Aus dem Kurs: Antirassismus und Wandel am Arbeitsplatz fördern

Allyship: eigene Privilegien und Potenziale zur Unterstützung von Kolleg:innen nutzen

Aus dem Kurs: Antirassismus und Wandel am Arbeitsplatz fördern

Allyship: eigene Privilegien und Potenziale zur Unterstützung von Kolleg:innen nutzen

Nutzen Sie Ihre Privilegien als weiße Person. Stellen Sie sich verantwortungsbewusst der gemeinsamen Aufgabe, Rassismus zu entgegnen. Sie sind privilegiert? Kommen Sie ins Handeln. Sie identifizieren sich als weiß oder werden als weiß wahrgenommen? Dann sind Sie privilegiert. Werden Sie ein Ally. Ein Ally ist eine Person in einer privilegierten Position, handelt solidarisch, bildet sich eigenständig weiter, reflektiert ihr Bewusstsein über eigene Privilegierungs- und Diskriminierungserfahrung, hinterfragt Stereotypen und Vorurteile. Eine Person, die bereit ist, die eigenen internalisierten, problematischen Annahmen zu verlehren, die Prozesse und Abläufe verändert, um die Teilhabe diskriminierter Personen im Unternehmen zu erhöhen. Reflektieren Sie: Wann haben Sie schon einmal vom Weißsein profitiert? Wurden bevorteilt? In welchem sozioökonomischen Umfeld bewegen Sie sich auf der Arbeit? Welche Ihrer Aussagen oder Handlungsweisen könnten oder haben in der Vergangenheit diskriminierte Personengruppen negativ beeinflusst? Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit und überlegen Sie. Wichtig: Entwickeln Sie eine innere Haltung, Fehler einzugestehen. Seien Sie offen für ehrliche Erkenntnisse und unangenehme Reflexionsprozesse. Die Auseinandersetzung mit der eigenen rassistischen Sozialisierung kann aufwühlend und schmerzlich sein. Als Ally zeigen Sie Interesse und Empathie gegenüber anderen Lebensrealitäten. Auch Intersektionalität, dem Erleben von Mehrfachdiskriminierung. Dies ist ein Teil des Erlebens von rassistisch diskriminierten Personen. Kimberlé Crenshaw, eine amerikanische Rechtsprofessorin, die den Begriff prägte, sagte: "Wir neigen dazu, über Ungleichheit aufgrund von Rassifizierung zu sprechen. Als sei sie getrennt von Ungleichheit aufgrund von Geschlecht, Gesellschaftsschicht, Sexualität oder Einwanderungsgeschichte. Was dabei fehlt, ist das Verständnis, dass manche Menschen all diesen Ungleichheiten ausgesetzt sind." Sozialidentitäten von Menschen überlappen sich. Dabei sammeln sich diskriminierende Erfahrungen an und verstärken sich. Als Ally sollten Sie Ihr Weißsein reflektieren. Informieren Sie sich selbst über Mehrfachdiskriminierung. Nehmen Sie an Schulungen teil. Handeln Sie solidarisch und unterstützen Sie hinsichtlich aller Diskriminierungsformen, anhand dem Konzept der Intersektionalität nach Kimberlé Crenshaw. Pauschale Gleichbehandlung funktioniert daher nicht. Gleichbehandlung ist nicht automatisch Gleichberechtigung und Teilhabe. Ein Beispiel, zwei BIPoCs. Beide erleben Diskriminierung durch Rassismus. Benötigt eine Person der beiden einen Rollstuhl, weil sie bspw. hüftabwärts gelähmt ist, erfährt diese Ausschluss- und Benachteiligung durch Ableismus. Ableismus ist die ungerechtfertigte Ungleichbehandlung und Abwertung aufgrund der körperlichen oder psychischer Beeinträchtigung oder aufgrund von Lernschwierigkeiten. Unterschiede müssen wahrgenommen werden, benannt und ihr struktureller Charakter erkannt werden, um sie als Hürde effektiv abzubauen. Eine wortwörtliche Gleichbehandlung verleugnet also die individuellen unterschiedlichen Erlebnisse durch Mehrfachdiskriminierung. Wenn Sie sich tief an dieses Thema einarbeiten wollen, empfehle ich Ihnen den LinkedIn Learning-Kurs "Allyship Grundlagen" von Floria Moghimi. Gelebtes Allyship kann einen Dominoeffekt anstoßen und andere ermutigen, dies ebenso zu tun. Sie wissen nicht, wo genau Sie ansetzen sollen? Kontaktieren Sie mich über LinkedIn oder schreiben Sie mir eine E-Mail. Ich unterstütze Sie und Ihr Unternehmen, Allyship erfolgreich umzusetzen.

Inhalt