Aus dem Kurs: Content Creation für Social Media – Grundlagen
Videos für Anfänger:innen
Aus dem Kurs: Content Creation für Social Media – Grundlagen
Videos für Anfänger:innen
Videos für Anfänger:innen. "Die Kamera macht mich nervös." "Ich kann mir meinen Text nicht merken." "Brauche ich einen professionellen Teleprompter für meine Videos?" Ruhig. Atmen Sie bitte einmal tief ein und aus. Das machen wir noch mal, ein und aus. Wer hat gesagt, dass Sie mit Videos anfangen müssen? Wenn Videos Sie stressen, dann laden Sie sich bitte nicht diese Last zu Beginn Ihrer Content Creation-Reise auf. Videos sind die Königinnendisziplin. Live-Videos, wenn wir in diesem metaphorischen Bild bleiben möchten, die Kaiserin. Also, stellen Sie sich zu Beginn noch einmal die Frage, ob es wirklich Videos sein müssen. Wenn Sie sich für Videos entscheiden, empfehle ich Ihnen die erst einmal aus Instagram in den Stories zu trainieren. Das Schöne an Instagram-Stories ist, dass die Videos maximal 15 Sekunden lang sind, nach 24 Stunden verschwinden und Sie können sich aussuchen, wer Zugang zu diesen Videos hat. Großartig, oder? Wichtig bei Videos ist, dass Sie gerade stehen, bitte Zappeln und Witten vermeiden, langsam und deutlich sprechen und in die Kamera gucken. Stellen Sie sich vor, dass das schwarze Loch vor Ihnen die Pupillen Ihres besten Freundes sind. Es wird Ihnen mit ein wenig Übung leichter fallen. Ja, am Anfang fühlt es sich ein bisschen komisch an, aber ist das nicht bei allem so, was wir am Anfang neu lernen? Außerdem rate ich Ihnen dazu, dass Sie Ihre ersten Videos kurz gestalten. Nehmen Sie sich vor, Videos von 30 bis 60 Sekunden aufzunehmen, maximal eineinhalb Minuten. Und dafür brauchen Sie keinen Teleprompter. Schreiben Sie sich Ihre Grundideen stichwortartig auf. Stichwortartig, bitte nicht in ganzen Sätzen, denn das verunsichert nur. Wir sind ja nicht in der ersten Klasse beim Gedichtaufsagen. Erwarten Sie nicht von sich, dass Sie in 30 bis 60 Sekunden mindestens die Relativitätstheorie und den Sinn des Lebens erklären. Teilen Sie inhaltlich eine Kernidee mit Ihrem Publikum. Idealerweise ist Ihr Video wie folgt aufgebaut: Einleitung, Grundidee untermauert mit einem Beispiel oder Zitat eines Branchenexperten, Schlussfolgerung und Call-to-Action. Lächeln Sie zu Beginn und am Ende des Videos. Das macht Sie freundlicher, hebt Ihre Energie an und erleichtert das anschließende Schneiden des Materials. PS: Ich habe für mein erstes, öffentliches 15-Sekunden-Video ca. 30 bis 40 Anläufe gebraucht. Seien Sie also geduldig und haben Mitgefühl mit sich selbst. Wenn Sie darauf bestehen, ein Teleprompter nutzen zu wollen, gibt es zahlreiche kostenfreie Apps, z.B. Prompter Duo. Das Erwerben eines professionellen Teleprompters macht erst dann Sinn, wenn Sie eine hochauflösende High-Res-Videoproduktion auf die Beine stellen wollen. Für Projekte dieser Art benötigen Sie dann definitiv eine professionelle Kamera und Toplicht. Ich möchte Ihnen die Idee ans Herz legen, für solche Produktionen mindestens eine weitere Person, idealerweise zwei, mit an Bord zu haben. Wenn Sie sich alleine um das Licht, die Kamera, den Teleprompter, Ihre Inhalte und ggf. noch Ihr Makeup und Haare kümmern müssen, kann ich Ihnen aus Erfahrung sagen, dass Sie dieses Projekt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht genießen werden. Teamarbeit wird Ihr Leben um etliches leichter machen. Setzen Sie sich als Hausaufgabe mit der folgenden Frage auseinander: Möchte ich wirklich mit Videos beginnen? Wenn ja, fangen Sie mit 15-sekündigen Instagram-Story-Videos an.
Üben mit Projektdateien
Laden Sie die Dateien herunter, die von den Trainer:innen verwendet werden. So können Sie mitlesen und durch Ansehen, Zuhören und Üben lernen.