Aus dem Kurs: .NET 8 Grundkurs

.NET unter Linux – Tutorial zu .NET

Aus dem Kurs: .NET 8 Grundkurs

.NET unter Linux

Jetzt habe ich den Linux-Support von .NET so oft erwähnt, jetzt muss ich es auch mal zeigen. Hier bin ich auf einem Linux-System, auch wieder auf der .NET-Website, und wenn ich jetzt hier auf Download klicke, dann funktioniert wieder die Erkennung des Betriebssystems. Aber so einen richtigen Download-Button finde ich hier gar nicht, sondern Instruktionen. Na ja, gut, okay. Das liegt ein bisschen daran, dass es ja ganz viele verschiedene Linux-Distributionen gibt, und bei manchen funktioniert es anders, und deswegen gibt es hier in der Dokumentation sogar auf Deutsch ganz ausführlich Informationen, wie man von Hand entsprechend .NET einrichten kann oder, wenn man möchte, auch ein vorgefertigtes Paket nehmen kann, was vielleicht ein bisschen bequemer ist. Man sucht also seine Distribution raus, ich bin ja auf Ubuntu, also wähle ich mal diese Option und dann kann ich das SDK installieren oder die Runtime installieren. Kleiner Tipp: Kurz nachdem eine neue .NET-Version erscheint, ist es oft besser, zunächst auf die englische Website zu gehen, weil die vielleicht etwas schneller aktualisiert wird. Das schafft man, indem man hier auf diesen Globus – oder was das sein soll – klickt, aber deutsche Variante ist jetzt zum Aufnahmezeitpunkt schon ganz gut. Jetzt ist hier z.B. davon abhängig, was für eine Ubuntu-Version man einsetzt, also wirklich sehr ausführlich. Ich nehme jetzt einfach irgendwas und zeige Ihnen dann, wie das exemplarisch aussehen kann. Exemplarisch deswegen, weil ich das auf dem System hier schon gemacht habe, geht ein bisschen schneller. Aber das Vorgehen ist meistens dasselbe. Zunächst müssen Sie das Repository, wo Microsoft die Pakete hinterlegt, das müssen Sie dem System hinzufügen, damit das System dem Repository auch vertraut. Dann wird im Wesentlichen mit dem jeweiligen Paketmanager installiert, hier also etwa "apt-get install" und dann das .NET-SDK in der Version 8.0. Wenn wir das erledigt haben, dann haben wir tatsächlich "dotnet" als Kommandozeilenoption und dann eben z.B. so was wie "dotnet --listsdks" Und dann sehen wir hier, na ja, ich habe jetzt aktuell drei Versionen drauf, 5, 6, 8, und damit können wir dann arbeiten, indem wir z.B. sagen "dotnet new console", und Sie ahnen, was kommt, "MeineDritteKonsolenApp", dann wird das entsprechend geladen. Jetzt hier am Anfang gibt es noch eine Warnmeldung, die ist aber nicht relevant für unsere Konsolen-Applikation. Und am Ende wurde mir ein Verzeichnis, MeineDritteKonsolenApp, erzeugt, in dem befindet sich eben das Projekt. Ich kann es dann kompilieren mit "dotnet build" oder auch gleich ausführen, aber das wäre "dotnet run". Sehen wir später mal, zunächst aber erzeuge ich es mal, einfach, um zu zeigen, was dann dabei rauskommt. Das ist nämlich gar nicht so unspannend, und zwar muss ja irgendwie was Ähnliches rauskommen, wie auf den anderen Betriebssystemen, ist doch dasselbe, oder? Wenn wir jetzt hier mal schauen, es gibt einen bin-Ordner, dann Debug und dann .NET 8.0, und da drin gibt es dann unter anderem eine Datei, MeineDritteKonsolenApp, die ist ausführbar, und dann auch z.B. die DLL, wie wenn wir unter Windows wären. Aber wenn ich jetzt MeineDritteKonsolenApp ausführe, dann tatsächlich kommt "Hello, World!" bei raus. D.h., ich habe jetzt hier etwas gemacht, was noch vor einem Jahrzehnt unvorstellbar gewesen wäre. Ich habe jetzt auf einem Linux-System eine Microsoft-Software ausgeführt, wo sogar eine DLL dabei ist, und das ist jetzt eben möglich mit .NET, das eben auch unter Linux läuft.

Inhalt