Aus dem Kurs: 3ds Max: Rigging

Generierte Walk-Cycles mit CATMotion – Tutorial zu 3ds Max

Aus dem Kurs: 3ds Max: Rigging

Generierte Walk-Cycles mit CATMotion

Auch das CAT-System bietet eine Möglichkeit, Animationen automatisch zu generieren. Es lässt dabei sogar etwas mehr Anpassungsspielraum als das Biped und kommt auch mit mehr als zwei Beinen zurecht. Um im CAT-System zu animieren, brauchen wir eine Animationsebene und den Animationsmodus. Beides findet man hier im Bewegen-Bereich, sobald man einen Teil des CAT-Systems angeklickt hat. Hier muss jetzt erst mal eine Animationsebene hinzugefügt werden. Für die automatische Animation wäre das die mit den kleinen grünen Männchen. Und um das Ganze nun zu starten, klickt man hier auf diesen Stopp-Button. Dann ordnen sich hier schon mal alle Beine an und sobald ich die Play-Taste drücke, sieht man auch schon mal, was für eine Animation dabei rauskommt. Im Gegensatz zum Biped ist diese Bewegung sogar eigentlich ein bisschen zu ausdrucksstark. Außerdem sind die Schritte viel zu lang, die Beine überlappen sich geradezu, aber man kann das natürlich auch noch alles einstellen. Dazu müssen wir hier den CATMotion-Editor öffnen. Den können wir jetzt live bearbeiten, während die Animation hier weiter durchläuft. Zunächst mal müssen wir die Schritte ein bisschen verkleinern. Ich mache die Schritte mal ein ganzes Stück kürzer, dann überlappen sich die Beine nicht mehr so doll. Für eine Spinne ist es allerdings doch ziemlich gemächlich, deswegen verringere ich hier mal die Zeit pro Schritt und jetzt müssen wir uns unbedingt noch um das doch etwas dolle Hin-und-her-Gewackel kümmern. Außerdem kann man die einzelnen Schritte noch ein bisschen besser separieren, hier im Bereich der LimbPhases, indem man einfach jeden Schritt so ein bisschen auseinanderschiebt. Als Nächstes kümmere ich mich nun um das starke Hin-und-her-Gewackel. Das findet man hier insbesondere im Bereich der Eigenschaften, wie sich das Becken bewegt. Hier können wir einfach die Eigenschaften erst mal ein ganzes Stück runterskalieren, sagen wir mal auf ein Viertel, und gucken dann einfach mal, was so passiert. Ja, es könnte wahrscheinlich noch ein bisschen weniger alles. Wie man sieht, gibt es hier auch noch diverse andere Einstellungen. Man kann hier noch für die Beine eine ganze Menge Sachen einstellen und dann noch mal für den Knöchel und die jeweilige Fußplattformen hier, dass man eben so nach und nach zum gewünschten Ergebnis kommt. Zum Beispiel würde ich sagen, dass die Füße nicht ganz so doll angehoben werden müssen. So sieht die Bewegung der Beine ein bisschen gerade aus. Entsprechend kann man sich hier nun einfach ein bisschen durch die Einstellungen hangeln und zum Beispiel je nachdem, welchen Stil man verfolgt, zum Beispiel eher realistisch oder cartoonartig, und ob die Spinne vielleicht eher klein oder doch metergroß wirken soll, kann man hier entsprechend noch alles hin und her regeln. In jedem Fall gibt es aber schon mal eine gute Vorstellung davon, wie die Figur im Bewegung aussehen wird. Eventuell findet man auf die Art auch noch Probleme mit der Haut, die jetzt noch korrigiert werden können, bevor es mit der richtigen Animation losgeht.

Inhalt