eher blau gefärbt sind, dass wir im Mitteltonbereich hier mehr von dem Grün haben. Und von Gelb, das nämlich die Mischfarbe von rot und grün ist und wir haben hier durch diesen Tonwertbuckel direkt einen Indikator und zusehen, dass hier eventuell ein Farbstich vorliegen könnte. Das muss natürlich nicht immer so sein, denn stellen sich vor, Sie haben jetzt ausschließlich einen grünen Wald fotografiert, dann würden hier natürlich entsprechend die Tonwerte repräsentiert werden, so wie Sie es auch auf dem Foto sehen, nämlich hauptsächlich Grün. Das heißt noch lange nicht, dass ein Farbstich vorliegt. Sie können aber zum Beispiel einen falschen Weißabgleich sehr gut erkennen, wenn hier die Tonwerte, ja sehr weit auseinander liegen. Ich kann dir das mal zeigen, ich ziehe das ganze mal in Richtung Blau und dann sehen Sie schon wie die einzelnen Kanäle auseinanderdriften. Und ja, im Bild sieht man es natürlich jetzt auch über deutlich und Sie erhalten dadurch nicht nur ein extremen Farbstich, sondern Sie verlieren auch viele Details, denn was vorher hier noch mit viel Zeichnung versehen war und vielen Grünvariationen, wird jetzt hier einfach abgeschnitten, weil der Route Anteil hier links aus dem Histogramm gedrängt wird und dadurch rein schwarz wird. Das heißt, wir verlieren hier effektiv Farbvariation und das kann man mit einem korrekten Weißabgleich hier natürlich wieder zurückführen und Sie sehen schon, wenn ich das in die andere Richtung übertreibe, erhalten wir das gegenteilige Ergebnis. Wir schieben die roten Anteile hier rechts aus dem Histogramm erhalten damit also weiße Tonwerte im Rot-Kanal, unterwerfen dadurch ebenfalls Details, so können Sie hier den Weißabgleich auch mal nur anhand des Histogramms beurteilen wenn es darum geht die Details zu maximieren. Sie können auch hier mit dem Farbton eingreifen und versuchen hier diese kleinen Ausreißer links und rechts am Histogramm möglichst gering zu halten. Und das ist vor allen Dingen dann sinnvoll, wenn Sie zum Beispiel ein Schwarz-Weiß-Bild erzeugen möchten dann können Sie allein schon mit dem Histogramm hier für maximale Details sorgen, ohne dass Sie hier anfangen schon mal an der Belichtung zuschrauben, denn das ist ja natürlich die eigentliche Stellschraube, mit der Sie hier die verschiedenen Tonwertclippings, also den Tonwertbeschnitt vermeiden sollen. Aber das mal nur am Rande, denn das Histogramm steht dir natürlich nicht nur hier in Camera Raw zur Verfügung, sondern auch in Photoshop selbst. Ich setze hier mal den Regler zurück mit einem Doppelklick und öffne das Bild mal in Photoshop. Ja und hier finden Sie auch ein Histogramm und zwar über „Fenster“, „Histogramm“ und Sie sehen schon, das ist die Standardeinstellung mit den drei Kanälen. So haben Sie hier die gleiche Darstellung wie auch in Camera Raw. Sie können das hier auch umstellen in die erweiterte Ansicht um das ganze etwas größer zu haben und hier statistische Werte einzublenden oder Sie können hier auch alle Kanäle sich gleichzeitig anzeigen lassen. Das ist natürlich manchmal recht sinnvoll, denn dann sehen Sie hier genauer als hier oben in der zusammengefassten Darstellung, wo ein Kanal beschnitten wird, wie beispielsweise hier der Blaukanal. Der hat sehr viele Tonwerte, die rein schwarz sind, der Rot-Kanal, der stößt hier recht schon an, das sehen Sie hier auch sehr deutlich und die Darstellung dieses Histogramms können Sie auch übrigens umstellen. Sie können die einzelnen Kanäle in Farbe einblenden lassen, über die Farbeinstellung. Also da gehen Sie in „Photoshop“, „Voreinstellungen“, auf dem PC wäre das unter „Bearbeiten“, „Voreinstellungen“ und dann schauen Sie mal, wo wir das hier finden. Kanäle in Farbe müsste hier irgendwo auftauchen und zwar ist es das hier „Farbauszüge in Farbe anzeigen“, so wenn ich das mache, dann müssten wir nach einem Klick auf „OK“. Diese Kanäle eigentlich in Farbe sehen und zwar indem Sie hier auf dieses kleine Menü noch mal gehen und dann hier wählen „Kanäle in Farbe anzeigen lassen“ und dann sehen Sie auf einen Blick, was hier welcher Kanal repräsentiert. Und dieses Programm, das können Sie jetzt nutzen, um die Farben im Gesamtbild zu beurteilen. Sie können aber auch zum Beispiel das Lasso nehmen und hier einen einzelnen Bereich mal auswählen. Dann wird im Histogramm nur dieser entsprechende Bereich angezeigt und das ganz praktisch um diesen Bereich dann gezielter beurteilen zu können. 1 Also, wenn ich jetzt hier mal diesen nehme, 1 dann sehen Sie hier deutlich das ist ein anderes Histogramm, 1 als wenn ich jetzt hier mal nur das Schloss auswählen würde, 1 das ja eher von Rottönen dominiert ist und so können Sie sehr schnell 1 einen Bereich mit einer groben Lassoauswahl hier im Histogramm 1 beurteilen und das hilft mitunter bei der Farbkorrektur und bei 1 der Optimierung der Farben, denn hier haben Sie eine grafische 1 Repräsentation der Tonwerte, während Sie im Bild sehr 1 häufig dann doch von den Motiven selbst abgelenkt werden. 1 Aber eins gibt es noch zu sagen, werden Sie kein Sklave 1 des Histogramms. Also versuchen Sie nicht das beste Histogramm hinzukriegen, 1 denn letztendlich geht es doch immer um das Foto an sich und 1 nicht um irgendwelche Statistiken, die Sie hier sehen. 1 Es sei denn, Sie achten hier darauf, dass Sie keine Tonwertabrisse 1 erhalten und Tonwertabrisse, das meint zum Beispiel folgendes, 1 wenn ich hier mal eine Tonwertkorrektur hinzufüge 1 und hier mal eine sehr extreme Tonwertkorrektur durchführe, 1 damit Sie es hier besser sehen. 1 Dann sehen Sie, dass wir hier Tonwert-Lücken haben, 1 das Bild an sich sieht auch furchtbar aus, 1 aber diese Tonwertlücken hier, die sorgen dafür, 1 dass Sie Farbabrisse im Bild erhalten und die wären vor allem dann deutlich, 1 wenn Sie zum Beispiel einen gleichmäßigen Verlauf 1 in einem Himmel haben. 1 Da sehen Sie dann so eine Art Bending, 1 also streifenförmige Artefakte. 1 Also Fehler und die sind dann sehr unschön. 1 Also so etwas erkennen Sie im Histogramm sehr schnell. 1 Sie müssen hier dann häufig mal auf „Aktualisieren“ klicken, 1 um die tatsächliche Darstellung hier einzublenden, 1 denn das Histogramm zeigt immer nur eine 1 schnelle Vorschau der jeweiligen Zoomstufe, 1 die Sie hier gerade im Bild angezeigt haben. 1 Und wenn Sie hier das Originalbild wiederhaben, 1 dann sehen Sie, so sollte das Aussehen, 1 also gleichmäßige Verläufe und keine Tonwertlücken. 1 So etwas wie diese Tonwertlücken, das vermeiden Sie wenn 1 Sie beispielsweise im 16 Bit-Modus arbeiten und dazu müssen 1 Sie natürlich das Foto direkt aus Camera Raw schon in 16 Bit 1 an Photoshop schon übergeben. 1 Das alles mal nur am Rande. 1 Sie haben gesehen, das Histogramm kann viele Aufgaben 1 erfüllen und kann Ihnen dabei helfen die Farben des Bildes und 1 die Tonwerte im Blick zu halten.

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